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  1. Seit Jahren...

    Autor: Berner Rösti 15.07.17 - 17:23

    ... "fordern" kleine Hersteller die Autoindustrie "heraus". Die meisten scheitern daran.

    Der einzige, der bisher auch nur ansatzweise eine Chance hat, ist ein gewisses Unternehmens aus den USA namens Tesla, das von risikofreudigen Investoren mit Milliarden Dollar an Kapital ausgestattet werden.

    Neue Hersteller haben auf dem Markt so gut wie keine Chance, da die Produktionstechnik und die gesamte Logistik-, Vertriebs- und Service-Infrastruktur der etablierten Herstellern einen so weiten Vorsprung haben, dass dies kaum zu stemmen ist.

    Das ist ein hart umkämpfter Markt, in dem Newcomer letztlich nur mit Nischenprodukten und Kleinserien eine Chance haben.

  2. Re: Seit Jahren...

    Autor: Onkel Ho 15.07.17 - 19:08

    In Deutschland ist das sicherlich der Fall. In anderen Ländern wie China oder Indien kann ich mir aber gut vorstellen dass da mehr kommen wird. Die reine Copycat Phase ist da schon vorbei. In ein paar Jahren werden da sicherlich Konkurrenzfaehige Produkte kommen.

  3. Re: Seit Jahren...

    Autor: Berner Rösti 15.07.17 - 19:14

    Onkel Ho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In Deutschland ist das sicherlich der Fall. In anderen Ländern wie China
    > oder Indien kann ich mir aber gut vorstellen dass da mehr kommen wird. Die
    > reine Copycat Phase ist da schon vorbei. In ein paar Jahren werden da
    > sicherlich Konkurrenzfaehige Produkte kommen.

    In Ländern in denen Arbeitskräfte (und Menschenleben generell) nichts wert zu sein scheinen, kann man sicherlich sowas auf die Beine stellen. Nur ob das dann eben mit Fahrzeugen aus Europa und den USA konkurrieren kann, wo ein verrutschter Sicherheitsgurt beim Crashtest schon ein Skandal ist, wage ich zu bezweifeln.

  4. Re: Seit Jahren...

    Autor: Anonymer Nutzer 16.07.17 - 07:53

    Falsch. Streetscooter hat sich durchgesetzt und dürfte in Deutschland aktuell am meisten Elektrofahrzeuge auf die Straße bringen (auch wenn die komischerweise in keiner Statistik auftauchen). Ja, das ist ein spezieller Anwendungszweck, aber es werden klassische PKW und kleine Nutzfahrzeuge ersetzt.

  5. Re: Seit Jahren...

    Autor: Onkel Ho 16.07.17 - 08:13

    Berner Rösti schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Onkel Ho schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > In Deutschland ist das sicherlich der Fall. In anderen Ländern wie China
    > > oder Indien kann ich mir aber gut vorstellen dass da mehr kommen wird.
    > Die
    > > reine Copycat Phase ist da schon vorbei. In ein paar Jahren werden da
    > > sicherlich Konkurrenzfaehige Produkte kommen.
    >
    > In Ländern in denen Arbeitskräfte (und Menschenleben generell) nichts wert
    > zu sein scheinen, kann man sicherlich sowas auf die Beine stellen. Nur ob
    > das dann eben mit Fahrzeugen aus Europa und den USA konkurrieren kann, wo
    > ein verrutschter Sicherheitsgurt beim Crashtest schon ein Skandal ist, wage
    > ich zu bezweifeln.
    Das ist immer noch eine weit verbreitete Meinung, das ist aber der Stand von vor 10-15 Jahren. Aber du vergisst, dass China sich auch weiterentwickelt hat. Mittlerweile lagern die einfache Tätigkeiten auch aus, weil die Arbeitskräfte zu teuer sind. Noch sind sie nicht auf dem Standard, aber die Entwicklungskurve geht steil nach oben, im Gegensatz zu den westlichen Herstellern.
    Technologie, Know How wird heute nicht mehr kopiert, sondern aufgekauft und weiterentwickelt. Fachkröfte werden auch nicht mehr einfach nur eingeflogen, sondern selbst ausgebildet. Das, was du beschreibst gibt es zwar noch immer, aber ist längst nicht mehr dominant, die Billigwerkbank der Welt hat sich von China Richtung Osten verschoben: Kambodscha, Bangladesh, Myanmar um nur einige Beispiele zu nennen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.07.17 08:19 durch Onkel Ho.

