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Hab meinen Arbeitgeber deswegen gewechselt.

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  1. Hab meinen Arbeitgeber deswegen gewechselt.

    Autor: AntiiHeld 17.06.21 - 07:02

    Die ganze Pandemie über musste ich ins Büro obwohl ich ich alles hätte locker Remote machen können. Nur damit der Chef alle paar Tage durch die Firma ziehen und uns von der Arbeit abhalten konnte. HO wurde kategorisch abgelehnt da wir hier in Rostock generell nie wirklich dauerhaft hohe Insidenzwerte hatten. Habe direkt während des Gesprächs meine Kündigung ausgesprochen, fand er nicht so toll. Hab dann sofort ne neue Stelle gefunden die dauerhaftes HO anbietet, meine neue Firma sitzt in Bayern. 2 Stunden mehr Freizeit, kein Pendeln, nichts. Es ist traumhaft. Ich habe für mich beschlossen wohl niemals wieder was anderes als HO zu machen und Ich hoffe, es ziehen noch viele weitere mit.

  2. Re: Hab meinen Arbeitgeber deswegen gewechselt.

    Autor: kellemann 17.06.21 - 07:23

    Finde ich gut, dass du so Konsequent warst. Nur solche Aktionen führen dazu, dass auch der letzte Dinosaurier an Chef versteht, dass das irgendwann nichts mehr mit Corona zu tun hat, sondern eine Weiterentwicklung ist.

    Ich selbst wünsche mir zwar nicht, dass mein AG soweit entfernt ist wie bei dir und Büro kategorisch ausschließt. Ich möchte aber die Flexibilität haben, wann und wie oft ich im Büro und im HO bin.

  3. Re: Hab meinen Arbeitgeber deswegen gewechselt.

    Autor: Maddoc66 17.06.21 - 08:59

    Da sieht man wie unterschiedlich Menschen sind. Ich habe absolut keinen Bock auf Homeoffice. Ich vermisse meine Kollegen im Büro, das debattieren über interessante Sachen, den Spaß, den wir immer haben und vor allem die einfache Kommunikation bei Problemen. Wenn ich eine Frage zu etwas habe, was nicht gerade mein Kerngebiet ist, frage ich kurz mein gegenüber und bekomme innerhalb von Sekunden die Lösung. Im Homeoffice fange ich dann immer erst an zu googeln, das kostet Zeit und Nerven. Ich habe allerdings auch keinen Chef, welcher mir permanent auf den Sack geht.

  4. Re: Hab meinen Arbeitgeber deswegen gewechselt.

    Autor: MarcelJ 17.06.21 - 09:05

    kellemann schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Finde ich gut, dass du so Konsequent warst. Nur solche Aktionen führen
    > dazu, dass auch der letzte Dinosaurier an Chef versteht, dass das
    > irgendwann nichts mehr mit Corona zu tun hat, sondern eine
    > Weiterentwicklung ist.
    >
    > Ich selbst wünsche mir zwar nicht, dass mein AG soweit entfernt ist wie bei
    > dir und Büro kategorisch ausschließt. Ich möchte aber die Flexibilität
    > haben, wann und wie oft ich im Büro und im HO bin.

    So sehe ich das auch. Hin und wieder möchte ich dann doch ins Büro, nicht nur wegen der Kollegen, sondern auch weil es da manchmal Ruhiger ist :-D

  5. Re: Hab meinen Arbeitgeber deswegen gewechselt.

    Autor: Steven Lake 17.06.21 - 09:11

    Unser Chef hat HO am Anfang zu gelassen und nach ein paar Monaten HO und Kurzarbeit hieß es Wortwörtlich dass Corona ja fast vorbei sei. Seit dem gab es HO nur, wenn wir nicht in die Firma kommen können. Sein Argument sei ja, es muss ja immer jemand im Büro sein und das Telefon bedienen können. Blöderweise ist mein Telefon gar nicht so aufgeschaltet. Ohne Durchwahl klingelt mein Telefon nicht. Man muss dazu auch sagen, dass die Telefonanlage kompletter Mist ist. Ein Telefon hat damals 800¤ gekostet und die Anlage nimmt nur diese Telefone. Habe dies erfahren, nachdem ich vorgeschlagen habe, mein VoIP Telefon aus dem HO mit ins Büro zu nehmen, weil es was die Funktionen angeht, um Längen besser ist.


