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Der Kunde ist nicht bereit, den echten PReis für die Logistik zu zahlen...

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  1. Der Kunde ist nicht bereit, den echten PReis für die Logistik zu zahlen...

    Autor: bazoom 19.08.19 - 13:19

    ah ja - wie immer ist der Kunde schuld.
    Ich bin durchaus bereit den "echten" Preis für die Logistik zu zahlen - nur leider gibt es wohl kein Unternehmen die den "echten" Preis verlangt.

    Ich gebe auch sehr gerne mehr Geld für gutes Fleisch aus. Aber der Kunde ist schuld wenn das KG Schweinefilet für 1,99¤ verramscht wird...

  2. Re: Der Kunde ist nicht bereit, den echten PReis für die Logistik zu zahlen...

    Autor: jake 19.08.19 - 14:19

    same here. ich bestelle mittlerweile ca. 90% meiner internet-bestellungen bei händlern, welche mir eine gute und schnelle lieferung garantieren können. was nutzt es mir, wenn das produkt ein paar euro billiger ist und ich dafür bei jeder 2. lieferung stundenlang ärger damit habe?

    edit: ich denke, dass die leute sogar bereit wären, etwas mehr zu bezahlen, wenn ein versender damit werben würde, seine kuriere fair zu behandeln und zu bezahlen anstatt weiter auszubeuten!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.08.19 14:21 durch jake.

  3. Re: Der Kunde ist nicht bereit, den echten PReis für die Logistik zu zahlen...

    Autor: einglaskakao 19.08.19 - 14:30

    jake schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > same here. ich bestelle mittlerweile ca. 90% meiner internet-bestellungen
    > bei händlern, welche mir eine gute und schnelle lieferung garantieren
    > können. was nutzt es mir, wenn das produkt ein paar euro billiger ist und
    > ich dafür bei jeder 2. lieferung stundenlang ärger damit habe?
    Deswegen habe ich Amazon Prime.
    Denn genau das tut Amazon Prime, aber das wolltest Du sicher nicht hören ;-)
    >
    > edit: ich denke, dass die leute sogar bereit wären, etwas mehr zu bezahlen,
    > wenn ein versender damit werben würde, seine kuriere fair zu behandeln und
    > zu bezahlen anstatt weiter auszubeuten!
    Das wiederum würde doch auf DHL zutreffen, die doch gerade erst auf einen Haustarifvertrag für alle umgestellt haben.
    Quelle: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/tarifvertrag-post-101.html

  4. Re: Der Kunde ist nicht bereit, den echten PReis für die Logistik zu zahlen...

    Autor: jake 19.08.19 - 14:36

    in der tat habe ich den meisten teil der 90% früher bei amazon bestellt, aber prime ist mittlerweile ein schlechter scherz und der versand einfach nur noch miserabel. ich denke, dass amazon sich da aktuell mit den krampfhaften versuchen, die versandkosten immer noch weiter zu "optimieren", gewaltig in den eigenen fuss schiesst, denn der gute und schnelle versand war neben den kulanten retouren immer der markenkern. mein prime ist mittlerweile gekündigt, was nebenbei dazu führt, dass ich automatisch noch weniger dort bestelle. auch darüber sollte amazon mal nachdenken, aber das werden sie wohl erst, wenn eine "kritische masse" zusammengekommen ist.

    ich strebe ansonsten genau den versand per dhl an, die sind qualitativ mittlerweile fast unschlagbar gut (zumindest hier bei uns). da zahle ich gerne mal die 5-6 euro aufpreis für, tbh.

