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Schizophrenie

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  1. Schizophrenie

    Autor: Oktavian 29.01.18 - 15:40

    Schizophrenie ist, wenn man erst an Kampagnen gegen Adblocker teilnimmt, dann den Lesern zu genau solchen Adblockern rät, da Webseiten mit Werbung, die über Dritte ausgespielt wird, Schadcode enthalten kann, und dann wieder selber Werbung über Dritte ausspielt, die Schadcode enthalten kann.

    Konsequent zu Ende gedacht ruft Golem doch dazu auf, die eigene Seite nur noch mit Adblocker zu besuchen und damit der eigenen Seite das Geschäftsmodell zu entziehen, oder?

  2. Re: Schizophrenie

    Autor: madawi92 29.01.18 - 15:54

    Dass die Anti-Adblock Kampagnen keine Auswirkung auf die Meinung eines Redakteurs haben sollte eigentlich selbstverständlich sein. Wenn du die Artikel regelmäßig liest kannst du auch mit einem Adblocker einzelne Seiten freigeben und sie so unterstützen. Oder gleich den direkten Weg gehen und ein Abo kaufen.

  3. Re: Schizophrenie

    Autor: Oktavian 29.01.18 - 15:59

    > Wenn du die
    > Artikel regelmäßig liest kannst du auch mit einem Adblocker einzelne Seiten
    > freigeben und sie so unterstützen.

    Das kann ich, klar. Aber auch diese Seiten (und golem insbesondere) spielen Werbung über Drittanbieter aus. Sie haben keinen Einfluss auf die Werbung selber und können eben nicht sicherstellen, dass Werbetreibende keinen Schadcode ausführen.

    Gerade deshalb rät der Redakteur ja dazu, Webseiten, die Werbung über Dritte ausspielen, nur mit Adblocker zu besuchen. Da Golem dazu gehört, rät mir Golem also davon ab, ihre eigene Seite ohne Adblocker zu besuchen. Schweren Herzens komme ich dem natürlich nach.

  4. Re: Schizophrenie

    Autor: lear 29.01.18 - 16:24

    Redaktion und Anzeigengeschäft sind bei seriösen Medien streng getrennt und auch der "Herausgeber" natürlich ein Interesse an erfolgreicher Werbung hat, muß der Redakteur deswegen nicht in eine Parallelwelt eintauchen, in der damit keine (technischen) Probleme einhergehen.
    Ich würde erwarten, daß dem Gros der Golem Redakteure die realen Probleme mit Onlinewerbung bekannt sind und sie sich nicht scheuen müssen, das deutlich anzusprechen.
    Daher gab/gibt es ja auch gerade in technisch orientierten Onlinepublikationen immer wieder Kampagnen um zusammen mit den Nutzern den "Müll" rauszuschmeißen. Wie erfolgreich das ist, im Kontext von Werbenetzwerken überhaupt sein kann, steht natürlich auf einem anderen Blatt.

    tl;dr: Wenn die Redaktion irgendwo was nicht kritisiert, nur weil ihre Einnahmen davon abhängen, ist es Zeit sich nach anderen Informationsquellen umzusehen. Und genau das ist es, was seriöse Angebote von Infomercials auf YT und FB unterscheidet.
    (Nicht der clickbait, das ist Sensationsjournalismus - nicht gerade fein, aber läßlich)

  5. Re: Schizophrenie

    Autor: ramboni 29.01.18 - 16:33

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schizophrenie ist, wenn man erst an Kampagnen gegen Adblocker teilnimmt,
    > dann den Lesern zu genau solchen Adblockern rät, da Webseiten mit Werbung,
    > die über Dritte ausgespielt wird, Schadcode enthalten kann, und dann wieder
    > selber Werbung über Dritte ausspielt, die Schadcode enthalten kann.
    >
    > Konsequent zu Ende gedacht ruft Golem doch dazu auf, die eigene Seite nur
    > noch mit Adblocker zu besuchen und damit der eigenen Seite das
    > Geschäftsmodell zu entziehen, oder?

    Bin ehrlich gesagt auch, sehr positiv, überrascht sowas hier zu lesen.

    Die Situation ist ja auch sau schwer:

    Fakt ist, sie sind eine Firma die Geld machen will, soweit noch nichts schlimmes.
    Nachteil: Das Genre ist IT, IT nutzt Werbeblocker, zum Schutz, weil sie es können, weil Menschen im Allgemeinen keine Werbung mögen.

    Bauen sie nun eine Paywall auf, sinkt die Reichweite ins bodenlose.
    Werbung will aber keiner sehen. Die Zahl der Menschen die für einen Newsaggregator Geld ausgibt, ist auch eher gering (so einer bin ich) und da Golem nicht mein Freund ist sonder nur eine x-belibige Firma, kommt das auch in Zukunft nicht in die Tüte.

    Was also machen?

    Mein Tipp: zahlenswerten Content anbieten! Nicht nur News.
    Die ersten 10 Zeilen + 1 Bild 4free anbieten, den Rest für 1¤ als Kaufartikel anbieten.

    Je besser also der dort angebotene Content ist, desto mehr Einnahmen.
    Meinetwegen auch 0.50¤ pro Tag, damit richtig guter Content mehr bringt.

    Also im Prinzip Print nur online.

    -----
    Fefe zum Thema Werbung: http://blog.fefe.de/?ts=a97d6357

  6. Re: Schizophrenie

    Autor: xxsblack 29.01.18 - 17:35

    ramboni schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...
    >
    > Was also machen?
    >
    > Mein Tipp: zahlenswerten Content anbieten! Nicht nur News.
    > Die ersten 10 Zeilen + 1 Bild 4free anbieten, den Rest für 1¤ als
    > Kaufartikel anbieten.
    >
    > Je besser also der dort angebotene Content ist, desto mehr Einnahmen.
    > Meinetwegen auch 0.50¤ pro Tag, damit richtig guter Content mehr bringt.
    >
    > Also im Prinzip Print nur online.