    Bevor ich aber meine Kündigung einreiche, baue ich darauf, dass unser Chef bald in Rente geht. Das Alter dafür hat her und der fitteste ist er auch nicht mehr. Da ist die Frage was mit der Firma passiert. Neuer Chef und bessere Regelungen? Wenn sich nichts ändert, lege ich meine Kündigung auf den Tisch.

  6. Re: Hab meinen Arbeitgeber deswegen gewechselt.

    Autor: tomate.salat.inc 17.06.21 - 09:22

    Maddoc66 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > frage ich kurz mein gegenüber und
    > bekomme innerhalb von Sekunden die Lösung. Im Homeoffice fange ich dann
    > immer erst an zu googeln, das kostet Zeit und Nerven.

    Und damit holst du den Gegenüber aus seiner Arbeit raus. Ich hab schon öfters Kollegen geholfen in dem ich Ihre Frage genauso bei Google eingegeben hab, den entsprechenden Treffer angeklickt kurz gelesen und gesagt: "da ist deine Antwort".

    Ich helfe meinen Kollegen gerne - aber ich bin froh, dass das HO sie zu Eigeninitiative zwingt. Für dich mag es hilfreich sein, dass du vom Kollegen innerhalb von Sekunden die Antwort bekommst - du weißt aber nie, aus welchem Gedankenprozess du den Gegenüber damit gerade rausholst. Mich kannst du mit so einer Frage ziemlich stören. (Aber natürlich würde ich es dich nicht merken lassen. Zum einen gehe ich von aus du meinst es nicht böse, zum anderen möchte ich das meine Kollegen keine Scheu haben mich zu fragen. Könnte ja auch was dabei sein was nicht so einfach zu lösen und dann darf es keine Hürde sein mich anzusprechen. Aber in gefühlt 90% der Fälle hilft eine einzige Google Suche).

    Deswegen mein Ratschlag an dich: wenn du ein netter Kollege sein möchtest, dann wenigstens einmal kurz das Problem in Google eingeben. Wenn nichts dabei ist, dann kannste fragen.

  7. Re: Hab meinen Arbeitgeber deswegen gewechselt.

    Autor: BuzzLightyear 17.06.21 - 09:51

    Maddoc66 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da sieht man wie unterschiedlich Menschen sind. Ich habe absolut keinen
    > Bock auf Homeoffice. Ich vermisse meine Kollegen im Büro, das debattieren
    > über interessante Sachen, den Spaß, den wir immer haben und vor allem die
    > einfache Kommunikation bei Problemen. Wenn ich eine Frage zu etwas habe,
    > was nicht gerade mein Kerngebiet ist, frage ich kurz mein gegenüber und
    > bekomme innerhalb von Sekunden die Lösung. Im Homeoffice fange ich dann
    > immer erst an zu googeln, das kostet Zeit und Nerven. Ich habe allerdings
    > auch keinen Chef, welcher mir permanent auf den Sack geht.

    Ich habe zu meinen Mitarbeitern vor Corona gesagt das Homeoffice eine Ausnahme ist, wenngleich technisch machbar. Aus den von Dir angeführten Gründen. Corona hat mich des besseren belehrt.
    Ich werde, bis auf wenige Positionen, in Zukunft die freie Wahl des Arbeitsortes lassen, sofern unsere Ansprüche an den Datenschutz eingehalten werden.
    Um die Kommunikation aufrecht zu erhalten, haben wir Slack, Jitsi und viele andere Möglichkeiten.

