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Die Realität....

Für Konsolen-Talk gibt es natürlich auch einen Raum ohne nerviges Gedöns oder Flamewar im Freiraum!
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  1. Die Realität....

    Autor: TheTomas 05.03.21 - 10:50

    ... sieht leider so aus, dass selbst 75% Teilzeitstellen rar gesäht und nicht gerne gesehen werden. Jeder will gleich Vollzeitstellen denn es herrscht die irre Sorge, einen "nicht ganz" haben zu können. Nächster Punkt wäre Gewerbetätigkeit nebenher oder allein der Umstand, einen Teil seiner Freizeit in Open-Source Projekten zu investieren.

    Wenn ich privat in einem Schützen-, Fussball- oder Karnevalsverein bin ist das kein Problem. Aber wehe wenn jemand einen Commit oder PR in einem Open Source Projekt macht, dass auch nur gefühlt in der Nähe des Geschäfts ist. Dann ist die Rede von Vertrauensbruch oder gar Diebstahl. Man würde sein wertvolles Know-How aus dem Unternehmen tragen. Was für ein Bullshit!

    Es gibt Gründe warum ich 20 Jahre lang selbständig war und bin. Ja ich würde gerne in Teilzeit mein Know-How und Projekterfahrung an einem festen Arbeitgeber zur Verfügung stellen und meinem Leben mehr Sicherheit geben, gerade auch mit Blick in Richtung Altersvorsorge. Mich nicht von Projekt zu Projekt hangeln.

    Ich sehe das Problem aber in den kruden, fern ab von sämtlichen Realitäten befindlichen Denkweisen von HR und Verantwortlichen. Kein Wunder, das sind meist auch die gleichen im mittleren Management und in den Geschäftsführungen, die dabei sind mit Anlauf eine Digitalisierung in Ihren Unternehmen so richtig gegen die Wand zu fahren, die nicht mit kleinen, agilen und gleichberechtigten Projektteams arbeiten können, keine Fehlerkultur kennen und sich gegen Homeoffice-Arbeitsplätze widersetzen oder etwas von Work-Life Balance wissen wollen. Wenn ich nicht an einem Tag in der Woche was anderes mache, frei experimentiere, jenseits des Tellerrandes blicke, dann leidet auch die Arbeit darunter.

    Die geistige Armut und Unflexibilität sitzt meiner ganz persönlichen Erfahrung und Meinung meist "auf der anderen Seite". Die Hybris es besser zu wissen, was für einen gut und schlecht ist. Und mal Tacheles geschrieben: Das kotzt mich richtig an!



    7 mal bearbeitet, zuletzt am 05.03.21 11:04 durch TheTomas.

  2. Re: Die Realität....

    Autor: Steven Lake 05.03.21 - 11:32

    HomeOffice ist bei meinem Chef ein empfindliches Thema. Im ersten Lockdown kein Problem. Sonst aber nicht gern gesehen. Vor einiger Zeit hatten wir eine Diskussion, ob wir ins HomeOffice sollen, wenn wir hier Renovieren, bevor es wieder Richtung Kundenverkehr geht. Nein am liebesten aus den Konferenzräumen ein Großraumbüro machen und dann alle da ein pferchen. Corona Regeln?

    Ich habe das Gefühl dass bei einigen fest im Kopf eingebrannt ist, wer nicht pünktlich um 8 auf der Matte steht und seine 8 Stunden am Tag arbeitet, ist unproduktiv und faul. Gleitzeit ist in unserer Firma ein NoGo. Das beste was er uns geben konnte war 15 Minuten Kulanz was das zu spät ankommen angeht. 15 Minuten vorher kommen und 15 Minuten vorher gehen ist aber nicht drin.

  3. Re: Die Realität....

    Autor: Palerider 05.03.21 - 11:57

    das klingt wie ausgedacht aber man erlebt ja überall die tollsten Sachen... ich arbeite im ÖD, meine Frau bei einer Behörde - sowas gibt es selbst dort nicht mehr ansatzweise. Corona hatte hier wie da den Lerneffekt, dass Telearbeit (nicht Home Office, zumindest sprachlich ist man noch ÖD/Behörde) gut funktioniert. Die Zeiten die wir beide jeden Tag ins Büro gefahren sind, sind auf Dauer vorbei.

  4. Re: Die Realität....

    Autor: Oktavian 05.03.21 - 12:05

    > das klingt wie ausgedacht aber man erlebt ja überall die tollsten Sachen...

    Ach in so ner Firma hab ich auch mal gearbeitet. Es gibt dann auch welche mit klassischer Stechuhr, auch schon mitgemacht.

    > ich arbeite im ÖD, meine Frau bei einer Behörde - sowas gibt es selbst dort
    > nicht mehr ansatzweise. Corona hatte hier wie da den Lerneffekt, dass
    > Telearbeit (nicht Home Office, zumindest sprachlich ist man noch
    > ÖD/Behörde) gut funktioniert.