  6. Re: Seit Jahren...

    Autor: Rulf 16.07.17 - 10:21

    wieso soo weit ausholen...
    kein deutscher autohersteller konnte der deutschen post ein brauchbares/wirtschaftliches fahrzeug anbieten...
    darum baut die post inzwischen selber und wird die fahrzeuge demnächst sogar verkaufen...die kleinen handwerker stehen schon schlange...

    > https://www.google.de/search?q=post+elektro+fahrzeug

    nur für die polizei ist das noch nix, weil die mit den hochgerüsteten mobilen der verbrecher mithalten müssen...

  7. Re: Seit Jahren...

    Autor: Berner Rösti 16.07.17 - 12:46

    Stefan99 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Falsch. Streetscooter hat sich durchgesetzt..

    Nö. Das Startup ist ebenso gescheitert und von einem Konzern kurzerhand übernommen worden, der aus dem Kleinwagen mal eben einen Paket-Lieferwagen gemacht hat -- für eigene Zwecke.

    Ist am Ende dann immer noch kein Massenhersteller, sondern Spezialfahrzeugbau.

  8. Re: Seit Jahren...

    Autor: Berner Rösti 16.07.17 - 12:47

    Rulf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wieso soo weit ausholen...
    > kein deutscher autohersteller konnte der deutschen post ein
    > brauchbares/wirtschaftliches fahrzeug anbieten...
    > darum baut die post inzwischen selber und wird die fahrzeuge demnächst
    > sogar verkaufen...die kleinen handwerker stehen schon schlange...

    Du hättest besser mal nach "Spezialfahrzeugbau" googeln sollen.

  9. Re: Seit Jahren...

    Autor: Anonymer Nutzer 16.07.17 - 13:00

    Berner Rösti schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Stefan99 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Falsch. Streetscooter hat sich durchgesetzt..
    >
    > Nö. Das Startup ist ebenso gescheitert und von einem Konzern kurzerhand
    > übernommen worden, der aus dem Kleinwagen mal eben einen Paket-Lieferwagen
    > gemacht hat -- für eigene Zwecke.
    >
    > Ist am Ende dann immer noch kein Massenhersteller, sondern
    > Spezialfahrzeugbau.

    Beschäftige dich mal mit Startups. Der "Exit" - sprich Verkauf an einen großen Konzern, ist der typische Erfolgsfall. Gescheitert ist jedenfalls etwas völlig anderes.

    Zwischen "Scheitern" und "Massenhersteller" gibt es eben eine ganze Menge Zwischenstufen. Auch wenn das im typisch amerikanischen Schwarz-Weiß-Denken nicht vorkommt. Wir sind aber im mittelständisch geprägten Deutschland.

  10. Re: Seit Jahren...

    Autor: Berner Rösti 16.07.17 - 13:25

    Stefan99 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Berner Rösti schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Stefan99 schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Falsch. Streetscooter hat sich durchgesetzt..
    > >
    > > Nö. Das Startup ist ebenso gescheitert und von einem Konzern kurzerhand
    > > übernommen worden, der aus dem Kleinwagen mal eben einen
    > Paket-Lieferwagen
    > > gemacht hat -- für eigene Zwecke.
    > >
    > > Ist am Ende dann immer noch kein Massenhersteller, sondern
    > > Spezialfahrzeugbau.
    >
    > Beschäftige dich mal mit Startups.

    Hab selbst bei mehreren gearbeitet.

    > Der "Exit" - sprich Verkauf an einen großen Konzern, ist der typische Erfolgsfall.

    Der Exit wird üblicherweise zu einem Zeitpunkt angestrebt, wo man mit dem eigenen Produkt den Markt erreicht und das Unternehmen einen dementsprechend hohen Wert hat.

    Das ist hier nicht der Fall gewesen.

    > Gescheitert ist jedenfalls etwas völlig anderes.

    Der Artikel, über den wir hier diskutieren, handelt ja davon, dass Startups die deutschen Autohersteller herausfordern würden.

    Das hat Streetscooter mit ihrem ursprünglichen Konzept, aber sind am Markt gescheitert. Der neue Eigentümer nutzt nun deren Know-How, um Spezialfahrzeuge zu fertigen.

