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Jungs-Perspektive

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  1. Re: Jungs-Perspektive

    Autor: opodeldox 26.04.17 - 15:20

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vielleicht solltest Du wirklich mal das empfohlene Buch lesen, Dein Wissen
    > scheint eher auf Vorurteilen auf Basis von aus dem Zusammenhang gerissenen
    > Zitaten aus Foren-Diskussionen und feministischen Artikeln zu dem Thema,
    > als auf den wissenschaftlichen Grundlagen dahinter zu basieren. Fängt schon
    > damit an, dass Du biologisches Geschlecht und Geschlechtsidentität
    > durcheinander wirfst (im Englischen wird richtigerweise zwischen "gender"
    > und "sex" unterschieden, wir haben nur ein Wort für beides), und dadurch
    > den Fehler machst, die soziale Ausprägung mit Attributen wie "natürlich"
    > und "unveränderlich" zu versehen.

    Ich kenne den "Unterschied", aber der absolut größte Teil der Menschen identifiziert sich mit dem Geschlecht, nach dem ihr Körper ausgeprägt ist. Erschwerend hinzukommt, dass die eigene Identität nichts ist, was man selbst entscheidet. Das ist ja auch ein Problem von vielen transgender Menschen, deren Ziel ist es oft ist diesen Widerspruch von interner und externer Identität zu beseitigen. Das sind aber absolute Ausnahmen, darum ist das ehr eine Abweichung, als eine Regel und ich glaube nicht das "sex" und "gender" zwei getrennte Dinge sind.

    > >Das Indiz, dass alles was man dagegen tut nicht viel zu bewirken scheint,
    > wird dabei gekonnt ignoriert.
    >
    > Was hat man denn dagegen getan und wo genau ist man Deiner Meinung nach
    > gescheitert?

    In den skandinavischen Ländern ist es mit der Gleichberechtigung am besten bestellt, trotzdem haben sie kein besseres Verhältnis bei den gewählten Berufen. Länder wie Indien hingegen schaffen es Frauen in solche Berufe zu bringen, weil es für sie wirtschaftlich notwendig ist.

    In Skandinavien hat man durch einen Wohlfahrtsstaat und die umfassende Gleichberechtigung dafür gesorgt, dass das der größte Faktor die Biologie ist und anscheinend sorgt sie dafür, das Frauen andere Berufe wählen. (Das gleiche gilt sicherlich auch für Männer)

    Das Problem ist doch, dass es nicht darum geht Hindernisse aus dem Weg zu Räumen, um gleichberechtigt zu sein, sondern das Ziel ist es gleiche Ergebnisse zu erreichen. Warum ist es grundsätzlich schlecht, wenn nur 20% in einem Beruf Frauen sind, solange das nicht aufgrund von Diskrimierung so ist?

    > Würde sie in der Tat, weil sie mit so einer unwissenschaftlichen
    > Feststellung nämlich den Pfad der wissenschaftlichen Methode verlassen
    > würden. Ich finde es schon irgendwie belustigend, dass Du einerseits
    > ideologische Verblendung unterstellst, andererseits aber selbst zutiefst
    > subjektiv ideologisch gefärbt argumentierst (indem Du eine biologische
    > Determiniertheit unterstellst, ohne Dich überhaupt wissenschaftlich damit
    > auseinandergesetzt zu haben).

    Was anderes soll denn sonst unser Verhalten bestimmen? Die Gesellschaft in der wir leben ist nichts weiteres als ein Ausdruck unseres Verhalten, das in unserer Biologie verankert und begründet ist. Die Grundannahme, dass unsere Gesellschaft nicht natürlich und kein Ergebnis unserer Biologie ist, ist stark zu bezweifeln, da es keine andere Quelle gibt, als uns selbst. Zusammen zuarbeiten, Regel und Normen aufzustellen ist menschlich und nicht künstlichen Ursprungs. Wie ist es sonst anderes zu erklären, dass sich diese Dinge in jeder Gruppe von Menschen entwickeln?