  5. Re: Der Kunde ist nicht bereit, den echten PReis für die Logistik zu zahlen...

    Autor: Olliar 19.08.19 - 15:14

    jake schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ich strebe ansonsten genau den versand per dhl an,
    > die sind qualitativ mittlerweile fast unschlagbar gut (zumindest hier bei uns).
    > da zahle ich gerne mal die 5-6 euro aufpreis für

    Solange es funktioniert: Ja.
    Aber wehe Du brauchst die DHL-Hotline.
    Nach 15 Minuten Warteschleife ist da ein gebrochen deutsch Sprechender (aber nicht wirklich Verstehender) dran, der nur ein paar Antworten kennt. Und die 'raushaut, von er glaubt
    sie würde ambesten passen. Während Du ihm das Problem schliderst, merkst Du, das er etwas anderes nebenher tut, (chatten?), denn er merkt mehrere Sekunden nicht, das Du fertig hast...

    Das ist natürlich nur mein rein subjektiver Eindruck, das ich immer wieder an inkompetente DHL-Hotliner gerate, die nur auf Zeitschinden aus sind.

    Mir scheint, das DHL kein feedback möchte.
    (Hier haben sie eine neue Paketstaion hingestellt. Leider ist das Teil nicht in der Lage den Barcode von einem Handy abzulesen. Es gibt keine Möglichkeit das Problem zu melden, es sei denn über die 15Min-Warteschleife.)

  6. Re: Der Kunde ist nicht bereit, den echten PReis für die Logistik zu zahlen...

    Autor: jake 19.08.19 - 15:25

    da kann ich so bestätigen, hatte neulich kontakt mit dhl wegen einer untergegangenen lieferung aus asien. der typ war superfit, freundlich und hilfsbereit - bis er merkte, dass ich kein geschäftskunde war. danach musste ich in die vorhölle des privatkundenservices, das war es dann sofort vorbei mit alledem. ;)

  7. Re: Der Kunde ist nicht bereit, den echten PReis für die Logistik zu zahlen...

    Autor: bazoom 19.08.19 - 15:26

    einglaskakao schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > jake schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > same here. ich bestelle mittlerweile ca. 90% meiner
    > internet-bestellungen
    > > bei händlern, welche mir eine gute und schnelle lieferung garantieren
    > > können. was nutzt es mir, wenn das produkt ein paar euro billiger ist
    > und
    > > ich dafür bei jeder 2. lieferung stundenlang ärger damit habe?
    > Deswegen habe ich Amazon Prime.
    > Denn genau das tut Amazon Prime, aber das wolltest Du sicher nicht hören
    > ;-)
    > >
    > > edit: ich denke, dass die leute sogar bereit wären, etwas mehr zu
    > bezahlen,
    > > wenn ein versender damit werben würde, seine kuriere fair zu behandeln
    > und
    > > zu bezahlen anstatt weiter auszubeuten!
    > Das wiederum würde doch auf DHL zutreffen, die doch gerade erst auf einen
    > Haustarifvertrag für alle umgestellt haben.
    > Quelle: www.tagesschau.de

    Danke, habe ich gar nicht mitbekommen.
    Auf jeden Fall mal ein Schritt in die richtige Richtung...

  8. Re: Der Kunde ist nicht bereit, den echten PReis für die Logistik zu zahlen...

    Autor: chewbacca0815 19.08.19 - 16:45

    bazoom schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... Ich bin durchaus bereit den "echten" Preis für die Logistik zu zahlen - nur leider gibt es wohl kein Unternehmen die den "echten" Preis verlangt.

    Du meinst vermutlich: es gibt kein Unternehmen mehr, das den "echten" Preis rechtfertigt.

    Bei mir sieht's zustelltechnisch nämlich genau andersrum aus: wenn machbar, nehme ich Hermes anstatt DHL; DHL bei uns in der Region ist Dump Horrible Logistics, dann lieber die bei uns ausgesprochen netten Hermes-Boten. Das mag wohl eher ein Sonderfall sein.

  9. Re: Der Kunde ist nicht bereit, den echten PReis für die Logistik zu zahlen...

    Autor: Yian 19.08.19 - 17:23

    na ja, anrufen ist mittlerweile eher etwas für die Älteren …

  10. Re: Der Kunde ist nicht bereit, den echten PReis für die Logistik zu zahlen...

    Autor: schnedan 19.08.19 - 17:59

    Was ist der echte Preis für die Logistik? Wenn der Preis der Ware so hoch ist wie früher im Kaufhaus, aber man weder Personal noch Ladengeschäft in der City bezahlen muss. Ein Hochregallager am Stadtrand mit Niedriglöhnern ist damit ja nicht zu vergleichen!

