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Peer-Feedback

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
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  1. Peer-Feedback

    Autor: amagol 19.11.19 - 19:07

    Ich habe in mehreren Firmen gearbeitet, die fuer ddie Leistungsbewertung auch die Kollegen fragen. Ich habe auch selbst solches Feedback als Manager gelesen. Ich finde es ueberzogen hier generell von Stasi-Methoden zu reden. Natuerlich weiss ich nicht was Zalando jetzt genau macht, aber im Gegensatz zu einer einzelnen Bewertung des Managers ist es doch fuer den Mitarbeiter vorteilhaft zusaetzlich ein ueblicherweise gutes Wort von einem Kollegen zu hoeren. Wenn man sich natuerlich den Kollegen gegenueber wie ein A&$@# verhaelt (jaja, einmal einen schlechten Tag - sicher) dann gefaellt einem sowas gar nicht.

  2. Re: Peer-Feedback

    Autor: notuf 19.11.19 - 19:29

    Gerade in Läden wie Zalando geht es nur um Politik und Ellenbogen. Da funktioniert diese Mitarbeiterbewertung durch Kollegen einfach nicht. Und wie da schon gesagt wurde, trifft es besonders die Leute in den prekären Arbeitsverhältnissen aka Dauerprobezeit. In Zeitverträgen wird man schön klein gehalten und wie will man denn da auch noch mehr Gehalt verlangen?

    Wir entwickeln uns gerade echt extrem zurück. Man leistet immer mehr und mehr und dann gibt es auch noch solche Verhältnisse mit dauerhafter Überwachung und social scoring.

  3. Re: Peer-Feedback

    Autor: flopalistik 19.11.19 - 21:52

    Die fetten Jahre in Zalando für Mitarbeiter sind vorbei. Keine Fashion Friday parties, keine gute Stimmung. Es geht nur noch um die Millionen und wehe man widerspricht der Elite aus der Reihe der McKenzie Berater. Ist man zu lange dabei und verdient gut, Zack ist man weg von Fenster.

  4. Re: Peer-Feedback

    Autor: AIM-9 Sidewinder 19.11.19 - 22:34

    > Wenn man sich natuerlich den Kollegen gegenueber wie ein A&$@# verhaelt (jaja, einmal einen schlechten Tag - sicher) dann gefaellt einem sowas gar nicht.
    Was dazu führt, dass keine objektive Beurteilung gefällt, sondern rein frei nach Schnauze bewertet wird.

    So eine Software lehne ich kategorisch ab. Mein Arbeitgeber fährt eher zur Hölle als das ich so einen Bullshit unterstütze.

  5. Re: Peer-Feedback

    Autor: notuf 19.11.19 - 22:34

    flopalistik schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die fetten Jahre in Zalando für Mitarbeiter sind vorbei. Keine Fashion
    > Friday parties, keine gute Stimmung. Es geht nur noch um die Millionen und
    > wehe man widerspricht der Elite aus der Reihe der McKenzie Berater. Ist man
    > zu lange dabei und verdient gut, Zack ist man weg von Fenster.

    McKenzie ist extrem teuer. Sind die da wirklich dauerhaft im Einsatz? Weil da kann ein Monat schon mal gerne den Jahreslohn vom 4 Entwicklern kosten.

  6. Re: Peer-Feedback

    Autor: chefin 20.11.19 - 07:13

    notuf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gerade in Läden wie Zalando geht es nur um Politik und Ellenbogen. Da
    > funktioniert diese Mitarbeiterbewertung durch Kollegen einfach nicht. Und
    > wie da schon gesagt wurde, trifft es besonders die Leute in den prekären
    > Arbeitsverhältnissen aka Dauerprobezeit. In Zeitverträgen wird man schön
    > klein gehalten und wie will man denn da auch noch mehr Gehalt verlangen?
    >
    > Wir entwickeln uns gerade echt extrem zurück. Man leistet immer mehr und
    > mehr und dann gibt es auch noch solche Verhältnisse mit dauerhafter
    > Überwachung und social scoring.

    Schreibt Zalando diese Ellenbogenmetalität vor oder kommt die eher aus dem Kreis der Mitarbeiter? Es ist doch jedem seine eigene Entscheidung wie er sich benimmt. Also kann jeder selbst beeinflussen wie die Bewertung über ihn ausfällt.

