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Firefox ist nicht Nutzerorientiert

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
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  1. Firefox ist nicht Nutzerorientiert

    Autor: Xara 02.08.21 - 16:52

    Firefox orientiert sich kaum an den Nutzerbedürfnissen, sondern macht schon seit Jahren bei den Vorhaben von Google mit. Aber einen Google Chrome Klon braucht die Welt eben nicht. Deswegen kommt es wie es kommen musste und FireFox wird verschwinden.

    Um ein Google Chrome Klon zu sein, hat Mozilla FireFox seit längerem seinen Webbrowser umgekrempelt. API-Schnittstellen flogen raus - das begann damals mit der NPAPI-Abschaltung für die man heutzutage Waterfox braucht - und den Änderungen an Erweiterungsschnittstellen. Dadurch wurde bspw. die Omnibox-Aufwertung durch Cliqz gekillt und auch vieles andere. Nach und nach hat Mozilla so ziemlich alle seine Supporter vergrault.

    Heute versucht man es wieder, bspw. indem Schnittstellen für Erweiterungen wie Smart Proxy oder für die Adblocker am leben gehalten werden, die unter Google Chrome fehlen oder abgeschaltet werden sollen. Allerdings zu spät und die Zugeständnisse sind nur von geringer Bedeutung.

    Heutzutage ist der Webbrowser nicht mehr das Tor zu Welt. Ob Torrent oder Dateiformate wie AVI/WMV, Dateizugriff oder Unity Web player. Inzwischen entstehen jede Menge Erweiterungen auf Electron-Basis, die ihre 2-3 Änderungen an der Webbrowser-Engine vornehmen, um ein Feature zu Realisieren. Ob Discord, Microsoft Teams, WebTorrent oder Plex und Visual Studio Code. Statt einem Webbrowser laufen formal dutzende gleichzeitig auf einem Computer, weil der Webbrowser den man hat sich für Plug-ins abschottet. Statt also einem Plugin muss man heute den Webbrowser selbst auf's neue mitinstallieren. Nur Firefox ist für dieses Ökosystem vollkommen irrelevant, erst vor kurzem wurde die nächste Schnittstelle abgeschaltet: FTP. Fröhlich heiter hat man im mitmachen sein eigenes Grab geschaufelt.
    Inzwischen basieren alle relevanten Forks auf Chromium: Opera, Vivaldi, Torch, Brave und viele andere.

    RIP Firefox.
    Die einzige Relevante Chrome "Alternative" ist damit Opera, von dem einige Forks abgehen (Opera GX etc. und der Yandex Browser).



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 02.08.21 16:58 durch Xara.

  2. Re: Firefox ist nicht Nutzerorientiert

    Autor: Xar 02.08.21 - 17:26

    Xara schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Firefox orientiert sich kaum an den Nutzerbedürfnissen, sondern macht schon
    > seit Jahren bei den Vorhaben von Google mit. Aber einen Google Chrome Klon
    > braucht die Welt eben nicht. Deswegen kommt es wie es kommen musste und
    > FireFox wird verschwinden.
    Ohne Firefox gibt es nur noch Chromium und dessen klone.
    So gibt es noch etwas mehr.

    > Um ein Google Chrome Klon zu sein, hat Mozilla FireFox seit längerem seinen
    > Webbrowser umgekrempelt. API-Schnittstellen flogen raus - das begann damals
    > mit der NPAPI-Abschaltung für die man heutzutage Waterfox braucht - und den
    > Änderungen an Erweiterungsschnittstellen.
    Und SSL2 geht auch nicht mehr. Und das, wo man das noch für bestimmt 0,01 Promille aller Seiten braucht!
    Das veraltete und kaum noch genutzte Dinge entfernt werden ist etwas, dass die, die vom "fettfuchs" schwafeln ja eigentlich mögen müssten.
    Und dann kommen aber eben Nutzer dieser 0,01 Promille, denen das nicht recht ist.
    Irgendwas ist halt immer.

    > Die einzige Relevante Chrome "Alternative" ist damit Opera, von dem einige
    > Forks abgehen (Opera GX etc. und der Yandex Browser).

