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Effizienz
Autor: wurstfett 19.10.22 - 11:15
etwas mehr Effizienz würde in dem Feld allen beteiligten gut tun. Das muss nichts schlechtes sein wenn man mal etwas auf die Cloudkosten schaut. Das ganze Cloudsetup verleitet dazu einfach etwas mehr Geld einzuwerfen anstatt sich Gedanken um die Effiziente Nutzung der Ressourcen zu machen.
Beim Aufsetzen der Cloud Infrastruktur wird meist ziemlich gut verschleiert was das am ende kostet. Wenn du einem Entwickler die Möglichkeit gibtst 100 Instanzen zu starten und die Java script code ausführen dann macht der das. Ob das effizenter Einsatz von Ressourcen ist tritt da häufig in den Hintergrund. -
Re: Effizienz
Autor: Screeny 19.10.22 - 12:01
wurstfett schrieb:
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> etwas mehr Effizienz würde in dem Feld allen beteiligten gut tun. Das muss
> nichts schlechtes sein wenn man mal etwas auf die Cloudkosten schaut. Das
> ganze Cloudsetup verleitet dazu einfach etwas mehr Geld einzuwerfen anstatt
> sich Gedanken um die Effiziente Nutzung der Ressourcen zu machen.
>
> Beim Aufsetzen der Cloud Infrastruktur wird meist ziemlich gut verschleiert
> was das am ende kostet. Wenn du einem Entwickler die Möglichkeit gibtst 100
> Instanzen zu starten und die Java script code ausführen dann macht der das.
> Ob das effizenter Einsatz von Ressourcen ist tritt da häufig in den
> Hintergrund.
Effizienter Einsatz steht oft der Sicherheit im Wege.
Kann ich, z.B. in der Windows-Welt, Druckserver + Fileserver + Domänencontroller auf einem System laufen lassen? Ja, kann ich. Ist aber der Sicherheitsalbtraum. -
Re: Effizienz
Autor: Allandor 19.10.22 - 12:32
Damit hat es aber meist nichts zu tun. Wenn ein Kunde sich einmal entscheidet, seine Daten bei dir in die Cloud zu legen, dann hast du ihn halt da wo du ihn haben willst. Ab hier kannst du über Jahre diktieren wie es weiter gehen soll.
Migrationen aus der Cloud heraus sind eher schwierig, vor allem da es dann auch fast keine Schnittstellen (und erst recht performante Schnittstellen) gibt um an die Daten zu kommen.
OnPrem ist hier weit überlegen, weil du normalerweise immer noch Zugriff auf deine daten hast. -
Re: Effizienz
Autor: xUser 19.10.22 - 12:38
Allandor schrieb:
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> Damit hat es aber meist nichts zu tun. Wenn ein Kunde sich einmal
> entscheidet, seine Daten bei dir in die Cloud zu legen, dann hast du ihn
> halt da wo du ihn haben willst. Ab hier kannst du über Jahre diktieren wie
> es weiter gehen soll.
> Migrationen aus der Cloud heraus sind eher schwierig, vor allem da es dann
> auch fast keine Schnittstellen (und erst recht performante Schnittstellen)
> gibt um an die Daten zu kommen.
> OnPrem ist hier weit überlegen, weil du normalerweise immer noch Zugriff
> auf deine daten hast.
Von welcher Cloud sprichst du? Bei Azure und AWS ist es kein Problem an die Daten zu kommen. -
Re: Effizienz
Autor: Allandor 19.10.22 - 13:00
xUser schrieb:
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> Allandor schrieb:
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> > Damit hat es aber meist nichts zu tun. Wenn ein Kunde sich einmal
> > entscheidet, seine Daten bei dir in die Cloud zu legen, dann hast du ihn
> > halt da wo du ihn haben willst. Ab hier kannst du über Jahre diktieren
> wie
> > es weiter gehen soll.
> > Migrationen aus der Cloud heraus sind eher schwierig, vor allem da es
> dann
> > auch fast keine Schnittstellen (und erst recht performante
> Schnittstellen)
> > gibt um an die Daten zu kommen.
