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Warum keine Warez?

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  1. Re: Warum keine Warez?

    Autor: Koto 17.09.14 - 14:07

    >Das erklärt aber nicht, warum 20 Jahre alte Filme/Serien teilweise nie in den Angeboten auftauchen.

    Weil eben Die Bill Cosby Show nur 10 neue Abbonenten bringt. :-)

    Die Rechte mögen billiger sein, müssen aber eben auch Finanziert werden.
    Wenn Du nun 1000 alte Serien hast für je 10.000 Euro. Und 100 neue Abos zu 8 Euro dann wird das nix.

    Es kann sein das Netflix nie das angebot der USA hat. Weil wir eben einen großen Free TV markt haben. Also eben nicht so viele Abonenten da sind.

    Sieht man auch an Sky. Pay TV läuft im ausland überall besser als hier.

    >Wie gesagt: Das ist mE eine dumme Idee. Und wenn die Lizenzgeber das verhindern, dann muss der Markt eben Druck machen. Der Anbieter kann ja genau sagen, wie stark ein Angebot frequentiert wird und solange es eben keine Interessenten gibt, muss ja nicht unbedingt auch Kohle fließen..

    Du kannst die Marktwirtschaft nicht aushebeln. Du holst dir die Streaming Lizenz. Und die muss neue Abonnenten generieren.

    Es wird eben nicht nach frequentiert gerechnet. Du kannst die Marktwirtschaft nicht ändern. Der inhaber der Lizenz wäre blöde das anders zu machen.

    >Es geht ja nicht um 100% der Kopien, irgendwer kopiert immer. Aber nimm nur mal die Anzahl der Spotify-Nutzer, die gratis (mit Werbung) Musik hören und wieviele Schwarzkopien die dadurch weniger aus dem Netz ziehen, weil sie ein brauchbares Angebot vorgefunden haben.

    Na ja man hat die Finanzierung geändert.

    Ohne diese Werbung wäre Spotify auch so teuer das es keiner nutzen würde.
    Außerdem macht Spotify keinen Gewinn. Die haben noch keinen Euro Gewinn gemacht. Das übersehen viele. Die das als Positiv Beispiel hernehmen.

    Spotify beweißt auch wie schwer es ist das ganze System zu finanzieren. Stellt euch mal vor die würden nur die abos haben. Dann wären die schon pleite.

    >Viele Filme und Serien werden innerhalb kürzester Zeit durch Schwarzkopierer mit vernünftigen Untertiteln versehen, weil es die Industrie einfach nicht hinbekommt. Und das tut sich dann eben niemand gerne an.

    Nicht weil Sie es nicht hinbekommen, sondern weil es keiner zahlen will.

    Es läuft immer drauf hinaus das die Dinge Geld kosten, wenn Sie keiner umsonst macht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.09.14 14:10 durch Koto.

  2. Re: Warum keine Warez?

    Autor: Clown 17.09.14 - 15:33

    PiranhA schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das hat aber lange gedauert. So lange das normale Geschäft noch läuft, wird
    > sich das nicht so schnell ändern.

    Das ist ein schlechtes Argument: Zum einen ist es problemlos möglich von den Fehlern der Musikindustrie zu lernen. Ich bin mir sicher, dass sogar die blödesten Pfeifen der TV- und Streaming-Anbieter das raffen :)
    Zum anderen scheint das "normale Geschäft" eben gar nicht zu laufen, wenn hier einige sagen, dass Watchever seit dem Marktstart rote Zahlen schreibt und auch Amazon unglaublich viel subventionieren und querfinanzieren muss.
    Am Ende folgt da eine von zwei möglichen Konsequenzen: Entweder sie kippen das gesamte Streaming-Geschäft und konzentrieren sich auf TV und den Verkauf von physischen Datenträgern (das dürfte dem Großteil der Kunden aber wenig gefallen). Oder aber sie konsolidieren die Angebote und machen es für den Großteil der potentiellen Kunden interessant, dafür müssen sich aber vor allem die Lizenzgeber von ihren veralteten Modell lösen.. Hab ich was übersehen?

    "So you tried to use the computer and it started smoking? Sounds like a Mac to me.." - Louis Rossmann https://www.youtube.com/watch?v=eL_5YDRWqGE&t=60s

  3. Re: Warum keine Warez?

    Autor: janitor 17.09.14 - 15:53

    Clown schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist ein schlechtes Argument: Zum einen ist es problemlos möglich von
    > den Fehlern der Musikindustrie zu lernen. Ich bin mir sicher, dass sogar
    > die blödesten Pfeifen der TV- und Streaming-Anbieter das raffen :)
    Welche Fehler der Musikindustrie? Der mit Abstand überwiegende Teil des Gewinns wird mit physischen Datenträger gemacht (http://www.musikindustrie.de/statistik/).

