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  5. › Onlinehändler: Streik bei Zalando…

10,12 Euro pro Stunde

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  1. 10,12 Euro pro Stunde

    Autor: m @ r C 14.06.17 - 20:32

    Eine Schande das es in einem reichen Land wie Deutschland Menschen gibt die für 10,12 Euro pro Stunde arbeiten müssen! Auf der anderen Seite, es geht ja noch schlimmer, ich sag nur 8,84 EUR.
    Bin Streiks eigentlich eher skeptisch gegenüber eingestellt - aber diesen kann ich nachvollziehen.

  2. Re: 10,12 Euro pro Stunde

    Autor: janpi3 14.06.17 - 20:56

    ich denke 10 Euro für einen Job, der keine Lehrausbildung erfordert ist okay. Nicht sonderlich viel - aber auch nicht wenig.
    Mal abgesehen davon, dass die Kinners bei mehr Brutto, gerade in diesem Steuerbereich, unter Umständen nicht wirklich mehr Netto bekommen.

    Würde meiner Lagerschubse auch gerne mehr bezahlen, aber davon erhält sie keinen einzigen Cent. (ja is mir klar, dass Zalando das aus anderen Gründen macht)
    Tja das ist dann auch sinnlos, ne?

    Was wirklich sinnvoll wäre, wäre eine Anpassung der Steuer und das einkassieren der Vermögenssteuer mit sinnvollen Kriterien.

    Aber Pegida, AfD, Asylbewerber und Teroristen scheinen sich einfach zu gut zu verkaufen.....

    "Ich bin ein Wutoholic, ich kann nicht leben ohne Wutohol"
    Homer J. Simpson.

  3. Re: 10,12 Euro pro Stunde

    Autor: hoben 14.06.17 - 21:09

    Das sind Jobs, die jeder ohne irgendeine Ausbildung machen kann. Bei unserer tollen Abgabenlast verdienen die Arbeiter dort netto ca. die Hälfte von den Softwareentwicklern (viele mit MSc. Informatik Uni) in unserem Betrieb. Und das ohne 6 Jahre Studium und 4 Jahre Vollzeitberufserfahrung im Rhein-Main-Gebiet.

    Mein Mitleid hält sich daher wirklich in Grenzen.

    Komischerweise redet kaum jemand über die abartig hohe Abgabenlast bei bestenfalls mittelmäßiger Gegenleistung in Deutschland. Alle sagen immer nur, dass es uns so gut ginge und wir ja so viel Geld hätten. Ich frage mich nur, wo das ganze Geld hinfließt.

  4. Re: 10,12 Euro pro Stunde

    Autor: ObjectID 14.06.17 - 21:11

    janpi3 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Würde meiner Lagerschubse auch gerne mehr bezahlen, aber davon erhält sie
    > keinen einzigen Cent. (ja is mir klar, dass Zalando das aus anderen Gründen
    > macht)
    > Tja das ist dann auch sinnlos, ne?

    Sie würde eine deutlich höhere Rente erhalten, auch wenn sie Netto nicht mehr rausbekommt.

    SmEgamEsIGpldHp0IGtvbW10IGdsZWljaCB3aWVkZXIgZGFzIEltbWVyZ2xlaWNoZSBnZWxhYmVyIG1pdCBhdXNmbMO8Y2h0ZW4gdW5kIHplcnBmbMO8Y2tlbiBtZWluZXIgQW5tZXJrdW5nLCBudXIgdW0gc2VpbmUgUHJvZml0Z2llciB6dSByZWNodGZlcnRpZ2VuLiA=

  5. Re: 10,12 Euro pro Stunde

    Autor: Umaru 14.06.17 - 21:29

    Dafür würde ich nicht mal aufstehen. Generalstreik aller Niedriglohnsektoren und man würde auf sie hören. Wozu waren nochmal diese Gewerkschaften da?

