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Digitalpakt Schule ist ...

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  1. Digitalpakt Schule ist ...

    Autor: floxiii 13.06.19 - 02:25

    ... größtenteils rausgeworfenes Geld. Wenn ich da "Schulen müssen deshalb überall auf schnelles Internet zurückgreifen können und über entsprechende Anzeigegeräte wie Smartboards verfügen." und von "digitaler Kompetenz" lese, habe ich den Eindruck, dass die Verantwortlichen wenig Ahnung haben, welche Anforderungen in der vielzitierten "Industrie 4.0" wirklich relevant sind.

    https://www.bildung-forschung.digital/de/der-digitalpakt-schule-kommt-2330.html

  2. Re: Digitalpakt Schule ist ...

    Autor: M.P. 13.06.19 - 06:51

    floxiii schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > dass die Verantwortlichen wenig Ahnung haben,
    > welche Anforderungen in der vielzitierten "Industrie 4.0" wirklich relevant
    > sind.

    Dazu vier Fragen:
    Weißt Du es denn?
    Kann man in Richtung Industrie 4.0 lehren ohne Internet-Anschluss der Schule?
    Fokussieren der Schulbildung auf die Formung brauchbarere Arbeitsbienen für die Industrie 4.0?
    Was ist an Smartboards verwerflich?

  3. Re: Digitalpakt Schule ist ...

    Autor: budweiser 13.06.19 - 07:04

    > Was ist an Smartboards verwerflich?

    Dass die Dinger in der Praxis nicht genutzt werden, oder zumindest nicht so dass sie irgend einen Vorteil ggü der alten Kreidetafel bieten.

  4. Re: Digitalpakt Schule ist ...

    Autor: Peter Brülls 13.06.19 - 07:25

    floxiii schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... größtenteils rausgeworfenes Geld. Wenn ich da "Schulen müssen deshalb
    > überall auf schnelles Internet zurückgreifen können und über entsprechende
    > Anzeigegeräte wie Smartboards verfügen." und von "digitaler Kompetenz"
    > lese, habe ich den Eindruck, dass die Verantwortlichen wenig Ahnung haben,
    > welche Anforderungen in der vielzitierten "Industrie 4.0" wirklich relevant
    > sind.
    >


    Ich misstraue jedem Beitrag zur Schule, der diese als vorgeschaltete Ausbildung für Arbeitnehmer sieht denn als Stätte der Bildung.

  5. Re: Digitalpakt Schule ist ...

    Autor: elidor 13.06.19 - 07:46

    Einen schnellen Internetanschluss finde ich durchaus wichtig. Die Schüler sollen früh lernen sich Informationen aus dem Internet zu holen und diese entsprechend zu filtern.

    Bei den Smartboards gebe ich dir recht. Die Smartboard-Funktionalität, die über den Beamer hinausgeht ist nicht wirklich hilfreich. Allerdings bin ich der Meinung, dass man Schrift auf Whiteboards deutlich besser lesen kann, als auf Kreidetafeln. Insbesondere, wenn mehr Farben verwendet werden.

  6. Re: Digitalpakt Schule ist ...

    Autor: nykiel.marek 13.06.19 - 08:10

    Genauso sehe ich das auch. Danke!
    LG, MN

  7. Re: Digitalpakt Schule ist ...

    Autor: gast22 13.06.19 - 08:19

    Smartboards sind meiner Meinung nach veraltete Technik.

    Bei einem Stückpreis von ca. 4000 - 6000 Euro kann man eine Schule nur sehr langfristig ausstatten. Ergebnis: Der Lehrer hat eine Spielwiese und Schüler dürfen ab und zu suchmal mitspielen, sprich an die Tafel und etas verschieben. Wohlgemerkt nur einer zu einem Zeitpunkt. Alle anderen müssen zusehen.

    Viel effektiver mit gleichem oder besserem Resultat:

    Ein TV mit 163 cm Diagonale kostet 700 Euro. Eine Wandhalterung ca. 70 Euro. Eine Box, die Endgeräte mit dem TV kabellos verbindet und das Gerät als Screen verwendet ca. 150 Euro. 1000 Euro pro Klassenraum. Wäre denn das Endgerät ein Tablet, z.B. ein iPad, was an den meisten Schulen genutzt wird, so kann ich mein TabletScreen auf das Tv spiegeln. Habe unendlich viele Apps, das ganze Internet und mit dem Stift kann ich schreiben und zeichnen wie ich will, ebenfalls mit Schritt-Zurück-Taste.

