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  5. › MINT: Werden Frauen überfördert?

Als Frau im MINT-Studiengang

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  1. Als Frau im MINT-Studiengang

    Autor: Füchslein 16.09.19 - 14:49

    80 Kerle, 3 Frauen waren bei mir im Elektrotechnikstudium vor ein paar Jahren (HRO).
    Da kommen dann verschiedene Faktoren dazu:
    - Lehrerin, die Schülerinnen weniger Mathe vermitteln https://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/mathematik-lehrerinnen-uebertragen-angst-vorm-rechnen-auf-maedchen-a-673946.html
    - nerdige Kerle, die bisher wenig mit Mädchen zu tun hatten (es ist nicht nur ein Vorurteil) und nun auf ihre Chance bei einer zu landen hoffen
    - Sexismus (siehe auch die Kommentare unterm Artikel ... "Frauen sind überfordert", "Mädchen können nur auswendig lernen, aber nie ein tiefgreifendes Verständnis entwickeln" , ... https://www.spektrum.de/kolumne/frauen-wuerden-mint-faechern-nutzen-aber-sexismus-und-rollenklischees-halten-sie-ab/1668960

    Aber mehr Frauen an der Uni kann auch Chancen öffnen: Frauen haben für manche Probleme andere Herangehensweisen und manche Probleme, die ALLE Studenten betrifft können mehr in den Vordergrund gerückt werden.

  2. Re: Als Frau im MINT-Studiengang

    Autor: mannzi 16.09.19 - 14:58

    Füchslein schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 80 Kerle, 3 Frauen waren bei mir im Elektrotechnikstudium vor ein paar
    > Jahren (HRO).
    > Da kommen dann verschiedene Faktoren dazu:
    > - Lehrerin, die Schülerinnen weniger Mathe vermitteln www.spiegel.de
    > - nerdige Kerle, die bisher wenig mit Mädchen zu tun hatten (es ist nicht
    > nur ein Vorurteil) und nun auf ihre Chance bei einer zu landen hoffen
    > - Sexismus (siehe auch die Kommentare unterm Artikel ... "Frauen sind
    > überfordert", "Mädchen können nur auswendig lernen, aber nie ein
    > tiefgreifendes Verständnis entwickeln" , ... www.spektrum.de
    >
    > Aber mehr Frauen an der Uni kann auch Chancen öffnen: Frauen haben für
    > manche Probleme andere Herangehensweisen und manche Probleme, die ALLE
    > Studenten betrifft können mehr in den Vordergrund gerückt werden.

    Das Problem für viele ist, in deinem letzten Absatz zusammengefasst. Es gibt schon ein ungleichgewicht zugunsten des weiblichen Anteils auf Universitäten. Aber es juckt niemanden, das einzige was stört ist, dass es in Mint weniger sind.
    Es werden Zielquoten immer nur "mindestens x% Frauen" angegeben aber nicht "beide Geschlechter müssen zu mindestens x% vertreten sein"

  3. Re: Als Frau im MINT-Studiengang

    Autor: LRU 16.09.19 - 23:00

    Füchslein schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > - nerdige Kerle, die bisher wenig mit Mädchen zu tun hatten (es ist nicht
    > nur ein Vorurteil) und nun auf ihre Chance bei einer zu landen hoffen

    Komisch woher kommen nur diese boshaften und sexistischen Kommentare, die du erwähnst?