    Mit dem Begriff "Telearbeit" muss man tatsächlich aufpassen. Homeoffice, mobiles Arbeiten, arbeiten von Zuhause aus, Remote Arbeiten, das ist alles nicht wirklich definiert, dafür gibt es wenig Regelungen. Bei "Telearbeit" hingegen gilt (wenn auch eingeschränkt) die Arbeitsstättenverordnung. Deshalb scheuen Arbeitgeber diesen Begriff.

    > Die Zeiten die wir beide jeden Tag ins Büro
    > gefahren sind, sind auf Dauer vorbei.

    Ich denke auch, hier wird sich einiges verändern. Mein letzter Kunde war eine mittelgroße Versicherung, ganz klassisch auf Facetime fokussiert. Homeoffice-Tage wurden eher als Incentive verstanden. Jetzt während Corona hört man selbst von hohen Führungskräften, dass das erstaunlich gut funktioniert, und dass sie selbst auch nach Corona dauerhaft ein bis zwei Tage von zuhause aus führen wollen. Selbst der Vorstandsvorsitzende hat verkündet, dass es ein "zurück zu früher" in der Beziehung nicht geben wird.

  5. Re: Die Realität....

    Autor: Schleichfahrt 05.03.21 - 12:23

    Wer nicht arbeiten möchte schafft es auch auf der Arbeit. Ein Käffchen hier, ein Pläuschen da und schwups sind ein paar Stunden um. Meiner Erfahrung nach arbeite man im Homeoffice mehr da der nervige Fahrtweg wegfällt und man sich denkt ah ne Stunde kann ich noch und zack ist es 7. Such dir auf lang einen anderen Arbeitgeber. Gerade in der Pandemie haben viele Arbeitgeber und auch Kollegen sowie unsere mit Menschen ihr wahres Gesicht offenbart. Wenn eine globale Pandemie dein Arbeitgeber nicht dazu bewegt Veränderung herbeizuführen wird auch in Zukunft nichts geschehen.

  6. Re: Die Realität....

    Autor: Michael H. 05.03.21 - 12:43

    Steven Lake schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich habe das Gefühl dass bei einigen fest im Kopf eingebrannt ist, wer
    > nicht pünktlich um 8 auf der Matte steht und seine 8 Stunden am Tag
    > arbeitet, ist unproduktiv und faul. Gleitzeit ist in unserer Firma ein
    > NoGo. Das beste was er uns geben konnte war 15 Minuten Kulanz was das zu
    > spät ankommen angeht. 15 Minuten vorher kommen und 15 Minuten vorher gehen
    > ist aber nicht drin.

    Da geb ich dir absolut Recht.
    Ich hab exakt 20 Minuten bis zur Arbeit über Landstraße 3 Ortschaften weiter. Heisst ich fahr in der Früh um halb 8 los und bin so 10-5 vor da. Ab und zu hab ich einfach das Problem, dass ich Landwirtschaftsverkehr hab den man auf Grund zu vieler Kurven und Anhöhen einfach nicht überholen kann. Oder wenn der Bauer meint, er müsse heute seine Kühe mal auf Weide 4 Lagern und dann genau um 7:45 über die Straße führen, womit die dann entsprechend gesperrt ist.
    Klingt doof, aber dann gibts mal Wochen, da hab ich einfach jeden Tag etwas pech und brauch halt 30 Minuten statt 20.
    Da durft ich mir nach ner Woche auch anhöre dass ich bitte pünktlicher kommen soll, weil so geht das nicht.
    Ich war da um 08:01, 08:04, 08:02, 08:00, 08:02 Uhr

    Gleitzeit kannste vergessen... teils rufen die Kunden schon um 7 an und sprechen aufm AB... die offiziellen Geschäftszeiten sind von 08:00 bis 17:30 mit ner Stunde Mittag von 12 bis 13 Uhr..
    Oh und wehe du machst von 12:45 bis 13:45 deine Pause weil du bis 12:45 noch im Telefonat mit einem Kunden warst, geht ja nicht, weil ab 13 Uhr die Kunden wieder anrufen.

    Homeoffice ist zwar prinzipiell möglich, aber bitte nur in Ausnahmefällen.
    Gut, zugegebenermaßen ist es blöd, wenn man im Homeoffice ist und zum Kunden muss... Oft müsste man zuerst in die Firma um das Zeug zu holen, dass man braucht... nicht jeder will ein Lagerhaus daheim eröffnen. Aber wenn man den ganzen Tag nur Fernwartung/Telefontermine hat, sollte das kein Problem sein... aber dennoch gibts auch Rüge, wenn man nicht während einem Fernwartungstermin die Kontakte in der WaWi im Blick hat, was bei uns quasi einem Ticketsystem gleicht, sowie Mails und wer alles anruft. Ich mein was soll man sonst noch alles gleichzeitig machen.