    > Zum anderen scheint das "normale Geschäft" eben gar nicht zu laufen, wenn
    > hier einige sagen, dass Watchever seit dem Marktstart rote Zahlen schreibt
    > und auch Amazon unglaublich viel subventionieren und querfinanzieren muss.
    Das "normale Geschäft" läuft hervorragend und die Umsätze steigen von Jahr zu Jahr (http://de.statista.com/statistik/daten/studie/3801/umfrage/umsatz-der-filmbranche-seit-2003/). Der Großteil der Einnahmen wird aber durch Kino und durch den Verkauf von physikalischen Datenträgern erzielt. Es ist doch nicht verwunderlich, dass sich mit einer Flatrate zu einem Preis von einer einzigen Bluray keine großen wirtschaftlichen Gewinne einfahren lassen.

    > Am Ende folgt da eine von zwei möglichen Konsequenzen: Entweder sie kippen
    > das gesamte Streaming-Geschäft und konzentrieren sich auf TV und den
    > Verkauf von physischen Datenträgern (das dürfte dem Großteil der Kunden
    > aber wenig gefallen).
    Warum sollten sie? Die Einnahmen steigen und steigen seit jahren.

    > Oder aber sie konsolidieren die Angebote und machen
    > es für den Großteil der potentiellen Kunden interessant, dafür müssen sich
    > aber vor allem die Lizenzgeber von ihren veralteten Modell lösen..
    Inwiefern ist das Lizenzmodell veraltet? Ein Produzent produziert einen Film/eine Serie und möchte damit Geld verdienen. Zum einen lässt er die Kinos das Produkt lizenzieren, dann Publisher für Bluray und DVD, evtl. VoD-Dienste und Pay-TV und irgendwann Free-TV. Dadurch kann er seinen Gewinn maximieren. Funktioniert doch perfekt. Was willst du konkret daran ändern?

    > Hab ich was übersehen?
    Ja, die Marktwirtschaft. Die Filmindustrie produziert die Filme und Serien nicht um dich zu unterhalten, sondern um (möglichst viel) Geld zu verdienen.

  4. Re: Warum keine Warez?

    Autor: PiranhA 17.09.14 - 15:55

    Clown schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist ein schlechtes Argument: Zum einen ist es problemlos möglich von
    > den Fehlern der Musikindustrie zu lernen. Ich bin mir sicher, dass sogar
    > die blödesten Pfeifen der TV- und Streaming-Anbieter das raffen :)

    Da hast du aber mehr Vertrauen in die Industrie als ich. Gesunder Menschenverstand ist da keine Vorraussetzung.

    > Zum anderen scheint das "normale Geschäft" eben gar nicht zu laufen, wenn
    > hier einige sagen, dass Watchever seit dem Marktstart rote Zahlen schreibt
    > und auch Amazon unglaublich viel subventionieren und querfinanzieren muss.

    Wo gehören die Flats von Watchever oder Amazon zum normalen Geschäft? Das ist doch eben gerade das VOD Geschäft, wo wir hin wollen. Mit dem normalen Geschäft meinte ich Kino, Free-TV, Pay-TV, DVDs, BluRays, etc.
    Die Pay-Per-View Angebote rentieren sich auch. Nur die Flats eben nicht.

    > Oder aber sie konsolidieren die Angebote und machen
    > es für den Großteil der potentiellen Kunden interessant, dafür müssen sich
    > aber vor allem die Lizenzgeber von ihren veralteten Modell lösen..

    Darauf wird es wohl hinauslaufen. Aber das ist eben ein Prozess, der mehrere Jahre dauert. Netflix und Amazon haben da die Zeichen der Zeit erkannt und geben den Kunden was sie wollen durch Eigenproduktionen. Früher oder später werden es die anderen auch kapieren, aber das dauert eben.

  5. Re: Warum keine Warez?

    Autor: Clown 17.09.14 - 15:59

    Koto schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weil eben Die Bill Cosby Show nur 10 neue Abbonenten bringt. :-)
    >
    > Die Rechte mögen billiger sein, müssen aber eben auch Finanziert werden.
    > Wenn Du nun 1000 alte Serien hast für je 10.000 Euro. Und 100 neue Abos zu
    > 8 Euro dann wird das nix.

    Deshalb können alte Serien eben nicht die gleichen Lizenzkosten erbringen, wie neue Serien. Nicht mal im Ansatz.

    > Es kann sein das Netflix nie das angebot der USA hat. Weil wir eben einen
    > großen Free TV markt haben. Also eben nicht so viele Abonenten da sind.
    >
    > Sieht man auch an Sky. Pay TV läuft im ausland überall besser als hier.

    Sehe ich ähnlich.

    > Du kannst die Marktwirtschaft nicht aushebeln. Du holst dir die Streaming
    > Lizenz. Und die muss neue Abonnenten generieren.
    >
    > Es wird eben nicht nach frequentiert gerechnet. Du kannst die
    > Marktwirtschaft nicht ändern.

    Natürlich kannst Du! Du als Kunde hast sogar diese Macht! In dem Moment in dem Du Dich der Streaming-Angebote verweigerst (und das andere ebenfalls machen), sehen die Anbieter, dass sie ihre Modelle ändern müssen.