> > OnPrem ist hier weit überlegen, weil du normalerweise immer noch Zugriff
> > auf deine daten hast.
>
> Von welcher Cloud sprichst du? Bei Azure und AWS ist es kein Problem an die
> Daten zu kommen.
??? Wenn du nen Cloud-Dienstleister nutzt kommst du auch nicht so einfach an die Daten die in irgendwelchen Datenbanken liegen und nicht innerhalb von deiner Azure-/AWS-Instanz.
Hast du nen SharePoint liegen die Daten bei MS. hier kommt man ja theoretisch sogar noch halbwegs an die Daten ran, bei jedem anderen Dienstleister, der nicht unbedingt je Kunde eine eigene Instanz hoch fährt wird das schon schwieriger. -
Re: Effizienz
Autor: Esquilax 19.10.22 - 13:06
Ja, die Windows-Drucker sind wahrscheinlich eine spezielle Katastrophe.
Aber auch auf einem Linux-Server wird man eher nicht auf dem Server mit zentraler Benutzerverwaltung und Authentifizierung irgendwelche anderen "unwichtigen" Dienste wie CUPS mitlaufen lassen...
Alex -
Re: Effizienz
Autor: xUser 19.10.22 - 13:12
Allandor schrieb:
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> xUser schrieb:
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> > Allandor schrieb:
> >
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> > -----
> > > Damit hat es aber meist nichts zu tun. Wenn ein Kunde sich einmal
> > > entscheidet, seine Daten bei dir in die Cloud zu legen, dann hast du
> ihn
> > > halt da wo du ihn haben willst. Ab hier kannst du über Jahre diktieren
> > wie
> > > es weiter gehen soll.
> > > Migrationen aus der Cloud heraus sind eher schwierig, vor allem da es
> > dann
> > > auch fast keine Schnittstellen (und erst recht performante
> > Schnittstellen)
> > > gibt um an die Daten zu kommen.
> > > OnPrem ist hier weit überlegen, weil du normalerweise immer noch
> Zugriff
> > > auf deine daten hast.
> >
> > Von welcher Cloud sprichst du? Bei Azure und AWS ist es kein Problem an
> die
> > Daten zu kommen.
>
> ??? Wenn du nen Cloud-Dienstleister nutzt kommst du auch nicht so einfach
> an die Daten die in irgendwelchen Datenbanken liegen und nicht innerhalb
> von deiner Azure-/AWS-Instanz.
> Hast du nen SharePoint liegen die Daten bei MS. hier kommt man ja
> theoretisch sogar noch halbwegs an die Daten ran, bei jedem anderen
> Dienstleister, der nicht unbedingt je Kunde eine eigene Instanz hoch fährt
> wird das schon schwieriger.
Welche Daten sollen denn das sein? Datenbanken und Storage liegen immer in deiner Subscription und du kommst auch immer da ran. Sogar mit Standardprotokollen. -
Re: Effizienz
Autor: Esquilax 19.10.22 - 13:13
Ja und Nein. Kommt wahrscheinlich auf die Firmengröße an.
Bei uns ist aktuell noch das meiste On-Prem. Da braucht man dann ab und an neue VM-Hosts und ein neues Storage, das kostet dann ne Stange Geld und dann ist aber erst mal ein paar Jahre Ruhe.
Wenn jetzt irgendjemand salopp gesagt nen Haufen CPUs oder RAM will und die vielleicht auch kriegt, nutzt und "blockiert" der die - es kostet aber nicht mehr. Irgendwann gibts halt wieder was neues, größeres.
Würde sich jetzt in der Cloud irgendeine Abteilung 3 Deluxe-VMs nehmen, würde das bei uns (in der Firma/bei der Geschäftsleitung) viel schneller auffallen und wir könnten da auch besser dagegen Argumentieren ("hier schau mal - 1/3 der Kosten im Monat werden durch Abteilung X ausgelöst").