    Ich fühl das, wenn Firma X anruft, weil der Exchangeserver oder die TK Anlage nicht mehr funktionieren... und ich gerad in nem Beratungsgespräch bin, was geplanterweise noch ca. ne Stunde geht und die hilflos dahocken und sonst gerad keiner im Büro ist, weil alle schon auf Auswärtsterminen sind... Aber quasi rüge, nur weil man den einen Kunden gerade nicht abwimmeln will, dessen Termin man schon 8 mal verschoben hat, weil IMMER so etwas irgendwie vorkommt, dass es einen Kunden gibt bei dem etwas nicht läuft... und man den dann einfach erstmal fertig machen will.. außerhalb meines Verständnisses und für mich aktuell auch ein Grund mich nach was anderem umzuschauen.

  7. Re: Die Realität....

    Autor: TrollNo1 05.03.21 - 13:14

    Michael H. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oh und wehe du machst von 12:45 bis 13:45 deine Pause weil du bis 12:45
    > noch im Telefonat mit einem Kunden warst, geht ja nicht, weil ab 13 Uhr die
    > Kunden wieder anrufen.

    Kannst deinen Chef ja fragen, was er lieber hat. Dass du später Pause machst, oder dass du den Kunden um 12 Uhr aus der Leitung wirfst und um 13 Uhr wieder anrufst. Wenn du nur von 12:45 bis 13:00 Pause machen "darfst", ist das auch ein Verstoß gegen das Arbeitszeitengesetz.

    Menschen, die mich im Internet siezen, sind mir suspekt.

  8. Re: Die Realität....

    Autor: TheTomas 05.03.21 - 13:58

    Michael H. schrieb:
    > Ich fühl das, wenn Firma X anruft, weil der Exchangeserver oder die TK
    > Anlage nicht mehr funktionieren... und ich gerad in nem Beratungsgespräch
    > bin, was geplanterweise noch ca. ne Stunde geht und die hilflos dahocken
    > und sonst gerad keiner im Büro ist, weil alle schon auf Auswärtsterminen
    > sind... Aber quasi rüge, nur weil man den einen Kunden gerade nicht
    > abwimmeln will, dessen Termin man schon 8 mal verschoben hat, weil IMMER so
    > etwas irgendwie vorkommt, dass es einen Kunden gibt bei dem etwas nicht
    > läuft... und man den dann einfach erstmal fertig machen will.. außerhalb
    > meines Verständnisses und für mich aktuell auch ein Grund mich nach was
    > anderem umzuschauen.

    Das solltest Du auch, denn die Lösung für dieses Problem lautet mehr Mitarbeiter. Vor dieser Entscheidung scheint sich aber der Verantwortliche zu drücken und wälzt alles auf seine anvertrauten Mitarbeiter (Dich) ab. Das gleicht einem "auf Substanz" fahren mit immer dem gleichen Ergebnis: Ausgebrannte oder verbrannte Mitarbeiter, kein Fachwissen aufgrund weniger Zeit zur Fort- und Weiterbildung, insgesamt keine Personal- und Unternehmensentwicklung. Alles einhergehend mit unzufriedenen Kunden, die nicht einsehen gutes Geld für immer sinnfreieren Support auszugeben. Die Fehlerkette lässt sich weiter spinnen und mündet in eine Todesspirale ins Abwärts. Lies einmal George Akerlof, dann weisst Du wo das endet. Die wenigen Guten sind länsgt weg, am Ende bleibt der Bodensatz übrig, der ganz am Ende automatisiert, rationalisiert oder ins Ausland externalisiert wird.

  9. Re: Die Realität....

    Autor: Oktavian 05.03.21 - 14:21

    > Da durft ich mir nach ner Woche auch anhöre dass ich bitte pünktlicher
    > kommen soll, weil so geht das nicht.
    > Ich war da um 08:01, 08:04, 08:02, 08:00, 08:02 Uhr

    Naja, wenn 8 vereinbart ist, dann 8 und nicht 8:01. Das mag kleinkariert sein, aber ein Vertrag ist ein Vertrag ist ein Vertrag. Das kann man lösen, indem man 10 Minuten früher losfährt. Wenn einmal was grandioses passiert, ist das erklärbar, aber wenn man von fünf Tagen vier zu spät kommt, aber Pünktlichkeit zur Firmenkultur gehört, dann muss man bei sich was ändern.

    > Gleitzeit kannste vergessen... teils rufen die Kunden schon um 7 an und
    > sprechen aufm AB... die offiziellen Geschäftszeiten sind von 08:00 bis
    > 17:30 mit ner Stunde Mittag von 12 bis 13 Uhr..
    > Oh und wehe du machst von 12:45 bis 13:45 deine Pause weil du bis 12:45
    > noch im Telefonat mit einem Kunden warst, geht ja nicht, weil ab 13 Uhr die
    > Kunden wieder anrufen.

    Hier wird es dann natürlich albern, vor allem wenn das öfter vorkommt. Mal auf ne Pause verzichten, weil der Vor-Pausen-Termin länger gedauert hat und der Nach-Pausen-Termin pünktlich anfangen soll, ist ja okay, aber das kann kein Dauerzustand sein.