  6. Re: 10,12 Euro pro Stunde

    Autor: TrudleR 14.06.17 - 22:22

    ObjectID schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > janpi3 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Würde meiner Lagerschubse auch gerne mehr bezahlen, aber davon erhält
    > sie
    > > keinen einzigen Cent. (ja is mir klar, dass Zalando das aus anderen
    > Gründen
    > > macht)
    > > Tja das ist dann auch sinnlos, ne?
    >
    > Sie würde eine deutlich höhere Rente erhalten, auch wenn sie Netto nicht
    > mehr rausbekommt.
    >
    > SmEgamEsIGpldHp0IGtvbW10IGdsZWljaCB3aWVkZXIgZGFzIEltbWVyZ2xlaWNoZSBnZWxhYmV
    > yIG1pdCBhdXNmbMO8Y2h0ZW4gdW5kIHplcnBmbMO8Y2tlbiBtZWluZXIgQW5tZXJrdW5nLCBudX
    > IgdW0gc2VpbmUgUHJvZml0Z2llciB6dSByZWNodGZlcnRpZ2VuLiA=

    Cool, Base64

  7. Re: 10,12 Euro pro Stunde

    Autor: FredRopen 14.06.17 - 22:50

    Das Geld scheinen bei euch die Chefs zu kassieren, eure Entwickler scheinen es ja nicht zu kriegen

  8. Re: 10,12 Euro pro Stunde

    Autor: crazypsycho 15.06.17 - 00:03

    m @ r C schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eine Schande das es in einem reichen Land wie Deutschland Menschen gibt die
    > für 10,12 Euro pro Stunde arbeiten müssen! Auf der anderen Seite, es geht
    > ja noch schlimmer, ich sag nur 8,84 EUR.
    > Bin Streiks eigentlich eher skeptisch gegenüber eingestellt - aber diesen
    > kann ich nachvollziehen.

    Nachvollziehbar ist da nichts. Verdi geht das ganze komplett falsch an. Sowohl bei Amazon, als auch bei Zalando handelt es sich um Logistikunternehmen und es wird jeweils mehr bezahlt als der Logistik-Tarif vorgibt.
    Es funktioniert nicht da einen falschen Tarif aufzuzwingen. Richtig wäre es, den Logistik-Tarif anzupassen, bzw gleich anzugleichen.

    Ich würde derzeit Verdi nicht beitreten, da sie leider komplett unfähig sind und nichts bewirken. Es geht nur um Aufmerksamkeit.

  9. Re: 10,12 Euro pro Stunde

    Autor: Dadie 15.06.17 - 01:10

    ObjectID schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sie würde eine deutlich höhere Rente erhalten, auch wenn sie Netto nicht
    > mehr rausbekommt.
    > [..]

    Als jemand unter 30 bezweifle ich das doch stark. Das Renten-Niveau sinkt mit jedem Jahr. Das Eintrittsalter wurde schon mehrfach angehoben wird sicher noch weiter angehoben. Und das Niveau wird sicher nicht zum letzten mal sinken.

    Alle Renten-Reformen der letzten Jahre hatten nur das Resultat, dass die nächste (meine) Generation am Arsch ist während die aktuelle Generation noch knapp irgendwie über die Runden kommt. Frei nach dem Motto "Nach mir die Sintflut", aber gut, dass ist auch dieselbe Generation die sich in Gewerkschaften für den massiven Ausbau von Mini-Jobs u.a. im Einzelhandel und Leiharbeit ausgesprochen hat (danke Verdi!!).

    Zum Glück hat meine Generation zwischen hohen Anforderung (unter Abi ist man ja ein nichts), Mini-Jobs, befristeten Verträgen, Zeitarbeit und Leiharbeit kaum Zeit darüber nachzudenken wie schlimm das mal im Alter wird. Hat schon seinen Grund wieso immer mehr Junge Menschen in Fantasiewelten flüchten, zu NEETs degenerieren oder das Heil in Ideologie oder Religion suchen und wieso die Jugend immer aggressiver, verzweifelter und perspektivloser wird.

    Für jemanden unter 30 ist die Rente einfach nur ein Witz. Im Grunde zahlt man ein, damit die Leute die dafür gesorgt, dass man nichts heraus bekommt noch einen schönen Lebensabend haben. Und selbst bei den Über-30-Jährigen stehen die Chancen gut, dass sie trotz höheren Lohn am Ende eh unter die Grundsicherung fallen.

  10. Re: 10,12 Euro pro Stunde

    Autor: quineloe 15.06.17 - 01:50

    janpi3 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ich denke 10 Euro für einen Job, der keine Lehrausbildung erfordert ist
    > okay. Nicht sonderlich viel - aber auch nicht wenig.