Alex -
Re: Effizienz
Autor: xUser 19.10.22 - 13:15
Esquilax schrieb:
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> Ja und Nein. Kommt wahrscheinlich auf die Firmengröße an.
> Bei uns ist aktuell noch das meiste On-Prem. Da braucht man dann ab und an
> neue VM-Hosts und ein neues Storage, das kostet dann ne Stange Geld und
> dann ist aber erst mal ein paar Jahre Ruhe.
> Wenn jetzt irgendjemand salopp gesagt nen Haufen CPUs oder RAM will und die
> vielleicht auch kriegt, nutzt und "blockiert" der die - es kostet aber
> nicht mehr. Irgendwann gibts halt wieder was neues, größeres.
> Würde sich jetzt in der Cloud irgendeine Abteilung 3 Deluxe-VMs nehmen,
> würde das bei uns (in der Firma/bei der Geschäftsleitung) viel schneller
> auffallen und wir könnten da auch besser dagegen Argumentieren ("hier schau
> mal - 1/3 der Kosten im Monat werden durch Abteilung X ausgelöst").
>
> Alex
Genau das. In der Cloud ist es ohne Probleme möglich, die Kosten direkt zu attributieren. Die notwendigen Werkzeuge zur Kostenkontrolle sind bei allen großen Cloud-Providern vorhanden. -
Re: Effizienz
Autor: ProteinBernhard 19.10.22 - 13:22
Allandor schrieb:
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> Damit hat es aber meist nichts zu tun. Wenn ein Kunde sich einmal
> entscheidet, seine Daten bei dir in die Cloud zu legen, dann hast du ihn
> halt da wo du ihn haben willst. Ab hier kannst du über Jahre diktieren wie
> es weiter gehen soll.
> Migrationen aus der Cloud heraus sind eher schwierig, vor allem da es dann
> auch fast keine Schnittstellen (und erst recht performante Schnittstellen)
> gibt um an die Daten zu kommen.
> OnPrem ist hier weit überlegen, weil du normalerweise immer noch Zugriff
> auf deine daten hast.
Das stimmt so nicht. Es gibt div. Wege um an seine Daten ranzukommen.
Du könntest theoretisch sogar einen VMWare ESX in Azure als Service beziehen und die VMs zwischen Azure und bestehenden VMWare ESX Instanzen on-prem hin und herschieben.
Dieser ganze Trubel um Cloud vs. OnPrem ist meistens so oder so immer eine Milchmädchen-Diskussion. Häufig werden Argumente angeführt wie "on-prem hab ich alles in der hand" "ich kann mich selbst um dies und jenes kümmern"
Ja stimmt, aber in praktischen allen KMU in welche ich Einblick hatte, haben mich katastrophale Zustände begrüßt. Die meisten On-Prem Datacenter erfüllen nicht mal 50% der Gegebenheiten und Sicherheiten eines gleichwertigen Azure (MS) Datacenters.
Bevor also wieder über Cloud gemeckert wird, sollte man in seinem eigenen RZ erst mal die Basics umsetzen, und genau hier scheitern die meisten KMU bereits. -
Re: Effizienz
Autor: jsonn 19.10.22 - 13:38
xUser schrieb:
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> Esquilax schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > Ja und Nein. Kommt wahrscheinlich auf die Firmengröße an.
> > Bei uns ist aktuell noch das meiste On-Prem. Da braucht man dann ab und
> an
> > neue VM-Hosts und ein neues Storage, das kostet dann ne Stange Geld und
> > dann ist aber erst mal ein paar Jahre Ruhe.
> > Wenn jetzt irgendjemand salopp gesagt nen Haufen CPUs oder RAM will und
> die
> > vielleicht auch kriegt, nutzt und "blockiert" der die - es kostet aber
> > nicht mehr. Irgendwann gibts halt wieder was neues, größeres.