    Klar, wenn man so Dinge wie Datenschutz blöd findet, ist Opera bestimmt eine mögliczhe Alternative...
    Oder wenn einem beschnittene AddOns reichen...
    Oder...

  3. Re: Firefox ist nicht Nutzerorientiert

    Autor: Ach 02.08.21 - 17:57

    Xar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Und SSL2 geht auch nicht mehr. Und das, wo man das noch für bestimmt 0,01
    > Promille aller Seiten braucht!
    > Das veraltete und kaum noch genutzte Dinge entfernt werden ist etwas, dass
    > die, die vom "fettfuchs" schwafeln ja eigentlich mögen müssten.
    > Und dann kommen aber eben Nutzer dieser 0,01 Promille, denen das nicht
    > recht ist.
    > Irgendwas ist halt immer.

    Ich hab zwar überall nachgeschlagen, aber deine exotischen "0,01%", die konnte ich wirklich nirgendwo im Text entdecken. Da halte ich mich doch lieber an die im Titel angegebenen 20%, denen der um seine berühmte und geliebte Erweiterungen-Schnittstelle verkürzte FF nicht mehr so recht zusagen will. Desweiteren ging es nie und geht es natürlich überhaupt nicht um uralte Schnittstellen aus der Steinzeit, sondern um die ausgebliebene Weiterentwicklung des alten Standards, das ist doch wohl logisch!

  4. Re: Firefox ist nicht Nutzerorientiert

    Autor: Xar 02.08.21 - 18:02

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Xar schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Und SSL2 geht auch nicht mehr. Und das, wo man das noch für bestimmt
    > 0,01
    > > Promille aller Seiten braucht!
    > > Das veraltete und kaum noch genutzte Dinge entfernt werden ist etwas,
    > dass
    > > die, die vom "fettfuchs" schwafeln ja eigentlich mögen müssten.
    > > Und dann kommen aber eben Nutzer dieser 0,01 Promille, denen das nicht
    > > recht ist.
    > > Irgendwas ist halt immer.
    >
    > Ich hab zwar überall nachgeschlagen, aber deine exotischen "0,01%", die
    > konnte ich wirklich nirgendwo im Text entdecken. Da halte ich mich doch
    > lieber an die im Titel angegebenen 20%, denen der um seine berühmte und
    > geliebte Erweiterungen-Schnittstelle verkürzte FF nicht mehr so recht
    > zusagen will.
    Ich schrieb Promille, nicht Prozent, aber nur nebenbei
    Also ich habe nirgends gelesen, dass der Wegfall inzwischen exotisch gewordener APIs ein wesentlicher Grund geschweige denn ein Grund für alle der 20% gewesen sein soll.

    > Desweiteren ging es nie und geht es natürlich überhaupt nicht
    > um uralte Schnittstellen aus der Steinzeit, sondern um die ausgebliebene
    > Weiterentwicklung des alten Standards, das ist doch wohl logisch!
    NPAPI ist eine dieser uralten Schnittstellen.
    Und die AddOn API ist immer noch die mächtigste, die man finden kann. Man kann zwar kritisieren, dass sie weniger kann als früher, aber deswegen auf eine zu wechseln, die noch weniger kann?

  5. Re: Firefox ist nicht Nutzerorientiert

    Autor: Ach 02.08.21 - 18:39

    Xar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ich schrieb Promille, nicht Prozent, aber nur nebenbei
    > Also ich habe nirgends gelesen, dass der Wegfall inzwischen exotisch gewordener APIs ein
    > wesentlicher Grund geschweige denn ein Grund für alle der 20% gewesen sein soll.

    Dem großen Aufschrei im Netz, den unzähligen Beschwerden über nicht mehr funktionierende Erweiterungen sowie dem klassischen FF Nutzerverhalten nach zu urteilen, bei welchem der Browser in aller Regel mit gleich mehreren Erweiterungen ans eigene Surfverhalten angepasst wurde, gibt es keinen naheliegenderen und logischeren Zusammenhang als den zwischen der angekündigten Nutzerabwanderung aus genanntem Grund und der den Ankündigungen tatsächlich erfolgten Abwanderungen. Klar, will man den Extra-Dickkopf spielen, kann man via statistischer in-Frage-Stellungen der offensichtlichsten Wahrheiten und durch das gewollte Abdriften in whataboutistische Nebengefechte natürlich jederzeit jede treffende Analysen der FF-Abwanderung sabotieren. Läuft am Ende immer auf eine Frage des Niveaus hinaus.