  11. Re: Seit Jahren...

    Autor: Anonymer Nutzer 16.07.17 - 13:34

    > > Der "Exit" - sprich Verkauf an einen großen Konzern, ist der typische
    > Erfolgsfall.
    >
    > Der Exit wird üblicherweise zu einem Zeitpunkt angestrebt, wo man mit dem
    > eigenen Produkt den Markt erreicht und das Unternehmen einen
    > dementsprechend hohen Wert hat.
    >
    > Das ist hier nicht der Fall gewesen.

    Wenn man Schwarz-Weiß denkt und nur Scheitern und Milliardenerfolg kennt, ja. Ansonsten gilt: Wenn die Gründer Gewinn gemacht haben und das Unternehmen mit enormen Wachstum weiter geführt wird, dann ist es erfolgreich. Letztendlich ist das natürlich Ansichtssache. Insofern kann man Streetscooter natürlich zum Misserfolg reden.

    > > Gescheitert ist jedenfalls etwas völlig anderes.
    >
    > Der Artikel, über den wir hier diskutieren, handelt ja davon, dass Startups
    > die deutschen Autohersteller herausfordern würden.
    >
    > Das hat Streetscooter mit ihrem ursprünglichen Konzept, aber sind am Markt
    > gescheitert. Der neue Eigentümer nutzt nun deren Know-How, um
    > Spezialfahrzeuge zu fertigen.

    Streetscooter fordert in seiner Nische sehr wohl die deutschen Autohersteller heraus. Immerhin sind einige Tausend Fahrzeuge (keine Spezialfahrzeuge, die Post setzte bisher im Wesentlichen Serienfahrzeuge ein!) ersetzt worden. Und dabei sind keine Milliarden verbraten worden.

    Natürlich kann man diesen riesigen Erfolg klein reden, wenn das nicht zum eigenen Weltbild passt.

  12. Re: Seit Jahren...

    Autor: Berner Rösti 16.07.17 - 13:55

    Stefan99 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > > Der "Exit" - sprich Verkauf an einen großen Konzern, ist der typische
    > > Erfolgsfall.
    > >
    > > Der Exit wird üblicherweise zu einem Zeitpunkt angestrebt, wo man mit
    > dem
    > > eigenen Produkt den Markt erreicht und das Unternehmen einen
    > > dementsprechend hohen Wert hat.
    > >
    > > Das ist hier nicht der Fall gewesen.
    >
    > Wenn man Schwarz-Weiß denkt und nur Scheitern und Milliardenerfolg kennt,
    > ja. Ansonsten gilt: Wenn die Gründer Gewinn gemacht haben und das
    > Unternehmen mit enormen Wachstum weiter geführt wird, dann ist es
    > erfolgreich. Letztendlich ist das natürlich Ansichtssache. Insofern kann
    > man Streetscooter natürlich zum Misserfolg reden.

    Du hast mich falsch verstanden. Das Startup und sein Konzept ist gescheitert. Dass das Unternehmen jetzt unter der (zahlungskräftigen) Ägide der Deutschen Post in seiner Nische Erfolg haben wird, davon bin ich überzeugt.

    Es gibt etliche mittelständische Unternehmen im Spezialfahrzeugbau, die sehr gut im Geschäft sind.

    > Natürlich kann man diesen riesigen Erfolg klein reden, wenn das nicht zum
    > eigenen Weltbild passt.

    Welches Weltbild? Es geht doch nur um den Aufhänger des Artikels. Das Startup Streetscooter hat die großen Hersteller nicht herausgefordert, dazu hatten sie überhaupt keine Zeit.

    Wenn, dann tut das die Deutsche Post, aber auch das nicht einmal so richtig, denn das, was sie haben wollten, nun einmal nicht zum Portfolio eines Massenherstellers passt, sondern eher in den Bereich der vielen kleinen Spezialfahrzeugbau-Firmen, die z.B. auch diese fahrenden Staubsauger für die kommunalen Betriebe fertigen.

    Den Streetscooter Work halte ich für ein tolles Konzept für den Bereich, den die Deutsche Post da beackert. Aber allein die hohe Ladefläche und die geringe Reichweite schränkt den Einsatzbereich eben recht ein.

