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Bankrotterklärung

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  1. Bankrotterklärung

    Autor: AllDayPiano 12.10.20 - 15:21

    Der Preis ist eine Bankrotterklärung für den NB für Wirtschaftswissenschaften.

    Mehr kann man dazu nicht sagen. Es gibt rein gar nichts, was an diesem Vergabeverfahren nobelpreisträchtig ist. Vielleicht mag der Erkenntnisgewinn der Forschungsarbeiten wertvoll sein, aber darum ging es in der diesjährigen Vergabe ja nicht. Es wurde bewusst der Preis dahin vergeben, wo ein praktischer Nutzen besteht.

    Der praktische Nutzen besteht aber ausschließlich in dem Erzielen von Maximalbeträgen, die dann schlussendlich aber auch durch irgendjemanden bezahlt werden müssen.

    Entweder hat das Komitee also seine Arbeit nicht gemacht, oder sie haben ihre Arbeit sehr gut gemacht. Wie man's nimmt. In jedem Falle allerdings ist es ein Armutszeugnis.

    Alles, was oben steht, ist eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich eine absolute Aussage treffe, dann ist das ebenfalls eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich etwas mit Quellen belege, ist es entsprechend gekennzeichnet und damit keine Meinung, sondern eine Schlussfolgerung oder Tatsachendarstellung. Gut, dass wir das jetzt abschließend geklärt haben. Springen wird Golem.de trotzdem weiterhin.

  2. Re: Bankrotterklärung

    Autor: gelöscht 12.10.20 - 17:35

    Finde das wird der "Wirtschaftswissenschaft" nur gerecht, die eben keine Wissenschaft ist.

    Man tut so, als wäre dieses System ein Naturgesetz.

  3. Re: Bankrotterklärung

    Autor: zilti 12.10.20 - 18:57

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > die dann schlussendlich aber auch durch irgendjemanden
    > bezahlt werden müssen.

    "Nein?!" - "Doch!" - "Ohh!"

  4. Re: Bankrotterklärung

    Autor: Piyo 12.10.20 - 21:08

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Preis ist eine Bankrotterklärung für den NB für
    > Wirtschaftswissenschaften.
    >
    > Mehr kann man dazu nicht sagen. Es gibt rein gar nichts, was an diesem
    > Vergabeverfahren nobelpreisträchtig ist.

    Die Versteigerung der UMTS-Frequenzen sind doch ein Paradebeispiel dafür, wie genial dieses Verfahren ist: Als Auktionator kannst du das absolute Maximum aus den Auktionsteilnehmern rausquetschen. Die Mobilfunkkonzerne haben sich auf Jahrzehnte verschuldet, und zahlen die Kosten für die UMTS-Frequenzen vermutlich immer noch ab, obwohl den Mist heute keiner mehr haben will.

    Da sich das ganze nur betriebswirtschaftlich, aber niemals volkswirtschaftlich rechnet, kann man sich natürlich fragen, ob diese Methode eines Preises würdig ist, der den Namen Nobels trägt. Das hat so ein bisschen was von Friedensnobelpreis für das Zünden einer Atombombe.

  5. Re: Bankrotterklärung

    Autor: sofries 12.10.20 - 21:42

    Piyo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > AllDayPiano schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Der Preis ist eine Bankrotterklärung für den NB für
    > > Wirtschaftswissenschaften.
    > >
    > > Mehr kann man dazu nicht sagen. Es gibt rein gar nichts, was an diesem
    > > Vergabeverfahren nobelpreisträchtig ist.
    >
    > Die Versteigerung der UMTS-Frequenzen sind doch ein Paradebeispiel dafür,
    > wie genial dieses Verfahren ist: Als Auktionator kannst du das absolute
    > Maximum aus den Auktionsteilnehmern rausquetschen. Die Mobilfunkkonzerne
    > haben sich auf Jahrzehnte verschuldet, und zahlen die Kosten für die
    > UMTS-Frequenzen vermutlich immer noch ab, obwohl den Mist heute keiner mehr
    > haben will.
    >
    > Da sich das ganze nur betriebswirtschaftlich, aber niemals
    > volkswirtschaftlich rechnet, kann man sich natürlich fragen, ob diese
    > Methode eines Preises würdig ist, der den Namen Nobels trägt. Das hat so
    > ein bisschen was von Friedensnobelpreis für das Zünden einer Atombombe.