    Perspektivisch können aber auch alle Schüler auf das TV zugreifen und ihre Lernprodukte oder Fundstellen im Internet der Klasse präsentieren - vorausgesetzt sie haben ebenfalls ein Tablett.

    Der große Unterschied sind die vielen Apps, die vielen von Schülern erstellten Lernprodukte (eBook, Lernfilm, Dokumentation, MindMaps usw.) und damit die Einbeziehung eben aller Schüler in die "Tafelarbeit" - zu jeder Zeit und ganz unkompliziert und zuverlässig.

  8. Re: Digitalpakt Schule ist ...

    Autor: whitbread 13.06.19 - 08:26

    So ein Quark - jede Schule hat einen Telefonanschluss; und den gibt es heute nunmal kaum noch ohne DSL-Anschluss. 16MBit reichen für Internet im Unterricht locker aus, meist gibt es ja aber bereits 50 oder 100. Entscheidend ist die Frage, wie das Internet in die einzelnen Klassenräume kommt.
    Hier sind die Schulen vom Know-How her soweit weg, dass die sich jeden Mist verkaufen lassen. Das ist also mal wieder ein Lobbygeschenk, von dem die Schüler nix haben.
    Ich würde ja einfach Freifunk in jede Schule bringen. Neben überschaubaren Kosten ist hier aufgrund der meist hoch engagierten Initiativen vor Ort ein echter Know-How-Transfer möglich und die Schulen lernen, was ‚freies‘ Netz wirklich heisst. Hier wäre allerdings ggf. tatsächlich eine andere Anbindung notwendig.
    Kurzum: Digitalpakt Schule klingt toll ist in der Realität aber leider Mist.

  9. Re: Digitalpakt Schule ist ...

    Autor: Sharra 13.06.19 - 08:44

    Wenn ich so einen Stuss lese... 16Mbit reichen aus. Ja, reichen sie. PRO 5-10 Schüler vielleicht verdammt noch mal. Und selbst das wird mitunter schon knapp. Erst recht dann, wenn keine Adblocker und so weiter genutzt werden, und 99% des Datenvolumens überflüssiger Müll ist, den eigentlich niemand interessiert, aber zwangsübermittelt wird.

    Dir alleine mögen 16Mbit unzweifelhaft immer noch ausreichen, vor allem im täglichen Gebrauch. Das nehme ich dir ohne weiteres ab. Würde es mir auch, aber ich zahle eben ein paar Euronen mehr für 50Mbit, weil ich es satt hatte bei Downloads ewig zu warten. Im Alltag würden hier 16Mbit auch ausreichen, und das für einen 2.5 Personen Haushalt.

    Aber wäre das nur einen Klacks mehr an Nutzung wären 16Mbit der absolute Flaschenhals.
    Und du Scherzkeks verlangst allen ernstes, eine gesamte Schule, mit hunderten von Schülern soll an einer mickrigen 16Mbit Leitung hängen?

  10. Re: Digitalpakt Schule ist ...

    Autor: RicoBrassers 13.06.19 - 08:45

    gast22 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Smartboards sind meiner Meinung nach veraltete Technik.
    >
    > Bei einem Stückpreis von ca. 4000 - 6000 Euro kann man eine Schule nur sehr
    > langfristig ausstatten. Ergebnis: Der Lehrer hat eine Spielwiese und
    > Schüler dürfen ab und zu suchmal mitspielen, sprich an die Tafel und etas
    > verschieben. Wohlgemerkt nur einer zu einem Zeitpunkt. Alle anderen müssen
    > zusehen.

