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  5. › MINT: Werden Frauen überfördert?

Geschlechterrollen

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  1. Geschlechterrollen

    Autor: /mecki78 16.09.19 - 14:23

    Manchmal, muss man bei einer Geschichte am Anfang anfangen. Ganz am Anfang. Nein, nicht am Anfang der Menschheit, noch viel weiter zurück. Irgendwann hat die Natur mal Geschlechterrollen geschaffen, denn diese hat es nicht von Anfang an gegeben. Und dabei hat die Natur unterschiedlichen Geschlechtern unterschiedliche Aufgaben angedacht. Das sieht man ganz überdeutlich darin, dass es eindeutige körperliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt, oder?

    Und diese Unterschiede beschränken sich eben nicht nur auf die Hardware, sondern sind auch in der Software verankert, denn auch diese wurde dahingehend optimiert, welche Aufgaben die Natur dieser Geschlechterrolle zugedacht hat. Zeigst du 100 Mädchen und 100 Jungen z.B. die gleichen Bilder, dann bewirken mache Bilder nur bei Jungen eine starke Reaktion und manche nur bei Mädchen. Mit Reaktion meine ich eine messbare körperliche Reaktion, z.B. das Ausschütten bestimmter Botenstoffe, also etwas, das man durchaus völlig objektiv und zweifelsfrei messen kann. D.h. jetzt nicht, dass gar keine Reaktion beim anderen Geschlecht auftritt, aber sie fällt einfach deutlich weniger stark aus. Natürlich gibt es da individuelle Abweichungen und so mancher Junge reagiert auch mal heftiger als ein Mädchen und umgekehrt, denn auch hier hat die Natur alle möglichen Variationen ausprobiert. Aber im Allgemeinen lassen sich ganz deutliche Tendenzen erkennen.

    Männer sind im Schnitt aggressiver als Frauen. Ist einfach so. Ist auch so gewollt. Männer sollen auf die Jagt gehen, Männer sollen kämpfen und ihre Gemeinschaft beschützen. Aggressivität ist hier ein großer Vorteil. Mit "Lass uns eine Sitzkreis bilden und es ausdiskutieren" wärst du in der Steinzeit nicht weit gekommen oder? Frauen hingegen sind deutlich fürsorglicher. Ist einfach so. Ist auch so gewollt. Frauen sollen sich um die Gemeinschaft kümmern und Nachwuchs bekommen, also musste der Fürsorge- und Brutpflegeinstinkt besonders stark ausgeprägt sein. Wir Menschen schauen uns Tiere an und nehmen solche Details einfach zur Kenntnis, aber dann schauen wir auf uns selber und sagen "Nein, das darf nicht sein!". Ich sage: Doch, das darf so sein und das ist auch so. Warum sollte das nicht sein dürfen?

    Und natürlich entwickeln die Geschlechterrollen dadurch ganz automatisch auch unterschiedliche Vorlieben und Interessen. Hier kann man zwar mit aller Gewalt versuchen dagegen zu steuern, aber alleine der Ausdruck "mit aller Gewalt" spricht nicht unbedingt dafür, dass man das tun sollte, denn wie überall, ist Gewalt nie der beste Weg. Wir sind rational denkende Wesen, wenn wir denn wollen, aber nur weil wir uns heute nicht in unser biologisches Schicksal ergeben müssen heißt das nicht automatisch, dass es eine gute Idee ist mit aller Kraft dagegen anzukämpfen.

    Und wer sagt, dass wir in einer besseren Welt leben, wenn in jeden Beruf eine 50:50 Verteilung existiert? Ist nicht die Welt dann am besten, wenn jeder das macht, was er gerne macht und was er gut kann, ganz egal wie viele andere Menschen welches Geschlechts das auch tun oder eben nicht tun? Gleichberechtigung ist gut, aber warum sollte Gleichmacherei gut sein? Wenn jemand zwei Jungen hat und den einen interessiert nur Fußball und den anderen interessiert nur Modellbau, muss dann mit aller Gewalt der eine auch Fußball spielen und der andere auch Modelle bauen? Nein? Achso, innerhalb eines Geschlechts ist es also okay, dass es unterschiedlich ausgeprägte Interessen gibt, aber gechlechterübergreifend ist es auf einmal ein Problem?