    > Gut, zugegebenermaßen ist es blöd, wenn man im Homeoffice ist und zum
    > Kunden muss... Oft müsste man zuerst in die Firma um das Zeug zu holen,
    > dass man braucht... nicht jeder will ein Lagerhaus daheim eröffnen.

    Da kann ich es wiederum nachvollziehen, dass der Chef Homeoffice ungerne sieht. Wenn man öfter spontan zu Kunden muss wegen Störungen, die Entstörzeit dann aber (wie in Deinem Fall) ne halbe Stunde länger dauert, weil der Kollege erst noch zum Büro fahren muss, dann ist das ärgerlich (und ggf. teuer für den Chef). Ein Nachbar von mir arbeitet beim örtlichen Energieversorger. Wenn der Homeoffice macht (was er in Corona-Zeiten ständig macht), dann hat er aber den Einsatz-Wagen auf der Einfahrt stehen.

    > Aber
    > wenn man den ganzen Tag nur Fernwartung/Telefontermine hat, sollte das kein
    > Problem sein... aber dennoch gibts auch Rüge, wenn man nicht während einem
    > Fernwartungstermin die Kontakte in der WaWi im Blick hat, was bei uns quasi
    > einem Ticketsystem gleicht, sowie Mails und wer alles anruft. Ich mein was
    > soll man sonst noch alles gleichzeitig machen.

    Nun ja, Menschenschinder gibt es in jeder Branche. Dann sollte man sich überlegen, ist das der richtige AG.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.03.21 14:24 durch Oktavian.

  10. Re: Die Realität....

    Autor: Michael H. 05.03.21 - 14:22

    TrollNo1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Michael H. schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Oh und wehe du machst von 12:45 bis 13:45 deine Pause weil du bis 12:45
    > > noch im Telefonat mit einem Kunden warst, geht ja nicht, weil ab 13 Uhr
    > die
    > > Kunden wieder anrufen.
    >
    > Kannst deinen Chef ja fragen, was er lieber hat. Dass du später Pause
    > machst, oder dass du den Kunden um 12 Uhr aus der Leitung wirfst und um 13
    > Uhr wieder anrufst. Wenn du nur von 12:45 bis 13:00 Pause machen "darfst",
    > ist das auch ein Verstoß gegen das Arbeitszeitengesetz.

    Sagt sich leider immer so leicht, braucht man aber eigentlich auch nicht weiter Diskutieren. Ich hab hier soweit alles mitgenommen wie ich vorhatte und bin auch am Limit und werd der nächstbesten Gelegenheit in die Arme springen... daher bitte nicht zu sehr die Diskussion vertiefen, es ist für mich aktuell absolut unakzeptabel und gut is ;)

    Warum es sich aber so leicht sagt, hat jedoch mehrere Gründe.
    1. Egal wie man es dreht und wendet, ob ich jetzt um 12 auflege und um 13 Uhr mit Kunde 1 weitermache, Kunde 2, 3 und 4 um 13 Uhr parallel anrufen und Kunde 5 und 6 eigentlich schon um 13:30 und 15 Uhr je einen Termin haben... der Tag würde nur länger werden, womit die Mittagspause eh hinfällig wäre.

    2. Mein Chef versucht tatsächlich schon alles, was wir nicht schaffen, irgendwo abzufangen. Dem sein Terminkalender geht von 5 Uhr morgens bis 23 Uhr Abends mit ner 7-Tagewoche.

    3. Wird mir jede Minute als Überstundenausgleich angerechnet und kann wahlweise abgefeiert oder ausbezahlt werden. Auch wenn man die Überstunden offiziell normal nicht mit ins neue Jahr nehmen kann, weil die verfallen würden, bleiben die aber auch erhalten.

    Theoretisch bräuchte man noch ein paar Mitarbeiter mehr.. jedoch hat der eine mit 27 schon seinen ersten Burnout und neue Leute finden ist auch nicht so einfach...
    Einfach weil es ne sehr stressige Arbeit ist und weil gute Leute zu finden schwer ist.

    Wir hatten erst einen... der war ok... nich wirklich der hellste Stern am Firmament sag ich mal, was das Fachwissen anging (nicht dass er dumm war, keinesfalls. Aber seine Expertise war relativ oberflächlich). Aber er war immerhin für die anderen ne Entlastung, da er vieles einfach machen konnte und er maximal bei ein paar Sachen nachfragen musste. War n super netter Kerl... Der hat jedoch leider gekündigt, weil er nen Job auf nem Amt bekommen hat, wo er letztendlich Gleitzeit wahrnehmen konnte und er aus Ostdeutschland nach Bayern gezogen war, traf sich das gut, da seine Töchter in Leipzig oben waren und er da jeden zweiten Freitag hingefahren ist.
    Also hat er alle zwei Wochen Freitags etwas länger gemacht, dafür alle zwei Freitage frei gehabt. Versteh ich, gönn ich ihm. Geht jedoch nur aufm Amt.