    Hier muss ich wiedersprechen. Ich war auf einer recht modern ausgestatteten Schule (2006 gebaut) mit Smartboards, Rechner und Whiteboard (bzw. Kreidetafel in den naturwissenschaftlichen Räumen) in jedem Unterrichtsraum.
    Während einige Lehrer vom Smartboard überhaupt keinen Gebrauch gemacht haben und einige Lehrer die Dinger zumindest als Projektionsfläche für den Beamer genutzt haben, gab es auch Lehrer, die die Smartboards auch tatsächlich genutzt haben - ich erinnere mich noch grob daran, dass bspw. meine ehemalige Mathe-Lehrerin mal über den Beamer einen Kurzfilm gezeigt hat und dann im pausierten Video auf dem Smartboard gezeichnet hat, um einen Sachverhalt zu erklären.

    Wir haben stellenweise sogar ganze Versuchsprotokolle im Physik- und Chemieunterricht am Smartboard geschrieben (nicht getippt!) und so das Smartboard oft als Tafelersatz genutzt - mit dem Vorteil, dass die Unterrichtsaufzeichnungen gleich digital vorhanden waren (für abwesende Schüler und damit sich die Schüler auf den Unterricht und nicht auf das Abschreiben konzentrieren können).

    Ich würde mal behaupten, dass Beamer und Smartboard in meiner Schulzeit genauso integraler Bestandteil des Unterrichts waren, wie das Whiteboard/die Kreidetafel. Und zwar nicht nur als "Spielwiese" für den Lehrer.

    Gerade deshalb ist es auch so wichtig, eben nicht nur Technik zu investieren, sondern auch in die mediale Fortbildung der Lehrkräfte, damit diese das volle Potenzial der Technik auch nutzen können.

  11. Re: Digitalpakt Schule ist ...

    Autor: Speedy- 13.06.19 - 08:55

    Normalerweise kommentiere ich ja kaum etwas, aber als Systemadministrator der an 21 Baden-Württembergischen Schulen für die Digitalisierung verantwortlich ist möchte ich auch mein Senf dazu abgegeben.


    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > floxiii schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > dass die Verantwortlichen wenig Ahnung haben,
    > > welche Anforderungen in der vielzitierten "Industrie 4.0" wirklich
    > relevant
    > > sind.
    >
    > Dazu vier Fragen:
    > Weißt Du es denn?
    > Kann man in Richtung Industrie 4.0 lehren ohne Internet-Anschluss der
    > Schule?
    > Fokussieren der Schulbildung auf die Formung brauchbarere Arbeitsbienen für
    > die Industrie 4.0?
    > Was ist an Smartboards verwerflich?

    Der Anschluss der Schulen ist ein riesen Problem da an den meisten unserer Schulen nur 6 000 bis 50 000 Leitungen zur Verfügung standen. Was sogar für kleine Schulen viel zu wenig ist. Dabei muss man bedenken das nicht nur die Schüler ins Internet müssen sondern auch die Sekretariatskräfte. Alleine diese Lasten je nach Schulgröße einen 50 000er Anschluss aus. Dazu muss ich erklären dass alle unsere Schulen per Site to Site zu einem großen Netzwerk zusammen geschaltet sind. Um so also die Dienste auf den zentralen Server bei uns oder des SCS Baden-Württemberg zu nutzen ist so schon viel Bandbreite nötig.

    Zu der Pädagogischen Ausstattung muss ich sagen setzen wir zur Zeit auf 1- 2 PC Räume je nach schule, bei denen diese aber auch aus Laptops bestehen können. Außerdem gibt es in jedem Klassenzimmer WLAN ( nur für schuleigene Geräte) dann werden noch 1-2 Klassensätze an iPads verwendet. Außerdem soll / gibt es in jedem Klassenzimmer einen Beamer sowie eine Dokumentenkamera die dem Tageslichtprojektor ersetzt.
    Smartboards verwenden wir nicht da diese nach unseren Tests als sinnlos eingestuft wurden. Und all das ist nur dir Grundausstattung die bis Mitte nächstes Jahr umgesetzt werden soll. Das Projekt läuft bei uns seit 2 1/2 Jahren und geht jetzt Dank des Digitalpakts erst so richtig los da davor alles von den Schulträgern finanziert werden musste.

    Das größte Problem meiner Meinung nach ist nicht das die Lehrer daß nicht nutzen sondern daß es einfach an der Infrastruktur mangelt (schlechtes Internet , schlechte Verkabelung in den Gebäuden....) . Deswegen ist es nur nötig das das Geld hoffendlich zügig die Schulen erreicht. Wie sollen die Schulen den sonst den Schülern digitale Kompetenz vermitteln sowie für das spätere Berufsleben vorbereiten.