    Außerdem hat der Handel am Produkt schon immer (mit) die höchsten Margen. Da ist mein Verständnis für Versandkosten begrenzt.

  11. Re: Der Kunde ist nicht bereit, den echten PReis für die Logistik zu zahlen...

    Autor: PerilOS 19.08.19 - 18:35

    Der Handel in Deutschland hat lächerliche Margen. Es geht da über massive Masse.
    An nem Joghurt verdient Penny um die Ecke nur nen halben Cent.
    Wenn du bedenkst das ein Joghurt die ~20 cent in der reinen IN/OUT Logistik kostet und sie dann noch Lieferant und Transport bezahlen müssen, kannst du dir glaub ich keine große Marge erwarten, wenn sie ihn dir für 29 cent im Laden anbieten inkl. MWST.

    Saturn, MM etc. bieten auch konsequent unterm Amazon Preis an. Der in der Regel schon deutlich unter UVP ist. Und UVP ist bei normaler Handelsware immer 30% Marge.
    Wenn der UVP für ne Tastatur im Laden 64,99¤ ist und der Amazon Preis bei 59,99¤ ist, bekommst du unten an der Kasse automatisch nen Rabatt vom Amazon Preis ausgehend. Deswegen hat man bei Saturn und Konsorten auch immer so krude Rechnungen. Wie bei dem Beispiel von 58,44¤.

    Es gibt halt diese ekelhafte Geiz ist Geil Mentalität in Deutschland und West Europa. Wenn der Händler kompetitiv am Markt bestehen will, dann muss er die Preise drücken. Weil alle anderen es auch machen. Deswegen haben wir so relativ oft Kartell Probleme in Deutschland und Europa, weil die Hersteller starke Probleme mit den Margen haben.

    Wenn du alles billig-billig haben willst und wegen 3¤ Unterschied aus dem Laden rennst und bei Amazon orderst, dann brauchst du dich auch nicht wundern warum gespart wird wo es geht. Und jemand der ohne Qualifikation in der Logistik arbeitet 12-13¤ zu zahlen, ist noch sehr guter Lohn. Weil der Markt da rar an Personal ist. Das primäre Problem sind Arbeitsdruck wie z.B. bei Amazon, wo es extrem ist. Bei den meisten anderen Logistikern ist das um Welten anders. Weil sie die Leute halten müssen. Witziger weise gehen die Leute halt am liebsten zu Amazon. Weil sie das kennen. Sie sind "der Größte" von allen. Zahlen aber am schlechtesten und haben die schlechtesten Arbeitsbedingungen.

    Das Öffentliche-Güter-Spiel ist nicht nur für Sozialstaatstheorie relevant. Sondern auch für gesellschaftliches Verhalten. Wenn die ersten die Scham erstmal abgelegt haben, 20 Minuten nach der Tankstelle zu suchen für den besten Preis und im Kreis zu fahren für 1 cent, dann machen das ab ner kritischen Masse deutlich mehr. Weil es dann die neue Norm wird.
    Und genau das Problem haben wir in Deutschland im B2C Bereich.

    VW macht an nem Golf als reine Serienfertigung ohne Extras gerade mal 600¤ Gewinn. Und die Leute wundern sich warum Ausstattung soviel Geld kostet. Die Leute die Ausstattung kaufen, quer-finanzieren die Pfennigfuchser. Wenn ihr also nächstes mal den fetten A8L oder 7er BMW seht, dann dankt ihnen. Die ermöglichen euch günstige Autos, indem sie zu viel bezahlen.