  13. Re: Seit Jahren...

    Autor: Anonymer Nutzer 16.07.17 - 15:10

    > Du hast mich falsch verstanden. Das Startup und sein Konzept ist
    > gescheitert. Dass das Unternehmen jetzt unter der (zahlungskräftigen) Ägide
    > der Deutschen Post in seiner Nische Erfolg haben wird, davon bin ich
    > überzeugt.

    Welches Konzept ist denn gescheitert? Die machen doch jetzt genau das, wofür das Startup gegründet wurde. Und was macht es für einen Unterschied, ob das Geld von externen Investoren oder von einer Mutterfirma kommt?

    > Es gibt etliche mittelständische Unternehmen im Spezialfahrzeugbau, die
    > sehr gut im Geschäft sind.

    Offensichtlich konnten aber auch die die Wünsche der Post nicht erfüllen. Außerdem: Welches Unternehmen im Spezialfahrzeugbau hat eine komplette Eigenentwicklung mit Elektroantrieb im Angebot? Soweit ich weiß sind die meisten Unternehmen auf den Umbau vorhandener Serienfahrzeuge spezialisiert.

    > > Natürlich kann man diesen riesigen Erfolg klein reden, wenn das nicht
    > zum
    > > eigenen Weltbild passt.
    >
    > Welches Weltbild? Es geht doch nur um den Aufhänger des Artikels. Das
    > Startup Streetscooter hat die großen Hersteller nicht herausgefordert, dazu
    > hatten sie überhaupt keine Zeit.

    Doch, haben sie. Sie sind nämlich bei einem Großkunden fast komplett heraus geflogen. Dass die Post nicht die Fahrzeuge, sondern gleich den ganzen Laden gekauft hat, spielt doch dafür überhaupt keine Rolle.

    > Wenn, dann tut das die Deutsche Post, aber auch das nicht einmal so
    > richtig, denn das, was sie haben wollten, nun einmal nicht zum Portfolio
    > eines Massenherstellers passt, sondern eher in den Bereich der vielen
    > kleinen Spezialfahrzeugbau-Firmen, die z.B. auch diese fahrenden
    > Staubsauger für die kommunalen Betriebe fertigen.

    Wie gesagt: Deine zahlreichen Firmen aus dem Spezialfahrzeugbau konnten offensichtlich nicht das liefern, was die Post braucht.

    > Den Streetscooter Work halte ich für ein tolles Konzept für den Bereich,
    > den die Deutsche Post da beackert. Aber allein die hohe Ladefläche und die
    > geringe Reichweite schränkt den Einsatzbereich eben recht ein.

    Es gibt zahlreiche Anwendungsfälle, für die das Fahrzeug geeignet ist und offensichtlich auch eine gewisse Nachfrage. Und das nicht nur von anderen Zustelldiensten, sondern z.B. auch von Handwerksfirmen. Die Reichweite ist für regional tätige Unternehmen jedenfalls völlig ausreichend.

  14. Re: Seit Jahren...

    Autor: Berner Rösti 16.07.17 - 18:20

    Stefan99 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Du hast mich falsch verstanden. Das Startup und sein Konzept ist
    > > gescheitert. Dass das Unternehmen jetzt unter der (zahlungskräftigen)
    > Ägide
    > > der Deutschen Post in seiner Nische Erfolg haben wird, davon bin ich
    > > überzeugt.
    >
    > Welches Konzept ist denn gescheitert? Die machen doch jetzt genau das,
    > wofür das Startup gegründet wurde. Und was macht es für einen Unterschied,
    > ob das Geld von externen Investoren oder von einer Mutterfirma kommt?

    "Die" machen gar nichts mehr. Die Deutsche Post macht.

    > > Es gibt etliche mittelständische Unternehmen im Spezialfahrzeugbau, die
    > > sehr gut im Geschäft sind.
    >
    > Offensichtlich konnten aber auch die die Wünsche der Post nicht erfüllen.
    > Außerdem: Welches Unternehmen im Spezialfahrzeugbau hat eine komplette
    > Eigenentwicklung mit Elektroantrieb im Angebot? Soweit ich weiß sind die
    > meisten Unternehmen auf den Umbau vorhandener Serienfahrzeuge
    > spezialisiert.