    Warum muss man sich denn zu jedem Thema äußern, von den man so ziemlich gar keine Ahnung hat? Du kennst weder die wissenschaftlichen Arbeiten dieser beiden Wissenschaftler, noch hast du irgendeine Ahnung von Auction Theory, noch kannst du die praktische Relevanz ihrer Forschungsarbeit ausreichend erfassen und würdigen. Aber anscheinend braucht man solche Kenntnisse nicht, um pauschal urteilen zu dürfen, dass die Verleihung völlig unangemessen war.
    Als jemanden, der so viele Bücher zu Spieltheorie und Auktionstheorie gelesen und in diesem Gebiet studiert hat, was im Übrigen sehr spannend und herausfordernd ist, tut es mir echt weh lesen zu müssen, wie gar nicht mehr der Wille besteht sich mit einem unbekannten Thema auseinanderzusetzen. Stattdessen hat man bereits eine feste Meinung, die durch 2 Wikipediaartikel und ein YouTube Video gefestigt worden sind und von der kommt man nie wieder weg. Dies hat uns so viele tolle Gruppen wie Anti-Vaxxer, Flatearther, Coronaleugner und andere Gruppen eingebracht, die sich gar nicht mehr die Mühe machen, sich mit Wissenschaft zu beschäftigen und meinen eine eventuell vorhandene Expertise in einem Feld auf alle Bereiche des Lebens ausweiten zu können.

  6. Re: Bankrotterklärung

    Autor: AllDayPiano 12.10.20 - 21:49

    Er hat vollkommen recht. Gerade in Bezug auf die UMTS-Versteigerung muss die Ethik dahinter ganz massiv hinterfragt werden.

    Das diskreditiert mitnichten die Leistung der Mathematiker, die mit Sicherheit nicht zu unrecht einen Preis bekommen haben.

    Aber das Comité hat die Versteigerung in Deutschland als Beweis für deren Praxistauglichkeit und Anwendbarkeit herausgestellt. Und DAS wird kritisiert. Vollkommen zureckt. Die UMTS Versteigerung hätte in dieser Form schlichtweg niemals stattfinden dürfen und hat genau das gemacht, was im Artikel, und im Kommentar hier kritisiert wird: Die Kosten maßlos nach oben getrieben, zu sehr teuren Verträgen geführt und den Netzausbau mutmaßlich stark torpediert.

    Wenn Du also anderen vorwirfst, dass man seine Meinung nach zwei Wikipediaartikeln und ein Youtube Video gefestigt hat, dann solltest allen voran Du Dir kein Urteil über andere bilden, wenn Du den Kern von ein paar wenigen Sätzen nicht erfasst hast, um dann hinterher mit der Keule von Verschwörungstheoretikern draufzuhauen. In deiner Litanei fehlen eigentlich nurnoch ... naja das darf man hier nicht schreiben.

    Alles, was oben steht, ist eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich eine absolute Aussage treffe, dann ist das ebenfalls eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich etwas mit Quellen belege, ist es entsprechend gekennzeichnet und damit keine Meinung, sondern eine Schlussfolgerung oder Tatsachendarstellung. Gut, dass wir das jetzt abschließend geklärt haben. Springen wird Golem.de trotzdem weiterhin.

  7. Nein, es wird nicht zurecht kritisiert

    Autor: Shismar 12.10.20 - 22:13

    Die UMTS -Versteigerung ist ein Beispiel für eine richtig gute Versteigerung weil sich Käufer und Verkäufer auf für sie optimale Preise geeinigt haben. Man kann sich natürlich jetzt darüber streiten, ob eventuell der eine oder andere Auktionsteilnehmer /hust/ Telecom /hust mit unfairen Voraussetzungen in die Auktion gegangen und die Preise hochgetrieben hat.

    Aber die Verfahren waren neu und besser, als was man vorher gemacht hat. Schönheitswettbewerbe bei denen nur die Lobbypower zählte oder staatswirtschaftliche Willkür. Weiß wohl keiner von den jungen Menschen hier mehr, aber das ist was wir vorher hatten und es war SCHEISSE!

    Und nein, die Erkenntnis kommt nicht von Youtube sondern einem Studium der VWL in dem genau diese Verfahren ausführlich betrachtet wurden. Sind auch nicht neu, außer für Herrn Pfeiffer und etliche Foristen.

