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Mit StaSi hat das nix zu tun ...

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  1. Mit StaSi hat das nix zu tun ...

    Autor: DieTatsaechlicheDimensionDesGanzen 19.11.19 - 22:34

    ... überall macht sich Tech-Faschismus breit ...

    Das Schlimme:
    Weil es angeblich so "effizient" oder "bequem" oder mitunter sogar "alternativlos" sei ...

  2. Dochdoch

    Autor: demon driver 20.11.19 - 05:00

    DieTatsaechlicheDimensionDesGanzen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... überall macht sich Tech-Faschismus breit ...
    >
    > Das Schlimme:
    > Weil es angeblich so "effizient" oder "bequem" oder mitunter sogar
    > "alternativlos" sei ...

    Richtig ist, dass sich das "breitmacht", unter anderem wegen einer vermehrten Bereitschaft der Bevölkerungen, sich mithilfe eigener Devices und Gadgets ständig zu überwachen und überwachen zu lassen, einmal weil's halt eh immer dabei ist, sobald man sich was von Google, Amazon oder Microsoft ins Haus holt, und zum anderen, damit man, immer schneller körperlich und geistig verfettend, nicht mal mehr fürs Wärmerdrehen der Heizung von der Couch aufstehen muss. Gleichzeitig wächst natürlich umsomehr das Bedürfnis nach "Selbstoptimierung" und nach weiteren Gadgets und Apps, die permanent die Fitness überwachen...

    Sobald sowas aber in einem Abhängigkeits- und Hierarchieverhältnis wie in Form einer staatlichen Kontrolle oder eben auch in der Erwerbsarbeit stattfindet, hat das durchaus was von Stasi. Schließlich hängt da unmittelbar die eigene Existenz dran. Und es sind wie bei dort quasi die Nachbarn, die sich gegenseitig überwachen. Wenn auch ganz offen...

    Und noch was Interessantes – man sieht hier auch, dass in der Erwerbsarbeit jederzeit Dinge möglich sind, wenn nur eine schwache, womöglich durch Druck gefügig gemachte betriebliche Interessenvertretung zustimmt, die der demokratische Staat sich gegenüber seiner Bevölkerung nie trauen würde, obwohl dessen Ambitionen in der Richtung ja auch immer wieder zu weit gehen (Raster- und Schleierfahndung, Vorratsdatenspeicherung usw.).

  3. Re: Dochdoch

    Autor: DieTatsaechlicheDimensionDesGanzen 20.11.19 - 09:32

    Noch einer, der den Unterschied nicht kapiert:

    Die StaSi war - es steht schon im Namen - ein staatliches Zemtralorgan.
    Das wurde gelenkt und kontroliert.

    Das was hier passiert ist viel schlimmer:
    Der von mir beschriebene Tech-Faschismus wird von jedem einzelnen privat getragen und gewollt.

    Irgendwelche IT-Heinis denken sich irgendwas völlig krankes (oder vermeintlich harmloses) aus. bloß um der ersten Million oder Milliarde wieder etwas näher zu sein.

    Die DDR konnte die Stasi notfalls zurückpfeifen.
    Das hier, das kann man nicht zurückpfeifen.
    Das wird gerade systemisch in unserer Zivilisation angelegt.

    Da gibt es auch keine Kontrolle oder Lenkung mehr durch den Staat - der ist im Gegenteil völlig machtlos und kann gar nicht mehr regulieren. Aufgrund von wirtschaftspolitischen Zwängen sieht er die Entwicklung als "alternativlos" an und nennt sie "Digitalisierung der Gesellschaft".

    Die ganzen negativen Phänomene und den Kontrollverlust nimmt er einfach in Kauf.
    Genauso, wie der Bürger.

    Wir sind schon so durchsetzt, das wir die Gefahren gar nicht mehr konkret benennen können und AGBs und Hadtungsausschlüsse formulieren und akzeptuieren, bloß damit das nächste Software-Update kommt oder die bargeldlose Zahlung funktioniert.

    Hört auf mit Euren unsinnigen StaSi-Vergleichen.
    Das greift viel zu kurz und ist inhaltlich völlig falsch.

    Wir Otto-Normal-Bürger selber bauen gerade den Überwachungsstaat.
    Zu diesem "Wir" gehören auch die Entwickler der IT-Kaste, deren Management und Stakeholder unter uns.