    Wenn wir alle fair und tutti frutti sein wollen, dann sollten wir vielleicht mal ein Gesetz machen, was vorschreibt 30% Marge auf die Herstellung-und Bereitstellungskosten zu packen.
    Du glaubst gar nicht wie sprunghaft teuer alles hier wird in allen Bereichen.



    6 mal bearbeitet, zuletzt am 19.08.19 18:52 durch PerilOS.

  12. Re: Der Kunde ist nicht bereit, den echten PReis für die Logistik zu zahlen...

    Autor: Sandeeh 19.08.19 - 19:53

    jake schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > da kann ich so bestätigen, hatte neulich kontakt mit dhl wegen einer
    > untergegangenen lieferung aus asien. der typ war superfit, freundlich und
    > hilfsbereit - bis er merkte, dass ich kein geschäftskunde war. danach
    > musste ich in die vorhölle des privatkundenservices, das war es dann sofort
    > vorbei mit alledem. ;)

    Als Konsument und Privatkunde sind die DHL-Probleme zunächst ein Problem des Verkäufers, nicht des Kunden: der Händler hat und muss das Problem lösen. Denn wenn der Kunde nichts geliefert bekommt und eine Frist setzt, muß er reagieren.

    Das Händler den schwarzen Peter und ihre Probleme versuchen, auf den Kunden abzuwälzen, ist frech und ärgerlich, aber man sollte da auch nicht mitspielen.

    Grüße, Sandeeh

  13. Re: Der Kunde ist nicht bereit, den echten PReis für die Logistik zu zahlen...

    Autor: ffrhh 19.08.19 - 22:39

    > same here. ich bestelle mittlerweile ca. 90% meiner internet-bestellungen
    > bei händlern, welche mir eine gute und schnelle lieferung garantieren

    Same here. Amazon same day.

  14. Re: Der Kunde ist nicht bereit, den echten PReis für die Logistik zu zahlen...

    Autor: Faksimile 20.08.19 - 10:25

    Yian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > na ja, anrufen ist mittlerweile eher etwas für die Älteren …
    Weil dein Mail ja sowieso im Spam Ordner landet und Fratzenbuch und wasistlos ja wohl keine wirklich vermünftigen Kommunikatoinskanäle für Reklamationen sein können.

  15. Re: Der Kunde ist nicht bereit, den echten PReis für die Logistik zu zahlen...

    Autor: Tylon 20.08.19 - 10:57

    PerilOS schrieb:
    > VW macht an nem Golf als reine Serienfertigung ohne Extras gerade mal 600¤
    > Gewinn. Und die Leute wundern sich warum Ausstattung soviel Geld kostet.
    > Die Leute die Ausstattung kaufen, quer-finanzieren die Pfennigfuchser. Wenn
    > ihr also nächstes mal den fetten A8L oder 7er BMW seht, dann dankt ihnen.
    > Die ermöglichen euch günstige Autos, indem sie zu viel bezahlen.
    >

    Gut, dass Du die Kostenrechnung von VW kennst. Wieso die dann aber in USA z.B. Autos verkaufen, wenn das typische Neuauto da 1/3 weniger Absatzpreis kostet, ist mir schleierhaft..... alles Steuern? wohl eher nicht.

  16. Re: Der Kunde ist nicht bereit, den echten PReis für die Logistik zu zahlen...

    Autor: Peter Brülls 20.08.19 - 11:35

    PerilOS schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Wenn der UVP für ne Tastatur im Laden 64,99¤ ist und der Amazon Preis bei
    > 59,99¤ ist, bekommst du unten an der Kasse automatisch nen Rabatt vom
    > Amazon Preis ausgehend.

    Interessant. Wenn ich mir so immer die Werbung ansehen, fällt mir da nicht so auf, dass die Preise nennenswert besser sind.

    Wobei ich für 5 ¤ Differenz nicht eine Stunde meines Lebens ausgebe. Käme ich regelmäßig an so einem Laden vorbei, sähe es anders aus, aber 1,50 ¤ würde mich schon der Sprit für die 18 Kilometer kosten. Plus 30 Minuten Fahrtzeit. Also 3,50 ¤ gespart für 45 Minuten Aufwand.