    > Der inhaber der Lizenz wäre blöde das anders
    > zu machen.

    Eben nicht: Du kannst ein Überraschungs-Ei für 100 Euro anbieten. Wird aber keiner kaufen. Also muss der Anbieter sich einen neuen Preis überlegen..

    > Na ja man hat die Finanzierung geändert.

    Exakt.

    > Ohne diese Werbung wäre Spotify auch so teuer das es keiner nutzen würde.

    Quatsch.

    > Außerdem macht Spotify keinen Gewinn. Die haben noch keinen Euro Gewinn
    > gemacht. Das übersehen viele. Die das als Positiv Beispiel hernehmen.
    >
    > Spotify beweißt auch wie schwer es ist das ganze System zu finanzieren.
    > Stellt euch mal vor die würden nur die abos haben. Dann wären die schon
    > pleite.

    Die anderen Musikflat-Anbieter, die _nur_ über Abomodelle arbeiten, beweisen Dir das Gegenteil.

    > Nicht weil Sie es nicht hinbekommen, sondern weil es keiner zahlen will.
    >
    > Es läuft immer drauf hinaus das die Dinge Geld kosten, wenn Sie keiner
    > umsonst macht.

    Das stimmt schlicht und ergreifend nicht. Ich höre immer wieder, besonders im Zusammenhang mit Serien-/Filmstreaming, dass die Leute bereit wären sogar mehr zu zahlen, als derzeit veranschlagt wird, wenn denn das Angebot auch nur im Ansatz den Umfang und Komfort von illegalen Angeboten erreichte. Wir müssen uns nichts weis machen: Ein Bezahlangebot kann nie so sein, wie die illegalen. Aber wenn es denn nur grob in die Richtung ginge. Stattdessen hinkte bei meinem damaligen Watchever-Versuch Big Bang Theory (also eine aktuelle und erfolgreiche Serie) 3 ganze Staffeln (also 3 Jahre!) hinter der aktuellen US Staffel. Teilweise nur SD. Und nur auf deutsch. Dafür geb ich mein Geld nicht aus..

    "So you tried to use the computer and it started smoking? Sounds like a Mac to me.." - Louis Rossmann https://www.youtube.com/watch?v=eL_5YDRWqGE&t=60s

  6. Re: Warum keine Warez?

    Autor: Anonymer Nutzer 17.09.14 - 16:01

    Clown schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Big Bang Theory
    > (also eine aktuelle und erfolgreiche Serie) 3 ganze Staffeln (also 3
    > Jahre!) hinter der aktuellen US Staffel. Teilweise nur SD. Und nur auf
    > deutsch. Dafür geb ich mein Geld nicht aus..

    Das bringt es genau auf den Punkt. Danke Dir.

  7. Re: Warum keine Warez?

    Autor: janitor 17.09.14 - 16:06

    Clown schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Deshalb können alte Serien eben nicht die gleichen Lizenzkosten erbringen,
    > wie neue Serien. Nicht mal im Ansatz.
    Kennst du die Lizenzkosten von alten Serien? Wie kommst du zu der Annahme, dass diese gleich hoch wären wie bei aktuellen Serien?


    > > Der inhaber der Lizenz wäre blöde das anders
    > > zu machen.
    > Eben nicht: Du kannst ein Überraschungs-Ei für 100 Euro anbieten. Wird aber
    > keiner kaufen. Also muss der Anbieter sich einen neuen Preis überlegen..
    Der Anbieter kann den Preis aber nicht beliebig festlegen. Er hat schließlich laufende Kosten, die gedeckt werden müssen und er möchte zusätzlich noch Geld verdienen. Diese <10¤/Monat sind schon äußerst knapp kalkuliert und man kann kaum große Gewinne damit erzielen.


    > > Außerdem macht Spotify keinen Gewinn. Die haben noch keinen Euro Gewinn
    > > gemacht. Das übersehen viele. Die das als Positiv Beispiel hernehmen.
    > >
    > > Spotify beweißt auch wie schwer es ist das ganze System zu finanzieren.
    > > Stellt euch mal vor die würden nur die abos haben. Dann wären die schon
    > > pleite.
    >
    > Die anderen Musikflat-Anbieter, die _nur_ über Abomodelle arbeiten,
    > beweisen Dir das Gegenteil.
    Die Musikindustrie erzielt ihre Gewinne größtenteils durch den Verkauf von physikalischen Datenträgern. Die Musikflats zu Dumpingpreisen sind lediglich ein Tropfen auf dem heißen Stein und lockt Nutzer, die sich sonst niemals Alben kaufen würden. Große Gewinne lassen sich damit nicht erzielen.