    Werden Mädchen hier wirklich nur gefördert, oder versucht man mit aller Gewalt Mädchen für etwas zu begeistern, dass sie eigentlich nicht wirklich interessiert, aber wenn man nur lange genug und hart genug auf sie "eindrischt", dann wird sie das schon irgendwann interessieren? Kommt mir ein bisschen vor, als hätte sich nicht wirklich was verändert:

    1900: Was willst du machen? Studieren? Du bist eine Frau! Schau das Kochen und Bügeln kannst, heirate einen reichen Mann und ziehe seine Kinder groß!

    2019: Was willst du machen? Hausfrau sein? Bist du noch zu retten! Du machst gefälligst ein MINT Studium, damit wir endlich einen Frauenanteil von 50% erreichen!

    Ich frage mich in wie viel 100 Jahren wir den Punkt erreichen, wo Frauen genauso wie Männer einfach selber entscheiden können, was sie denn mal später machen wollen, ohne dass ihnen die Gesellschaft versucht einzureden, was sie denn zu wollen haben.

    Ja, ja, es ist nur eine Förderung, niemand wird hier gezwungen... aber auch eine Förderung baut Druck auf. Ein Förderprogramm muss Erfolge vorweisen, weil sonst wird es eingestellt. Und sind Mädchen erst mal in so einen Förderprogramm, dann baut dieses Programm natürlich einen gewissen Erfolgsdruck auf. Und Irgendwann ergibt man sich halt in sein Schicksal, weil anscheinend erwarten das ja alle von einem und man will sich ja hinterher nicht vorwerfen lassen, dass man ein Versager ist und die ganz Förderung an einem komplett verschwendet wurde. Irgendwann bleibt man halt bei MINT, auch wenn man am liebsten etwas ganz anderes machen wollte.

    Ich persönlich glaube nicht, dass man irgendwen fördern muss, damit er dass erreichen kann, was ihn im Leben glücklich macht. Ich denke, dass jeder Mensch automatisch versucht sein persönliches Glück zu finden, sofern man ihn nur komplett freie Hand lässt und bei allen unterstützt was dieser Menschen tun möchte. Wenn jemand zum erreichen seiner Ziele Förderung braucht, dann wird er sich von sich aus melden und dann ist es nur wichtig, dass es entsprechende Angebote gibt, an die er sich dann auch wenden kann, aber die müssen immer allen Geschlechtern offen stehen, genauso wie sie arm und reich, klein und groß, dick und dünn, schlau und dumm und alt und jung offen stehen müssen.

    /Mecki



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.09.19 14:32 durch /mecki78.

  2. Re: Geschlechterrollen

    Autor: azeu 16.09.19 - 14:30

    Wo Förderung tatsächlich Sinn macht ist bei sozial schwachen Familien.

    Dort hast Du ohne Förderung keine Chance auf ein Studium, auch wenn Du ein Genie bist. Weil Dir Dein Umfeld dann einfach im Weg ist.

    DU bist ...

  3. Re: Geschlechterrollen

    Autor: Tantalus 16.09.19 - 14:32

    azeu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wo Förderung tatsächlich Sinn macht ist bei sozial schwachen Familien.
    >
    > Dort hast Du ohne Förderung keine Chance auf ein Studium, auch wenn Du ein
    > Genie bist. Weil Dir Dein Umfeld dann einfach im Weg ist.

    Korrekt, aber auch dort am besten Geschlechtsunabhängig.

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

  4. Re: Geschlechterrollen

    Autor: strahler 16.09.19 - 14:33

    ^^

    Das ist aber dann auch unabhängig vom Geschlecht.
    Ich denke aber, dass wenn jemand will, es auch schafft. Unabhänig von Förderung oder nicht.

  5. Re: Geschlechterrollen

    Autor: /mecki78 16.09.19 - 14:33

    azeu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dort hast Du ohne Förderung keine Chance auf ein Studium, auch wenn Du ein
    > Genie bist.

    Wenn du wirklich ein Genie bist, dann erkennst du auch, dass du Förderung brauchst und dann gilt der letzte Satz meines Posts.

