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Unding, dass der öRR solche "Institute" betreiben darf

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  1. Unding, dass der öRR solche "Institute" betreiben darf

    Autor: WalterSobchak 18.09.19 - 08:34

    Der öRR wird mit über 8.000.000.000 ¤ jährlich zwangsfinanziert. Wieso dürfen die sich legal solche Eskapaden wie Tochter-Unternehmen etc leisten? Das ist nicht nur eine krasse Marktbeeinflussung sondern auch Veruntreuung von Beitragsgeldern.
    Aber da will die deutsche Gerichtsbarkeit und der Gesetzgeber nicht ran.

  2. Re: Unding, dass der öRR solche "Institute" betreiben darf

    Autor: Sharra 18.09.19 - 09:08

    Genau das gleiche hättest du wohl geschrieben, wenn sie nicht geklagt hätten, obwohl zumindest eine Chance besteht noch Geld zu bekommen. Dann wären wieder Beitragserhöhungen angeführt worden, weil sie ja zustehende Gelder aus anderen Quellen nicht eintreiben.

    Es ist also herzlich egal, wie mans macht, Einer wird immer motzen.

  3. Wenn sie das Institut nicht betreiben würden

    Autor: M.P. 18.09.19 - 09:20

    ... müssten sie wahrscheinlich für jede Minute komprimiert gesendetes Audio (z. B. DAB+, Tonkanal Digitalfernsehen) Lizenzgebühren an Sisvel überweisen, statt Anteile an den Lizenz-Einnahmen zu fordern.
    Ich denke schon dass es sich deshalb unter dem Strich gelohnt hat, sich z. B. an der Entwicklung von Audio-Komprimierungsverfahren zu beteiligen. Als Mit-Erfinder wird man wohl von den Lizenzzahlungen frei sein.
    Daneben ist es doch durchaus löblich, dass die Intendanten sich auf ein gemeinsames Institut einigen konnten. Worst case hätte ja jeder Intendant sich ein eigenes Institut gönnen können ...

  4. Re: Unding, dass der öRR solche "Institute" betreiben darf

    Autor: Daddy T. 18.09.19 - 09:44

    Du hast offensichtlich keine Ahnung was das IRT macht.

  5. Re: Unding, dass der öRR solche "Institute" betreiben darf

    Autor: Lanski 18.09.19 - 10:20

    WalterSobchak schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der öRR wird mit über 8.000.000.000 ¤ jährlich zwangsfinanziert. Wieso
    > dürfen die sich legal solche Eskapaden wie Tochter-Unternehmen etc leisten?
    > Das ist nicht nur eine krasse Marktbeeinflussung sondern auch Veruntreuung
    > von Beitragsgeldern.
    > Aber da will die deutsche Gerichtsbarkeit und der Gesetzgeber nicht ran.

    Prinzipiell braucht man keinerlei Beiträge über irgendwas mit Bezug auf den öffentlich Rechtlichen Rundfunk die von Zwangsfinanzierung oder Zwangsgebühren reden weiter verfolgen, weil spätestens ab da klar ist, dass der Ersteller keine Ahnung hat wovon er hier schreibt.

    Bitte informier dich genauer darüber was die machen und was das bringt.
    Dein Beitrag ist weit ab vom Thema.

  6. Re: Wenn sie das Institut nicht betreiben würden

    Autor: WalterSobchak 18.09.19 - 14:02

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... müssten sie wahrscheinlich für jede Minute komprimiert gesendetes Audio
    > (z. B. DAB+, Tonkanal Digitalfernsehen) Lizenzgebühren an Sisvel
    > überweisen, statt Anteile an den Lizenz-Einnahmen zu fordern.

    Man hätte auch auf ein Lizenz-freies, offenes Format setzen können. Davon gibts ja nun wahrlich einige.

  7. Re: Unding, dass der öRR solche "Institute" betreiben darf

    Autor: WalterSobchak 18.09.19 - 14:11

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Genau das gleiche hättest du wohl geschrieben, wenn sie nicht geklagt
    > hätten, obwohl zumindest eine Chance besteht noch Geld zu bekommen. Dann

    Nein hätte ich nicht. Das IRT hatte einen Vertrag über eine pauschale Vergütung. Die Klage ist nicht ohne Grund ohne "Beweis" Aufnahme abgewiesen worden.

    Beitragserhöhungen werden sowieso immer gefordert, da spielt es keine Rolle wofür.