  6. Re: Firefox ist nicht Nutzerorientiert

    Autor: Xar 02.08.21 - 19:04

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dem großen Aufschrei im Netz, den unzähligen Beschwerden über nicht mehr
    > funktionierende Erweiterungen sowie dem klassischen FF Nutzerverhalten nach
    > zu urteilen, bei welchem der Browser in aller Regel mit gleich mehreren
    > Erweiterungen ans eigene Surfverhalten angepasst wurde, gibt es keinen
    > naheliegenderen und logischeren Zusammenhang als den zwischen der
    > angekündigten Nutzerabwanderung aus genanntem Grund und der den
    > Ankündigungen tatsächlich erfolgten Abwanderungen.
    Wenn es immer nach dem lauten schreien gehen würde, hätte Linux bestimmt 99% Marktanteil.
    Aber wenn das so "naheliegend und logisch" ist, hat doch bestimmt das irgendwer durch analysiert und du kannst das Ergebnis Verlinken?

    > Klar, will man den
    > Extra-Dickkopf spielen, kann man via statistischer in-Frage-Stellungen der
    > offensichtlichsten Wahrheiten und durch das gewollte Abdriften in
    > whataboutistische Nebengefechte natürlich jederzeit jede treffende Analysen
    > der FF-Abwanderung sabotieren. Läuft am Ende immer auf eine Frage des
    > Niveaus hinaus.
    Blahbalhbalh
    Das hat nicht mit Dickkopf oder whataboutism zu tun, wenn man deine Behauptung aus dem nichts in Frage stellt.
    Oder bist du hier der Dickkopf, dass du meine Vermutung, die gestrichene NPAPI wurde quasi nicht mehr benutzt nicht glaubst?

    Denn es ist doch so: NPAPI: Tod, außer in Nischenbrowsern
    AddOn-API: Da ist der Firefox immer noch der mächtigste.
    Wenn das also wirklich so logisch sein soll wie du behauptest, verstehe ich die logik nicht, zu einer noch schlechteren API zu wechseln, weil die bisherige verschlechtert wurde

  7. Re: Firefox ist nicht Nutzerorientiert

    Autor: Bermuda.06 02.08.21 - 19:18

    Wie sehr doch manche in ihrer Bubble leben. FF hat bestimmt nicht deshalb verloren, weil es irgendwelche API, von denen 99% der Menschheit nicht wusste, dass sie existieren, nicht mehr da sind.

    Grundlegende Aspekte für einen breiten Useranteil sind: Zugänglichkeit, Bekanntheit, Optik, Usability, Geschwindigkeit. FF hatte über viele Jahre gerade bei dem letzten Punkten Probleme. Bin dann zu Chrome gewechselt und zumindest privat jetzt wieder FF, da er datenschutztechnisch besser ist als Chrome und hier mit ETP versucht wird ähnliches umzusetzen wie Safari mit ITP.

  8. Re: Firefox ist nicht Nutzerorientiert

    Autor: Ach 02.08.21 - 19:18

    Xar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Wenn es immer nach dem lauten schreien gehen würde, hätte Linux bestimmt 99% Marktanteil.

    Da hast du ganz offensichtlich etwas sehr wesentliches übersehen. Bei Linux wird viel geschrienen, aber der Marktanteil steigt im besten Fall in 0,xx%-Schritten / Jahr. Beim FF wurde viel Geschrien, und der Marktanteil viel dann innerhalb von 2.5 Jahren tatsächlich um satte 20%. Da muss man sich nun wirklich in keinster Weise anstrengen, um den Unterschied heraus zu lesen.

    @ Bermuda.06

    > FF hat bestimmt nicht deshalb verloren, weil es irgendwelche API, von denen 99% der
    > Menschheit nicht wusste, dass sie existieren, nicht mehr da sind.