    Deren Motto: "Its not my department"

    Noch - und zum Glück - gibt es hier keine Regierung, die die technischen Möglichkeiten ausschöpft.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 20.11.19 09:46 durch DieTatsaechlicheDimensionDesGanzen.

  4. Re: Mit StaSi hat das nix zu tun ...

    Autor: User_x 20.11.19 - 09:49

    Bürger zum teil, Unternehmen viel mehr.

    Der Staat könnte, wenn er wollte, aber er will die Wirtschaft nicht an die Kette legen.

    Auch problematisch, die Werte die anvisiert werden, sind ja die gleichen, die jeder für sich mehr oder weniger vorsieht. Sich entwickeln, besser werden, reicher, schöner, höher - schneller - weiter.

    Ein unbekümmertes Leben aus dem Süden - das Gras wachsen hören, wird hier ja auch verhöhnt. Das spielt der schlechten Entwicklung einfach mit in die Hände.

  5. Re: Mit StaSi hat das nix zu tun ...

    Autor: Mavy 20.11.19 - 12:28

    ich find den stasi vergleich schon zimlich passend, die Stasi hat auch überall ihre leute gehabt die sich dann gegenseitig bespitzelt haben .. und natürlich wurden die Spitzel auch alle bespitzelt .. und die wussten das natürlich .. das führt zwangsweise zu einer situation wo sich über Kurz oder Lang keiner mehr traut was "falsch" zu machen ... allerdings wird auch nicht mehr viel richtig gemacht und erst recht nicht mehr als "dienst nach vorschrift"
    So ein system führt nicht zur selbstverbesserung der Firma sondern zur vernichtung einer jeden Unternehmenskultur oder auch jeden vertrauens .. da jeder mit dem man spricht einen Potentiell als nestbeschmutzer ansieht wenn man über probleme redet .. während die "probleme" dann gemeldet werden und keiner nachvollziehen kann ob die bewertungen dann daher rühren das jemand schlechte Laune hatte (bewerter oder bewerteter) oder ob es tatsächlich so ist.

  6. Re: Dochdoch

    Autor: demon driver 20.11.19 - 12:54

    DieTatsaechlicheDimensionDesGanzen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    Du hast unabhängig davon, wie wir den Stasi-Vergleich beurteilen, in allen Details völlig Recht.

    Aber ich widerspreche in einem Punkt sehr deutlich, und darin liegt auch meine Begründung dafür, dass der Vergleich eben nicht daneben ist:

    > Das was hier passiert ist viel schlimmer:
    > Der von mir beschriebene Tech-Faschismus wird von jedem einzelnen privat
    > getragen und gewollt.

    Damit vermengst du Dinge, die nicht vermengt gehören.

    Ja, das Phänomen gibt es, und es ähnelt technisch uns wirkungsmäßig dem, was da bei Zalando passiert, mitunter sehr, und das muss auch kritisch gesehen werden.

    Dem kann sich aber *noch* jeder sehr weitgehend entziehen, der keinen Bock darauf hat.

    Bei Zalando kommt zu all dem, was privat schon läuft, eine obrigkeitsverordnete Komponente dazu, gegen die sich dort erst mal niemand wehren kann. Das ist eine ganz andere Nummer.

  7. Re: Dochdoch

    Autor: MrAnderson 20.11.19 - 13:25

    > Noch - und zum Glück - gibt es hier keine Regierung, die die technischen Möglichkeiten ausschöpft.

    China? Der Social Credit Score ist doch eigentlich nichts anderes.

  8. Re: Mit StaSi hat das nix zu tun ...

    Autor: User_x 20.11.19 - 15:05

    Glaube nicht ganz? Im Social Score musst du bestimmte Sachen machen um Punkte zu bekommen, und bestimmte Dinge unterlassen um auf keiner schwarzen Liste zu landen. Hier wird soweit ich es verstehe davon anders der eine vom anderen permanent bewertet.

    Wehe also, wenn einer keinen Kuchen regelmäßig mitbringt, der fuscht bestimmt auch bei der arbeit ,-)

  9. Re: Mit StaSi hat das nix zu tun ...

    Autor: quasides 20.11.19 - 17:55

    das ist falsch der social credit orientiert sich an allem was nur irgendwie erfassbar ist.
    das geht bis dazu welche lebensmittel gekauft werden oder wie der lebenswandel ist den man führt.

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