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Also los geht's ver.di - DAGEGEN solltet ihr streiken

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  1. Also los geht's ver.di - DAGEGEN solltet ihr streiken

    Autor: katze_sonne 19.11.19 - 19:55

    Aber wetten, demnächst geht nur wieder der alljährliche Amazon-Weihnachtsstreik für ein bisschen PR durch die Medien?

    Ich finde Gewerkschaften sind eine gute Sache. Ich finde, ver.di macht auch einige gute Dinge. Aber: Mit deren "Politik" kann ich micht absolut nicht anfreunden.

  2. Re: Also los geht's ver.di - DAGEGEN solltet ihr streiken

    Autor: notuf 19.11.19 - 20:29

    Ich finde Gewerkschaften waren eine gute Sache, als sie noch tatsächlich für bahnbrechende Veränderungen gekämpft haben. Heute sind die Gewerkschaften wie die SPD... Leben von ihrer glorreichen Geschichte und von Arbeitskämpfen, die längst verstorbene geführt hatten.
    Man hat es sich bequem gemacht..

  3. Wenn es denn so einfach wäre...

    Autor: Mingfu 19.11.19 - 20:56

    Grundsätzlich stehen die Gewerkschaften vor dem Problem, dass je prekärer die Beschäftigungssituation in einem Betrieb ist, desto geringer fällt üblicherweise auch der gewerkschaftliche Organisationsgrad aus. Ausgerechnet dort also, wo es am dringendsten nötig wäre, können Gewerkschaften am wenigsten ausrichten. Stattdessen bleiben ihnen für wirksame Aktionen nur die Unternehmen, wo es noch vergleichsweise gut läuft. Denn nur bei denen haben Gewerkschaften noch relevante Mitgliederzahlen. Streiks treffen also potenziell eher die falschen.

    Hinzu kommen hausgemachte und politische Probleme der Gewerkschaften. Verdi ist beispielsweise einfach zu groß und zu breit aufgestellt. Darunter leidet die branchenspezifische Fachkompetenz. Statt individuellen Strategien gibt es vor allem Einheitsbrei. Politisch ist das leider gewollt. Denn insbesondere das Tarifeinheitsgesetz hat kleineren Fachgewerkschaften das Rückgrat gebrochen. Seitdem ist im Regelfall nur noch die größte Gewerkschaft in einem Unternehmen tariffähig. Spartengewerkschaften, die oftmals besser wissen, wo es wirksame Hebel zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen gibt, sind so außen vor.

  4. Re: Also los geht's ver.di - DAGEGEN solltet ihr streiken

    Autor: Niaxa 19.11.19 - 21:05

    Oder do konsequent sein wie ich. Hab gerade Frau verboten noch mal da zu bestellen. Naja hab sie darum gebeten und sie hat akzeptiert. Zalando braucht eh kein Mensch.

  5. Re: Also los geht's ver.di - DAGEGEN solltet ihr streiken

    Autor: Pappschachtel 19.11.19 - 21:31

    @Niaxa: Schlimm genug dass die Frau überhaupt dort bestellt hat. Die Geschichte von Zalando sollte nun halbwegs bekannt sein und im Zuge dessen auch die Vergangeheit der zwielichtigen Samwer-Brüder. Und selbst wenn nur die Hälfte stimmt, ist das einer der größten Drecksläden die es gibt! Nicht einen Klick haben die von mir gesehen und werden sie auch nie. Solche Methoden sind das ALLERLETZTE!!!!!!!!!!!!!!!!!! ...und es hört nicht auf.

  6. Re: Wenn es denn so einfach wäre...

    Autor: demon driver 20.11.19 - 05:09

    Mingfu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Grundsätzlich stehen die Gewerkschaften vor dem Problem, dass je prekärer
    > die Beschäftigungssituation in einem Betrieb ist, desto geringer fällt
    > üblicherweise auch der gewerkschaftliche Organisationsgrad aus.
    > Ausgerechnet dort also, wo es am dringendsten nötig wäre, können
    > Gewerkschaften am wenigsten ausrichten. Stattdessen bleiben ihnen für
    > wirksame Aktionen nur die Unternehmen, wo es noch vergleichsweise gut
    > läuft. Denn nur bei denen haben Gewerkschaften noch relevante
    > Mitgliederzahlen. Streiks treffen also potenziell eher die falschen.
    >
    > Hinzu kommen hausgemachte und politische Probleme der Gewerkschaften. Verdi
    > ist beispielsweise einfach zu groß und zu breit aufgestellt. Darunter
    > leidet die branchenspezifische Fachkompetenz. Statt individuellen
    > Strategien gibt es vor allem Einheitsbrei. Politisch ist das leider
    > gewollt. Denn insbesondere das Tarifeinheitsgesetz hat kleineren
    > Fachgewerkschaften das Rückgrat gebrochen. Seitdem ist im Regelfall nur
    > noch die größte Gewerkschaft in einem Unternehmen tariffähig.
    > Spartengewerkschaften, die oftmals besser wissen, wo es wirksame Hebel zur
    > Verbesserung der Arbeitsbedingungen gibt, sind so außen vor.

    ++

    Gut zusammengefasst.

    Woran es auch hapert, auch wenn gerade ver.di und gerade im Kontext der Amazon-Auseinandersetzung da erste zaghafte Fühler ausgestreckt hat, ist die internationale Koordination, während man es in einer globalisierten Ökonomie immer mehr mit multinationalen Konzernen zu tun hat.

    Unter dem Strich ist es aber halt auch immer noch so, dass selbst schlechte Gewerkschaften um Größenordnungen besser sind als gar keine. Und es ist so wie überall – nur wenn man selber mitmacht und sich womöglich in entsprechende Ehrenämter innerhalb der Organisation wählen lässt, hat man die Chance, selber Einfluss auszuüben, wohin sich die eigene Gewerkschaft entwickelt.

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