> > Würde sich jetzt in der Cloud irgendeine Abteilung 3 Deluxe-VMs nehmen,
> > würde das bei uns (in der Firma/bei der Geschäftsleitung) viel schneller
> > auffallen und wir könnten da auch besser dagegen Argumentieren ("hier
> schau
> > mal - 1/3 der Kosten im Monat werden durch Abteilung X ausgelöst").
> >
> > Alex
>
> Genau das. In der Cloud ist es ohne Probleme möglich, die Kosten direkt zu
> attributieren. Die notwendigen Werkzeuge zur Kostenkontrolle sind bei allen
> großen Cloud-Providern vorhanden.
Jein. Die Kosten und deren Attribuierung ist nur die halbe Miete. Was bei Cloud-Entscheidung meist fehlt, ist die Gegenüberstellung, was der Betrieb on-premise oder auf dedizierter gemieteter Hardware kosten würde. Genau den Vergleich möchte aber kein Cloud-Entscheider gerne machen, weil sich dann herausstellen würde, dass die Einfachheit oft mit erheblichen Kosten verbunden ist. Dies wird noch einfacher, wenn man die eigene IT-Kompetenz bereits erheblich reduziert hat, weil "Admins" ja von AWS/GCE/... gestellt werden. -
Re: Effizienz
Autor: xUser 19.10.22 - 13:50
jsonn schrieb:
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> xUser schrieb:
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> > Esquilax schrieb:
> >
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> > > Ja und Nein. Kommt wahrscheinlich auf die Firmengröße an.
> > > Bei uns ist aktuell noch das meiste On-Prem. Da braucht man dann ab
> und
> > an
> > > neue VM-Hosts und ein neues Storage, das kostet dann ne Stange Geld
> und
> > > dann ist aber erst mal ein paar Jahre Ruhe.
> > > Wenn jetzt irgendjemand salopp gesagt nen Haufen CPUs oder RAM will
> und
> > die
> > > vielleicht auch kriegt, nutzt und "blockiert" der die - es kostet aber
> > > nicht mehr. Irgendwann gibts halt wieder was neues, größeres.
> > > Würde sich jetzt in der Cloud irgendeine Abteilung 3 Deluxe-VMs
> nehmen,
> > > würde das bei uns (in der Firma/bei der Geschäftsleitung) viel
> schneller
> > > auffallen und wir könnten da auch besser dagegen Argumentieren ("hier
> > schau
> > > mal - 1/3 der Kosten im Monat werden durch Abteilung X ausgelöst").
> > >
> > > Alex
> >
> > Genau das. In der Cloud ist es ohne Probleme möglich, die Kosten direkt
> zu
> > attributieren. Die notwendigen Werkzeuge zur Kostenkontrolle sind bei
> allen
> > großen Cloud-Providern vorhanden.
>
> Jein. Die Kosten und deren Attribuierung ist nur die halbe Miete. Was bei
> Cloud-Entscheidung meist fehlt, ist die Gegenüberstellung, was der Betrieb
> on-premise oder auf dedizierter gemieteter Hardware kosten würde. Genau den
> Vergleich möchte aber kein Cloud-Entscheider gerne machen, weil sich dann
> herausstellen würde, dass die Einfachheit oft mit erheblichen Kosten
> verbunden ist. Dies wird noch einfacher, wenn man die eigene IT-Kompetenz
> bereits erheblich reduziert hat, weil "Admins" ja von AWS/GCE/... gestellt
> werden.
Sorry, das ist Unfug. Ich habe noch keine Vollkostenrechnung gesehen, wo On-Prem günstiger gewesen wäre, bei gleicher Qualität und Zuverlässigkeit.
Klar kann man bei On-Prem besser sparen, wenn man weder Qualität noch Zuverlässigkeit benötigt. Insbesondere die Wartung und BCM kann man gut einsparen. Die dicke Rechnung kommt dann später.
Verglichen mit den Kosten von Mitarbeitern, sind die Cloudkosten fast zu vernachlässigen. Immer mal schauen, wo die wirklichen Kostentreiber sitzen.