    Danach hatten wir noch einen, der war menschlich ok, aber arbeitstechnisch ne katastrophe. Hat schlampig gearbeitet und man durfte alles nacharbeiten. Der größte Witz jedoch war, dass ich mit Erkältung und Fieber daheim, ihm bei ner Firewalleinrichtung wg ner TK Anlage helfen durfte via Fernwartung, da er nicht mal wusste, wie man Telekomzugangsdaten richtig einträgt, wenn die Felder nur aus Benutzername und Kennwort bestehen, statt 1:1 so wie im Zugangsdatenbrief und es ihm nicht gelang ein paar NAT Regeln einzurichten. Gut, wenn er es nicht weiss... woher auch, ists ja gut. Aber mich dann an dem Tag 26 mal anzurufen, weil ich unfähig bin google zu benutzen am Handy oder mich vor der Lieferung etwas schlau zu machen... war halt dann der Gipfel. Der hat sich mehrere ausreisser erlaubt, bei denen wir dann nochmal das doppelte an Zeit im Nachgang kostenlos machen durften, da die Kunden zu Recht gesagt haben, dafür zahlen sie nicht. Was ja auch stimmt. Du beauftragst ne Firma was zu machen, die Firma kommt, macht was, danach geht nix mehr und die Firma geht wieder, ist halt einfach nicht drin.

    Und die Suche geht weiter. Und die Kollegen willste ja auch nicht hängen lassen.

    Entsprechend gibt es seit ca. einem Jahr jetzt wesentlich mehr Arbeit als Zeit am Tag. Da kannste viel rumheulen oder auf Arbeitsrecht klagen. Aber das brauchste niemandem sagen, der Pro Woche 110 Arbeitsstunden runterreisst und noch irgendwie seine Familie mit 3 Kindern unterkriegt.. das kommt sowieso nicht an. Daher resigniert, nimmt man so hin als Status Quo und wartet darauf, dass sich eine Chance auftut. Es gibt viele Angebote... aber genau so viele sind das gleiche in Grün und ich will ne Veränderung. Also ich will nicht von der einen Stressfabrik einfach in die nächste um dann direkt wieder zu wechseln. Denn davon gibts am Markt leider genug.

  11. Re: Die Realität....

    Autor: Michael H. 05.03.21 - 14:37

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja, wenn 8 vereinbart ist, dann 8 und nicht 8:01. Das mag kleinkariert
    > sein, aber ein Vertrag ist ein Vertrag ist ein Vertrag. Das kann man lösen,
    > indem mal 10 Minuten früher losfährt.

    Geb ich dir prinzipiell Recht. Aber wenn ich nochmal 10 Minuten früher losfahr und es ist halt mal normalzustand und nicht gerade so ne Woche... bin ich am Tag mindestens 20 Minuten früher in der Arbeit, was auch wieder nur Überstunden aufbaut, was ja auch nicht ok is ;)

    Und wenn ich mal zu spät bin, dann meistens nur, weil man noch am Abend bis um 3 in der früh aufm Kundensystem war und einfach total übermüdet ist.


    > Hier wird es dann natürlich albern, vor allem wenn das öfter vorkommt. Mal
    > auf ne Pause verzichten, weil der Vor-Pausen-Termin länger gedauert hat und
    > der Nach-Pausen-Termin pünktlich anfangen soll, ist ja okay, aber das kann
    > kein Dauerzustand sein.

    Richtig.


    > Da kann ich es wiederum nachvollziehen, dass der Chef Homeoffice ungerne
    > sieht. Wenn man öfter spontan zu Kunden muss wegen Störungen, die
    > Entstörzeit dann aber (wie in Deinem Fall) ne halbe Stunde länger dauert,
    > weil der Kollege erst noch zum Büro fahren muss, dann ist das ärgerlich.
    > Ein Nachbar von mir arbeitet beim örtlichen Energieversorger. Wenn der
    > Homeoffice macht (was er in Corona-Zeiten ständig macht), dann hat er aber
    > den Einsatz-Wagen auf der Einfahrt stehen.

    Wie gesagt, ist ja prinzipiell ok. Versteh ich ja auch. Firmenwägen haben wir auch einige, jedoch sind das alles Elektroautos und ich hab daheim keine Wallbox, die Firma dafür 2x20kW Ladestationen
    Noch dazu ist immer die Frage, was brauch ich. Brauch ich jetzt nur nen Router, nen Switch, nen Haufen Kabel oder muss ich mit nem Reserveserver ankommen. Wurden Ersatzteile geliefert usw oder ist gar die Bestellung des Kunden angekommen usw.


    > Nun ja, Menschenschinder gibt es in jeder Branche. Dann sollte man sich
    > überlegen, ist das der richtige AG.

    Richtig, was ich wie in einem anderen Post schon erwähnt habe, genau so sehe und nur noch auf wirklich eine absehbare Zeit da bin ;)

  12. Re: Die Realität....

    Autor: Michael H. 05.03.21 - 14:42

    TheTomas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das solltest Du auch, denn die Lösung für dieses Problem lautet mehr
    > Mitarbeiter. Vor dieser Entscheidung scheint sich aber der Verantwortliche
    > zu drücken und wälzt alles auf seine anvertrauten Mitarbeiter (Dich) ab.