  4. Re: Als Frau im MINT-Studiengang

    Autor: phex 16.09.19 - 23:35

    Das kann ich aus männlicher Sicht so nicht bestätigen. Das war zwar noch zu Zeiten des Diploms. Und damals gab es noch keine intensive MInT-Förderung für junge Frauen. Aber bei uns Verfahrensingenieuren an der Universität (nicht FH) hatten alle reichlich mit dem Stoff zu tun. Wem Physikalische Chemie etwas sagt, die bei uns auf 3 Mathe-, 3 Chemie - und 2 Physiksemestern aufbaute, der weiß vielleicht, was ich meine. Offensives Verhalten oder dumme Sprüche von Studenten gegenüber Studentinnen habe ich wirklich nicht einmal mitbekommen. Wenn, dann hatte Zusammenarbeit oberste Priorität. Und in meinem Fall, und ich bin sicher kein Model, war es eher so, dass bei einer Jahrgangsquote von ca. 5 zu 60 (weiblich zu männlich), es die Frauen waren, die auf einen zugingen. Eine mit einem sehr außerordentlichen Verstand ist mir bis heute positiv in Erinnerung geblieben. Aber auch die Frauen waren vom Temperament her "typisch Ingenieur". Tendenziell introvertiert und sehr rational. Menschen, deren Temperament und Fokus im Leben anders gesetzt ist, würden das vielleicht "nerdig" nennen. Ich habe manchmal den Eindruck, besonders durch die aus dem Boden schießenden Irgendwas-Management oder Wirtschafts-Irgendwas -Studiengänge wählen immer mehr Personen den MInT-Bereich, die dort vielleicht weniger gut hineinpassen. Nach 6 Semestern Bachelor in so einem Fach kommen dann Leute heraus, die wohl vieles irgendwie, aber nur das Wenigste richtig können, weil niemals genügend Zeit für eine Sache blieb, um sie wirklich zu verstehen. Die TU-Dresden hat das Diplom bei den Ingenieuren meines Wissens bis heute erhalten und dies auch nachvollziehbar damit begründet, dass es den B.Sc./M.Sc.(B.Eng./M.Eng.)-Absolventen an "Grundständigkeit" ihrer Kenntnisse mangele. Das geht zwar vom Thema ab. Aber vielleicht erklärt ein "Gehetztsein" der Studenten die heutige Stimmung an den Hochschulen.



    6 mal bearbeitet, zuletzt am 16.09.19 23:52 durch phex.

  5. Re: Als Frau im MINT-Studiengang

    Autor: phex 17.09.19 - 07:35

    Ich weiß natürlich nicht, wo uns was studiert wurde. Einen Mangel an Attraktivität kann ich anhand meiner Erlebnisse aber nicht bestätigen. Übrigens kann man hier noch ewig übereinander herziehen und hetzen, wie es auch der Artikel tut - lösen wird es die Probleme keiner der beiden Seiten.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.09.19 07:38 durch phex.

  6. Re: Als Frau im MINT-Studiengang

    Autor: spyro2000 17.09.19 - 08:07

    > > - nerdige Kerle, die bisher wenig mit Mädchen zu tun hatten (es ist
    > nicht
    > > nur ein Vorurteil) und nun auf ihre Chance bei einer zu landen hoffen
    >
    > Komisch woher kommen nur diese boshaften und sexistischen Kommentare, die
    > du erwähnst?

    Danke schön. Treffer, versenkt.

  7. Re: Als Frau im MINT-Studiengang

    Autor: Jaheatty 17.09.19 - 09:07

    Ich bin zwar nicht in einem MINT Studiengang aber nun seit 10 Jahren als Software Entwicklerin tätig.
    Zu den Anfängen wurde ich von FRAUEN schräg angeschaut, warum ich den in die IT gehe. Männer fanden das eher cool.
    Der erste Blick als ich damals in eine Gruppe von 29 ITlern kam war überrascht, aber nach 2 Tagen habe ich ganz normal dazu gehört, weil ich eben einfach nur wie jeder andere dort Bock hatte in der IT zu arbeiten.
    Einmal trat ich einer Gruppe von IT Frauen bei, das einzige was ich da gehört habe war "Die Männer sind Schuld", statt sich gegenseitig Tipps zu geben, weiter zu bilden oder womöglich nach eigenen Fehlern zu suchen, galten immer nur die Männer als Schuld - ich bin da NIE wieder hin.
    Bisher hat es in keiner der Firmen in welchen ich war, die anderen ITler interessiert ob ich Mann oder Frau bin - es war nur wichtig das ich meine Arbeit mache. Nie wurden mir Steine in den Weg gelegt. Dazu muss ich aber noch sagen, bisher war ich immer in kleineren Firmen beschäftigt und nie in Großen Konzernen - dort vermute ich ist es schwieriger.
    Diese ganze Förderung halte ich für Mist, denn wenn Frau wirklich MINT machen will, dann macht sie MINT!! In meinem Bekanntenkreis, wollen die meisten Frauen einfach nicht in den MINT Bereich, es interessiert sie nicht. Die die es wollten, haben es gemacht und sind damit alle höchst zu frieden.