    Ja lol, 99%. Weil es damals gar keine andere Schnittstelle gab, hätten bis zur Version 57 nach deinen Worten also weniger als ein Prozent! der FF Nutzer einen Werbeblocker eingesetzt. Das ist ein wunderbares Beispiel dafür, was für einen Schwachsinn sich die "Erweiterungs-Hater" aus der Nase ziehen, um ihren fraglichen Standpunkt gegen einfach abzulesende Logik zu verteidigen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.08.21 19:33 durch Ach.

  9. Re: Firefox ist nicht Nutzerorientiert

    Autor: Xar 02.08.21 - 19:29

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Xar schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Wenn es immer nach dem lauten schreien gehen würde, hätte Linux bestimmt
    > 99% Marktanteil.
    >
    > Da hast du ganz offensichtlich etwas sehr wesentliches übersehen. Bei Linux
    > wird viel geschrienen, aber der Marktanteil steigt im besten Fall in
    > 0,xx%-Schritten / Jahr. Beim FF wurde viel Geschrien, und der Marktanteil
    > viel dann innerhalb von 2.5 Jahren tatsächlich um satte 20%. Da muss man
    > sich nun wirklich in keinster Weise anstrengen, um den Unterschied heraus
    > zu lesen.

    Wo ist der Unterschied?
    Ich habe so so Dinge gelesen "Wenn Windows XP, 7,.. keine Updates mehr bekommt wechsel ich zu Linux"
    Und was war? Die 0,xx%, die du nennst. Keine große Abwanderungswelle mit dem Supportende einer Windowsversion.
    Wieso sollte dieses Laut-schreien-aber-doch-nichts-machen beim Firefox so gravierend anders sein?
    Geht das aus den Statistiken hervor, dass es einen Knick zeitgleich mit dem Streichen von einer API war?
    Oder hat Bermuda.06 recht und das ist nur in deiner bubble so?

  10. Re: Firefox ist nicht Nutzerorientiert

    Autor: Oktavian 02.08.21 - 19:35

    > Wie sehr doch manche in ihrer Bubble leben. FF hat bestimmt nicht deshalb
    > verloren, weil es irgendwelche API, von denen 99% der Menschheit nicht
    > wusste, dass sie existieren, nicht mehr da sind.

    Die APIs interessieren den normalen User eher weniger, aber die Plugins, die darauf angewiesen sind, schon mehr. Das Fehlen meiner schönen Download-Manager-Erweiterung habe ich inzwischen verschmerzt, schade war es aber trotzdem.

    Und wiederum aus Perspektive der User, durch diese Änderung wurde spontan nichts besser, es hat lediglich sehr viel sehr lange nicht mehr funktioniert.

    > Grundlegende Aspekte für einen breiten Useranteil sind: Zugänglichkeit,
    > Bekanntheit, Optik, Usability, Geschwindigkeit. FF hatte über viele Jahre
    > gerade bei dem letzten Punkten Probleme.

    Mich hat FF zwei mal verloren. Zuerst weil er einfach unerträglich langsam wurde bei JS-intensiven Seiten. Da bin ich zu Chrome.

    Als es besser sein sollte zurück zu FF, allerdings war es dort maximal gleich gut wie bei Chrome. Inzwischen bin ich bei Edge gelandet und ziemlich zufrieden.

  11. Re: Firefox ist nicht Nutzerorientiert

    Autor: Bigfoo29 02.08.21 - 19:48

    Die NPAPI wurde eingestellt, weil sie viel zu tiefen Eingriff in Prozesse mit zu hohen Rechten erlaubte. Das ließ sich nicht abstellen ohne die NPAPI so zu verhunzen, dass sie nicht mehr zur NPAPI kompatibel wäre. Daher hat man den Support auslaufen lassen.

    WindowsXP konnte man - anders als frühere OS - auch nicht mehr auf FAT-Laufwerken installieren. - Ebenfalls Sicherheitsbedenken. Genauso wie in früheren Datenbanken viele Sicherheitsfeatures (Zugriffsrechte) fehlten. Das war damals schlicht noch nicht im Fokus.