    > Natürlich kann sie das. Indem sie, wie Du es forderst, der
    > fundamentalistischen Ideologie nachgibt - und zB. jegliche biologischen
    > Zusammenhänge und Vorgänge zugunsten eines religiösen "Gotteswirkens"
    > aufgibt, weil einige fundamentalistischen Hardliner lieber an das glauben
    > wollen, was sie schon seit eh und je geglaubt haben, statt sich mit
    > wissenschaftlicher Methodik die tatsächlichen Zusammenhänge zu erarbeiten.

    Das ist was Gender-Studies macht, es wird versucht von aussen etwas in andere Felder zu drücken, so wie in deinem Beispiel die Religion. In meinem Beispiel ging es darum, das Biologie sich nicht von innen heraus selbst beenden kann, egal wie sehr sie es wollen.

  2. Re: Jungs-Perspektive

    Autor: opodeldox 26.04.17 - 15:27

    Warum ist die soziologische Komponente nicht biologisch? Genauso wie Genetik und Biochemie biologisch sind, ist es unser Sozialverhalten, dazu gehört es auch, dass wir uns gegenseitig beeinflussen, das ist doch gerade die Stärke unser Spezis.

  3. Re: Jungs-Perspektive

    Autor: Trollversteher 26.04.17 - 15:56

    >Ich kenne den "Unterschied", aber der absolut größte Teil der Menschen identifiziert sich mit dem Geschlecht, nach dem ihr Körper ausgeprägt ist.

    Und die soziokulturellen Einflüsse hast Du bei Deiner statistischen Erhebung herausgerechnet? Dazu müsste man also erst mal untersuchen, wer sich *wirklich* damit identifiziert, und wer aus gesellschaftlichem oder familiären Druck nur so tut als ob - der Vater einer meiner Exfreundinnen war schwul, hat aber in einer Ehe zwei Kinder gezeugt, bevor er sich getraut hat sich zu "outen" - in der Statistik war er solange ein 100%iger "Hetero".

    Aber das mal beiseite - laut Deiner Argumentation hätte dann keine Minderheit mehr eine Existenzberechtigung, weil der "größte Teil der Menschheit" definiert, was real ist und was Einbildung/Vortäuschung?

    >Erschwerend hinzukommt, dass die eigene Identität nichts ist, was man selbst entscheidet. Das ist ja auch ein Problem von vielen transgender Menschen, deren Ziel ist es oft ist diesen Widerspruch von interner und externer Identität zu beseitigen. Das sind aber absolute Ausnahmen, darum ist das ehr eine Abweichung, als eine Regel und ich glaube nicht das "sex" und "gender" zwei getrennte Dinge sind.

    Und viele Menschen haben lange daran geglaubt, das die Erde eine Scheibe ist oder im Zentrum des Universums sitzt. "Glaube" ist aber keine wissenschaftliche Begründung. Und dass Geschlechterrollen *immer* vornehmlich gesellschaftlich-kulturell geprägt sind, wirst doch wohl selbst Du nicht abstreiten können, oder?

    >In den skandinavischen Ländern ist es mit der Gleichberechtigung am besten bestellt, trotzdem haben sie kein besseres Verhältnis bei den gewählten Berufen. Länder wie Indien hingegen schaffen es Frauen in solche Berufe zu bringen, weil es für sie wirtschaftlich notwendig ist.

    Und wirtschaftliche Notwendigkeit ist für Dich eher auf der biologischen als auf der sozio-kulturellen Seite zu sehen? Wohl kaum - womit Du eigentlich ein Argument *gegen* Deinen Standpunkt erbracht hast.

    >In Skandinavien hat man durch einen Wohlfahrtsstaat und die umfassende Gleichberechtigung dafür gesorgt, dass das der größte Faktor die Biologie ist und anscheinend sorgt sie dafür, das Frauen andere Berufe wählen. (Das gleiche gilt sicherlich auch für Männer)

    So? Hat man das? Behauptest Du mal eben, ohne dem mit wissenschaftlicher Methodik auf den Grund zu gehen? Nein, das ist nicht wissenschaftlich deduktiv gedacht, sondern reine Spekulation auf Basis Deiner vorgeprägten Meinung.