    Doch, es ist verdammt wenig, es ist garantierte Altersarmut aber das stört dich vermutlich nicht, weil diese Leute werden ja eh kaum älter als 70.

    Gemessen an unserer Wirtschaftsleistung sind der Mindestlohn und solche Löhne blanke Ausbeutung. Wir könnten allen viel mehr leisten, aber nein, wir müssen aus Millionären Milliardäre machen.

  11. Re: 10,12 Euro pro Stunde

    Autor: deadeye 15.06.17 - 03:06

    Sinniger wäre es dieses ganze menschenunwürdige DRECKSSYSTEM zu entfernen, um dann endlich wie Menschen leben zu können.

    Solange man in diesem System beliebt, wird sich kein Millimeter ändern und die Menschen werden immer weniger Geld verdienen.

    Selbst Unternehmer müssten mal so langsam kapiert haben, dass der sogenannte Staat, sie wie eine Weihnachtsgans ausnimmt. Die ganz dicken Fische bleiben natürlich davor verschont. Ihr könnt doch eure Mitarbeiter gar nicht mehr vernünftig bezahlen.

  12. Re: 10,12 Euro pro Stunde

    Autor: Alex011 15.06.17 - 04:17

    janpi3 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ich denke 10 Euro für einen Job, der keine Lehrausbildung erfordert ist
    > okay. Nicht sonderlich viel - aber auch nicht wenig.
    > Mal abgesehen davon, dass die Kinners bei mehr Brutto, gerade in diesem
    > Steuerbereich, unter Umständen nicht wirklich mehr Netto bekommen.


    Wow, jemand ohne Lehrlingsausbildung hat kein Recht auf sorgloses Leben? Ich rede rede gar nicht von der Armut im Alter. Ich verstehe schon gar nicht, wie sein kann dass es in DE kein gesetzliches 13. und 14. Monatsgehalt gibt? Deutschland erkauft sich seinen "Reichtum" an den Ein Euro Jobbern und die unteren Schichten werden einfach im Stich gelassen.

  13. Re: 10,12 Euro pro Stunde

    Autor: Malukai 15.06.17 - 07:11

    Alex011 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > janpi3 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > ich denke 10 Euro für einen Job, der keine Lehrausbildung erfordert ist
    > > okay. Nicht sonderlich viel - aber auch nicht wenig.
    > > Mal abgesehen davon, dass die Kinners bei mehr Brutto, gerade in diesem
    > > Steuerbereich, unter Umständen nicht wirklich mehr Netto bekommen.
    >
    > Wow, jemand ohne Lehrlingsausbildung hat kein Recht auf sorgloses Leben?
    > Ich rede rede gar nicht von der Armut im Alter. Ich verstehe schon gar
    > nicht, wie sein kann dass es in DE kein gesetzliches 13. und 14.
    > Monatsgehalt gibt? Deutschland erkauft sich seinen "Reichtum" an den Ein
    > Euro Jobbern und die unteren Schichten werden einfach im Stich gelassen.

    Gesetzliches 13. und 14. Monatsgehalt? Ja klar warum nicht... Bedingungsloses Grundeinkommen, Mindestens 20Euro die Stunde für die paar die dann doch noh Arbeiten wollen. 100 Tage Urlaub usw.
    Schöne Traumwelt die nach ein paar Tagen endet wenn es im Supermarkt keine Lebensmittel mehr gibt.
    Mehr als 10EUR für Packete packen, kein wunder das so viele Menschen noch Deutschland strömen. Hier hat man als Packet packer einen besseren Lebensstandard als Ärzte und Ingeneure in großen teilen der Welt. Aber dass ist ja nicht genug... Lieber dafür sorgen dass die Jobs ins Ausland gehen und bei uns dann bald 10 Millionen+ von der Sozialhilfe leben. Die dann natürlich auch sofort vervierfacht gehört.
    Finanziert wird das ganze durch eine Steuer auf Vermögen, als dass was dann noch im Land ist und nicht vollkommen legal weggeschafft wurde. Nach ein paar Jahren merkt man dann plötzlich dass bei einer Steuer auf Vermögen diese Vermögen irgendwann nicht mehr da sind "Ohh wunder, hat niemand kommen sehen". Das Land geht Pleite und der Lebensstandard eines heutigen Pakete packers können sich nur noch Partei Funktionäre leisten. Herzlichen Glückwunsch Linke ihre habe es zum 100 mal bewiesen dass es nicht funktioniert, aber natürlich werde ihr es noch weiter versuchen bis ihr die Menschheit ausgelöscht habt.