    /Mecki

  6. Re: Geschlechterrollen

    Autor: Tantalus 16.09.19 - 14:34

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Männer sind im Schnitt aggressiver als Frauen. Ist einfach so. Ist auch so
    > gewollt. Männer sollen auf die Jagt gehen, Männer sollen kämpfen und ihre
    > Gemeinschaft beschützen. Aggressivität ist hier ein großer Vorteil. Mit
    > "Lass uns eine Sitzkreis bilden und es ausdiskutieren" wärst du in der
    > Steinzeit nicht weit gekommen oder? Frauen hingegen sind deutlich
    > fürsorglicher. Ist einfach so. Ist auch so gewollt. Frauen sollen sich um
    > die Gemeinschaft kümmern und Nachwuchs bekommen, also musste der Fürsorge-
    > und Brutpflegeinstinkt besonders stark ausgeprägt sein. Wir Menschen
    > schauen uns Tiere an und nehmen solche Details einfach zur Kenntnis, aber
    > dann schauen wir auf uns selber und sagen "Nein, das darf nicht sein!". Ich
    > sage: Doch, das darf so sein und das ist auch so. Warum sollte das nicht
    > sein dürfen?

    +1

    Ich stelle mir gerade den Sitzkreis vor, in dem ausdiskutiert wird, wie viel kg Fleisch das Mammut den Menschen spenden kann... Oder wie viel kg Fleisch die Menschen dem Wolfsrudel spenden können... :-P

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

  7. Re: Geschlechterrollen

    Autor: strahler 16.09.19 - 14:36

    Haha,

    heute würden sicherlich manche fragen, wie viel Fleisch denn ok ist zu nehmen, ohne dass man dabei ethische Grenzen überschreitet.

  8. Ganz großes +1

    Autor: flasherle 16.09.19 - 14:37

    Super geschrieben, genau meine Meinung. Top!

  9. Re: Geschlechterrollen

    Autor: TrollNo1 16.09.19 - 14:40

    Ob es dann auch schon vegetarische Gruppen gegeben hätte, die nicht gejagt hätten?

    Menschen, die mich im Internet siezen, sind mir suspekt.

  10. Re: Geschlechterrollen

    Autor: mnementh 16.09.19 - 14:43

    TrollNo1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ob es dann auch schon vegetarische Gruppen gegeben hätte, die nicht gejagt
    > hätten?
    Öhm, laut Forschung: ja. Anscheinend gab es Urmenschengruppen die sich eher von Fleisch, andere die sich eher von Fisch und wieder andere die sich überwiegend von Früchten und anderen Pflanzenteilen ernährten. Das hing wohl stark von der Umgebung und deren Resourcen ab.

  11. Re: Geschlechterrollen

    Autor: ibsi 16.09.19 - 14:48

    Ich glaube er meint ob das eine freie Entscheidung war.

    Eskimos / Inuits hatten jetzt nicht so die Wahl auf Fisch zu verzichten und stattdessen Ananas zu essen :D

  12. Re: Geschlechterrollen

    Autor: gaym0r 16.09.19 - 15:11

    ibsi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich glaube er meint ob das eine freie Entscheidung war.
    >
    > Eskimos / Inuits hatten jetzt nicht so die Wahl auf Fisch zu verzichten und
    > stattdessen Ananas zu essen :D

    So ein Quatsch, Eskimos essen Fisch weil sie da von Kleinauf zu gewungen werden! Es ist wie mit den Geschlechterrollen. Würde man ihnen von Kleinauf die Ananas näher bringen, wäre es kein Problem in den Gegenden ein paar Ananas-Pflanze anzupflanzen.

  13. Re: Geschlechterrollen

    Autor: ibsi 16.09.19 - 15:16

    :D *prusst* da ist mir doch meine Banane aus der Arktis gerade durch den Raum geflogen

  14. Ganz deiner Meinung!

    Autor: Art_I 16.09.19 - 15:27

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...

  15. Re: Geschlechterrollen

    Autor: ubuntu_user 16.09.19 - 15:45

    TrollNo1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ob es dann auch schon vegetarische Gruppen gegeben hätte, die nicht gejagt
    > hätten?

    ausgestorben

  16. Re: Geschlechterrollen

    Autor: /mecki78 16.09.19 - 19:21

    TrollNo1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ob es dann auch schon vegetarische Gruppen gegeben hätte, die nicht gejagt
    > hätten?

    Wenn, dann waren die eher vegan, denn wo kamen die Menschen damals schon groß an Eier oder Milch ran? Aber das irgendwer aus ideologischen Gründen vegan war, halte ich für grundsätzlich ausgeschlossen. Wenn sie vegan waren, dann weil sie mussten, weil halt gerade nichts zum Jagen in der Nähe war oder weil sie einfach keinen Jagderfolg hatten. Wobei ich glaube, früher war man nicht so wählerisch, da wurden bestimmt auch Raupen, Maden und Käfer gegessen. Keine Ahnung wie diese Tiere schmecken, aber ungesund sind die meisten nicht.

    /Mecki

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