    >Das Problem ist doch, dass es nicht darum geht Hindernisse aus dem Weg zu Räumen, um gleichberechtigt zu sein, sondern das Ziel ist es gleiche Ergebnisse zu erreichen. Warum ist es grundsätzlich schlecht, wenn nur 20% in einem Beruf Frauen sind, solange das nicht aufgrund von Diskrimierung so ist?

    Daher muss man eben feststellen, ob Diskriminierung bzw. eine auf antiquierten Rollenbildern basierte Lehrmethodik der Grund ist, oder tatsächlich biologisch determinierte Faktoren dafür verantwortlich sind. Experimente mit reinen Mädchen Klassen in den MINT Fächern haben aber gezeigt, dass dem nicht der Fall ist, weil bei diesen die Mädchen nämlich plötzlich gleich gut oder sogar besser als die Jungs im gleichen Alter abschnitten.

    >Was anderes soll denn sonst unser Verhalten bestimmen? Die Gesellschaft in der wir leben ist nichts weiteres als ein Ausdruck unseres Verhalten, das in unserer Biologie verankert und begründet ist.

    Das ist auf so vielen Ebenen falsch, dass es fast schon weh tut. Gerade wir Menschen haben längst die biologische Evolution durch die sozial-technologische Evolution ersetzt. Heute sind ganz andere Fähigkeiten und Prädispositionen nötig, um sich als erfolgreiches Individuum gegen Konkurrenten durchzusetzen als vor 100.000 Jahren.
    Die biologischen Faktoren beeinflussen uns und geben Potentiale vor, aber sie derminieren uns nicht so, wie eine "niedere" (im Sinne von Komplexität) Tierart, deren Verhalten alleine durch genetische Vorgaben und Instinkte bestimmt wird.

    [quote]Die Grundannahme, dass unsere Gesellschaft nicht natürlich und kein Ergebnis unserer Biologie ist, ist stark zu bezweifeln, da es keine andere Quelle gibt, als uns selbst.[/quote]

    Natürlich gibt es andere Quellen, und zwar millionenfach: Sämtliche andere Tiere auf diesem Planeten. Unsere Gesellschaft ist nicht unnatürlich, sie hat sich nur durch die Sozialisation und die Entwicklung der kognitiven Fähigkeiten von einem rein natürlich-biologisch determinierten System in ein selbstbestimmtes bzw, durch gegenseitige Interaktion geprägtes System gewandelt.

    >Zusammen zuarbeiten, Regel und Normen aufzustellen ist menschlich und nicht künstlichen Ursprungs. Wie ist es sonst anderes zu erklären, dass sich diese Dinge in jeder Gruppe von Menschen entwickeln?

    Und was ist Deiner Meinung nach "künstlich"? Doch eigentlich ein Synonym für "vom Menschen geschaffen", oder? Und damit nicht "von außen aufoktroyiert", sondern es hat sich aus der sozialen Interaktion der Menschen untereinander entwickelt. Und diese "Dinge" entwickeln sich eben nicht in jeder Gruppe von Menschen gleich. Ganz im Gegenteil, das hängt eben ganz stark von der jeweiligen Gruppe und den äußerlichen Bedingungen ab. Und als sozial selbstbestimmtes Wesen mit einer universellen Intelligenz haben wir, im Gegensatz zu den meisten Tieren, Einfluss auf diese äußerlichen Bedingungen. Wir sind nicht mehr darauf angewiesen, uns eine ökologische Nische zu suchen, in der wir überleben können - wir sind in der Lage, jede noch so lebensfeindliche Umgebung so anzupassen, dass wir darin überleben können (bzw. eine solche Nische selbst zu schaffen - siehe Raumstation, Flugzeuge, U-Boote, Forschungsstationen in der Arktis etc.).