    Wer Fehler in dem Text findet darf sie gerne behalten, es schreibt sich leider schlecht in einer Ubahn in Tokio :) .



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.06.19 09:00 durch Speedy-.

  12. Re: Digitalpakt Schule ist ...

    Autor: mannzi 13.06.19 - 09:07

    gast22 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Viel effektiver mit gleichem oder besserem Resultat:
    >
    > Ein TV mit 163 cm Diagonale kostet 700 Euro. Eine Wandhalterung ca. 70
    > Euro. Eine Box, die Endgeräte mit dem TV kabellos verbindet und das Gerät
    > als Screen verwendet ca. 150 Euro. 1000 Euro pro Klassenraum. Wäre denn das
    > Endgerät ein Tablet, z.B. ein iPad, was an den meisten Schulen genutzt
    > wird, so kann ich mein TabletScreen auf das Tv spiegeln. Habe unendlich
    > viele Apps, das ganze Internet und mit dem Stift kann ich schreiben und
    > zeichnen wie ich will, ebenfalls mit Schritt-Zurück-Taste.
    >
    > Perspektivisch können aber auch alle Schüler auf das TV zugreifen und ihre
    > Lernprodukte oder Fundstellen im Internet der Klasse präsentieren -
    > vorausgesetzt sie haben ebenfalls ein Tablett.
    >
    > Der große Unterschied sind die vielen Apps, die vielen von Schülern
    > erstellten Lernprodukte (eBook, Lernfilm, Dokumentation, MindMaps usw.) und
    > damit die Einbeziehung eben aller Schüler in die "Tafelarbeit" - zu jeder
    > Zeit und ganz unkompliziert und zuverlässig.

    Du hast in deiner Rechnung noch ~30*500¤ für die IPads vergessen. Das ändert die Rechnung schonmal ziemlich stark. Zumal Tabletts aber auch (grade bei Schülern) nicht unbedingt 6-9 Jahre halten. Allein schon wegen Updatesupport.

  13. Re: Digitalpakt Schule ist ...

    Autor: Speedy- 13.06.19 - 09:17

    mannzi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > gast22 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Viel effektiver mit gleichem oder besserem Resultat:
    > >
    > > Ein TV mit 163 cm Diagonale kostet 700 Euro. Eine Wandhalterung ca. 70
    > > Euro. Eine Box, die Endgeräte mit dem TV kabellos verbindet und das
    > Gerät
    > > als Screen verwendet ca. 150 Euro. 1000 Euro pro Klassenraum. Wäre denn
    > das
    > > Endgerät ein Tablet, z.B. ein iPad, was an den meisten Schulen genutzt
    > > wird, so kann ich mein TabletScreen auf das Tv spiegeln. Habe unendlich
    > > viele Apps, das ganze Internet und mit dem Stift kann ich schreiben und
    > > zeichnen wie ich will, ebenfalls mit Schritt-Zurück-Taste.
    > >
    > > Perspektivisch können aber auch alle Schüler auf das TV zugreifen und
    > ihre
    > > Lernprodukte oder Fundstellen im Internet der Klasse präsentieren -
    > > vorausgesetzt sie haben ebenfalls ein Tablett.
    > >
    > > Der große Unterschied sind die vielen Apps, die vielen von Schülern
    > > erstellten Lernprodukte (eBook, Lernfilm, Dokumentation, MindMaps usw.)
    > und
    > > damit die Einbeziehung eben aller Schüler in die "Tafelarbeit" - zu
    > jeder
    > > Zeit und ganz unkompliziert und zuverlässig.
    >
    > Du hast in deiner Rechnung noch ~30*500¤ für die IPads vergessen. Das
    > ändert die Rechnung schonmal ziemlich stark. Zumal Tabletts aber auch
    > (grade bei Schülern) nicht unbedingt 6-9 Jahre halten. Allein schon wegen
    > Updatesupport.

    iPads sind erstaunlicherweise günstig mit unter 300¤ pro Gerät.
    Bei ca 1000 iPads die wir zurzeit verwalten sind bis jetzt in der 3 Jahren nur 2 kaputt gemacht worden. Und das nicht von den Schülern sondern von Lehrern.

