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Ganz ehrlich...

Am 17. Juli erscheint Ghost of Tsushima; Assassin's Creed Valhalla und Watch Dogs Legions konnten wir auch gerade länger anspielen - Anlass genug, um über Actionspiele, neue Games und die Next-Gen-Konsolen zu sprechen! Unser Chef-Abenteurer Peter Steinlechner stellt sich einer neuen Challenge: euren Fragen.
Er wird sie am 16. Juli von 14 Uhr bis 16 Uhr beantworten.
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  1. Ganz ehrlich...

    Autor: ZuWortMelder 25.06.20 - 14:06

    ... wenn ich mir hier die Kommentare und den Artikel so durch lese, erscheint mein erster Gedanke den ich hatte, als ich von dieser Aktion der Regierung gehört habe, immer sinnvoller.
    Senkt für den Zeitraum die Einkommenssteuer, Zahlt an diejenigen, die vom Staat leben, den gleichen Prozentsatz mehr, und dann wäre die ganze Sache nicht so Kosten und Arbeitsaufwändig. Und vor allem nicht so kompliziert. (Bestell/Erfüllungsdatum, Teillieferungen mit schrittweiser Rechnungstellung, Abo - Abrechnungszeiträume usw)

  2. Re: Ganz ehrlich...

    Autor: Faksimile 25.06.20 - 14:21

    Der Gestzgeber hat wahrscheinlich nur an den Supermarkt und den Bäcker gedacht. Bedarf des täglichen Gebrauchs eben. Alles, was das Umsatzsteuerrecht richtig aufwändig macht, wird wohl bewusst "nicht gedacht" worden sein.

    Das Umsatzsteuerrecht ist schon sonst nicht einfach. Da kommt diese "Kasperei" noch dazu.

  3. Re: Ganz ehrlich...

    Autor: migrosch 26.06.20 - 08:10

    ich glaub der Gesetzgeber hat an garnix gedacht - einfach mal fix MwSt.-Senkung rausgehauen - klingt ja richtig gut für die Verbraucher (machne glaube ja wirklich, sie sparen was)

  4. Re: Ganz ehrlich...

    Autor: davidcl0nel 26.06.20 - 08:29

    Soli-Senkung ein halbes Jahr vorher als geplant (eigentlich müßte es dieses Jahr schon weg sein) war nicht möglich, weil zu kurzfristig. So kann man aber trotzdem Erfolg haben, weil es ein klassisches PAL ist. Problem anderer Leute. Und sich selber feiern, was sie tolles geleistet haben. ;)

  5. Re: Ganz ehrlich...

    Autor: Golressy 29.06.20 - 05:08

    migrosch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ich glaub der Gesetzgeber hat an garnix gedacht - einfach mal fix
    > MwSt.-Senkung rausgehauen - klingt ja richtig gut für die Verbraucher
    > (machne glaube ja wirklich, sie sparen was)

    Also bis jetzt kam von unseren Kunden der Wunsch, den Brutto-Betrag nicht zu senken.
    Und das macht die Geschichte so richtig kompliziert.
    Besonders wenn ein Shop gut 15'000 Artikel hat, wird es so richtig kompliziert und sehr aufwendig.

    Und es sieht fast so aus, als wenn die Brutto-Beträge nach dem 31.12. auch noch erhöht werden.

    Wenn nicht gar sogar die Mwst. auf 21% erhöht werden könnte.


    Und die Abrechnungssoftware für unsere Kunden... Hier sagt der Hersteller: Bitte noch nicht die % Ändern, der Software-Patch ist noch in Vorbereitung.

    Diese 3% schaden der Wirtschaft und dem Kunden. Und ich mag sogar behaupten das es die Unternehmen so einige Mrd. kosten wird.

    PS: Auch von einer (besondere Lebensmittel)-Ladenbesitzerin hörte ich vor ein paar Tagen: Ich ändere an den Bruttopreisen nichts, da ich gar nicht die Zeit und das Personal habe mit so kurzer Vorlaufzeit die Preise zu reduzieren.

    Es werden sich bestimmt so einige Kunden vera. fühlen. Die haben bestimmt die Preise gerade besonders im Blick.

  6. Re: Ganz ehrlich...

    Autor: tom.stein 30.06.20 - 17:07

    Golressy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > PS: Auch von einer (besondere Lebensmittel)-Ladenbesitzerin hörte ich vor
    > ein paar Tagen: Ich ändere an den Bruttopreisen nichts, da ich gar nicht
    > die Zeit und das Personal habe mit so kurzer Vorlaufzeit die Preise zu
    > reduzieren.

    Es gibt diverse große Handelsketten (Aldi, Penny), die einfach die Bruttopreise beibehalten und an der Kasse einen pauschalen Rabatt bieten.
    Die Sonderbetrachtungen für Zeitschriften, Tabak etc. haben die eh schon lange im System.
    Vorteil für den Kunden: Der Pauschale Rabatt ist mit 3% höher als die reale Mehrwertsteuersenkung (1,87 % bis 2,52 %). Wer allerdings glaubt, die machen demnächst Verluste, sollte noch etwas Lebenserfahrung sammeln und die Preise beobachten.