    >Das ist was Gender-Studies macht, es wird versucht von aussen etwas in andere Felder zu drücken, so wie in deinem Beispiel die Religion. In meinem Beispiel ging es darum, das Biologie sich nicht von innen heraus selbst beenden kann, egal wie sehr sie es wollen.

    Das können Soziologie/Psychologie/Pädagogik auch nicht. "Gender-studies" ist ja keine eigene Wissenschaft, sondern nur ein geisteswissenschhaftlicher Zweig unter vielen - und von daher gar nicht mit der Biologie zu vergleichen.

  4. Re: Jungs-Perspektive

    Autor: Trollversteher 26.04.17 - 16:02

    >Warum ist die soziologische Komponente nicht biologisch? Genauso wie Genetik und Biochemie biologisch sind, ist es unser Sozialverhalten, dazu gehört es auch, dass wir uns gegenseitig beeinflussen, das ist doch gerade die Stärke unser Spezis.

    Weil sie nicht biologisch determiniert, sondern darüber hinausgewachsen ist. Im Gegensatz zu den meisten Tieren wird unser Leben immer weniger durch biologische Vorgaben bestimmt. Natürlich ist unsere "Hardware" aus biologischen Bestandteilen zusammengesetzt und natürlich setzen diese die Grenzen für unser Handeln. Aber trotzdem ist es nicht ausreichend, nur die Hardware-Spezifikationen eines Systems zu kennen, um jedes Verhalten der Software, die darauf läuft vorhersagen und erklären zu können, oder? Das Ganze ist eben mehr als nur die Summe seiner Teile.

  5. Re: Jungs-Perspektive

    Autor: opodeldox 26.04.17 - 19:21

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und die soziokulturellen Einflüsse hast Du bei Deiner statistischen
    > Erhebung herausgerechnet? Dazu müsste man also erst mal untersuchen, wer
    > sich *wirklich* damit identifiziert, und wer aus gesellschaftlichem oder
    > familiären Druck nur so tut als ob - der Vater einer meiner Exfreundinnen
    > war schwul, hat aber in einer Ehe zwei Kinder gezeugt, bevor er sich
    > getraut hat sich zu "outen" - in der Statistik war er solange ein 100%iger
    > "Hetero".

    Was hat das mit "sex" und "gender" zu tun? Nur weil er Schwul ist, fühlt er sich ja nicht zwangsläufig als Frau

    > Aber das mal beiseite - laut Deiner Argumentation hätte dann keine
    > Minderheit mehr eine Existenzberechtigung, weil der "größte Teil der
    > Menschheit" definiert, was real ist und was Einbildung/Vortäuschung?

    Nein, das dichtest du dazu, ich habe gern Werturteil getroffen. Diese Menschen haben die gleiche Existenzberechtigung wie alle anderen auch, ich sage nur nicht "It's not a bug, it's a feature". Ich habe auch die Wörter "real", "Einbildung", oder "Vortäuschung" nicht benutzt. Klar ist das real, aber das macht es zu keiner Regel.

    > Und viele Menschen haben lange daran geglaubt, das die Erde eine Scheibe
    > ist oder im Zentrum des Universums sitzt. "Glaube" ist aber keine
    > wissenschaftliche Begründung. Und dass Geschlechterrollen *immer*
    > vornehmlich gesellschaftlich-kulturell geprägt sind, wirst doch wohl selbst
    > Du nicht abstreiten können, oder?

    Geschlechterrollen sind eine Mischung aus vielen Einflüssen. Ich sehe aber auch nicht, dass Gesellschaft und Kultur künstliche Konstrukte sind, sondern sie entstehen aus oft pragmatischen Gründen und werden durch Menschen geprägt. Es ist auch eine irrsinnige Vorstellungen, das Frauen keinen Einfluss unsere Gesellschaft und Kultur und damit auf ihre Rollen hatten und haben. Rollen und Erwartungen sind normal.

