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Bärendienst

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  1. Bärendienst

    Autor: mark.wolf 23.08.19 - 08:28

    Dieser Artikel leistet der Entwicklung der Agilität in den Unternehmen einen Bärendienst. Der Autor hat offenbar nicht verstanden, wie agile Höchstleister funktionieren.
    "Ändert sich die Kultur, ändert sich die Mentalität und erst dann ändern sich die Ergebnisse". Die Kultur kann man nicht ändern. Sie ergibt sich aus der Haltung und Mentalität der Mitarbeiter. Es ist ganz wichtig, dass neben den Arbeiten an den Produkten, auch die Arbeiten an der Organisation oder dem System agil erfolgen. Doch das will die Hierachie in den meisten Unternehmen nicht zulassen und gerade deshalb werden sie niemals agil werden.
    Agil ist nicht Scrum! Das sollten sich die selbsternannten berater mal hinter die Ohren schreiben. Scrum ist der Versuch in einem winzigen Bereich der Softwareentwicklung, eine Methode zu finden, die halbwegs agil arbeitet. Aber um eines Klarzustellen, es gibt nicht DIE agile Methode und Scrum ist es schon gar nicht. Bitte verwechselt nicht dauernd Scrum mit agile.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 23.08.19 08:32 durch mark.wolf.

  2. Re: Bärendienst

    Autor: Marvin_E 23.08.19 - 13:08

    Hallo mark.wolf,

    danke für den Kommentar und die Meinung zum Artikel. Ich stimme nicht überein, dass wir Kultur nicht ändern können. Die Geschichte der Menschheit zeigt eindrucksvoll, dass wir Kultur ändern können (zum Guten und zum Schlechten). Der Mensch ist in der Lage dazu und wenn er entsprechende Möglichkeiten dazu hat - meiner Meinung nach - sogar gewillt die Kultur zu ändern. Vielleicht kann man es auch nicht so absolut sehen und sagen "ändern" ist ein kompletter Wechsel. Aber eine Ver-änderung ist doch allemal erstrebenswert.

    Zum Thema SCRUM. Richtig ist Ihre Aussage, dass SCRUM nicht gleich Agilität ist. Aber SCRUM ist ein Werkzeug und um Agilität und die Prinzipien zu verdeutlichen ist SCRUM ein sehr gutes Bild. Es ist nur eine Methode von vielen, bedeutet nicht allumfassend Agilität. Ein Bild, ein Beispiel, einen Fall zu haben um seine Argumente zu verdeutlichen hilft meiner Meinung nach immer. Aus diesem Grund wurde hier vor allem SCRUM von mir gewählt.

    Ich wünsche Ihnen alles Gute.

  3. Re: Bärendienst

    Autor: Serenity 23.08.19 - 13:25

    mark.wolf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Ändert sich die Kultur, ändert sich die Mentalität und erst dann ändern
    > sich die Ergebnisse". Die Kultur kann man nicht ändern. Sie ergibt sich aus
    > der Haltung und Mentalität der Mitarbeiter. Es ist ganz wichtig, dass neben
    > den Arbeiten an den Produkten, auch die Arbeiten an der Organisation oder
    > dem System agil erfolgen. Doch das will die Hierachie in den meisten
    > Unternehmen nicht zulassen und gerade deshalb werden sie niemals agil
    > werden.

    Aber dann hat sich das Unternehmen bewusst dazu entschieden, nicht agil zu arbeiten. Es ist auch nicht immer zwingend erforderlich, dass eine Firma agil arbeiten muss. Wer mit klassischen Projektmethoden Erfolg hat, der wird auch nicht agil arbeiten. Das würde ich dann auch nicht machen.
    Doch die Hierache muss übrigens nicht gleich aufgebrochen werden. Kanban ist auch eine agile Methode, die es erlaubt, agil zu arbeiten und nicht die Hierarchie zu verändern. Sie ist auch einfacher einzuführen als Scrum (ich kenne keine Firma, die gleich beim ersten Mal Scrum richtig eingeführt hat, sondern mehrere Versuche gestartet haben).

    > Agil ist nicht Scrum! Das sollten sich die selbsternannten berater mal
    > hinter die Ohren schreiben. Scrum ist der Versuch in einem winzigen Bereich
    > der Softwareentwicklung, eine Methode zu finden, die halbwegs agil
    > arbeitet. Aber um eines Klarzustellen, es gibt nicht DIE agile Methode und
    > Scrum ist es schon gar nicht. Bitte verwechselt nicht dauernd Scrum mit
    > agile.