  8. Re: Nein, es wird nicht zurecht kritisiert

    Autor: tomatentee 12.10.20 - 23:24

    Shismar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Aber die Verfahren waren neu und besser, als was man vorher gemacht hat.
    >
    „Besser“ in welcher Hinsicht? Sowas ist ja immer eine Abwägung. Pauschal „besser„ als Einschätzung finde ich schwierig.

    >
    > Schönheitswettbewerbe bei denen nur die Lobbypower zählte oder
    > staatswirtschaftliche Willkür. Weiß wohl keiner von den jungen Menschen
    > hier mehr, aber das ist was wir vorher hatten und es war SCHEISSE!
    >
    Und wie bezeichnest du das heutige Mobilfunknetz in Deutschland im internationalen Vergleich?
    Geh mal nen Schritt zurück und überlege, ob das wirklich zum Vorteil aller war, ganz unabhängig einer wissenschaftlichen Betrachtung der Methode an sich.

  9. Re: Nein, es wird nicht zurecht kritisiert

    Autor: Anrao 13.10.20 - 08:55

    Shismar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die UMTS -Versteigerung ist ein Beispiel für eine richtig gute
    > Versteigerung weil sich Käufer und Verkäufer auf für sie optimale Preise
    > geeinigt haben.
    Ich finde dieser Satz ist ein klares Paradoxon. Der optimale Preis für den Käufer ist so gering wie möglich. Für den Verkäufer so hoch wie möglich. Das sind zwei Punkt die nicht zusammenzubringen sind, dass BEIDE optimale Preise erhalten. Vielleicht können beide zufrieden sein am Ende, aber es sind keine optimalen Preise.
    Damit ist UMTS eher ein Beispiel für eine richtige gute Versteigerung für den Verkäufer, weil er ziemlich hoch abgreifen konnte und ein schlechtes Beispiel für die Käufer, die alle tief in die Tasche gegriffen haben.

  10. Re: Nein, es wird nicht zurecht kritisiert

    Autor: Trockenobst 13.10.20 - 11:38

    Shismar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber die Verfahren waren neu und besser, als was man vorher gemacht hat.
    > Schönheitswettbewerbe bei denen nur die Lobbypower zählte oder
    > staatswirtschaftliche Willkür.

    Das sehen wir doch bei der Vergabe der Cloud Dienste für das US Militär. Jeder der großen wollte es, am Ende bekam es Oracle, nicht Amazon. Und dann haben sich sich vor Gericht geprügelt, weil es wirkte als wäre die Vergabe politisiert worden.

    Der Staat wollte maximales Geld raus holen und das hat er damals geschafft. In einem Land, das sowieso Fortschritt feindlich ist, hat man ja bis letzten Monat auch nie für nix eine 500mbit Glasfaserleitung für 50¤ im Monat "gebraucht".

    Man sollte die mitunter komplexe Forschung applaudieren, aber man kann die künstliche Erhöhung der angeblich positiven gesellschaftlichen Wirkung in Frage stellen.

  11. Re: Nein, es wird nicht zurecht kritisiert

    Autor: GwhE 13.10.20 - 11:54

    tomatentee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Shismar schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > >
    > > Aber die Verfahren waren neu und besser, als was man vorher gemacht
    > hat.
    > >
    > „Besser“ in welcher Hinsicht? Sowas ist ja immer eine Abwägung.
    > Pauschal „besser„ als Einschätzung finde ich schwierig.
    >
    > >
    > > Schönheitswettbewerbe bei denen nur die Lobbypower zählte oder
    > > staatswirtschaftliche Willkür. Weiß wohl keiner von den jungen Menschen
    > > hier mehr, aber das ist was wir vorher hatten und es war SCHEISSE!
    > >
    > Und wie bezeichnest du das heutige Mobilfunknetz in Deutschland im
    > internationalen Vergleich?
    > Geh mal nen Schritt zurück und überlege, ob das wirklich zum Vorteil aller
    > war, ganz unabhängig einer wissenschaftlichen Betrachtung der Methode an
    > sich.

    Genau Vodafoone, O2 und Telekom sind ja alleine in Deutschland aktiv. Und betreiben in keinem Anderem Land mehr andere Netzte, weil sie ja vom Deutchen Staat so ausgebeutet wurden und es leider nur dafür gerreicht hat in Deutschland die Ballungsgebiete zu versorgen. Dabei hätten sie ja so gerne noch die ländlichen Gegenden versorgt.

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