    Oder 5 ¤ gespart für 1 h 15 Minuten Aufwand, wenn ich das Rad nehme.

    > Es gibt halt diese ekelhafte Geiz ist Geil Mentalität in Deutschland und
    > West Europa. Wenn der Händler kompetitiv am Markt bestehen will, dann muss
    > er die Preise drücken.

    Oder irgendwas anderes anbieten, was den höheren Preis rechtfertigt.

    > Wenn du alles billig-billig haben willst und wegen 3¤ Unterschied aus dem
    > Laden rennst und bei Amazon orderst, dann brauchst du dich auch nicht
    > wundern warum gespart wird wo es geht.

    Siehe oben. Wegen 3 ¤ Unterschied renne ich nicht *aus* dem Laden, sondern erst gar nicht rein.

    Ich habe jetzt aber mal spaßeshalber die MediaMark-Seite aufgerufen und 5 Angebote genommen, je eines aus den ersten 5 Kategorien. Und dann den Preis mit Amazon verglichen.

    2 waren identisch
    1 war bei Amazon günstiger
    1 (Kamera) war bei Amazon deutlich günstiger (52 ¤), hatte dafür aber nicht eine 32 GB Speicherkarte und so einen Knettripod.
    1 Fernseher war nicht bestimmbar, das Modell scheint es nur beim Mediamarkt und Saturn zu geben.


    > VW macht an nem Golf als reine Serienfertigung ohne Extras gerade mal 600¤
    > Gewinn. Und die Leute wundern sich warum Ausstattung soviel Geld kostet.
    > Die Leute die Ausstattung kaufen, quer-finanzieren die Pfennigfuchser. Wenn
    > ihr also nächstes mal den fetten A8L oder 7er BMW seht, dann dankt ihnen.
    > Die ermöglichen euch günstige Autos, indem sie zu viel bezahlen.

    Danke. Ich brauche diese fette Ausstattung nämlich die Ausstattung nicht., ebensowenig jemand der mich beim Eingang begrüßt oder beim Supermarkt die Waren einpackt.

  17. Re: Der Kunde ist nicht bereit, den echten PReis für die Logistik zu zahlen...

    Autor: PerilOS 20.08.19 - 13:25

    Tylon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gut, dass Du die Kostenrechnung von VW kennst. Wieso die dann aber in USA
    > z.B. Autos verkaufen, wenn das typische Neuauto da 1/3 weniger Absatzpreis
    > kostet, ist mir schleierhaft..... alles Steuern? wohl eher nicht.


    VW produziert in den USA für den US Markt. Du bekommst in der EU und in der USA ganz andere Autos. Und das Material ist in den USA deutlich schlechter. Viel mehr billiges Plastik etc. Die Lohnkosten sind auch günstiger. Die Zulieferer sitzen alle in Mexico. Da kommt der Preis her.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.08.19 13:27 durch PerilOS.

  18. Re: Der Kunde ist nicht bereit, den echten PReis für die Logistik zu zahlen...

    Autor: Tylon 20.08.19 - 16:36

    PerilOS schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tylon schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Gut, dass Du die Kostenrechnung von VW kennst. Wieso die dann aber in
    > USA
    > > z.B. Autos verkaufen, wenn das typische Neuauto da 1/3 weniger
    > Absatzpreis
    > > kostet, ist mir schleierhaft..... alles Steuern? wohl eher nicht.
    >
    > VW produziert in den USA für den US Markt. Du bekommst in der EU und in der
    > USA ganz andere Autos. Und das Material ist in den USA deutlich schlechter.
    > Viel mehr billiges Plastik etc. Die Lohnkosten sind auch günstiger. Die
    > Zulieferer sitzen alle in Mexico. Da kommt der Preis her.

    Und die Zulieferer für VW Deutschland sitzen in Honduras, Mexiko, Slowenien, China.... also Lohnkosten können es kaum sein. Du glaubst doch nicht, dass die für uns extra Highend produzieren, wenn billig auch reicht.