    Das hat mich an den Kommentaren hier auch ein wenig "genervt". Jeder verwechselt agile Arbeitsweise immer mit Scrum. Dabei gibt es auch noch andere agile Methoden/Prozesse/Frameworks.

  4. Re: Kultur kann man eben nicht ändern

    Autor: mark.wolf 23.08.19 - 17:08

    Ich muss ganz massiv widersprechen, dass man Kultur gezielt ändern könne. Selbstverständlich ändert sich Kultur. Aber wir können nicht wirklich steuern wie sie sich verändert. Der einzelne mensch hat keine Eigenschaft Kultur. Er halt Haltung(en). Diese können sich verändern. dadurch ergeben sich auch veränderte Handlungsweisen. Und alle Handlungsweisen zusammen ergebn die Kultur.

  5. Re: Kultur kann man eben nicht ändern

    Autor: theSens 23.08.19 - 20:52

    Unternehmenskultur kann man nicht mit allgemeiner Kultur vergleichen. Ich kann als Unternehmen durchaus eine Art Kodex vorgeben der dann die einzuhaltende Unternehmenskultur vorgibt. Oder weniger brachial und daher sinnvoller, den Mitarbeitern die Vorzüge der Verhaltensänderungen näherbringen.

  6. Re: Kultur kann man eben nicht ändern

    Autor: Kleba 27.08.19 - 15:40

    mark.wolf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich muss ganz massiv widersprechen, dass man Kultur gezielt ändern könne.
    > Selbstverständlich ändert sich Kultur. Aber wir können nicht wirklich
    > steuern wie sie sich verändert.

    Es geht hier um Unternehmenskultur und die kann man - relativ - gezielt ändern. Bei uns im Unternehmen (etwas größere mittelständische Gruppe im IT-Umfeld) wurde Ende 2017 ein sog. "Transformationsprojekt" angestoßen. Bis dato waren die einzelnen Gesellschaften ziemlich eigenständig, nun sollte es ein Gruppe werden, die wirklich zusammenarbeitet und nicht nur auf dem Papier zueinander gehört.
    Zu dem Ganzen gehörte, wie wir künftig als Unternehmen arbeiten wollen (nach welchem "Verhaltenskodex", mit welchen Zielen, etc.). Und das wurde nicht einfach von oben herab bestimmt, sondern jeweils mit Teams bestehend aus Mitarbeitern aus allen Ländern und Standorten.
    Einige der vorherigen Geschäftsführer, Teamleiter, etc. fanden schon den bisherigen Wandel nicht so gut, weil es bspw. hieß, dass sie a) Macht und b) ggf. auch etwas Geld verlieren (allein dieses Projekt hat Gruppenweit bisher schon einen nicht so niedrigen Millionenwert gekostet) - die sind nach und nach von sich aus gegangen. Weil es nicht zu ihrem Mindset passt, nicht derjenige sein zu können, der wie bisher die Befehle gibt.

    Auch wenn wir bisher erst knapp die Hälfte des Weges gegangen sind, hat sich schon einiges in der Zusammenarbeit und der Kultur geändert. Es wird auf allen Ebenen deutlich offener kommuniziert, es wird deutlich mehr als zuvor mit anderen Standorten/Ländern zusammen gearbeitet, etc.

    Was möchte ich damit sagen? In erster Linie, dass es möglich ist einen (Unternehmens-)Kultur zu ändern. Auch wenn nicht alle Mitarbeiter ausgetauscht werden, kann man durch Werte, Vorbilder, etc. zu einem Umdenken führen. Das klappt natürlich nicht mit jedem einzelnen Mitarbeiter gleich gut. Aber wenn erst einmal der größte Teil der MA die neue Kultur verinnerlicht haben, werden die restlichen entweder merken, dass es nicht (mehr) das passende Unternehmen für sie ist und gehen oder ebenfalls in der neuen Kultur leben.

  7. Re: Kultur kann man eben nicht ändern

    Autor: mark.wolf 27.08.19 - 18:08

    Wie Du selbst schreibt: "hat sich schon einiges (...) und der Kultur geändert"
    Ja die Kultur ändert sich. Das ist unbestritten nur kannst Du m. E. nicht beeinflussen, wohin sich die Kultur ändert. Sie ergibt sich einfach aus der Haltung und dem Verhalten der einzelnen Individuen. Sie kann weder durch einen Kodex noch durch sonstige Anweisungen vorgegeben werden.

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