  14. Re: Digitalpakt Schule ist ...

    Autor: Spawn182 13.06.19 - 10:42

    whitbread schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So ein Quark - jede Schule hat einen Telefonanschluss; und den gibt es
    > heute nunmal kaum noch ohne DSL-Anschluss. 16MBit reichen für Internet im
    > Unterricht locker aus, meist gibt es ja aber bereits 50 oder 100.
    > Entscheidend ist die Frage, wie das Internet in die einzelnen Klassenräume
    > kommt.
    > Hier sind die Schulen vom Know-How her soweit weg, dass die sich jeden Mist
    > verkaufen lassen. Das ist also mal wieder ein Lobbygeschenk, von dem die
    > Schüler nix haben.
    > Ich würde ja einfach Freifunk in jede Schule bringen. Neben überschaubaren
    > Kosten ist hier aufgrund der meist hoch engagierten Initiativen vor Ort ein
    > echter Know-How-Transfer möglich und die Schulen lernen, was
    > ‚freies‘ Netz wirklich heisst. Hier wäre allerdings ggf.
    > tatsächlich eine andere Anbindung notwendig.
    > Kurzum: Digitalpakt Schule klingt toll ist in der Realität aber leider
    > Mist.

    Was für ein BS, die Schüler schauen zu hause Netflix und YouTube in 4K, aber ihre Lehrfilme sollen dann in 480p geschaut werden? Das erinnert mich an die guten alten OH Projektor Zeiten. Oder die ersten 15 Minuten im Informatik Unterricht, die verloren gingen, weil die Rechner erst booten mussten.
    Abgesehen von anderen Aufgaben, wie Webrecherche, vielleicht auch praktischen Übungen, wie mal eine App installieren oder Unterrichtmaterial runter laden.

    In D gab es 2017/18 8.369.513 Schüler bei 32.995 Schulen macht 253 Schüler pro Schule plus Lehrer. Selbst bei dieser vereinfachten Rechnung sollen also ca. 270 Personen gleichzeitig eine 16000er Leitung nutzen. Ist das dein Ernst?

    Wir brauchen ein unabhängiges Schulnetz, welches alle Bildungseinrichtungen mit Glasfaser verbindet, siehe Deutsches Forschungsnetze. 1GB sollte da das Minimum sein, mit Raum nach oben. Hier geht es um Bildung und das zahlt sich immer aus.

    Jeder Euro, der hier investiert wird päter zigfach zurückgezahlt, wer das nicht kapiert soll sich schön mit seinen 16000 Mbit im privaten zufrieden geben. Nur als Info auch hier ist diese Geschwindigkeit hoffnungslos veraltet.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.06.19 10:48 durch Spawn182.

  15. Re: Digitalpakt Schule ist ...

    Autor: wurzelhans 13.06.19 - 11:17

    Peter Brülls schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich misstraue jedem Beitrag zur Schule, der diese als vorgeschaltete
    > Ausbildung für Arbeitnehmer sieht denn als Stätte der Bildung.

    +99999999999999999999.

    Erinnert mich an die Diskussionen zum Manfred Spitzer Buch "Digitale Demenz": "Mag ja sein, dass das stimmt aber die Wirtschaft erwartet eben, dass....". Tolle neue Bildungswelt, Schulen als Vorlieferanten marktkonformer Köpfe anstelle eines humboldtscheln Bildungsideal.

  16. Re: Digitalpakt Schule ist ...

    Autor: richtchri 13.06.19 - 11:17

    Wie lässt sich denn der Humboldtsche Gedanke, der die Grundlage unseres Bildungssystem bildet, mit dem des Digitalpakts vereinigen?

    Der eine sagt platt ausgedrückt : je mehr Wissen eine Person hat desto besser.

    Der andere: je mehr wissen im Netz ist desto besser?