    Vieleicht soll damit genau diese Ellenbogenmentalität eingedämmt werden. Weil der welcher getreten wird, wenig Möglichkeiten hat sich zu wehren ohne selbst als Person in Erscheinung zu treten und sich damit noch mehr zur Zielscheibe zu machen. Wenn aber ein Bewerungsportal das rein statistisch macht, muss der schlecht bewertete sich ändern. Muss er die Ellenbogen einfahren und anfangen mal positiv am Betriebsklima zu arbeiten. Dann sind seine Bewerungen gut und sein Arbeitsplatz gesichert.

    Aber logisch, derjenige der bisher dank Ellenbogen sich behaupten konnte findet das nicht gut. Und in der Regel sind das die Brüllaffen der Firma, während die Duckmäuser kuschen müssen. Und deswegen hört man auch jetzt nichts von Diesen. Es ist nicht deren Temperament öffentlich aufzutreten.

  7. Re: Peer-Feedback

    Autor: notuf 20.11.19 - 07:44

    Mobbing ist dir ein Begriff oder? Mobbing findet nicht nur in der Schule statt. Das hier ist ein Mobbing Tool.

  8. Re: Peer-Feedback

    Autor: Moridin 20.11.19 - 08:59

    amagol schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich habe in mehreren Firmen gearbeitet, die fuer ddie
    > Leistungsbewertung auch die Kollegen fragen.

    Das ist bei uns auch so. Ich finde das furchtbar.
    Das letzte Mal habe ich schon eine Bewertung in der Kategorie "Freund" verweigert, aktuell tendiere ich dazu, das ganz zu verweigern.
    Ich sehe es nicht als meine Aufgabe an, andere zu bewerten. Ich will einfach nur meinen Job als Softwareentwickler gut machen.
    Bewerten sollen die Vorgesetzten. Aber wahrscheinlich sollte ich mir sowieso einen Arbeitgeber suchen, der klarere Strukturen bietet, die mich besser dazu in die Lage versetzen, einfach nur meinen Job gut machen zu können.

  9. Re: Peer-Feedback

    Autor: Doedelf 20.11.19 - 09:32

    Naja, ich arbeite in meinem Konzern als Teamleiter an einer klassischen Engpass Stelle. Zu wenig Spezialisten, zu viele Aufträge/Kunden. Da muß man viel priorisieren und entsprechend Leute auch zum umplanen bewegen. Nicht grade wenige reagieren da sehr gereizt und gestreßt (deswegen mag ich auch mein Job nicht - andere Story). Dazu habe ich noch eine Konzernweite Architekturrolle in der ich die eingesetzen Produkte bestimme und dafür sorge tragen muß das in diesem Bereich keiner irgendwas anderes Einsetzt was nicht unternehmensweit abgestimmt ist.

    Ich kann mir vorstellen wie die Bewertung manch einer der Kollegen den ich zum umpriorisieren, Kompensieren nötige aussehen könnte. Ebenso kann ich ahnen wie es bei der Architekten Rolle aussieht "Technologieverhinderer" ist so ein typisches Buzzword. Dabei zeigen wir Achitekten nur auf wie man die Gesamtkosten/Aufwände einer neuen Technologie die man unternehmensweit einführen will aussehen und entsprechend bewerten muß.

    Ich hätte da auch keine Lust am ende des Jahres quasi eine Stellungnahme bei jeder negativen Bewertung durchführen zu müssen nur weil manche nicht verstehen wollen, das ich genau den Job mache für den ich eingestellt wurde.

  10. Re: Peer-Feedback

    Autor: bofhl 20.11.19 - 10:25

    Moridin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > amagol schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich habe in mehreren Firmen gearbeitet, die fuer ddie
    > > Leistungsbewertung auch die Kollegen fragen.
    >
    > Das ist bei uns auch so. Ich finde das furchtbar.
    > Das letzte Mal habe ich schon eine Bewertung in der Kategorie "Freund"
    > verweigert, aktuell tendiere ich dazu, das ganz zu verweigern.
    > Ich sehe es nicht als meine Aufgabe an, andere zu bewerten. Ich will
    > einfach nur meinen Job als Softwareentwickler gut machen.
    > Bewerten sollen die Vorgesetzten. Aber wahrscheinlich sollte ich mir
    > sowieso einen Arbeitgeber suchen, der klarere Strukturen bietet, die mich
    > besser dazu in die Lage versetzen, einfach nur meinen Job gut machen zu
    > können.