    Das Problem der kleinen Einzelhändler: kein Programmierer für das Kassensystem und eine unflexible Software. Die meisten 08/15-Finanzsysteme, die ich kenne, beherrschen dagegen diverse änderbare Steuersätze, weil die auch bisher existierten. Nur muss irgendwer diesen den Produkten ggf. einzeln oder auf jeder Rechnung erneut zuweisen...

  7. Re: Ganz ehrlich...

    Autor: Michael H. 01.07.20 - 17:36

    tom.stein schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Problem der kleinen Einzelhändler: kein Programmierer für das
    > Kassensystem und eine unflexible Software. Die meisten 08/15-Finanzsysteme,
    > die ich kenne, beherrschen dagegen diverse änderbare Steuersätze, weil die
    > auch bisher existierten. Nur muss irgendwer diesen den Produkten ggf.
    > einzeln oder auf jeder Rechnung erneut zuweisen...

    Unsere WaWi hat ne Kassenanbindung und hat diese MwSt Änderung eigentlich absolut einfach gelöst.
    Du kannst so oder so schon mehrere Steuerschlüssel hinterlegen.
    Durch das aktuelle Update, wird automatisch ein Assistent für den DB Manager mitgebracht, der erst die Steuerschlüssel als zusätzliche Parameter einträgt, Buchungskonten und Kostenstellen ergänzt und diese dann in einem zweiten Schritt scharf stellt.

    Danach schaltet das System ab heute 01.07. mit dem Monatswechsel um, fragt den Nutzer, ob er die 16% und 5% aktivieren möchte... und wird am 01.01.2021 fragen, ob er wieder 7% und 19% aktivieren möchte und gut is.
    Damit das Steuertechnisch einfacher zu verarbeiten ist, wurden im Hintergrund noch die Buchungskonten und Kostenstellen Datevkonform ergänzt. Und passt schon.

    Die Software ist für den Mittelstand und von der Einzelplatzlizenz, hin bis zur vollen ERP Suite mit Webshopanbindung zu Amazon, Ebay, Shopware und Konsorten auch für große Unternehmen geeignet. Die Kassenanbindung kann von Einzeligen Displays, bis hin zu LCD´s mit Werbevideos und Artikelbildern wenn gerad ned kassiert wird eigentlich alles und kostet für kleine Einzelhändler auch ned mal die Welt.. daher versteh ich nicht, warum da Einzelhändler heut noch probleme haben sollten, bei den hunderten ERP Systemen aufm Markt. Ich allein hab in den letzten 3 Tagen ca. 20-30 Firmen umgestellt. Mit Backups der aktuellen Datenbanken usw. pro Kunde im Schnitt zwischen 20 Min bis ne Stunde. Gerade bei Einzelhändlern sollte das kein großes Thema sein... die brauchen meistens eh schon 7 und 19% wegen Lebensmitteln und müssen pro Position die MwSt. ausweisen. Da nochmal zwei Steuersätze dazu ist eigentlich kein großes Thema in dem Bereich und große Firmen, haben eh meist wegen Auslandsgeschäften eh schon unterschiedliche Steuersätze.

  8. Re: Ganz ehrlich...

    Autor: scrumdideldu 02.07.20 - 16:52

    Faksimile schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Alles, was das
    > Umsatzsteuerrecht richtig aufwändig macht, wird wohl bewusst "nicht
    > gedacht" worden sein.

    Was sind große Teile des Bundestages von Beruf? Anwälte, Berater, Steuerberater usw.

    Ein Schelm wer böses dabei denkt dass man seinen nebenbei laufenden Kanzleien / Firmen Arbeit verschaffen könnte.

  9. Vermute folgenden Gedankengang:

    Autor: janoP 05.07.20 - 18:06

    Wir wollen die Kaufleistung fördern.

    Was würden wir machen, wenn wir mehr Geld im Monat hätten? Sparen, Aktien kaufen, Geld anlegen.

    Das würden Geringverdiener und HatzIV-Empfänger bestimmt auch machen, wenn sie mehr Geld im Monat zur Verfügung hätten.

    Da Sparen, Aktien kaufen und Geld anlegen niemandem hilft, senken wir also die Mehrwertsteuersatz – nur das sorgt dafür, dass die Leute mehr einkaufen.

    Ein wenig kann ich diesen Gedankengang ja sogar nachvollziehen: Man befürchtet ja gerade, dass durch den Krisencharakter der Coronasituation die Leute aus Angst zum Sparen tendieren. Könnte also sein, dass ein großer Anteil eines Einkommenssteuergeschenks einfach auf irgendwelchen Bankkonten vergammeln wird.

    Dass Politiker konsequent übersehen, dass so etwas wie „Sparen und Anlegen“ für Geringverdiener und HartzIV-Empfänger gar keine Option ist, und somit Steuergeschenke an Geringverdiener und Erhöhrungen der Sozialleistungen direkte Wirtschaftsspritzen wären, fasziniert mich immer wieder erneut.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.07.20 18:08 durch janoP.

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