    > > Nicht weil Sie es nicht hinbekommen, sondern weil es keiner zahlen will.
    >
    > >
    > > Es läuft immer drauf hinaus das die Dinge Geld kosten, wenn Sie keiner
    > > umsonst macht.
    >
    > Das stimmt schlicht und ergreifend nicht. Ich höre immer wieder, besonders
    > im Zusammenhang mit Serien-/Filmstreaming, dass die Leute bereit wären
    > sogar mehr zu zahlen, als derzeit veranschlagt wird, wenn denn das Angebot
    > auch nur im Ansatz den Umfang und Komfort von illegalen Angeboten
    > erreichte. Wir müssen uns nichts weis machen: Ein Bezahlangebot kann nie so
    > sein, wie die illegalen. Aber wenn es denn nur grob in die Richtung ginge.
    > Stattdessen hinkte bei meinem damaligen Watchever-Versuch Big Bang Theory
    > (also eine aktuelle und erfolgreiche Serie) 3 ganze Staffeln (also 3
    > Jahre!) hinter der aktuellen US Staffel. Teilweise nur SD. Und nur auf
    > deutsch. Dafür geb ich mein Geld nicht aus..
    Dass der Wille mehr zu zahlen verbreitet sei, ist lediglich eine Vermutung von dir. Ich glaube nicht, dass dies auf die Mehrheit der Konsumer hier in Deutschland zutrifft. Warum auch, wir bekommen unser Material ja auch kostenlos im Free-TV.

  8. Re: Warum keine Warez?

    Autor: janitor 17.09.14 - 16:11

    david_rieger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Clown schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Big Bang Theory
    > > (also eine aktuelle und erfolgreiche Serie) 3 ganze Staffeln (also 3
    > > Jahre!) hinter der aktuellen US Staffel. Teilweise nur SD. Und nur auf
    > > deutsch. Dafür geb ich mein Geld nicht aus..
    >
    > Das bringt es genau auf den Punkt. Danke Dir.
    Das ist doch wirklich kein Wunder. Was meinst du kostet es die Streaminganbieter die aktuellen Staffeln dieser enorm populären Serie zu lizenzieren? Die Lizenzkosten müssen durch eine höhere Abonnentenzahl (dadurch steigen aber wieder die Lizenzkosten) oder durch einen höheren Abo-Preis refinanziert werden. Ein Flatrate-Modell kann nur dann funktionieren, wenn die wenig-Nutzer die viel-Nutzer ausgleichen und somit subventionieren. Die Streaming-Anbieter machen das schließlich auch um Geld zu verdienen.
    Bei (aktuellen) Filmen und Serien macht meiner Meinung nach ein Pay per View viel mehr Sinn.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.09.14 16:14 durch janitor.

  9. Re: Warum keine Warez?

    Autor: Clown 17.09.14 - 16:12

    janitor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Welche Fehler der Musikindustrie? Der mit Abstand überwiegende Teil des
    > Gewinns wird mit physischen Datenträger gemacht (www.musikindustrie.de

    Irrelevant. Ich rede über den Download-/Streamingbereich. Und da haben sie mit aller Gewalt versucht lächerlich drakonische DRM Maßnahmen durchzusetzen und sind damit gescheitert, weil der Kunde lieber illegale Angebote wahr genommen hat.

    > Das "normale Geschäft" läuft hervorragend und die Umsätze steigen von Jahr
    > zu Jahr (de.statista.com Der Großteil der Einnahmen wird aber durch Kino
    > und durch den Verkauf von physikalischen Datenträgern erzielt. Es ist doch
    > nicht verwunderlich, dass sich mit einer Flatrate zu einem Preis von einer
    > einzigen Bluray keine großen wirtschaftlichen Gewinne einfahren lassen.

    Das sind völlig unterschiedliche Unternehmensbereiche. Du dekontextualisierst meine Aussagen.

    > Warum sollten sie? Die Einnahmen steigen und steigen seit jahren.

    Nochmal: Nicht im Streaming-Bereich.

    > Inwiefern ist das Lizenzmodell veraltet? Ein Produzent produziert einen
    > Film/eine Serie und möchte damit Geld verdienen. Zum einen lässt er die
    > Kinos das Produkt lizenzieren, dann Publisher für Bluray und DVD, evtl.
    > VoD-Dienste und Pay-TV und irgendwann Free-TV. Dadurch kann er seinen
    > Gewinn maximieren. Funktioniert doch perfekt. Was willst du konkret daran
    > ändern?

    Es geht um ein tragbares Modell für Flatrate-Streamingdienste. Das sind nicht unbedingt Drittanbieter. Watchever z.B. gehört zu Vivendi. Die haben also durchaus ein Interesse daran, dass ein Streamingportal funktioniert, sonst hätten sie es nicht ins Leben gerufen.
    Übliche Lizenzmodelle allerdings halten die Kunden nicht bei der Stange, weil die Konsequrenz daraus das aktuelle Angebot ist, das für die Masse (also da, wo das Geld zu holen ist) uninteressant ist. Also muss da was verändert werden, um der Nachfrage gerecht zu werden. Aber natürlich können sies auch sein lassen und den Streamingmarkt einstampfen. Wäre mir genauso recht. Ein immer größer werdender Teil der Kunden will aber keine DVDs/BRs mehr kaufen. Und auch keine Videotheken. Und TV erst recht nicht.