Außerdem ist ein Resizing in der Cloud viel einfacher. Mach das mal On-Prem, wenn die Server dicker sind als nötig. -
Re: Effizienz
Autor: Allandor 19.10.22 - 13:57
ProteinBernhard schrieb:
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> Das stimmt so nicht. Es gibt div. Wege um an seine Daten ranzukommen.
> Du könntest theoretisch sogar einen VMWare ESX in Azure als Service
> beziehen und die VMs zwischen Azure und bestehenden VMWare ESX Instanzen
> on-prem hin und herschieben.
>
> Dieser ganze Trubel um Cloud vs. OnPrem ist meistens so oder so immer eine
> Milchmädchen-Diskussion. Häufig werden Argumente angeführt wie "on-prem hab
> ich alles in der hand" "ich kann mich selbst um dies und jenes kümmern"
>
> Ja stimmt, aber in praktischen allen KMU in welche ich Einblick hatte,
> haben mich katastrophale Zustände begrüßt. Die meisten On-Prem Datacenter
> erfüllen nicht mal 50% der Gegebenheiten und Sicherheiten eines
> gleichwertigen Azure (MS) Datacenters.
>
> Bevor also wieder über Cloud gemeckert wird, sollte man in seinem eigenen
> RZ erst mal die Basics umsetzen, und genau hier scheitern die meisten KMU
> bereits.
Es kommt immer drauf an. Wenn du natürlich ein OnPrem nur Richtung Cloud-VMs migrierst, dann hast du quasi nichts gewonnen und erhebliche kosten, aber auch die Daten mehr oder minder in deiner Hand.
Wenn du aber solche Cloud-Dienste wie sie SAP, .... anbieten nutzt, läuft da nix in deinem Azure, oder AWS. Die Daten liegen 1:1 beim Anbieter und du hast nur eine "Webseite" zum Konsumieren der Daten. Gut bei SAP ist da vielleicht noch ein schlechtes Beispiel weil es da zumindest APIs etc gibt um an die Daten zu kommen. Die Frage ist aber auch wie lange das braucht. Wenn du einmal die Daten migrieren möchtest wird du auch ruck zuck Gethrottled und das dauert dann ewig bis du selbst all deine Daten hast. So sieht es übrigens auch bei den MS Diensten aus. Einfach mal eben rüber migrieren ist mit Cloud Dienst quasi ausgeschlossen.
Aber wenn ihr unter Cloud natürlich nur versteht einfach VMs in der Cloud auszuführen, ist euch leider auch nicht mehr zu helfen. -
Re: Effizienz
Autor: Ollinase 19.10.22 - 15:33
xUser schrieb:
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> jsonn schrieb:
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> > xUser schrieb:
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> > > Esquilax schrieb:
> > >
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> > > -----
> > > > Ja und Nein. Kommt wahrscheinlich auf die Firmengröße an.
> > > > Bei uns ist aktuell noch das meiste On-Prem. Da braucht man dann ab
> > und
> > > an
> > > > neue VM-Hosts und ein neues Storage, das kostet dann ne Stange Geld
> > und
> > > > dann ist aber erst mal ein paar Jahre Ruhe.
> > > > Wenn jetzt irgendjemand salopp gesagt nen Haufen CPUs oder RAM will
> > und
> > > die
> > > > vielleicht auch kriegt, nutzt und "blockiert" der die - es kostet
> aber
> > > > nicht mehr. Irgendwann gibts halt wieder was neues, größeres.
> > > > Würde sich jetzt in der Cloud irgendeine Abteilung 3 Deluxe-VMs
> > nehmen,
> > > > würde das bei uns (in der Firma/bei der Geschäftsleitung) viel
> > schneller
> > > > auffallen und wir könnten da auch besser dagegen Argumentieren
> ("hier
> > > schau
> > > > mal - 1/3 der Kosten im Monat werden durch Abteilung X ausgelöst").