    Manchmal ist Weiterentwicklung eben auch ein Schritt zurück. Allerdings stimmen zwei Dinge:
    1) Der Firefox ist immernoch die vom User besser anpassbare Alternative zu den Chromium-Klonen
    2) Sie (Mozilla) sind an vielen Dingen selbst Schuld. Sie haben manche Dinge verschlimmbessert, nur um eigene Dienste anbieten zu können. Dass die User das krumm nehmen würden, war zu erwarten.

    Polemik hilft da keiner der Seiten.

    Regards.

  12. Re: Firefox ist nicht Nutzerorientiert

    Autor: Ach 02.08.21 - 19:49

    Du setzt eine Ankündigung der keine Taten folgen mit einer Ankündigung gleich, der unübersehbare Taten folgen. Das ist dein ganz privates Problem und hat nichts damit zutun, wie man eine solche Situation behandelt. Was sich in der Behandlung einer Ankündigung, der Taten gefolgt sind, ändert ist, dass man bei der erfolgreichen Umsetzung einer Ankündigung nach dem wahrscheinlichsten Grund für die Änderung sucht, und die wahrscheinlichsten Gründe geben nun mal die unzähligen Menschen ab, die im Netz ihren Unmut über die fehlende Erweitrungen-Schnittstelle Ausdruck verliehen haben und ihren bedingten Wechsel angekündigten.

  13. Re: Firefox ist nicht Nutzerorientiert

    Autor: Ach 02.08.21 - 20:28

    Erst mal finde ich deine Argumentation so ganz und gar nicht aus der Luft gegriffen sondern erfrischend, nachvollziehbar und klar, dafür erst mal danke! So wie ich das verstanden habe, ist die Sicherheit ein Teil von mehreren Gründen. In der Hauptsache stieg den FF Programmierern ganz schlicht die Arbeit über den Kopf. Die FF Entwickler haben sich über die Zeit nämlich auf eine sehr enge Zusammenarbeit mit den Plugin-Programmierern eingelassen, um deren Erweiterungen möglichst sauber zu implementieren, und das hat wohl einen immer größeren Zeitraum an der Arbeit in FF eingenommen. Und das, während Teile des FF Team in den selben Büros arbeiteten, wie die Chrom-Leute saßen, teil nur einen Schreibtisch weiter, welche über den großen Aufwand bei den FF Leuten nur mit dem Kopf schütteln konnten(So habe ich das jedenfalls aus im Web zu findenden Diskussionen mit den FF Entwicklern herauslesen können). Die in die Erweiterungen eingeflossene Zeit ging dann der Weiterentwicklung des eigentlichen Browsers ab in Sachen Funktionsumfang, Geschwindigkeit und natürlich auch im Punkto Sicherheit.

    Nachvollziehbar zwar, wie die FF Entwickler die Situation schließlich lösten, in meinen Augen aber wiederum viel zu radikal : "Das Kind mit dem Bade ausgeschüttet". Stück für Stück die qualitativen und einbindungstechnischen Anforderungen an die Pluginprogrammierung anzuheben, also das Groh der Arbeit auf den Plugin-Programmierer zu übertragen ohne die Schnittstelle gleich komplett zu killen, aus meiner Sicht wäre das eine bessere Lösung gewesen.

  14. Re: Firefox ist nicht Nutzerorientiert

    Autor: Bigfoo29 02.08.21 - 20:41

    Vielen Dank für die Antwort. :)

    Bezüglich der "lasst die Entwickler mehr Arbeit machen ohne die API einzustellen": Es stellt sich die Frage, welcher Entwickler das denn freiwillig tun würde? "Ich hab die API also nutze ich sie. Der Rest ist nicht mein Problem."

    Es musste also was neues her, was von Beginn an so geschneidert war, dass es in das zukünftige Korsett (Render-Engine, Threaded-Gedöns und Co) passt. Es wäre als ohnehin auf eine "NPAPI 2.0" oder eben gleich die jetzige API hinausgelaufen.

    Regards.

  15. Re: Firefox ist nicht Nutzerorientiert

    Autor: OwenBurnett 02.08.21 - 20:43

    > Es wäre als ohnehin auf eine "NPAPI 2.0" oder eben gleich die jetzige API hinausgelaufen.