    > Ja, die Marktwirtschaft. Die Filmindustrie produziert die Filme und Serien
    > nicht um dich zu unterhalten, sondern um (möglichst viel) Geld zu
    > verdienen.

    Können sie aber nicht, wenn der Kunde nicht bereit ist, für die vom Anbieter gewünschten Verbreitungswege Geld auszugeben. Also müssen sie sich anpassen. Angebot und Nachfrage. Auch das ist Marktwirtschaft.

    "So you tried to use the computer and it started smoking? Sounds like a Mac to me.." - Louis Rossmann https://www.youtube.com/watch?v=eL_5YDRWqGE&t=60s

  10. Re: Warum keine Warez?

    Autor: Anonymer Nutzer 17.09.14 - 16:14

    janitor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum auch, wir bekommen unser Material ja auch
    > kostenlos im Free-TV.

    Gekürzt und zusammengeschnitten, brüllende Werbung, feste Sendezeiten, Wiederholungen morgens um drei, kein O-Ton, kein Pausieren. Warum beschweren sich die Leute eigentlich?

  11. Re: Warum keine Warez?

    Autor: Clown 17.09.14 - 16:17

    PiranhA schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da hast du aber mehr Vertrauen in die Industrie als ich. Gesunder
    > Menschenverstand ist da keine Vorraussetzung.

    Hmja, vielleicht bin ich auch zu optimistisch ;)

    > Wo gehören die Flats von Watchever oder Amazon zum normalen Geschäft? Das
    > ist doch eben gerade das VOD Geschäft, wo wir hin wollen. Mit dem normalen
    > Geschäft meinte ich Kino, Free-TV, Pay-TV, DVDs, BluRays, etc.
    > Die Pay-Per-View Angebote rentieren sich auch. Nur die Flats eben nicht.

    Das ist am Ende aber das, was die Masse der westlichen Länder von ihren Anbietern erwartet. Und das hat natürlich auch Vorteile für den Anbieter: So muss er sich nicht mehr um die Produktion, Lagerung, Vertrieb etc pp von physikalischen Kopien kümmern und muss den entstandenen Gewinn nicht mehr etlichen Zwischenstationen teilen.

    > Darauf wird es wohl hinauslaufen. Aber das ist eben ein Prozess, der
    > mehrere Jahre dauert. Netflix und Amazon haben da die Zeichen der Zeit
    > erkannt und geben den Kunden was sie wollen durch Eigenproduktionen. Früher
    > oder später werden es die anderen auch kapieren, aber das dauert eben.

    Ja das dauert. Allein schon deshalb, weil viele Verträge schon vor Jahren abgeschlossen wurden und teilweise immer noch laufen. Die wären blöde diese Verträge zu brechen. Ich sehe ja auch, dass ein Anfang gemacht ist und ich bin mir sogar relativ sicher, dass sich die Anbieter sogar bewusst sind, was der Kunde denn möchte. Ich verstehe aber nicht, dass sie das nicht auch kommunizieren.

    "So you tried to use the computer and it started smoking? Sounds like a Mac to me.." - Louis Rossmann https://www.youtube.com/watch?v=eL_5YDRWqGE&t=60s

  12. Re: Warum keine Warez?

    Autor: Clown 17.09.14 - 16:20

    Ich verstehe das Problem nicht: Ich wäre auch bereit 20 Euro im Monat zu zahlen um dafür die aktuellen Folgen in HD und auf englisch (also ohne Synchronisationskosten) zu schauen. Gerne. Vielleicht auch noch mehr.
    Zudem: Je aktueller und breiter das Angebot, desto mehr Abos lassen sich abschließen. Selbst Wenig-Nutzer, denn der gemeine Kunde hält sich gerne alle Türen offen :)

    "So you tried to use the computer and it started smoking? Sounds like a Mac to me.." - Louis Rossmann https://www.youtube.com/watch?v=eL_5YDRWqGE&t=60s