    > Es ist also herzlich egal, wie mans macht, Einer wird immer motzen.

    Nein es ist nicht egal. Man hätte auf einen offenen Standard setzen können. Im Übrigen dürfte der Anteil von Lizenzgebühren für irgendwelche Audio Kompression verschwindend gering sein. Im Rechenschaftsbericht der Anstalten habe ich garkeine aufgeführt gesehen. Aber wahrscheinlich weil das auch wieder über eine fadenscheinige externe Tochterfirma abegwickelt wird. Alles ein einziger Molloch dort.

  8. Re: Wenn sie das Institut nicht betreiben würden

    Autor: ChrisE 18.09.19 - 15:14

    WalterSobchak schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > M.P. schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > ... müssten sie wahrscheinlich für jede Minute komprimiert gesendetes
    > Audio
    > > (z. B. DAB+, Tonkanal Digitalfernsehen) Lizenzgebühren an Sisvel
    > > überweisen, statt Anteile an den Lizenz-Einnahmen zu fordern.
    >
    > Man hätte auch auf ein Lizenz-freies, offenes Format setzen können. Davon
    > gibts ja nun wahrlich einige.

    Und mit welchem Sat-Receiver kann ich das Fernsehprogramm dann dekodieren? Es macht Sinn, dass Rundfunktechnik international standardisiert ist und nicht jedes Land seine Extrawurst brät. Hat die Post aber auch erst lernen müssen (als es noch über die Post ging).

  9. Re: Wenn sie das Institut nicht betreiben würden

    Autor: Spaghetticode 18.09.19 - 16:55

    ChrisE schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es macht Sinn, dass Rundfunktechnik international standardisiert ist und
    > nicht jedes Land seine Extrawurst brät.

    Die Wirklichkeit ist nicht so. Da herrschen je nach Weltregion unterschiedliche Standards. Meine DVB-T2- und DAB+-Geräte sind z. B. in Nord- und Südamerika sowie Japan nutzlos. Die unterschiedlichen Standards liegen u. a. daran, dass es in den USA üblich ist, dass Programme ihre eigenen, exklusiven Sendetürme betreiben, während in Europa üblicherweise mehrere Programme von einem Sendeturm gesendet werden.

    Und früher war auch Europa fragmentiert: Es gab PAL- und SECAM-Länder, der Abstand zwischen Bild- und Tonträger war unterschiedlich, und das UKW-Radio war je nach Land zwischen 87,5 und 108 oder 65,8 und 74 MHz angesiedelt. Da waren dann z. B. in westdeutschen Geräten die tschechoslowakischen Fernsehsender nur stumm und in schwarz-weiß und die UKW-Radiosender überhaupt nicht vorhanden. Da hat man's heute besser: Die deutschen DVB-T2-, UKW- und DAB+-Geräte gehen auch in Tschechien.

  10. Re: Wenn sie das Institut nicht betreiben würden

    Autor: M.P. 18.09.19 - 17:30

    > Man hätte auch auf ein Lizenz-freies, offenes Format setzen können. Davon gibts ja nun wahrlich einige.

    MP3 ist sein 2017 übrigens auch Lizenzfrei, wie ich gerade gelesen habe...

    Daneben: Aus der Zeit, als man den Vorgänger von MPEG3 - MPEG1/Layer2 am IRT entwickelte - in den 80ern, vorgestellt 1991 - ist mir "wahrlich" kein solches Format bekannt ...

  11. Re: Wenn sie das Institut nicht betreiben würden

    Autor: M.P. 18.09.19 - 17:40

    Schau Dir die Geschichte an, wann TV-Sat 1 mit D2-MAC gesendet hat und wann der erste Astra-Satellit oben war ...

    Was sich durchsetzt hat gelegentlich nichts damit zu tun wer die erste realisierte Lösung bietet.

    Kennt noch einer Altavista oder Netscape?

  12. Re: Wenn sie das Institut nicht betreiben würden

    Autor: SCF 18.09.19 - 18:02

    ChrisE schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Und mit welchem Sat-Receiver kann ich das Fernsehprogramm dann dekodieren?
    > Es macht Sinn, dass Rundfunktechnik international standardisiert ist und
    > nicht jedes Land seine Extrawurst brät. Hat die Post aber auch erst lernen
    > müssen (als es noch über die Post ging).