    Ja vielleicht, aber man hätte eine viel längere Übergangsphase anbieten sollen und wen möglich die Option auf die extra Sicherheit zu verzichten und noch 1-2 jahre die alten plugins weiter zu benutzen.

  16. Re: Firefox ist nicht Nutzerorientiert

    Autor: Bigfoo29 02.08.21 - 20:52

    Haben sie doch... Es gab - soweit ich mich erinnern kann - eine unbegrenzte Übergangsfrist. Wer die alte API brauchte, konnte beim letzten LTS mit NPAPI bleiben, welches weiterhin mit Sicherheitsupdates versorgt wurde. Lediglich die normalen Plugins wurden nach und nach "abgeklemmt". Und hat das Adobe Flash-Plugin nicht gar bis zuletzt noch NPAPI benutzt, weil der Verein keinen Bock hatte, das nochmal neu zu implementieren? *grübel*

    Regards.

  17. Re: Firefox ist nicht Nutzerorientiert

    Autor: Ach 02.08.21 - 21:02

    Bigfoo29 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vielen Dank für die Antwort. :)
    >
    > Bezüglich der "lasst die Entwickler mehr Arbeit machen ohne die API
    > einzustellen": Es stellt sich die Frage, welcher Entwickler das denn
    > freiwillig tun würde? "Ich hab die API also nutze ich sie. Der Rest ist
    > nicht mein Problem."
    >
    > Es musste also was neues her, was von Beginn an so geschneidert war, dass
    > es in das zukünftige Korsett (Render-Engine, Threaded-Gedöns und Co) passt.
    > Es wäre als ohnehin auf eine "NPAPI 2.0" oder eben gleich die jetzige API
    > hinausgelaufen.
    >
    > Regards.

    Ja, aber wie gesagt, bei der neuen API sind einfach viel zu viele Möglichkeiten auf der Strecke geblieben(aus meiner Sicht vor allem die, welche das GUI betreffen). Und wenn sich die Anzahl der Pluginentwickler verringert, die übrig bleibenden Entwickler dann aber obendrein bessere Arbeit leisten, dann ist das seitens des Aufwandes für die FF-Leute doch gleich mal ein zweifacher Gewinn.

  18. Re: Firefox ist nicht Nutzerorientiert

    Autor: Xar 02.08.21 - 22:35

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja lol, 99%. Weil es damals gar keine andere Schnittstelle gab, hätten bis
    > zur Version 57 nach deinen Worten also weniger als ein Prozent! der FF
    > Nutzer einen Werbeblocker eingesetzt.

    Was willst du damit sagen?
    Gab es vor v57 nur die Blocker-API? Nein.
    Ist die aktuelle Blocker-API eindeutig die Beste aller Browser? JA! Sagt gorhill der Entwickler von uBlock Origin (samt Link auf einen Test Dritter).



    > Du setzt eine Ankündigung der keine Taten folgen mit einer Ankündigung gleich, der unübersehbare Taten folgen.
    Und du behauptest eine Korrelation ist automatisch eine Kausalität, ohne einen stichhaltigen Beweis zu liefern, trotz Nachfrage.

    Ich behaupte jetzt einfach, es war das aggressive Marketing von Microsoft und Google.
    Also das penetrante "probier Edge" in Win 10, das sabotieren von anderen Browsern auf Youtube, etc
    Klingt mindestens genau so plausibel, dazu passende Daten habe ich ebenso wenig wie du - aber ich behaupte ja auch nicht, dass ich definitiv recht habe.

  19. Safari

    Autor: Blaubeerchen 02.08.21 - 23:03

    Xar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Xara schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----

    > Ohne Firefox gibt es nur noch Chromium und dessen klone.
    > So gibt es noch etwas mehr.
    >

    Safari.

  20. Re: Safari

    Autor: Xar 02.08.21 - 23:06

    Blaubeerchen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Xar schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Xara schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    >
    > > Ohne Firefox gibt es nur noch Chromium und dessen klone.
    > > So gibt es noch etwas mehr.
    > >
    >
    > Safari.

    Sag ich doch, es gibt nur noch Chromium und dessen Klone. Kleine Nischendinger, die nicht auf Windows, Linux und Android laufen sind eher uninteressant.

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