    Mehr als 10 Euro die Stunde, bei normaler Arbeitszeit hat man am Ende knapp 1300EURO Netto in einer Region in der man unter 300 EUR eine ein Zimmer Wohnung bekommt, 2-3 Zimmer im Bereich von 400-500 (70qm²). Abzüglich Strom etc. Hat man merh als 600Euro zur freien Verfügung, wem das für ein sorgloses Leben nicht reicht der hat andere Probleme und nichts weiter.
    In FFM müsste ich alleine schon wegen der Miete einen tausender mehr im Monat verdienen um einen ähnlichen Lebenssstandard zu haben.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.06.17 07:16 durch Malukai.

  14. Re: 10,12 Euro pro Stunde

    Autor: Kleba 15.06.17 - 08:23

    hoben schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei unserer tollen Abgabenlast verdienen die Arbeiter dort netto ca. die Hälfte
    > von den Softwareentwicklern (viele mit MSc. Informatik Uni) in unserem
    > Betrieb. Und das ohne 6 Jahre Studium und 4 Jahre Vollzeitberufserfahrung
    > im Rhein-Main-Gebiet.
    >
    > Mein Mitleid hält sich daher wirklich in Grenzen.

    Dann würde ich sagen, dass ihr schlecht verhandelt habt. 3.700 - 3.800 EUR Brutto (dann hättet ihr in Steuerklasse 1 netto etwa das doppelte von dem Zalanda-Lageristen) sind für einen M.Sc. in Informatik eher ein Einstiegsgehalt (obwohl selbst das im Vergleich relativ niedrig wäre; das wäre eher ein entsprechendes Bachelor-Einstiegsgehalt). Da sollte mit etwas Verhandlung schon noch was rauszuholen sein.
    Da ist aber auch jeder selbst seines Glückes Schmied, wie man so schön sagt.

    > Komischerweise redet kaum jemand über die abartig hohe Abgabenlast bei
    > bestenfalls mittelmäßiger Gegenleistung in Deutschland. Alle sagen immer
    > nur, dass es uns so gut ginge und wir ja so viel Geld hätten. Ich frage
    > mich nur, wo das ganze Geld hinfließt.

    Die Abgabenlast ist in etwa auf dem Niveau von 1980 (etwa 40%). Und wofür das Geld ausgegeben wird, ist ja nun auch kein Geheimnis und kann recht leicht recherchiert werden. Ob man das jetzt als mittelmäßige Gegenleistung bezeichnet ist wohl recht subjektiv. Klar ist: ein Teil der Mittel könnte (und sollte!) deutlich sinnvoller genutzt werden.

  15. Re: 10,12 Euro pro Stunde

    Autor: ZuWortMelder 15.06.17 - 08:24

    > > janpi3 schrieb:
    > Bedingungsloses Grundeinkommen, Mindestens 20Euro die Stunde für die paar
    > die dann doch noh Arbeiten wollen. 100 Tage Urlaub usw.
    > Schöne Traumwelt die nach ein paar Tagen endet wenn es im Supermarkt keine
    > Lebensmittel mehr gibt.


    Hallo,

    dazu möchte ich mal, an dieser Stelle stellvertretend, etwas an merken.
    Häufig wird wird bei diesem Thema davon aus gegangen, dass von jetzt auf gleich alles zum Stillstand kommt.
    Mitnichten.
    Das bedingungslose Grundeinkommen soll nur dafür sorgen, dass man ohne Druck oder externen Stress ein menschenwürdiges leben führen kann. (Die Würde des Menschen ist unantastbar), was so nicht hin haut, weil das Amt dir, bei Ablehnung einer Arbeitsstelle, die einem aus persönlichen Gründen nicht passt, die GRUNDSICHERUNG kürzen kann. Also Geld für Dinge die ein Mensch nun mal braucht (Essen, Dach)
    Nur weil nun jeder plötzlich (sagen wir) 1500¤ dafür in die Hand gedrückt bekommt, bedeutet dies nicht, dass "alle" das Arbeiten ein stellen.
    Da man, entweder von vorher, oder auf Grund des persönlichen Strebens einen höheren und luxeriösen Lebensstil pflegen möchte, werden viele eben doch weiterhin (zusätzliches) Geld verdienen wollen und sind dabei dan aber freier und selbstbestimmter. Andere werden zufrieden sein und sich sozial engagieren, ohne entlohnt werden zu wollen und damit ihren sozialen Beitrag in die Gemeinschaft ein bringen. Und selbst wenn es, und ich tippe darauf, das es nicht all zu viele sein werden, Leute gibt, die gar nichts mehr tun, dann sollen sie doch, sofern sie niemanden dabei Schaden zu fügen.
    Wenn Leute dann die Wahl haben, könnten die "Scheissjobs" besser Entlohnt werden um einen Anreiz zu schaffen. Ich traue