  8. Re: Hab meinen Arbeitgeber deswegen gewechselt.

    Autor: kex 17.06.21 - 10:18

    AntiiHeld:
    Finde es super, dass du das so konsequent gemacht hast. Schade, dass es soweit kommen muss, aber vermutlich ist das der einzige Weg, über den es dann (hoffentlich) auch bei den letzten Vorgesetzten ankommt.


    tomate.salat.inc:
    +1 - absolut das. Besser hätte ich es nicht formulieren können!

  9. Re: Hab meinen Arbeitgeber deswegen gewechselt.

    Autor: neodeo 17.06.21 - 10:26

    wie hat der Cheffe den reagiert? (außer fand er nicht so toll)

  10. Re: Hab meinen Arbeitgeber deswegen gewechselt.

    Autor: McWiesel 17.06.21 - 10:48

    kex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > AntiiHeld:
    > Finde es super, dass du das so konsequent gemacht hast. Schade, dass es
    > soweit kommen muss, aber vermutlich ist das der einzige Weg, über den es
    > dann (hoffentlich) auch bei den letzten Vorgesetzten ankommt.
    >
    > tomate.salat.inc:
    > +1 - absolut das. Besser hätte ich es nicht formulieren können!

    Ach, als ob der AG immer dann so extrem betroffen ist, wenn jemand gekündigt hat.

    Die Wahrheit ist viel mehr, dass der nun ein neuen Trottel für weit weniger Gehalt einstellen kann, der die ersten 5 Jahre übereifrig ist und keinen Tag an Homeoffice denkt (weil er meint in der Firma was reißen zu können und dafür anwesend sein muss). Wenn der dann verheizt ist, kommt der nächste.

    Das ist das selbe wie im Wohnungsmarkt.. da kann man auch als Mieter wutentbrannt aus einer Schimmelwohnung abhauen und es meinen dem Vermieter damit so richtig zu zeigen - morgen stehen 50 neue Leute da, die für das Loch nochmal 400¤ mehr monatliche Kaltmiete zahlen, weil sie sonst maximal eine WG im Prenzlauer Berg oder eine Unterführung als Alternative haben.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.06.21 10:49 durch McWiesel.

  11. Re: Hab meinen Arbeitgeber deswegen gewechselt.

    Autor: lestard 17.06.21 - 11:14

    Bei uns war es so, dass vor Corona Home-Office die Ausnahme war und nur nach Rücksprache möglich war. Aber als Corona losging, war es kein Problem mehr und ich sitze seit April 2020 bis Heute ununterbrochen im Home-Office. Da war auch kein Diskutieren nötig sondern es ist sehr viel Verständnis da.
    Und aktuell wird an den internen Policies für den Normalfall schon geschraubt, damit auch in Zukunft Home-Office normal möglich wird. Vermutlich wird es eine Mischung aus Home-Office und Büro-Tagen geben.
    Für mich persönlich klingt das auch nach einer idealen Aufteilung. Ich mag eigentlich das Büro und die Kollegen und hab vorher nie Homeoffice gemacht. Aber im letzten Jahr hab ich auch die Vorzüge kennengelernt und werde in Zukunft sicherlich auch eine Mischung machen.

  12. Re: Hab meinen Arbeitgeber deswegen gewechselt.

    Autor: goggi 17.06.21 - 11:44

    Als freier Entwickler hatte ich im Okt.2020 mit einer sächs. Firma ein Telefoninterview.
    Firma: "Unsere SW ist so individuell gebaut, da MUSS man einfach vor Ort sein."
    Ich: "Wie machen Sie das jetzt mit Corona und so?" (Hinweis: Da war schon die Dritte Welle am starten)
    Firma: "Ja äh, naja..."
    Ich: "Wie sind die Bedingungen vor Ort?"
    Firma: "Also wir haben 16 Personen in einem Büro, aber nur 5 davon sind Entwickler."

    Innerlich hatte ich so oder so nicht mehr viel Interesse an dem Projekt. Aber diese Antworten sind der Todesstoß gewesen.

    Funfact: Einige Tage später kam eine Mail von einem Vermittler, bei dem für diese Stelle jemand gesucht wurde. Das war amüsant zu lesen...

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