  8. Re: Als Frau im MINT-Studiengang

    Autor: LRU 17.09.19 - 09:56

    Meine Erfahrungen mit Frauen in technischen Bereichen sind auch überwiegend positiv. In meinem Informatikstudium waren auch 2 Frauen mit dabei gewesen, die in Ordnung waren und normal mit allen zusammen gearbeitet haben.
    Ich wollte dem TE nur vor Augen führen, dass es Quatsch ist, sich auf der einen Seite über Sexismus zu beschweren und auf der anderen Seite auf "nerdige Kerle" herab zu blicken.

    Aber ich kann mir leider durchaus vorstellen, dass es wirklich solche Frauen gibt, die sich z. B. aufgrund der Förderprogramme und zwanghaften Gleichverteilung in den IT-Bereich locken lassen und dann aber ebend angewidert sind von nerdigen ITlern.
    Denn auch wenn meiner Erfahrung nach die Frauen, die aus eigenem Interesse in den IT-Bereich gegangen sind, soweit in Ordnung waren, so habe ich allerdings auch Frauen aus dem Nicht-IT-Bereich getroffen, die einen durchaus wie Menschen 2. Klasse behandelt haben, weil man sich für "Computer interessiert".

  9. Re: Als Frau im MINT-Studiengang

    Autor: Jaheatty 17.09.19 - 10:02

    Ich finde Nerds großartig.

    Vor meiner Zeit in der IT habe ich mich in einem Sozialen Beruf versucht, dort waren nur Frauen und es war wie kalter Krieg.
    Man musste aufpassen mit welcher man an dem Tag spricht, da sie evtl grade bei den anderen nicht beliebt war und man dadurch dann selbst unten durch.
    Man musste darauf achten dass eine "Freundin" einem nicht plötzlich ein Messer in den Rücken sticht, weil es sie weiter bringt.
    Und dann das alles natürlich hinten herum gerede.

    Nun mit den Nerds <3, wenn die ein Problem mit dir haben sagen sie dir es ins Gesicht. Mag hart klingen aber es macht das Leben so viel einfacher und Entspannter.

  10. Re: Als Frau im MINT-Studiengang

    Autor: arthurdont 17.09.19 - 10:10

    Jaheatty schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Zu den Anfängen wurde ich von FRAUEN schräg angeschaut, warum ich den in
    > die IT gehe. Männer fanden das eher cool.
    > Der erste Blick als ich damals in eine Gruppe von 29 ITlern kam war
    > überrascht, aber nach 2 Tagen habe ich ganz normal dazu gehört, weil ich
    > eben einfach nur wie jeder andere dort Bock hatte in der IT zu arbeiten.

    Nach den ersten zwei Sätzen in einem Fachgespräch hat man den Gegenüber eingeschätzt und weiß, ob es ein Schwätzer oder jemand mit Ahnung ist. Das funktioniert völlig unabhängig von Hautfarbe, Alter, Geschlecht oder "Geschlecht des Partners". In diesen Klub kann man sich nicht einfach einschleichen.

    Am zweiten Tag kann man dann sogar schon sehen, ob jemand, der am ersten Tag noch weiße Flecken auf seiner Wissenslandkarte hatte, diese inzwischen (aus Interesse an der Materie) nachgelesen hat :)

  11. Re: Als Frau im MINT-Studiengang

    Autor: LRU 17.09.19 - 10:33

    Ich glaube dir, dass du es ehrlich meinst. Wenn man aus eigenem Interesse den Weg einschlägt, rechnet man im Prinzip mit den nerdigen Leuten und ich habe da aber auch nie Probleme erlebt.
    Kurioserweise waren es aber in meinem Studium auch Leute aus dem sozialen Bereich, die sich über uns lustig gemacht oder die Tür vor der Nase zugeschlagen haben, wenn man ins Gebäude reingegangen ist.

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