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Studien und Vorurteile

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  1. Studien und Vorurteile

    Autor: Wertzuasdf 21.01.13 - 20:35

    Ich finde es immer wieder amüsant, wie das Publikum das Ergebnis einer Studie aufnimmt, je nachdem was für Vorurteile es besitzt. Bestätigt die Studie seine Vorurteile, so nimmt das Publikum die Studie jubelnd entgegen. Widerspricht sie seinen Vorurteilen so kommen meist Verleumdungen gegenüber die Ersteller der Studie.
    Eine kritische Diskussion, unabhängig von der persönlichen Meinung des Publikums kann man leider selten beobachten.

  2. Re: Studien und Vorurteile

    Autor: azeu 21.01.13 - 22:25

    Bei einer Studie über Linux/Windows/OSX - die weder von MS noch von Canonical noch von Apple - oder sonst einem OS-Hersteller finanziert wurde, wäre ich gerne bereit mich auf eine Diskussion einzulassen.

    Nur, einer Studie die von MS finanziert wurde und zum Ergebnis kommt, dass die Stadt München mit Windows besser dran gewesen wäre, so einer Studie kann ich einfach nicht richtig glauben. Ich weiß nicht ob das jetzt ein Vorurteil ist oder einfach nur (gesunde) Skepsis.

    ... OVER ...

  3. Re: Studien und Vorurteile

    Autor: tomek 21.01.13 - 23:02

    azeu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei einer Studie über Linux/Windows/OSX - die weder von MS noch von
    > Canonical noch von Apple - oder sonst einem OS-Hersteller finanziert wurde,
    > wäre ich gerne bereit mich auf eine Diskussion einzulassen.
    >
    > Nur, einer Studie die von MS finanziert wurde und zum Ergebnis kommt, dass
    > die Stadt München mit Windows besser dran gewesen wäre, so einer Studie
    > kann ich einfach nicht richtig glauben. Ich weiß nicht ob das jetzt ein
    > Vorurteil ist oder einfach nur (gesunde) Skepsis.

    Die Stadt München hatte 2002 eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die ein ähnliches Ergebnis hatte. Die reine MS-Lösung ist günstiger und technisch einfacher umzusetzen.
    Natürlich darf man eine gesunde Skepsis entwickeln, wenn der Auftraggeber einer Studie ein positives Ergebnis erhält. Aber hier ist zumeist keine Skepsis zu lesen, sondern pure Verachtung. Ohne die Fragestellung und den Wortlaut der Studie zu kenne wird sie als "unseriös", "gefälscht" und "Propaganda" usw. deklariert.

  4. Re: Studien und Vorurteile

    Autor: azeu 21.01.13 - 23:23

    > Die Stadt München hatte 2002 eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die ein ähnliches Ergebnis hatte. Die reine MS-Lösung ist günstiger und technisch einfacher umzusetzen.

    Daraus lese ich nur, dass eine Migration teurer ist als eine Nicht-Migration. Da kommt man aber auch ohne Studio drauf.

    Ausserdem haben wir nicht mehr das Jahr 2002 sondern 2013. Migrationen zu Vista/7 (inkl. Office etc.) konnte die 2002er-Studie gar nicht berücksichtigen.

    Und dass ausgerechnet jetzt MS eine Studie finanziert, die zu einem Ergebnis kommt welches FÜR Windows spricht und GEGEN Linux kann irgendwie kein Zufall sein.

    Und auch dass die Verantwortlichen damals aus ideologischen Gründen die damalige Studie komplett ignoriert haben und trotzdem auf Linux migriert sind, halte ich auch für etwas weit hergeholt.

    ... OVER ...

  5. Re: Studien und Vorurteile

    Autor: Wertzuasdf 21.01.13 - 23:57

    azeu schrieb:
    > Und dass ausgerechnet jetzt MS eine Studie finanziert, die zu einem
    > Ergebnis kommt welches FÜR Windows spricht und GEGEN Linux kann irgendwie
    > kein Zufall sein.

    So wie die Leute, die die Pro-Linuxstudie erstellt haben, ebenfalls ein Interesse haben, dass sie positiv ausfällt. Denn jeder der dort beteiligten IT-Leute hat ein Interesse daran, dass das Projekt fortgesetzt wird: Die Politiker, damit sie sich weiter mit dem Erfolg brüsten können, die Projektleiter, Programmierer und Administratoren, damit sie weiterhin für ihre Arbeit an Linux bezahlt werden. Denn letztere sind afaik externe Firmen und//oder per befristeten Arrbeitsvertrag Angestellte und keine Beamte.

    Aber hier wurde von der Linux-Fraktion nicht kritisch gedacht oder des Ergebnis hinterfragt. So hiess es hierzu in den Newsforen immer sinngemäss: "Genauso ist das, endlich sieht es die Verwaltung ein, dass man ohne M$$$ nur Geld sparen kann."
    "Was du widersprichst der Studie? Geh zurück in die M$$$ Werbeabteilung, welche dich geschickt hat."

    Interessanterweise ist das nicht einmal ein Linux-Community-Problem, sondern man kann es bei jeder Studie//Rede//Ereignis//News beobachten, welches gegen die Vorurteile vom Publikum verstösst bzw. sie erfüllt. Dafür sind wir Menschen viel zu sehr Tier als dass wir unsere Vorurteile einfach hinter uns lassen könnten.
    Man muss nur den Vorurteilen seiner Zuhörerschaft zustimmen, und schon hat man ihre komplette Zuneigung. Dies war bereits den grossen Diktatoren des letzten Jahrhunderts klar, weshalb sie es exzessiv ausgenutzt haben.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.01.13 00:00 durch Wertzuasdf.

  6. Re: Studien und Vorurteile

    Autor: tomek 22.01.13 - 00:04

    azeu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Daraus lese ich nur, dass eine Migration teurer ist als eine
    > Nicht-Migration. Da kommt man aber auch ohne Studio drauf.

    Naja...

    > Ausserdem haben wir nicht mehr das Jahr 2002 sondern 2013. Migrationen zu
    > Vista/7 (inkl. Office etc.) konnte die 2002er-Studie gar nicht
    > berücksichtigen.

    Der Unterschied ist, dass die aktuelle Studie hinterfragt, ob die Migration wirklich so "billig" war, wie Ude kürzlich behauptet hat. Das scheint mir zumindest die Fragestellung gewesen zu sein. Vista und Windows 7 sind - je nach definierten Bedingungen und Zeitraum - irrelevant.

    > Und dass ausgerechnet jetzt MS eine Studie finanziert, die zu einem
    > Ergebnis kommt welches FÜR Windows spricht und GEGEN Linux kann irgendwie
    > kein Zufall sein.

    Nun, es ging ja nur um die Kosten. Und das deckt sich in der Tendenz mit der 2002er Studie.

    > Und auch dass die Verantwortlichen damals aus ideologischen Gründen die
    > damalige Studie komplett ignoriert haben und trotzdem auf Linux migriert
    > sind, halte ich auch für etwas weit hergeholt.

    Das hat nichts mit Ideologie und Ignoranz zu tun. Die damalige Studie sprach sich u. a. gegen eine reine Microsoft- und gegen eine Misch-Lösung aus, um sich den "Fängen" des Konzerns zu entziehen. Das ist für mich eine durchaus legitimes Fazit einer Studie.

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