  19. Re: Der Kunde ist nicht bereit, den echten PReis für die Logistik zu zahlen...

    Autor: PerilOS 21.08.19 - 01:37

    Nein die Zulieferer für VW Deutschland sitzen in Deutschland und Tschechien.
    Just-In-Time Production ist dir anscheinend kein Begriff.

    Wir hatten erst letztes Jahr den VW Zulieferer Aufstand, wo die Produktion bei VW fast zum erliegen gekommen ist. Wo die Polsterer aus BW z.B. keine Fahrzeugsitze mehr geliefert haben und VW deswegen keine Autos ausliefern konnte. Das sollte mittlerweile jedem klar sein, dass Produktion und Zulieferung nicht global auseinander liegen können im 24/7 Produktionsbetrieb.
    Material auf Halde zu legen oder es nicht zu haben, wenn es gebraucht wird, steigert die Kosten massiv. Deswegen liefert man ein Teil in der Produktion genau dann, wenn es gebraucht wird.
    Aus diesem Grund zittert auch die UK Industrie und die Hersteller vom Kontinent ziehen Produktion aus UK ab. Weil JIT durch eine Zollgrenze nicht mehr funktioniert.

    Ein Joghurt z.B. kostet in der Logistik ~20 cent. Kannst dir also ungefähr vorstellen wie teuer ein Auto werden würde, wenn VW Logistik mit betreiben müsste.

    Wenn dein VW vom Band rollt, dann ist der "Made in Germany" zu 70%, damit er das label bekommen kann. Rest ist aus Europa. Der kostet deutlich mehr in der Produktion als in Amerika, wo die Mexikaner für 1-2¤ die Stunde arbeiten und nach Amerika zur Endmontage zuliefern. Wo die Hersteller Steuerbefreiung for Dekaden bekommen. Die Amerikaner versuchen verbissen die Endproduktion in den USA zu halten und glauben durch Deregulierung und Steuerfreien Produktionsstandorten das zu erreichen. Was sie nicht können. Deswegen erheben sie massive Zölle auf Fahrzeuge aus Mexiko. Und die Zölle auf Autoteile aus Mexiko wurden verhindert durch die Fahrzeughersteller Lobby in den USA, weil die ansonsten die Preise hätten anheben müssen durch die Bank um 30-40%.
    Und die Kompetenzen sind in den USA auch nicht mehr vorhanden. Weil sie die über Jahrzehnte in Nord-Mexiko aufgebaut haben. In Europa haben wir das Problem nicht. Hier arbeiten die Hersteller in Deutschland und Frankreich aber zusammen. Sone A-Klasse ist auch nur ein Renault von Innen.

    Deswegen kostet der gleiche Wagen in zwei Teilen der Welt unterschiedliche Preise. Und du bekommst in den USA auch keine EU Fahrzeuge. Jetta z.B. gibt es nur in der USA (bis auf zwei Modelle vor 15 Jahren).



    7 mal bearbeitet, zuletzt am 21.08.19 01:56 durch PerilOS.

  20. Re: Der Kunde ist nicht bereit, den echten PReis für die Logistik zu zahlen...

    Autor: schnedan 25.08.19 - 22:38

    die reinen Materialkosten eines PKW, egal ob Golf oder Porsche, liegen bei 3-5tausend ¤
    und das was den Leuten heute als Hightech verkauft ist die Technik von vor 15-20 Jahren. nur heute kann man diese billig in Massen herstellen.
    Und selbst wenn man an einem Basis Golf nur 600¤ verdienen würde - was grob gerechnet immer noch knapp über 3% Gewinn sind, wird dieser wohl eher selten verkauft... Und die Marge der OEM's bei "Extras" ist nicht unbedingt im niedrigen 2stelligen Prozentbereich. d.h. bereits 2-3 Extras und der Gewinn am Basisgolf verdoppelt sich locker...

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