  13. Re: Warum keine Warez?

    Autor: janitor 17.09.14 - 16:27

    Clown schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich verstehe das Problem nicht: Ich wäre auch bereit 20 Euro im Monat zu
    > zahlen um dafür die aktuellen Folgen in HD und auf englisch (also ohne
    > Synchronisationskosten) zu schauen. Gerne. Vielleicht auch noch mehr.
    > Zudem: Je aktueller und breiter das Angebot, desto mehr Abos lassen sich
    > abschließen. Selbst Wenig-Nutzer, denn der gemeine Kunde hält sich gerne
    > alle Türen offen :)
    Dann erkläre ich es dir.
    Ein Gedankenexperiment. Eine einzelne Folge einer Serie kostet auf Amazon ca 2,50¤ (für dieses Beispiel). Für eine einzelne Serie mit 12 Folgen macht dies bereits 30¤.
    Angenommen du möchtest diesen Dienst jetzt als Flatrate anbieten und legst den monatlichen Preis bei 30¤/Monat fest. Für jeden Nutzer, der 2 Serien in einem Monat anschaut, muss es einen Nutzer geben, der überhaupt keine Serie anschaut und einfach so zahlt. Nur dann trägt sich das Flatrate-Modell.
    Kurz gesagt: Die Produzenten wollen mit ihren Produkten Geld verdienen und diese anfangs möglichst teuer verkaufen. Das Flatratemodell eignet sich dafür überhaupt gar nicht und würde die Preise utopisch in die Höhe treiben.
    Das Streaming-Flatrate-Modell hat also etwas von Free-TV. Man sucht sich als Anbieter die Serien/Filme mit dem besten Preisleistungsverhältnis aus und diese sind nun einmal etwas älter und bereits im Kino und auf DVD erschienen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.09.14 16:29 durch janitor.

  14. Re: Warum keine Warez?

    Autor: Clown 17.09.14 - 16:30

    janitor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kennst du die Lizenzkosten von alten Serien? Wie kommst du zu der Annahme,
    > dass diese gleich hoch wären wie bei aktuellen Serien?

    Im Gegenteil: Ich nehme an, dass diese deutlich weniger kosten. Aber richtig: Es ist nur eine Annahme.

    > Der Anbieter kann den Preis aber nicht beliebig festlegen. Er hat
    > schließlich laufende Kosten, die gedeckt werden müssen und er möchte
    > zusätzlich noch Geld verdienen. Diese <10¤/Monat sind schon äußerst knapp
    > kalkuliert und man kann kaum große Gewinne damit erzielen.

    Wie bei allen Produkten, die mit Gewinnorientierung auf den Markt geworfen werden, lässt sich das große Geld über die Masse machen. Deshalb ist es wichtig das Angebot interessant zu machen, um möglichst viele Kunden zu erreichen. Das ist mit dem derzeitigen Angebot nicht möglich.

    > Die Musikindustrie erzielt ihre Gewinne größtenteils durch den Verkauf von
    > physikalischen Datenträgern. Die Musikflats zu Dumpingpreisen sind
    > lediglich ein Tropfen auf dem heißen Stein und lockt Nutzer, die sich sonst
    > niemals Alben kaufen würden. Große Gewinne lassen sich damit nicht
    > erzielen.

    Missverständnis: Der Streaminganbieter (z.B. Deezer oder Napster) verdient sehr wohl ganz gut daran und hat nichts mit dem Verkauf von physikalischen Datenträgern zu tun. Die Lizenzen von den Musikanbietern sind mit den Flat-Gebühren also bezahlt und Gewinn machen die Firmen auch.

    > Dass der Wille mehr zu zahlen verbreitet sei, ist lediglich eine Vermutung
    > von dir. Ich glaube nicht, dass dies auf die Mehrheit der Konsumer hier in
    > Deutschland zutrifft. Warum auch, wir bekommen unser Material ja auch
    > kostenlos im Free-TV.

    Das ist eine Vermutung, ja. Basierend auf Gesprächen mit dutzenden Interessenten. Ich behaupte gar nicht, dass das repräsentativ wäre. Ich weiß allerdings auch, dass viele dieser Interessenten der Industrie gar kein Geld geben (auch nicht in Form von TV Gucken) und lieber illegale Angebote nutzen und dafür sogar Geld ausgeben (Premium-Accounts bei OneClick-Hostern etc). Das ist sicherlich nicht im Interesse der Industrie.

    "So you tried to use the computer and it started smoking? Sounds like a Mac to me.." - Louis Rossmann https://www.youtube.com/watch?v=eL_5YDRWqGE&t=60s

  15. Re: Warum keine Warez?

    Autor: Clown 17.09.14 - 16:41

    janitor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann erkläre ich es dir.
    > Ein Gedankenexperiment. Eine einzelne Folge einer Serie kostet auf Amazon
    > ca 2,50¤ (für dieses Beispiel). Für eine einzelne Serie mit 12 Folgen macht
    > dies bereits 30¤.
    > Angenommen du möchtest diesen Dienst jetzt als Flatrate anbieten und legst
    > den monatlichen Preis bei 30¤/Monat fest. Für jeden Nutzer, der 2 Serien in
    > einem Monat anschaut, muss es einen Nutzer geben, der überhaupt keine Serie
    > anschaut und einfach so zahlt. Nur dann trägt sich das Flatrate-Modell.
    > Kurz gesagt: Die Produzenten wollen mit ihren Produkten Geld verdienen und
    > diese anfangs möglichst teuer verkaufen. Das Flatratemodell eignet sich
    > dafür überhaupt gar nicht und würde die Preise utopisch in die Höhe
    > treiben.
    > Das Streaming-Flatrate-Modell hat also etwas von Free-TV. Man sucht sich
    > als Anbieter die Serien/Filme mit dem besten Preisleistungsverhältnis aus
    > und diese sind nun einmal etwas älter und bereits im Kino und auf DVD
    > erschienen.