    > Und wirtschaftliche Notwendigkeit ist für Dich eher auf der biologischen
    > als auf der sozio-kulturellen Seite zu sehen? Wohl kaum - womit Du
    > eigentlich ein Argument *gegen* Deinen Standpunkt erbracht hast.

    Wie ist es ein Argument gegen meinen Standpunkt, dass Frauen traditionell feminine Berufe wählen, wenn man den wirtschaftlichen Zwang entfernt. Das ist doch gerade der Punkt, ab dem man genau nur das machen muss, was man will. Natürlich ist wirtschaftlicher Druck natürlich, wir sehen ihn in unserem Wohlstand nur nicht mehr.

    > So? Hat man das? Behauptest Du mal eben, ohne dem mit wissenschaftlicher
    > Methodik auf den Grund zu gehen? Nein, das ist nicht wissenschaftlich
    > deduktiv gedacht, sondern reine Spekulation auf Basis Deiner vorgeprägten
    > Meinung.

    Es gibt dazu Studien. Je mehr man die Unterschiede zu Mann und Frau entfernt, um so unterschiedlicher werden Männer und Frauen. Eine Auswertung dazu: http://onlinelibrary.wiley.com/wol1/doi/10.1002/ijop.12265/abstract

    "Empirically, evidence suggests gender differences in most aspects of personality—Big Five traits, Dark Triad traits, self-esteem, subjective well-being, depression and values—are conspicuously larger in cultures with more egalitarian gender roles, gender socialization and sociopolitical gender equity."

    > Daher muss man eben feststellen, ob Diskriminierung bzw. eine auf
    > antiquierten Rollenbildern basierte Lehrmethodik der Grund ist, oder
    > tatsächlich biologisch determinierte Faktoren dafür verantwortlich sind.

    http://www.schule-wirtschaft-hamburg.de/service/downloads/Bildungserfolge_von_Jungen.pdf

    Zitat aus dem Dokument:

    "Dabei fallen im Vergleich zu den Mädchen sowohl die Schulabschlüsse als auch die Leistungen
    tendenziell zu Ungunsten von Jungen aus. Von unterrichtlichen Disziplinierungen,
    negativen Sanktionen oder Klassenwiederholungen sind sie in höherem Maße
    betroffen. „Typisches Jungenverhalten” wie Konkurrenzorientierung, QuatschMachen,
    geringere soziale Einstellung usw. wird auf der einen Seite negativ gesehen
    und bewertet. Auf der anderen Seite wird genau dieses Verhalten aber auch für die Vorteile
    von Jungen verantwortlich gemacht, beispielsweise größeres Selbstbewusstsein
    und Dominanz im Unterrichtsgeschehen."

    Vielleicht das Problem einfach, das Jungen und Mädchen bzw. Frauen und Männer unterschiedlich Probleme haben und nicht dass die Welt sich gegen Frauen wendet?

    > Experimente mit reinen Mädchen Klassen in den MINT Fächern haben aber
    > gezeigt, dass dem nicht der Fall ist, weil bei diesen die Mädchen nämlich
    > plötzlich gleich gut oder sogar besser als die Jungs im gleichen Alter
    > abschnitten.

    Das ist aber keine normales Umfeld, wenn Frauen sich in der Gegenwart von Männern anders verhalten (und umgekehrt) müssen sie damit arbeiten lernen.


    > Das ist auf so vielen Ebenen falsch, dass es fast schon weh tut. Gerade wir
    > Menschen haben längst die biologische Evolution durch die
    > sozial-technologische Evolution ersetzt. Heute sind ganz andere Fähigkeiten
    > und Prädispositionen nötig, um sich als erfolgreiches Individuum gegen
    > Konkurrenten durchzusetzen als vor 100.000 Jahren.
    > Die biologischen Faktoren beeinflussen uns und geben Potentiale vor, aber
    > sie derminieren uns nicht so, wie eine "niedere" (im Sinne von Komplexität)
    > Tierart, deren Verhalten alleine durch genetische Vorgaben und Instinkte
    > bestimmt wird.