    In nem anderne Beitrag schon vorweg genommen. Das Ziel sind mehr Mitarbeiter, da haben wir aber auch nicht viel Glück. Neben den beiden erwähnten im letzten Jahr, gab es über die letzten 2 Jahre insgesamt 11 Neueinstellungen mit unterschriebenem Arbeitsvertrag, wo die neuen Mitarbeiter die Stellen nie angetreten haben, da sie im letzten Moment abgelehnt haben, da sie entweder von ihren aktuellen Firmen intern bessere Angebote erhalten haben oder bei Ihrer Wunschfirma eingestellt wurden.

    > Das gleicht einem "auf Substanz" fahren mit immer dem gleichen Ergebnis:
    > Ausgebrannte oder verbrannte Mitarbeiter, kein Fachwissen aufgrund weniger
    > Zeit zur Fort- und Weiterbildung, insgesamt keine Personal- und
    > Unternehmensentwicklung. Alles einhergehend mit unzufriedenen Kunden, die
    > nicht einsehen gutes Geld für immer sinnfreieren Support auszugeben. Die
    > Fehlerkette lässt sich weiter spinnen und mündet in eine Todesspirale ins
    > Abwärts. Lies einmal George Akerlof, dann weisst Du wo das endet. Die
    > wenigen Guten sind länsgt weg, am Ende bleibt der Bodensatz übrig, der ganz
    > am Ende automatisiert, rationalisiert oder ins Ausland externalisiert wird.

    Richtig, seh ich genau so. Werde wie gesagt auch nicht mehr lange bleiben. Einfach auch meiner Gesundheit zu liebe. Ich sehe da das Problem weniger darin, eine Stelle zu finden, als eine Stelle zu finden, die besser bzw. anders besser ist bzw. auch besser zu mir passt. Von der Not ins Elend wäre für mich nämlich auch nicht akzeptabel. Es ist nur schwer sowas allein aus Stellenausschreibungen heraus in Erfahrung zu bringen.

  13. Re: Die Realität....

    Autor: mainframe 05.03.21 - 15:31

    Michael H. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Wie gesagt, ist ja prinzipiell ok. Versteh ich ja auch. Firmenwägen haben
    > wir auch einige, jedoch sind das alles Elektroautos und ich hab daheim
    > keine Wallbox, die Firma dafür 2x20kW Ladestationen


    Ich hab ne Wallbox... mit 3,6kW - Reicht. und wenn es bei Dir nur 3 Ortschaften sind, reicht das doch auch...

    Und ganz ehrlich... wenn Du so unglücklich bist.. dann such Dir einen anderen Job!

    Wie lange bist Du denn schon dabei?

    Ich wurde in meinem Leben leider auch schon von vielen Firmen ausgebeutet.

  14. Re: Die Realität....

    Autor: Oktavian 05.03.21 - 15:38

    > Geb ich dir prinzipiell Recht. Aber wenn ich nochmal 10 Minuten früher
    > losfahr und es ist halt mal normalzustand und nicht gerade so ne Woche...

    Naja, es ist halt Deine Pflicht, dafür zu sorgen, dass Du pünktlich da bist, und der Arbeitsweg ist Dein Arbeitsweg. Wenn Du 10 Minuten früher da bist, musst du deshalb ja nicht 10 Minuten früher loslegen. Man holt sich nochmal nen Kaffee, macht das Fenster auf, schnackt mit nem Kollegen, bringt den Kaffee nochmal weg, und dann geht es halt los.

    > Wie gesagt, ist ja prinzipiell ok. Versteh ich ja auch. Firmenwägen haben
    > wir auch einige, jedoch sind das alles Elektroautos und ich hab daheim
    > keine Wallbox, die Firma dafür 2x20kW Ladestationen
    > Noch dazu ist immer die Frage, was brauch ich. Brauch ich jetzt nur nen
    > Router, nen Switch, nen Haufen Kabel oder muss ich mit nem Reserveserver
    > ankommen. Wurden Ersatzteile geliefert usw oder ist gar die Bestellung des
    > Kunden angekommen usw.

    Es eignen sich eben nicht alle Jobs für Homeoffice, und Kundenservice mit Material ist so ein Klassiker, der eher nicht geht. Der Pathologe beschwert sich auch nicht, dass er sich keine Arbeit mit nachhause nehmen kann.

  15. Re: Die Realität....

    Autor: nightkids 05.03.21 - 15:48

    bei meinem alten arbeitgeber war homeoffice auch ein empfindliches thema.
    wollte schon immer von zu hause arbeiten, da ich zu 99,99% remote arbeiten kann.
    habe nie verstanden was ich anders am arbeitsplatzrechner mache im vergleich zu hause.
    bei meinen neuen arbeitgeber bin ich nun seit märz 2020 zu hause. glaube war 2-3 seitdem im büro vor ort.
    die großen firmen wollen auch in zukunft auf dauer homeoffice setzen ( da wo es möglich ist)
    https://www.businessinsider.de/wirtschaft/siemens-adidas-e-on-das-halten-deutsche-unternehmen-von-einer-homeoffice-pflicht/
    hoffe mein aktueller arbeitgeber (dt.großunternehmen) wird das auch so sehen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.03.21 15:49 durch nightkids.