    Du hast mich abermals missverstanden. Die Deutsche Post wird mit dem Streetscooter Work genauso wie andere Firmen im Spezialfahrzeugbau in der Nische einen gewissen Erfolg haben.

    > > > Natürlich kann man diesen riesigen Erfolg klein reden, wenn das nicht
    > > zum
    > > > eigenen Weltbild passt.
    > >
    > > Welches Weltbild? Es geht doch nur um den Aufhänger des Artikels. Das
    > > Startup Streetscooter hat die großen Hersteller nicht herausgefordert,
    > dazu
    > > hatten sie überhaupt keine Zeit.
    >
    > Doch, haben sie.

    Ja, sie haben die Hersteller herausgefordert und sind damit gescheitert. Statt dessen wurde ihr Laden übernommen und sie bauen jetzt was anderes.

    > Sie sind nämlich bei einem Großkunden fast komplett
    > heraus geflogen. Dass die Post nicht die Fahrzeuge, sondern gleich den
    > ganzen Laden gekauft hat, spielt doch dafür überhaupt keine Rolle.

    Doch, das ist doch genau der Knackpunkt. Das Produkt, mit dem das Startup-Unternehmen angetreten ist, hatte keinen Erfolg. Statt dessen wurde der Laden von der Deutschen Post übernommen, und sie bauen nun das, was die Deutsche Post will.

    Nochmal zur Erinnerung: Der Artikel handelt von Startup-Unternehmen, die es mit den großen Herstellern aufnehmen. Die Deutsche Post ist kein Startup.

    > > Wenn, dann tut das die Deutsche Post, aber auch das nicht einmal so
    > > richtig, denn das, was sie haben wollten, nun einmal nicht zum Portfolio
    > > eines Massenherstellers passt, sondern eher in den Bereich der vielen
    > > kleinen Spezialfahrzeugbau-Firmen, die z.B. auch diese fahrenden
    > > Staubsauger für die kommunalen Betriebe fertigen.
    >
    > Wie gesagt: Deine zahlreichen Firmen aus dem Spezialfahrzeugbau konnten
    > offensichtlich nicht das liefern, was die Post braucht.

    Ja, und?

    > > Den Streetscooter Work halte ich für ein tolles Konzept für den Bereich,
    > > den die Deutsche Post da beackert. Aber allein die hohe Ladefläche und
    > die
    > > geringe Reichweite schränkt den Einsatzbereich eben recht ein.
    >
    > Es gibt zahlreiche Anwendungsfälle, für die das Fahrzeug geeignet ist und
    > offensichtlich auch eine gewisse Nachfrage. Und das nicht nur von anderen
    > Zustelldiensten, sondern z.B. auch von Handwerksfirmen. Die Reichweite ist
    > für regional tätige Unternehmen jedenfalls völlig ausreichend.

    Natürlich gibt es zahlreiche Anwendungsfälle. Nur eben nicht so viele, wie ein tatsächlich universeller Lieferwagen erreicht.

    Der ideale Wagen für Handwerksfirmen wäre eher der Kangoo Z.E. Denn wenn die Mitarbeiter jeden Tag schweren Sachen auf die hohe Ladefläche wuchten müssen, werden sie sich bestimmt auf Dauer bedanken.

  15. Re: Seit Jahren...

    Autor: Anonymer Nutzer 16.07.17 - 18:55

    > "Die" machen gar nichts mehr. Die Deutsche Post macht.

    Ach? Die Deutsche Post hat also die gesamte Mannschaft gefeuert und hat ein paar Briefträger auf die Stellen gesetzt?

    > Du hast mich abermals missverstanden. Die Deutsche Post wird mit dem
    > Streetscooter Work genauso wie andere Firmen im Spezialfahrzeugbau in der
    > Nische einen gewissen Erfolg haben.

    Nur ist Streetscooter kein einfaches Spezialfahrzeugbau-Unternehmen, welche einfach Serienfahrzeuge modifizieren. Streetscooter hat eigene Fahrzeuge, die sie wie Spezialfahrzeuge entsprechend des Einsatzzwecks ausrüsten können.

    Und auch die größten Unternehmen aus diesem Bereich werden kaum zehntausende Fahrzeuge vom Band laufen lassen.

    > Ja, sie haben die Hersteller herausgefordert und sind damit gescheitert.
    > Statt dessen wurde ihr Laden übernommen und sie bauen jetzt was anderes.