> > > >
> > > > Alex
> > >
> > > Genau das. In der Cloud ist es ohne Probleme möglich, die Kosten
> direkt
> > zu
> > > attributieren. Die notwendigen Werkzeuge zur Kostenkontrolle sind bei
> > allen
> > > großen Cloud-Providern vorhanden.
> >
> > Jein. Die Kosten und deren Attribuierung ist nur die halbe Miete. Was
> bei
> > Cloud-Entscheidung meist fehlt, ist die Gegenüberstellung, was der
> Betrieb
> > on-premise oder auf dedizierter gemieteter Hardware kosten würde. Genau
> den
> > Vergleich möchte aber kein Cloud-Entscheider gerne machen, weil sich
> dann
> > herausstellen würde, dass die Einfachheit oft mit erheblichen Kosten
> > verbunden ist. Dies wird noch einfacher, wenn man die eigene
> IT-Kompetenz
> > bereits erheblich reduziert hat, weil "Admins" ja von AWS/GCE/...
> gestellt
> > werden.
>
> Sorry, das ist Unfug. Ich habe noch keine Vollkostenrechnung gesehen, wo
> On-Prem günstiger gewesen wäre, bei gleicher Qualität und Zuverlässigkeit.
>
> Klar kann man bei On-Prem besser sparen, wenn man weder Qualität noch
> Zuverlässigkeit benötigt. Insbesondere die Wartung und BCM kann man gut
> einsparen. Die dicke Rechnung kommt dann später.
>
> Verglichen mit den Kosten von Mitarbeitern, sind die Cloudkosten fast zu
> vernachlässigen. Immer mal schauen, wo die wirklichen Kostentreiber
> sitzen.
>
> Außerdem ist ein Resizing in der Cloud viel einfacher. Mach das mal
> On-Prem, wenn die Server dicker sind als nötig.
Genau, und wenn wir in der Cloud sind, treffen die administrativen Entscheidungen die tollen Admins von AWS und Microsoft?
Die Cloudkonfiguration, Pflege und Integration in die IMMER noch weiter bestehenden OnPremisses-Bestandteile (außer vielleicht in der 50 Man Anwaltsbude mit ein wenig Office und ObeDrive) machen auch diese Admins?
Und das alles für den aktuellen Mindestlohn, versteht sich.
Also
1. Cloud ist nur günstig "von der Stange" - jedes noch so kleine Extra wird auch extra teuer berechnet Denn auch Cloudbetreiber müssen Hardware und Netzkapazitäten kaufen. Alle kochen nur mit Wasser.
2. Cloud ist komplex und Bedarf für die Integration und den sicheren Betrieb im Unternehmen hochqualifizierte Mitarbeiter.
3. Cloud macht abhängig, was man gerade bei Microsoft die letzten Monate deutlich sieht Preisanstiege von bis zu 30% und warum? Weil sie's können. Wo will der O365 Kunde mit seinen 10Tsd Windows Clients und Terrabyte an Client und Server Daten denn "mal eben hingehen"?
4. Kaum ein Unternehmen ist Cloud-only. Die Schnittstellen Pflege und ständige Änderungen in der Cloud bedürfen ständiger Wachsamkeit. bei OnPrem kann ich sagen, damit leben wir noch 1-2 Jahre. Mit Cloud geht das nicht mehr. Schaltet der Cloudprovider Protokolle ab, ist Schluss mit Kommunikation. Das erhöht den Umsetzungsdruck immens und sorgt für weitere Kosten.
Ja, kein Unternehmen mit 1000 Mitarbeitern will heutzutage noch nen eigenen Exchangeserver betreiben. Das können Cloudprovider tatsächlich besser. Nur man sollte wirklich alle Seiten beleuchten, bevor man sich in die totale Abhängigkeit begibt. Das dicke Ende kommt zum Schluss. -
Re: Effizienz
Autor: Compufreak345 20.10.22 - 00:02
Wenn es für dich zwischen IaaS und SaaS keine Abstufungen gibt hast du aber auch nur einen Bruchteil von Cloud verstanden.