    1. ...dem Markt zu, sich selbst zu regulieren.
    2. ...den Menschen zu, sich sinnvoll und zu ihrem Wohlbefinden um zu orientieren (Stichwort Langeweile bei Unproduktivität).

    Und was spricht dagegen, diese 1500¤ vom Lohn ab zu ziehen und die Arbeitgeber, bei Jobs die eh darunter liegen, nur die Sozialleistungen, die dabei fällig würden, zahlen zu lassen.
    Evtl. stellt dieser zu diesem Kurs dann eine weitere Kraft ein, sofern er Leute findet, und wenn zu diesen Konditionen keiner diese Arbeit machen will, war sie vorher offensichtlich stark unterbezahlt, und das Konzept dahinter wird neu durchdacht.

    Allerdings gebe ich zu, dass mein Gedankenmodell einen höheren Grad der Automatisierung voraus setzt.
    (Putzroboter, autonomes Fahren, usw; zB; etc)

    Mit freundlichem Gruss
    ZuWortMelder

    Edit: Korrektur der Autokorrektur, ohne Anspruch auf Vollständigkeit der Fehlerbeseitigung.



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 15.06.17 08:30 durch ZuWortMelder.

  16. Re: 10,12 Euro pro Stunde

    Autor: minnime 15.06.17 - 09:21

    Beim nächsten Artikel über IT-Gehälter werden wir dann wieder etliche hören die sich für 40000 / Jahr unterbezahlt fühlen aber dem Lagerarbeiter gönnt man nur 21000.
    Kommt mir jetzt bloß nicht mit der Begründung dass man studiert ja habe. So viel ist das nun auch nicht wert. Letztendlich arbeiten wir alle bloß. Das ist doch ein Symbol der Klassengesellschaft.

  17. Re: 10,12 Euro pro Stunde

    Autor: Bahadir77 15.06.17 - 09:40

    Es steht jedem frei, selbst ein Unternehmen zu gründen. Dann kann er auch gerne 30¤ die Stunde zahlen.

  18. Re: 10,12 Euro pro Stunde

    Autor: Johnny Cache 15.06.17 - 10:00

    minnime schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Beim nächsten Artikel über IT-Gehälter werden wir dann wieder etliche hören
    > die sich für 40000 / Jahr unterbezahlt fühlen aber dem Lagerarbeiter gönnt
    > man nur 21000.

    Es steht all diesen Lagerarbeitern frei auch meinen deutlich besser bezahlten Job zu machen, genau so wie ichm wenn ich auf IT keinen Bock mehr haben sollte, in deren Brache wechseln und ein relativ stressfreies Leben haben könnte.

    > Kommt mir jetzt bloß nicht mit der Begründung dass man studiert ja habe. So
    > viel ist das nun auch nicht wert. Letztendlich arbeiten wir alle bloß. Das
    > ist doch ein Symbol der Klassengesellschaft.

    Ich habe auch nicht (fertig) studiert und für viele Jobs in der IT ist das auch gar nicht notwendig. Man muß halt beweisen können daß man was kann und das Geld auch wert ist. Eine tarifliche Bezahlung halte ich für das hinterletzte, denn mich mit meinen Kollegen auf eine Stufe zu stellen würde ich wirklich als üble Beleidigung ansehen.
    Und natürlich haben wir eine Klassengesellschaft. Warum sollte man sich auch sonst den Arsch aufreißen wenn man vergleichbares Geld auch auf viel einfachere Art und Weise bekommen könnte?