    Gerade ein relativ großes Land wie Deutschland könnte da durchaus entsprechenden Druck aufbauen. Theoretisch könnten die Sender der EBU da zusammenarbeiten, das ist schon eine ziemliche Marktmacht die man zur Verfügung hätte.

    Und wenn wir schon beim Thema Extrawürste und Deutschland sind: https://de.wikipedia.org/wiki/DVB-T2_HD#Besondere_Lage_in_Deutschland

    Zugegeben, HEVC (H.265) ist ein Codec der üblichen Verdächtigen aus der Industrie, dennoch zeigt dieses Fallbeispiel dass das durchaus geht, wenn man möchte.

  13. Re: Wenn sie das Institut nicht betreiben würden

    Autor: M.P. 18.09.19 - 19:26

    Wobei die EBU-Empfehlungen auch nicht Gesetzesmacht haben: Hat irgendjemand außer dem deutschen ÖRR sich an die EBU-Empfehlung 720p gehalten?

  14. Re: Unding, dass der öRR solche "Institute" betreiben darf

    Autor: Gurli1 19.09.19 - 09:39

    Lanski schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Prinzipiell braucht man keinerlei Beiträge über irgendwas mit Bezug auf den
    > öffentlich Rechtlichen Rundfunk die von Zwangsfinanzierung oder
    > Zwangsgebühren reden weiter verfolgen, weil spätestens ab da klar ist, dass
    > der Ersteller keine Ahnung hat wovon er hier schreibt.
    >
    > Bitte informier dich genauer darüber was die machen und was das bringt.
    > Dein Beitrag ist weit ab vom Thema.

    Sind es denn keine Zwangsgebühren? Ich konsumiere öffentlich rechtliche Inhalte nicht. Trotzdem muss ich bezahlen. Und bis vor kurzem sogar zweimal, wegen Zweitwohnung.

    Man sollte sich auch einmal vor Augen halten, was das "System" alles an Nachteilen mit sich bringt. Ein ganz wesentliches Problem, unter dem heute noch alle leiden, ist der schlechte und teure Mobilfunk in Deutschland. Doch warum ist das so? Der Grund ist, dass die ÖR Anstalten um die Jahrtausendwende herum massiv Druck ausgeübt haben, das für die Fläche wichtige 600/700/800/900 MHz Band für DVB-T behalten zu dürfen. Die Mobilfunker mussten dann 50 Milliarden Euro für schmale UMTS Bänder im 2,1 GHz Bereich bezahlen, welche sich nur für die Versorgung kleiner Zellen in Städten eigneten. Eigentlich hätte den ÖR das immer schon defizitäre DVB-T Netzwerk völlig egal sein können, denn, vor allem damals, war die Zahl der Nutzer extrem gering. Aber die Rundfunkgebühr basiert auf der Anforderung, die Programme für jedermann frei zugänglich auf allen Verbreitungswegen zur Verfügung zu stellen. Ein Aufgeben von DVB-T hätte der Rundfunkgebührenordnung damals schon, zumindest teilweise, die Grundlage entzogen.

    Ein weiteres Problem ist das Senden nur in "Deutsch": da die Rundfunkgebühren auf dem Erfordernis der "freien Empfangbarkeit" basieren, kann man die Satellitenverbreitung nur damit begrenzen, indem man auf englischen Originalton verzichtet. Aber ist es dann rechtens, von der immer größer werdenden, nicht deutschsprachigen Bevölkerung in Deutschland trotzdem die Gebühren zu verlangen?

    Ja, es sind Zwangsgebühren. Das System ist auch weder zeitgemäß noch gerecht. Und dass in der Aufsicht der Sender zu 90% Vertreter der regierenden Parteien und, noch viel schlimmer, der christlichen Kirchen sitzen – ca. 300 Jahre nach der Säkularisierung! – ist eigentlich ein Skandal.

    Und mit dem IRT ist es so: In den Zeiten vor der Globalisierung war es sicher richtig, ein eigenes Forschungsinstitut für Rundfunktechnik zu haben. Und ich bezweifle nicht, dass die Leistungen bis in die 90er Jahre hinein enorm waren.
    Heute leistet das IRT jedoch keine nennenswerten Beiträge mehr. Alles verlegt sich immer mehr ins Internet, und dort werden die Techniken längst woanders entwickelt. Am IRT wird immer noch stur an Broadcast-Technologien weitergearbeitet, wohl wissend, dass diese nie mehr zum Einsatz kommen werden.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 19.09.19 09:48 durch Gurli1.

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