  17. Re: Digitalpakt Schule ist ...

    Autor: thinksimple 13.06.19 - 11:21

    elidor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Einen schnellen Internetanschluss finde ich durchaus wichtig. Die Schüler
    > sollen früh lernen sich Informationen aus dem Internet zu holen und diese
    > entsprechend zu filtern.
    >
    > Bei den Smartboards gebe ich dir recht. Die Smartboard-Funktionalität, die
    > über den Beamer hinausgeht ist nicht wirklich hilfreich. Allerdings bin ich
    > der Meinung, dass man Schrift auf Whiteboards deutlich besser lesen kann,
    > als auf Kreidetafeln. Insbesondere, wenn mehr Farben verwendet werden.


    Alles aus dem Internet. Nix mehr im eigenen Kopf.
    Ja das passt heutzutage. Sieht man ja.

    Rettet die Insekten. Selbst auf einem Balkon wär etwas Platz. Eine kleine Ecke vom Golfrasen an die Natur abtreten. Es wär so einfach

  18. Re: Digitalpakt Schule ist ...

    Autor: wurzelhans 13.06.19 - 11:28

    richtchri schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie lässt sich denn der Humboldtsche Gedanke, der die Grundlage unseres
    > Bildungssystem bildet, mit dem des Digitalpakts vereinigen?
    >
    > Der eine sagt platt ausgedrückt : je mehr Wissen eine Person hat desto
    > besser.
    >
    > Der andere: je mehr wissen im Netz ist desto besser?

    Auch wenn ich grundsätzlich den Einsatz von neuer Technik in Schulen skeptisch gegenüberstehe, weil ich gerne sehen würde dass neue Lernmethoden vorher auf Erfolg geprobt (d.h. studien) werden (und nicht blind eingesetzt weil neu und cool), beziehe ich mich hier weniger auf den Digitalpakt selbst als auf das mit der Bildungsdigitalisierung mitschwingende "Wir müssen das machen wegen der Industrie". Schule ist keine Berufsausbildung oder Industriesubventionierung, Schüler kein Produktionsfaktor.

  19. Re: Digitalpakt Schule ist ...

    Autor: bombinho 13.06.19 - 12:48

    budweiser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dass die Dinger in der Praxis nicht genutzt werden, oder zumindest nicht so
    > dass sie irgend einen Vorteil ggü der alten Kreidetafel bieten.

    Ich weiss nicht genau, in welchen Bildungseinrichtungen du dich herumtreibst, in den mir bekannten Bildungseinrichtungen waere Vieles ohne Smartboards in der zur Verfuegung stehenden Zeit gar nicht moeglich.

  20. Re: Digitalpakt Schule ist ...

    Autor: bombinho 13.06.19 - 12:59

    Speedy- schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das größte Problem meiner Meinung nach ist nicht das die Lehrer daß nicht
    > nutzen sondern daß es einfach an der Infrastruktur mangelt (schlechtes
    > Internet , schlechte Verkabelung in den Gebäuden....) . Deswegen ist es nur
    > nötig das das Geld hoffendlich zügig die Schulen erreicht. Wie sollen die
    > Schulen den sonst den Schülern digitale Kompetenz vermitteln sowie für das
    > spätere Berufsleben vorbereiten.

    Ja, definitiv. Ueberlastete Netzwerke mit uebler Organisation und untereinander vernetzte Bildungseinrichtungen nebst Hardware, die von jedem modernen Smartphone um Laengen geschlagen wird, sind wirklich Probleme. Das mag in einer Grundschule noch nicht so dramatisch sein aber in hoeheren Bildungseinrichtungen fehlt es dann an allen Ecken und Enden. Dann kommen Leute aus Kursen heraus, in denen die Zeit nur gereicht hat, einen vorgegebenen Ablauf mal durchzuspielen. Ganz wie in Lochbandzeiten.

    Und damit soll dann digitale Kompetenz aufgebaut werden? Okay, ist etwas schwierig, wenn man aber die Bildungszeiten verdoppelt oder verdreifacht, dann kann das auch was werden. Oder aber es stehen entsprechend nutzbare Ressourcen zur Verfuegung. Und zwar Jedem, der an der Bildungseinrichtung eingetragen ist und nicht nur den Gluecklichen, deren Lehrkraefte sich als Erste auf den Nutzungsplan setzen liessen. Schon pro forma, falls man es ja doch braucht. Bei derart knappen Ressourcen sind solche Schritte nicht ganz unueblich.

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