    Doch tun sie, sehr stark sogar. Der IQ eines Menschen korreliert sehr stark mit dem Erfolg den ein Mensch im laufe seines Lebens haben wird - das hat er schon immer getan. Das ist ein wichtiger, biologischer Faktor, auf dem man keinen Einfluss hat. Gleichzeitig muss man immer intelligenter sein um moderne, hochqualifizierte Berufe ausführen und erfolgreich sein zu können. Mit einem IQ von 80 ist die Chance Programmierer zu werden sehr, sehr gering.

    Natürlich sind wir im Verhalten nicht wie Tiere determiniert, aber wir haben typische Verhaltensweisen, wir sind keine leere Blätter, die sich beliebig beschreiben lassen.


    > Natürlich gibt es andere Quellen, und zwar millionenfach: Sämtliche andere
    > Tiere auf diesem Planeten. Unsere Gesellschaft ist nicht unnatürlich, sie
    > hat sich nur durch die Sozialisation und die Entwicklung der kognitiven
    > Fähigkeiten von einem rein natürlich-biologisch determinierten System in
    > ein selbstbestimmtes bzw, durch gegenseitige Interaktion geprägtes System
    > gewandelt.

    Kognitive Fähigkeiten und zusammen Arbeit sind keine Dinge die nur Menschen auszeichnen. Ich sehe das Argument nicht, Interaktion und Selbstbestimmung zeichnen den Menschen unter anderem als Menschen aus. Man muss Menschen mit Gewalt dazu zwingen das auf zu geben. Das ist keine Erfindung unserer modernen Gesellschaft, wir sind nur besser darin mehr Menschen zu verwalten. Ausser du willst behaupten die Pyramiden konnten ohne diese Dinge gebaut werden. Deine Bedürfnisse sind in jedem Fall biologisch und unsere Gesellschaft existiert um diese Bedürfnisse zu erfüllen.

    > Und als sozial selbstbestimmtes Wesen mit einer universellen
    > Intelligenz haben wir, im Gegensatz zu den meisten Tieren, Einfluss auf
    > diese äußerlichen Bedingungen.

    Ja, aber wir haben keinen Einfluss auf unsere Bedürfnisse und ein Bedürfnisse ist es auch einen bestimmten Beruf auszuüben. Frauen haben andere Bedürfnisse als Männer.


    > Das können Soziologie/Psychologie/Pädagogik auch nicht. "Gender-studies"
    > ist ja keine eigene Wissenschaft, sondern nur ein
    > geisteswissenschhaftlicher Zweig unter vielen - und von daher gar nicht mit
    > der Biologie zu vergleichen.

    Hat unsere Diskussion nicht damit begonnen, dass ich genau das gesagt habe?

  6. Re: Jungs-Perspektive

    Autor: Clown 27.04.17 - 08:32

    Eisboer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich halte das sehr wohl für ein Problem, auch dass 86% in der Pflege Frauen
    > sind de.wikipedia.org

    Eben!
    Wo sind denn die Förderprogramme:
    - "Mehr Männer in die Pflege"?
    - "Mehr Frauen auf den Bau"?
    - "Mehr Männer in die Kitas"?
    - "Mehr Frauen bei der Müllabfuhr"?
    - "Mehr Männer in die Gebäudereinigung"?
    ...

    Und wann wird endlich was für die Jungs-Förderung an Schulen getan, nachdem man schon vor Jahren festgestellt hat, dass das Bildungssystem für sie mittlerweile nicht mehr richtig passt?

    Blizzard: "You guys don't have phones?" ~ Bethesda: "You guys don't have friends?" ~ EA: "You guys don't have wallets?"

  7. Re: Jungs-Perspektive

    Autor: Nirduna 27.04.17 - 16:24

    Wat für ein Quark.
    Wo bleiben dann die Förderprogramme für die anderen 58 (?) Geschlechter? Völliger Nonsense dieser Gender Wahn.

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