    Überall, in nahezu allen Firmen in fast allen Ländern der Welt wird seit längeren genau so verfahren! In den USA war und ist so was generell üblich und gilt auch als "Norm"! Ok, in den sozialistischen Ländern in Europa ist derzeit eher ein "nur die Chefs und Besitzer/Aktionäre sind so böse und wollen alle ausspionieren"-Ansatz gelebt - was man auch in diesen Forum gewaltig merkt! - statt sich der Wahrheit zu stellen, dass Europas Wirtschaft sich ins Abseits zu schießen beginnt.
    Denn in Europa scheint "Leistung" und "Kontrolle der Leistung" generell "ganz böse" zu sein - blöd nur, dass der Rest der Welt genau anders denkt und handelt.

  11. Re: Peer-Feedback

    Autor: notuf 20.11.19 - 11:28

    Was hat das mit Sozialismus zu tun? Wo ist Westeuropa bitte sozialistisch? Kennst du die Bedeutung des Wortes überhaupt?

    Was von der Unternehmer hier versucht wird - und was du nicht sehen willst oder kannst - ist das gegeneinander ausspielen von Mitarbeitern. Sind sie sich Feind, kommen sie nicht auf "dumme" Ideen etwas zu fordern.

  12. Re: Peer-Feedback

    Autor: plutoniumsulfat 24.11.19 - 18:22

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > notuf schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Gerade in Läden wie Zalando geht es nur um Politik und Ellenbogen. Da
    > > funktioniert diese Mitarbeiterbewertung durch Kollegen einfach nicht.
    > Und
    > > wie da schon gesagt wurde, trifft es besonders die Leute in den prekären
    > > Arbeitsverhältnissen aka Dauerprobezeit. In Zeitverträgen wird man schön
    > > klein gehalten und wie will man denn da auch noch mehr Gehalt verlangen?
    > >
    > > Wir entwickeln uns gerade echt extrem zurück. Man leistet immer mehr und
    > > mehr und dann gibt es auch noch solche Verhältnisse mit dauerhafter
    > > Überwachung und social scoring.
    >
    > Schreibt Zalando diese Ellenbogenmetalität vor oder kommt die eher aus dem
    > Kreis der Mitarbeiter? Es ist doch jedem seine eigene Entscheidung wie er
    > sich benimmt. Also kann jeder selbst beeinflussen wie die Bewertung über
    > ihn ausfällt.
    >
    > Vieleicht soll damit genau diese Ellenbogenmentalität eingedämmt werden.
    > Weil der welcher getreten wird, wenig Möglichkeiten hat sich zu wehren ohne
    > selbst als Person in Erscheinung zu treten und sich damit noch mehr zur
    > Zielscheibe zu machen. Wenn aber ein Bewerungsportal das rein statistisch
    > macht, muss der schlecht bewertete sich ändern. Muss er die Ellenbogen
    > einfahren und anfangen mal positiv am Betriebsklima zu arbeiten. Dann sind
    > seine Bewerungen gut und sein Arbeitsplatz gesichert.
    >
    > Aber logisch, derjenige der bisher dank Ellenbogen sich behaupten konnte
    > findet das nicht gut. Und in der Regel sind das die Brüllaffen der Firma,
    > während die Duckmäuser kuschen müssen. Und deswegen hört man auch jetzt
    > nichts von Diesen. Es ist nicht deren Temperament öffentlich aufzutreten.

    Du vergisst, dass genug Mitarbeiter einfach scheiße zu ihren Kollegen sind. Einfach so. Oder weil sie einen schlechten Tag haben. Oder weil es ihnen Spaß macht. Das nennt man auch Mobbing.

    Die "Opfer" können also noch so nett sein, ihre Bewertung wird das nicht verbessern.

  13. Re: Peer-Feedback

    Autor: HR_Berater 17.10.20 - 23:39

    Falls es jemanden interessiert. An der Hochschule Fresenius wurde eine Bachelorarbeit mit dem Titel "Einfluss von Persönlichkeitsmerkmalen auf die Ak􏰀zeptanz􏰀 􏰁on 􏰂Ongoing Feedback􏰃-Systemen im beruflichen Kontext (2020)" angefertigt. Dabei geht es um genau die Art 90° Feedback, wie es Zalando mit seinem Zonar-Tool umgesetzt hat.

    ----
    Dipl.-Psych. Stephan Holtmeier
    HR Beratung, Coaching, 360 Grad Feedback, Assessments, Change, Teamentwicklung
    https://www.crewsandcaptains.com
    https://www.holtmeier.de

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