    Die Rechnung halte ich für viel zu kurz gedacht:
    Gehen wir davon aus, dass diese besagte Staffel 30 Euro im Download kostet. Gleichzeitig kommt diese Staffel als physikalischer Datenträger raus für ebenfalls 30 Euro. In diesen 30 Euro sind allerdings Herstellungskosten, Vertriebskosten, Lagerungskosten, Versand, Gewinne von Zwischen- und Großhändlern etc pp schon enthalten. Nach dem Anschauen kann ich den Datenträger verleihen oder sogar verkaufen. Der Anbieter weiß das. Trotzdem rentiert sich das für ihn.
    Für den Download wird ein Bruchteil davon an Traffickosten benötigt. Das wars. IdR bin ich durch DRM Maßnahmen an einen Account gebunden. Verkauf/Verleih unmöglich. Die meisten AGB stellen darüber hinaus klar, dass durch das Angebot das Produkt salopp gesagt nur gemietet ist. Der Anbieter kann Dir quasi jederzeit den Zugang sperren.
    Warum sind diese Sachen also so teuer? Du hast es selbst erkannt: Weil der Hersteller seinen Gewinn maximieren will. Nicht aber, weil das extrem knapp kalkuliert ist.
    Würden da tatsächlich die Preise realistisch umgerechnet, so dass ein Flatrate-Modell über Viel- und Weniggucker querfinanziert wird, landet man am Ende problemlos bei einem Preis, den der Kunde gerne bereit ist zu zahlen. Womit man wieder die Masse anspräche. Geht aber nicht, weil der Hersteller seinen Gewinn maximieren will.

    "So you tried to use the computer and it started smoking? Sounds like a Mac to me.." - Louis Rossmann https://www.youtube.com/watch?v=eL_5YDRWqGE&t=60s

  16. Re: Warum keine Warez?

    Autor: janitor 17.09.14 - 17:15

    Clown schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Rechnung halte ich für viel zu kurz gedacht:
    > Gehen wir davon aus, dass diese besagte Staffel 30 Euro im Download kostet.
    > Gleichzeitig kommt diese Staffel als physikalischer Datenträger raus für
    > ebenfalls 30 Euro. In diesen 30 Euro sind allerdings Herstellungskosten,
    > Vertriebskosten, Lagerungskosten, Versand, Gewinne von Zwischen- und
    > Großhändlern etc pp schon enthalten. Nach dem Anschauen kann ich den
    > Datenträger verleihen oder sogar verkaufen. Der Anbieter weiß das. Trotzdem
    > rentiert sich das für ihn.
    > Für den Download wird ein Bruchteil davon an Traffickosten benötigt. Das
    > wars. IdR bin ich durch DRM Maßnahmen an einen Account gebunden.
    > Verkauf/Verleih unmöglich. Die meisten AGB stellen darüber hinaus klar,
    > dass durch das Angebot das Produkt salopp gesagt nur gemietet ist. Der
    > Anbieter kann Dir quasi jederzeit den Zugang sperren.
    > Warum sind diese Sachen also so teuer? Du hast es selbst erkannt: Weil der
    > Hersteller seinen Gewinn maximieren will. Nicht aber, weil das extrem knapp
    > kalkuliert ist.
    > Würden da tatsächlich die Preise realistisch umgerechnet, so dass ein
    > Flatrate-Modell über Viel- und Weniggucker querfinanziert wird, landet man
    > am Ende problemlos bei einem Preis, den der Kunde gerne bereit ist zu
    > zahlen. Womit man wieder die Masse anspräche. Geht aber nicht, weil der
    > Hersteller seinen Gewinn maximieren will.
    Dein Gegenargument gegen diese Rechnung ist also, dass DVD-Preise billiger seien. Wir haben doch schon lange geklärt, dass Filme und Serien sich in mehre Stadien unterteilen lassen. 1. Hype erzeugen 2. extrem teuer über Kino und Pay-TV lizenzieren lassen 3. DVD/Bluray/Streaming 4. Free-TV/Streaming.
    Du möchtest Filme und Serien ja sofort haben, musst also nicht mit DVD konkurrieren, sondern mit Pay-TV und Kino. Die Streaming-Preise müssten sich also daran orientieren.
    Letztlich scheitert es daran, dass du selbst andere Vorstellung vom Verkaufspreis von neuen Filmen/Serien hast als die Publisher.
    Ich bleibe dabei, ein Streaming macht nur Sinn für ältere Produkte, die bereits im Kino gelaufen sind und "über den Berg" hinüber sind. Nur dann kann man einigermaßen preiswerte Abopreise erzielen. Natürlich von einzelnen Lock-Angeboten einmal abgesehen.
    Wir leben schließlich in einer Marktwirtschaft und jeder hat das Interesse seinen Gewinn zu maximieren.