  16. Re: Die Realität....

    Autor: Oktavian 05.03.21 - 15:59

    > bei meinem alten arbeitgeber war homeoffice auch ein empfindliches thema.
    > wollte schon immer von zu hause arbeiten, da ich zu 99,99% remote arbeiten
    > kann.
    > habe nie verstanden was ich anders am arbeitsplatzrechner mache im
    > vergleich zu hause.

    Das ist je nach Unternehmen ein schwieriges Thema. Es kann 100 Gründe geben, das nicht zu fördern, gute wie schlechte. Im Endeffekt kann man nur sagen, wenn man vereinbart hat, 5 Tage die Woche am Arbeitsplatz zu erscheinen, dann ist das erst mal gesetzt.

    Unsere (Beratungshaus) Kunden wollen zur Zeit natürlich auch lieber, dass wir von zuhause aus arbeiten. Sonst sind 4 bis 5 Tage vor Ort Pflicht. Und jetzt fragen die schon recht forsch, um wieviel man den Tagessatz reduzieren kann, da jetzt ja keine Reisekosten mehr anfallen.

    Mit gleichem Recht könnte natürlich ein AG nachverhandeln, um wieviel man Dein Gehalt denn senken kann, da Du ja keine Fahrtkosten mehr hast und keine Fahrzeiten. :-)

  17. Re: Die Realität....

    Autor: /mecki78 05.03.21 - 16:06

    Schleichfahrt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gerade in der Pandemie haben
    > viele Arbeitgeber und auch Kollegen sowie unsere mit Menschen ihr wahres
    > Gesicht offenbart.

    Sehe ich auch so. Ich bin ehrlich gesagt entsetzt, was die Pandemie zum Vorschein gebracht hat. Weniger bei mir in der Arbeit, obwohl dort hat sich der Chef auch nicht von der besten Seite gezeigt. Aber vor allem in der der Gesellschaft als ganzes. Die Dummheit, Selbstsucht und Ignoranz großer Teile der Bevölkerung hätte ich nicht im Ansatz derart hoch eingeschätzt. Ich dachte eigentlich, die meisten Menschen sind vernünftig, mindestens halbwegs intelligent und zumindest minimal sozial aufgestellt, aber das trifft anscheinend nur auf eine sehr kleine Minderheit zu die in einem Meer aus egoistischen Idioten schwimmt.

    /Mecki

  18. Re: Die Realität....

    Autor: Landorin 05.03.21 - 18:10

    Steven Lake schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > HomeOffice ist bei meinem Chef ein empfindliches Thema. Im ersten Lockdown
    > kein Problem. Sonst aber nicht gern gesehen. Vor einiger Zeit hatten wir
    > eine Diskussion, ob wir ins HomeOffice sollen, wenn wir hier Renovieren,
    > bevor es wieder Richtung Kundenverkehr geht. Nein am liebesten aus den
    > Konferenzräumen ein Großraumbüro machen und dann alle da ein pferchen.
    > Corona Regeln?
    >
    > Ich habe das Gefühl dass bei einigen fest im Kopf eingebrannt ist, wer
    > nicht pünktlich um 8 auf der Matte steht und seine 8 Stunden am Tag
    > arbeitet, ist unproduktiv und faul. Gleitzeit ist in unserer Firma ein
    > NoGo. Das beste was er uns geben konnte war 15 Minuten Kulanz was das zu
    > spät ankommen angeht. 15 Minuten vorher kommen und 15 Minuten vorher gehen
    > ist aber nicht drin.


    Boah ey, in solchen Läden hatte ich auch gearbeitet. Aber nicht lange. Vermutlich ist 15 Min länger bleiben gern gesehen dort, was? Was für Ausbeuter / Lebenszeitdiebe. Mag für manche Leute ok sein. Für mich sind solche starren Zeit und Denkmuster (und deren Ausbeutermethoden) ein NoGo. Man lebt nur ein Mal und die verlorene Lebenszeit gibt mir keiner zurück. Habe mir dann einen Berufscoach "gegönnt", das hatte sehr geholfen zur Orientierung. Als mir klar wurde, was ich will, habe ich gewechselt und es nie bereut (Arbeitszeiten waren aber nicht das Einzige, das falsch lief). Flexibel arbeiten, Home Office selbstverständlich zum Schutz der Angestellten, viel besseres Gehalt, viel bessere Firmenkultur usw. Ist halt auch nicht mehr der olle Mittelstand.

    Michael H. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Sagt sich leider immer so leicht, braucht man aber eigentlich auch nicht
    > weiter Diskutieren. Ich hab hier soweit alles mitgenommen wie ich vorhatte
    > und bin auch am Limit und werd der nächstbesten Gelegenheit in die Arme
    > springen...