    Mir wäre es ganz neu, dass Streetscooter zum Zeitpunkt der Übernahme das nächste VW werden wollte. Da war doch von Anfang an klar, dass sie kein Massenhersteller werden. Die Fahrzeuge waren von Anfang an auf Kurzstrecke und Stadtverkehr ausgelegt. Und dass Zustelldienste dafür die primäre Zielgruppe sind, dürfte den Gründern wohl auch klar gewesen sein.

    Aber du willst das Scheitern mit Gewalt herbei reden, da helfen Argumente eben nicht.

    > > Sie sind nämlich bei einem Großkunden fast komplett
    > > heraus geflogen. Dass die Post nicht die Fahrzeuge, sondern gleich den
    > > ganzen Laden gekauft hat, spielt doch dafür überhaupt keine Rolle.
    >
    > Doch, das ist doch genau der Knackpunkt. Das Produkt, mit dem das
    > Startup-Unternehmen angetreten ist, hatte keinen Erfolg. Statt dessen wurde
    > der Laden von der Deutschen Post übernommen, und sie bauen nun das, was die
    > Deutsche Post will.

    Mal davon abgesehen, dass das Konzept des "Work" schon vor der Übernahme existierte: Was ist verkehrt daran zu bauen, was der Kunde braucht? So arbeiten alle erfolgreichen Unternehmen. Und sehr viele Unternehmen fertigen direkt im Kundenauftrag.

    > Nochmal zur Erinnerung: Der Artikel handelt von Startup-Unternehmen, die es
    > mit den großen Herstellern aufnehmen. Die Deutsche Post ist kein Startup.

    Streetscooter ist aber ein Startup, und sie verdrängen die großen Hersteller bei einem riesigen Kunden. Das ist im Prinzip mehr als Tesla mit seinen ganzen Milliarden geschafft hat.

    > > Wie gesagt: Deine zahlreichen Firmen aus dem Spezialfahrzeugbau konnten
    > > offensichtlich nicht das liefern, was die Post braucht.
    >
    > Ja, und?

    Und das ist alles andere als Scheitern.

    > Natürlich gibt es zahlreiche Anwendungsfälle. Nur eben nicht so viele, wie
    > ein tatsächlich universeller Lieferwagen erreicht.

    Und das ist auch gar nicht der Anspruch. Wie gesagt: Ein einfaches Fahrzeug für den Kurzstreckenbetrieb war von Anfang an die Vision des Startups. Das hat sich erfüllt.

    > Der ideale Wagen für Handwerksfirmen wäre eher der Kangoo Z.E. Denn wenn
    > die Mitarbeiter jeden Tag schweren Sachen auf die hohe Ladefläche wuchten
    > müssen, werden sie sich bestimmt auf Dauer bedanken.

    Und wie so oft setzt sich nicht nur ein Produkt durch.

    Aber es ist wie immer: Dein Argument ist im Prinzip nur "gefällt mir nicht, also ist es Mist". Ohne jede Substanz eben.

  16. Re: Seit Jahren...

    Autor: Berner Rösti 16.07.17 - 19:14

    Stefan99 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > "Die" machen gar nichts mehr. Die Deutsche Post macht.
    >
    > Ach? Die Deutsche Post hat also die gesamte Mannschaft gefeuert und hat ein
    > paar Briefträger auf die Stellen gesetzt?

    Du willst es offensichtlich nicht verstehen.

    Der Artikel handelt von Startup-Unternehmen, die die etablierten Hersteller "herausfordern".

    Das unabhängige Startup namens Streetscooter existiert nicht mehr. Die bauen nichts mehr für den freien Markt, sondern fertigen das, was ihnen die Deutsche Post vorgibt und wünscht.

    Was du hier mit aller Gewalt von "Erfolg" konstruierst, siehst du zigfach in der IT-Branche: Startups scheitern und werden wahlweise abgewickelt oder übernommen.

    Nach dieser Logik ist ja auch Grundig nach wie vor erfolgreich, da sie ja "erfolgreich" von Beko übernommen wurden und nun "erfolgreich" Gründürk-Fernseher bauen...