    Ich gebe dir aber Recht, es fehlt ein pay-per-view Angebot, bei dem man ganz aktuelle amerikanische Serien zu einem entsprechend hohen Preis anschauen kann. Oft hat man gar nicht die Möglichkeit die Serien legal zu schauen, auch wenn man bereit wäre horrende Preise zu bezahlen.

    Ich muss aber zugeben, dass es mir selbst nicht wichtig ist immer die aktuellsten Staffeln anzuschauen und ich kenne auch ganz wenige, die solche Preise zahlen würden. Da warte ich doch lieber ein Jahr und schaue mir so lange andere Serien/Filme an. Auswahl gibt es genug.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.09.14 17:19 durch janitor.

  17. Re: Warum keine Warez?

    Autor: Clown 17.09.14 - 17:37

    janitor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dein Gegenargument gegen diese Rechnung ist also, dass DVD-Preise billiger
    > seien. Wir haben doch schon lange geklärt, dass Filme und Serien sich in
    > mehre Stadien unterteilen lassen. 1. Hype erzeugen 2. extrem teuer über
    > Kino und Pay-TV lizenzieren lassen 3. DVD/Bluray/Streaming 4.
    > Free-TV/Streaming.

    Ja, wobei ich Kino ausklammern würde. Das ist noch mal eine ganz eigene Welt.

    > Du möchtest Filme und Serien ja sofort haben, musst also nicht mit DVD
    > konkurrieren, sondern mit Pay-TV und Kino. Die Streaming-Preise müssten
    > sich also daran orientieren.

    Korrekt, mit Einschränkung. Siehe weiter unten..

    > Letztlich scheitert es daran, dass du selbst andere Vorstellung vom
    > Verkaufspreis von neuen Filmen/Serien hast als die Publisher.
    > Ich bleibe dabei, ein Streaming macht nur Sinn für ältere Produkte, die
    > bereits im Kino gelaufen sind und "über den Berg" hinüber sind. Nur dann
    > kann man einigermaßen preiswerte Abopreise erzielen. Natürlich von
    > einzelnen Lock-Angeboten einmal abgesehen.
    > Wir leben schließlich in einer Marktwirtschaft und jeder hat das Interesse
    > seinen Gewinn zu maximieren.

    Als potentieller Kunde habe ich grundsätzlich eine andere Preisvorstellung als der Anbieter ;) Die Frage ist ja eher, wie kompromissbereit beide Parteien sind..
    Der Punkt ist aber der, dass der mit Abstand größte Teil des Angebots IMMER alte (wobei hier die Frage ist, ab wann "alt" gilt***) Filme und Serien sind. Also genau die, die sich mit den DVD-Verkäufen messen lassen müssen. Das liegt allein schon daran, dass es einen Maximaloutput an Serien- und Filmneuproduktionen gibt, das Archiv hingegen streng monoton größer wird. Schlimmer sogar: Häufig sind Film- und Serien-Datenträger selbst von Neuproduktionen schon nach erstaunlich kurzer Zeit zu Preisen unterhalb der 20 Euro Grenze zu finden.

    > Ich gebe dir aber Recht, es fehlt ein pay-per-view Angebot, bei dem man
    > ganz aktuelle amerikanische Serien zu einem entsprechend hohen Preis
    > anschauen kann. Oft hat man gar nicht die Möglichkeit die Serien legal zu
    > schauen, auch wenn man bereit wäre horrende Preise zu bezahlen.

    Das wäre vlt eine Möglichkeit: Die Preise wie sie jetzt sind, dafür das Angebot mit Archivmaterial deutlich aufstocken (da kommen wir dann wieder an die Frage mit der Lizensierung, die mE in der Form nicht gehalten werden kann). Und zusätzlich dazu einen Aufpreis, wenn aktuelle Serienfolgen und zusätzlich Filme nach Pay-TV Verwurstung (was mittlerweile ja sehr schnell nach Kino passiert) gewünscht sind. Dann ist man sogar flexibel genug, um die Gelegenheitsgucker zufrieden zu stellen.

    > Ich muss aber zugeben, dass es mir selbst nicht wichtig ist immer die
    > aktuellsten Staffeln anzuschauen und ich kenne auch ganz wenige, die solche
    > Preise zahlen würden. Da warte ich doch lieber ein Jahr und schaue mir so
    > lange andere Serien/Filme an. Auswahl gibt es genug.

    So ganz aktuell muss ich das auch nicht haben. Mir reichen da auch 2-3 Monate mindestens; ich habe sonst auch genug zu tun, um den Tag zu füllen. Aber ich verstehe, dass es viele gibt, die da etwas anderes erwarten. Und ich verstehe vor allem, dass die aktuellen Portale diese Kunden mit dem aktuellen Angebot nicht gewinnen können.

    "So you tried to use the computer and it started smoking? Sounds like a Mac to me.." - Louis Rossmann https://www.youtube.com/watch?v=eL_5YDRWqGE&t=60s

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