    Also so in der Art wie Spiegel Plus?
    Bei SpiegelOnline (jetzt bitte keine Geschmacksdiskussion) gibt es mittlerweile paar Artikel nur gegen Bezahlung zum lesen. Am Anfang kannst es wie auf Rechnung machen. Nur deine IP wird gespeichert und ab irgendwann muss man da zahlen (bisher bei mir aber noch nie, weil ich immer als neuer Nutzer erkannt werde :D ).
    Wenn man nur 1-3 Seiten hat, kann man das ja machen, aber lass dich deine Nachrichten mal von vielen Seiten lesen. Bei jeder Seite bezahlen, damit man am Ende genau das Gleiche liest, was bereits woanders steht.
    Ich finde 0,50¤ pro Tag für einen Nutzer zu viel. Letztendlich ist Journalismus eine Massenproduktion. Am Ende sollte es für eine größere Menge günstiger werden, aber dafür müßte man interne Zahlen sehen um zu sagen, ab 10k Leute 0,20¤ "Rabatt" pro Tag.

  7. Re: Schizophrenie

    Autor: lear 29.01.18 - 17:57

    Die peinliche Caesar Chiffre wird hier wohl nicht funktionieren ;-)
    Außerdem bleibt das Problem mit der anonymen Bezahlung - und der generellen Aversion *irgendwelche* Kontodaten zur Verfügung zu stellen (weil, sein wir mal ehrlich - der generelle Umgang damit ist auf Anbieterseite nicht soo toll ...)

    Wenn Werbung funktionieren soll, muß man sich von den Werbenetzen trennen und die Werbung lokal ausliefern.
    1. Ermöglicht das dem Angebot Kontrolle darüber, wie die Werbung aussieht (flash, JS, videos, sound, ...)
    2. Läßt sich sowas durch Adblocker nicht mehr gescheit unterbinden (weil es zunehmend schwierig bis unmöglich wird, Werbung und redaktionellen Inhalt zu trennen)
    Nachteil ist die Reichweitenerfassung etc.

  8. Re: Schizophrenie

    Autor: maverick1977 29.01.18 - 18:21

    lear schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nachteil ist die Reichweitenerfassung etc.

    Naja, wenn man ein Bild als Werbung einbinden möchte, kann das auch der Webserver des Magazins beim Werbenetzwerk anfordern und liefert es dann selbst dem Betrachter aus. Daraus resultierend, dass das Magazin ein Konto beim Werbenetzwerk hat, kann man bei einem Klick auf die Werbung eine eindeutige Nutzung des Links, wie auch die Quelle, von der der Nutzer kommt auf die Werbe-Ziel-URL senden.

    Das Werbenetzwerk könnte die Werbung verteilen, das Magazin kann die Werbung prüfen und ausliefern, oder filtern und verwerfen. Anhand der Datensammlung bei Werbendem und Werbeanzeigendem ist auch die Reichweite sicher gestellt und es gibt keine Cookies, Tracker und so nen Kram.

  9. Re: Schizophrenie

    Autor: lear 29.01.18 - 20:41

    Es geht ja nicht (nur) um Clickzählung, sondern auch um die tatsächliche Reichweite des Magazins, sofern jenseits der Clicks allgemein vergütet wird.
    Die Seite bietet ja nur eine begrenzte Anzahl von Werbeslots um die die Werber dann in Konkurrenz sind, dh. sie müssen bereits zahlen, nur um den Slot (und damit die Chance auf Click und gesehen zu werden) überhaupt zu bekommen. Da willst Du natürlich wissen, ob sich das lohnt, also ob die Seite (idealerweise von Deiner Zielgruppe) frequentiert wird, ob adblocker im Einsatz sind etcetc. - dafür brauchst Du einen akzeptierten Tracker, im Zweifel den vom IVW. Und damit bist Du wieder bei der cross-site Problematik.

    Du brauchst einen über jeden Zweifel erhabenen Broker, der dem Angebotsbetreiber sagt: "Abruf registriert, kannst Inhalte ausliefern", idealerweise über ein einzelnes Paket mit einem Token und gespoofter Sender-ID (der Token könnte neben der ID des Anbieters ein Hash über die URL und die Client IP sein), daß den Zugang zum Inhalt für 5 Minuten oder so öffnet.
    Offensichtlich ist ein solches stark System (D)DOS gefährdet.

  10. Re: Schizophrenie

    Autor: My1 29.01.18 - 23:22

    lear schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Redaktion und Anzeigengeschäft sind bei seriösen Medien streng getrennt und
    > auch der "Herausgeber" natürlich ein Interesse an erfolgreicher Werbung
    > hat, muß der Redakteur deswegen nicht in eine Parallelwelt eintauchen, in
    > der damit keine (technischen) Probleme einhergehen.

    und das ist nicht alles. man kann iframes ohne probleme sandboxen, also könnte man werbung in eine sandbox werfen. was auch gehen würde wäre das script deswerbenetzwerks stark zu überprüfen, dem werbenetzerk mitteilen dass man keine verscriptete werbung will (also nur bilder und stuff) und dann dem script des werbenetzes, das unfähig ist, weitere scripts zu laden mit SRI festsetzen.

    Asperger inside(tm)

  11. Re: Schizophrenie

    Autor: FreiGeistler 30.01.18 - 12:41

    @lear
    Die NZZ hatte vor kurzem was ähnliches; Aktuelle Artikel free, verlinkten Artikeln wird aber nur mit Pay-Account das overlay entfernt.
    Warum das nicht rentiert hat... ?

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