    Du hast selbst den Punkt mit dem Exit bei Startups angeführt: Ein Startup ist dann erfolgreich, wenn sie ihr Produkt am Markt etablieren konnten und dann entweder einen erfolgreichen Börsengang hinlegen konnten, von einem anderen Unternehmen für viel Geld übernommen wurden oder so erfolgreich sind, dass sie den ROI selbst in kürzester Zeit hinbekommen.

    Das ist bei Streetscooter nicht geschehen. Also kann man nicht behaupten, dass dies ein "erfolgreiches" Startup gewesen wäre.

    Sie müssen sich keinem Markt mehr stellen, da sie -- die Deutsche Post -- zum Eigenbedarf baut.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.07.17 19:19 durch Berner Rösti.

  17. Re: Seit Jahren...

    Autor: oxybenzol 17.07.17 - 10:26

    Berner Rösti schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Was du hier mit aller Gewalt von "Erfolg" konstruierst, siehst du zigfach
    > in der IT-Branche: Startups scheitern und werden wahlweise abgewickelt oder
    > übernommen.
    >

    War Streetscooter erfolglos vor der Übernahme? Nach deiner Logik ist man nur erfolgreich, wenn man eigenständig bleibt. Nur warum sollte man nicht verkaufen, wenn der Preis stimmt? Paypal wurde von 2002 von ebay übernommen und einen ipo gabs erst 2015. War Paypal demnach erfolglos?
    Große Unternehmen kaufen immer mal wieder kleinere Unternehmen auf um an das Knowhow zu kommen, weil Eigenentwicklung zu viel Geld und Zeit kostet oder weil man mit dem Übernahmekandidat bzw. dessen Marke einen Fuß in einen bestimmten Markt bekommt. Intel hat Mobileye für 20 Mrd. übernommen. War Mobileye erfolglos?

  18. Re: Seit Jahren...

    Autor: Berner Rösti 17.07.17 - 10:29

    oxybenzol schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > War Streetscooter erfolglos vor der Übernahme? Nach deiner Logik ist man
    > nur erfolgreich, wenn man eigenständig bleibt. Nur warum sollte man nicht
    > verkaufen, wenn der Preis stimmt? Paypal wurde von 2002 von ebay übernommen
    > und einen ipo gabs erst 2015. War Paypal demnach erfolglos?

    Klare Antwort: Dies kann man im Nachhinein nicht sagen. Wenn E-Bay Paypal nicht zur Standard-Zahlungsart in ihrer Plattform eingesetzt hätte, wäre Paypal möglicherweise genauso wie viele andere Online-Bezahlungsdienste gescheitert.

  19. Re: Seit Jahren...

    Autor: oxybenzol 17.07.17 - 10:53

    Berner Rösti schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > oxybenzol schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > War Streetscooter erfolglos vor der Übernahme? Nach deiner Logik ist man
    > > nur erfolgreich, wenn man eigenständig bleibt. Nur warum sollte man
    > nicht
    > > verkaufen, wenn der Preis stimmt? Paypal wurde von 2002 von ebay
    > übernommen
    > > und einen ipo gabs erst 2015. War Paypal demnach erfolglos?
    >
    > Klare Antwort: Dies kann man im Nachhinein nicht sagen. Wenn E-Bay Paypal
    > nicht zur Standard-Zahlungsart in ihrer Plattform eingesetzt hätte, wäre
    > Paypal möglicherweise genauso wie viele andere Online-Bezahlungsdienste
    > gescheitert.

    Ebay hatte auch was eigenes entwickelt oder war dabei. Ich vermute eher, dass der Kundenstamm bei Paypal schon sehr groß war. Paypal ist ja erst mal nur ein Bezahlsystem. Es braucht also kein Ebay damit es erfolgreich ist. Da Ebay neben Paypal auch andere Zahlungsmöglichkeiten anbietet, damit auch möglichst viele Menschen Ebay benutzen, wäre Paypal auch ohne Übernahme Bezahlmöglichkeit bei Ebay geblieben.
    Paypal wäre wahrscheinlich nicht gescheitert, da gerade in den USA der Bedarf für ein solches System sehr groß war. Die komfortable Überweisung von einer Bank zur anderen, wie das in Euopa ganz normal ist, gabs in den USA nicht. Hast du dich noch nie gewurdert, warum die Menschen in US-Filmen mit nem Barscheck von einer Bank zu anderen gehen oder warum man dort Schecks mit der Post verschickt?

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