    Tu dir selbst einen Gefallen: nimm nicht das nächstbeste. Sonst landest du eventuell vom Regen in der Traufe. Der Artikel hat schon recht: überlege dir, was dich am meisten ankotzt (NoGos) und was dir am wichtigsten ist am nächsten Arbeitsplatz. Und dann auch in diese Richtung Fragen stellen bei den Interviews. Da merkt man manchmal ganz schnell, dass Firma X schon nach kurzer Zeit während des Interviews nicht mehr in Frage kommt.

    Schleichfahrt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Such dir auf lang einen anderen Arbeitgeber. Gerade in der Pandemie haben
    > viele Arbeitgeber und auch Kollegen sowie unsere mit Menschen ihr wahres
    > Gesicht offenbart. Wenn eine globale Pandemie dein Arbeitgeber nicht dazu
    > bewegt Veränderung herbeizuführen wird auch in Zukunft nichts geschehen.

    Wie wahr!



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 05.03.21 18:24 durch Landorin.

  19. Re: Die Realität....

    Autor: Landorin 05.03.21 - 18:37

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber vor allem in der der
    > Gesellschaft als ganzes. Die Dummheit, Selbstsucht und Ignoranz großer
    > Teile der Bevölkerung hätte ich nicht im Ansatz derart hoch eingeschätzt.
    > Ich dachte eigentlich, die meisten Menschen sind vernünftig, mindestens
    > halbwegs intelligent und zumindest minimal sozial aufgestellt, aber das
    > trifft anscheinend nur auf eine sehr kleine Minderheit zu die in einem Meer
    > aus egoistischen Idioten schwimmt.

    Ha, so hab ich auch mal gedacht. :)

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > bei meinem alten arbeitgeber war homeoffice auch ein empfindliches
    > thema.
    > > wollte schon immer von zu hause arbeiten, da ich zu 99,99% remote
    > arbeiten
    > > kann.
    > > habe nie verstanden was ich anders am arbeitsplatzrechner mache im
    > > vergleich zu hause.
    >
    > Das ist je nach Unternehmen ein schwieriges Thema. Es kann 100 Gründe
    > geben, das nicht zu fördern, gute wie schlechte. Im Endeffekt kann man nur
    > sagen, wenn man vereinbart hat, 5 Tage die Woche am Arbeitsplatz zu
    > erscheinen, dann ist das erst mal gesetzt.

    Wow, Oktavian. Bei all deinen Beiträgen in diesem Thread hab ich gedacht "solange es solche Leute gibt, gibt es auch Arbeitgeber, die mit einem alles machen können". Du bist da viel zu unterwürfig (oder andere Generation?) meiner Meinung nach. Klar gibt es viele Gründe für oder gegen Home Office. Wenn Gründe aber nicht genannt werden oder an den Haaren herbei gezogen sind, ist das auch für die Katz. Ich bezweifle, dass in modernen Arbeitsverträgen die Uhrzeit angegeben ist, höchstens die Stundenzahl. Sofern man nicht gerade Telefonsupport macht, sind solche Arbeitszeitmodelle eh total veraltet und unnötig. Was oft vergessen wird: der Arbeitgeber hat sich genau so ans Gesetz zu halten wie der Arbeitnehmer. Das lässt sich nicht weg diskutieren. Nimmt der Chef es mit dem Arbeitszeitengesetz nicht gerade genau, warum sollte der Arbeitnehmer es anders machen? Alles andere ist nicht auf Augenhöhe und respektlos. Ganz zu schweigen von gesundheitlichen und rechtlichen Konsequenzen. Wenn der Kollege hier nämlich bis 3 Uhr an einem Kundensystem arbeitet und um 8 wieder auf der Matte stehen muss, vor Übermüdung aber einen Unfall baut, kriegt mindestens einer der beiden Parteien viel Spaß mit dem Recht. Pech, wenn es den Arbeitnehmer dann trifft (Versicherungsschutz).

    Komischerweise passieren solchen krummen Dinger immer im Mittelstand, offenbar seltener in sehr großen Firmen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.03.21 18:38 durch Landorin.

  20. Re: Die Realität....

    Autor: scrumdideldu 05.03.21 - 18:48

    Dito hier bei mir. Ich bin als Freelancer schon seit vielen Jahren nun in Teilzeit tätig. Da wird das komischerweise recht problemlos akzeptiert.

    Aber Festanstellung mit 3 oder 4 Tage die Woche? Vergiss es. Mal abgesehen davon dass natürlich bei einer Festanstellung schon rein finanziell nicht an 3 Tage zu denken wäre. Aber ich habe das Gefühl sofort raus zu sein sobald ich erwähne dass ich nur 4 Tage arbeiten möchte.

    Teilzeitausschreibungen gibt es ja sowieso nicht. Also bewerbe ich mich ab und an auf eine Vollzeitstelle. Anfangs habe ich den Wunsch nach 4 Tage noch im Anschreiben erwähnt. Da kam NULL Reaktion. Inzwischen warte ich auf das erste Telefonat. Aber auch danach ist dann Sendepause.

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