  19. Re: 10,12 Euro pro Stunde

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 15.06.17 - 10:29

    janpi3 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ich denke 10 Euro für einen Job, der keine Lehrausbildung
    > erfordert ist okay. Nicht sonderlich viel - aber auch nicht
    > wenig.

    "Viel" oder "wenig" sind subjektive Wertungen. Objektiv ist es einfach nicht genug.
    Angesichts der derzeitigen Entwicklung des Rentensystems, und dabei gehe ich noch von den positiven Prognosen aus, reicht die Forderung von Verdi gerade so, damit die Mitarbeiter eventuell später eine Rente beziehen können, die den Mindestbedarf ohne Aufstockung deckt.
    Die Frage, die du dir stellen musst, ist also eine andere: Ist es dir lieber, dass Zalando jetzt für für die adäquaten Rentenbezüge ihrer Angestellten aufkommt oder später die Solidargemeinschaft - und damit anteilig du und deine Nachkommen?

    Und was Lehrausbildung und Entlohnung angeht, ist es doch - so dachte ich jedenfalls - inzwischen hinlänglich bekannt, dass in solchen und ähnlichen Jobs genug Menschen arbeiten, die eigentlich höher qualifiziert sind, aber keine ihrer Qualifikation entsprechende Tätigkeit finden und entweder aufgrund ihrer eigenen Arbeitsmoral oder unter Druck der Ämter solche Tätigkeiten aufnehmen.
    Es gibt nach Stand Mai 2017 derzeit 714.000 unbesetzte Stellen in Deutschland, denen 2.498.000 Arbeitssuchende (Wir ignorieren dabei einmal, dass diese Zahl nach diversen Kriterien als geschönt zu betrachten ist ...) gegenüber stehen. Da kann man also gegebenenfalls so qualifiziert sein, wie man möchte: Es gibt nicht genug Stellen. "Bestenfalls" verdrängt man durch besonders hohe Qualifikation einen anderen, geringfügig geringer Qualifizierten von einer der zu knappen Arbeitsplätze, was an der Gesamtlage nichts ändert.

    Davon ganz zu schweigen, dass es nun einmal jede Menge Tätigkeiten gibt, die keine besondere Qualifikation erfordern, aber trotzdem besetzt werden müssen. Und diejenigen, die sie besetzen, müssen davon natürlich leben können. Da sich die Lebenserhaltungskosten nicht nach der Ausbildung richten, muss die Vergütung unabhängig davon und nachhaltig nach unten gedeckelt sein. Und wenn wir mal phantasieren, dass man jeden maximal qualifizieren könnte, braucht man am Ende trotzdem zwangsläufig ein paar Straßenkehrer mit Doktortitel.

  20. Re: 10,12 Euro pro Stunde

    Autor: hoben 15.06.17 - 10:45

    Die von dir zitierte Abgabenquote in Bezug auf das BIP ist hier vollkommen irrelevant und beschreibt nur, woher der Staat einen Teil seines Geldes bekommt.

    Hier geht es dagegen um die Abgabenlast in Relation zu den Arbeitskosten und die lag in Deutschland 2016 im Schnitt bei 49,4 %. Das ist die zweithöchste Quote aller Industrienationen und so hoch war sie nie zuvor. Zusätzlich kommen noch die anderen Steuern dazu, die fast alle in den letzten Jahren erhöht wurden: Umsatzsteuer, Energie, Sprit, Grund, etc.

    Auch toll ist, dass sie bei den Reichen und Superreichen dank Spielereien wie Beitragsbemessungsgrenze und Kapitalertragssteuer niedriger ist als beim Durchschnittsverdiener mit 3000 brutto.

    > Dann würde ich sagen, dass ihr schlecht verhandelt habt. 3.700 - 3.800 EUR Brutto

    Knapp 4000, ja, aber irgendwie ist es doch unwahrscheinlich, dass über 50 Leute alle schlecht verhandelt haben. Ich kenne auch aus anderen Firmen kaum einen Softwareentwickler der über 52k verdient und nein, wir sind nicht alle unfähig oder dumm.

    > Da ist aber auch jeder selbst seines Glückes Schmied, wie man so schön sagt.

    Das gleiche könnte man auch über die ungelernten Lagerarbeiter sagen.

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