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Unternehmen mit vielen Aufstockern besteuern... klingt interessant

Wochenende!!! Zeit für Quatsch!
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  1. Unternehmen mit vielen Aufstockern besteuern... klingt interessant

    Autor: KloinerBlaier 02.10.18 - 15:26

    Unabhängig vom Artikel finde ich den Gedanken im Gesetzesentwurf vom Senator ziemlich interessant.

    Das könnte doch sicherlich auch hier dazu führen, dass das Lohnniveau etwas steigt. Unternehmen die so wenig zahlen, dass ihre Angestellten "aufstocken" müssen, würden mit einer Sondersteuer belastet. So tragen diese zur Finanzierung der Sozialkassen bei oder zahlen ihren Angestellten eben direkt mehr Kohle.
    Dadurch könnte man niedrige Gehälter unattraktiv machen und hat nicht das Problem eines direkten staatlichen Markteingriffs durch den Mindestlohn.

  2. Re: Unternehmen mit vielen Aufstockern besteuern... klingt interessant

    Autor: Yo 02.10.18 - 15:32

    Meiner Ansicht nach sollte es verboten werden Jobs anbieten zu dürfen bei denen man in 8 Stunden pro Tag nicht genug verdient um ohne staatliche Zusatzleistungen leben zu können.
    Aber eben, die Neo-Kapitalisten sehen das anders.

    Von daher ist die Idee interessant solche Unternehmen dann halt über Steuern abzukassieren bis sie das von selbst ändern.

  3. Re: Unternehmen mit vielen Aufstockern besteuern... klingt interessant

    Autor: powermummel 02.10.18 - 15:38

    aber nur solange die Steuer auch höher ist als der Lohn x)

  4. Re: Unternehmen mit vielen Aufstockern besteuern... klingt interessant

    Autor: ChMu 02.10.18 - 15:49

    Yo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Meiner Ansicht nach sollte es verboten werden Jobs anbieten zu dürfen bei
    > denen man in 8 Stunden pro Tag nicht genug verdient um ohne staatliche
    > Zusatzleistungen leben zu können.
    > Aber eben, die Neo-Kapitalisten sehen das anders.
    >
    > Von daher ist die Idee interessant solche Unternehmen dann halt über
    > Steuern abzukassieren bis sie das von selbst ändern.

    Verstehe ich nicht. Der Staat setzt den Mindestlohn fest. Der wird bezahlt. Wenn nicht, muss das geahndet werden. Reicht dieser Mindestlohn nicht, ist es Aufgabe des Staates ihn zu erhoehen. Nicht der Firma.
    Wes genau bringt eine Besteuerung der Firmen? Mehr Geld fuer den Staat, klar. Aber was bringts dem Arbeitnehmer? Nichts. Nein, einfach den Mindestlohn erhoehen und es gibt dieses Problem nicht mehr. Es ist doch einfacher an einer Stelle eine Aenderung zu bewirken als sich mit hundert tausenden Firmen einzeln rumzuschlagen?

  5. Re: Unternehmen mit vielen Aufstockern besteuern... klingt interessant

    Autor: Vinnie 02.10.18 - 16:14

    7,50USD pro Stunde.

    In meinem Bekanntkreis wird selten unter 60 Stunde die Woche gearbeitet, auch hier in D!

    Das sind 1.800 USD im Monat wenn es nur ein Einkommen gibt.

    Das wird in LA oder NY nicht reichen, aber 90% der anderen Gebiete der USA schon.

    Ist also die Frage wo sind diese Amazon Arbeitsplaetze?

  6. Re: Unternehmen mit vielen Aufstockern besteuern... klingt interessant

    Autor: dermamuschka 02.10.18 - 16:24

    Vinnie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 7,50USD pro Stunde.
    >
    > In meinem Bekanntkreis wird selten unter 60 Stunde die Woche gearbeitet,
    > auch hier in D!
    >
    > Das sind 1.800 USD im Monat wenn es nur ein Einkommen gibt.
    >
    > Das wird in LA oder NY nicht reichen, aber 90% der anderen Gebiete der USA
    > schon.
    >
    > Ist also die Frage wo sind diese Amazon Arbeitsplaetze?

    Dann haben Sie und Ihr Bekanntenkreis - mit Verlaub - wohl keine Hobbys.
    Ich würde eher bei meinen Eltern wieder einziehen (und das mit 30!) als regelmäßig 60 Stunden zu arbeiten - was bleibt denn dann noch vom Leben?

  7. Re: Unternehmen mit vielen Aufstockern besteuern... klingt interessant

    Autor: ZuWortMelder 02.10.18 - 17:03

    > Das könnte doch sicherlich auch hier dazu führen, dass das Lohnniveau etwas
    > steigt.

    Oder es steigen die Bestrebungen, alles mit Maschienen zu automatisieren um weniger "human resurces" zu benötigen.

    MfG
    ZuWortMelder

  8. Re: Unternehmen mit vielen Aufstockern besteuern... klingt interessant

    Autor: Eheran 02.10.18 - 17:20

    >was bleibt denn dann noch vom Leben?
    Gar nicht so viel weniger als so.
    Wegzeiten usw. usf. hat man nicht noch mehr. Statt 8(,5)h ist man dann 12(,5)h da. Wenn man um 7 anfängt ist man 19(:30) fertig. 20 Uhr zuhause. Bleiben noch 4...X Stunden. Das ganze ausgehend von einem normalen Wochenende. Arbeitet man am Samstag, dann sinkt die sonstige Arbeitslast natürlich entsprechend.

  9. Re: Unternehmen mit vielen Aufstockern besteuern... klingt interessant

    Autor: bazoom 02.10.18 - 20:11

    ZuWortMelder schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Das könnte doch sicherlich auch hier dazu führen, dass das Lohnniveau
    > etwas
    > > steigt.
    >
    > Oder es steigen die Bestrebungen, alles mit Maschienen zu automatisieren um
    > weniger "human resurces" zu benötigen.
    >
    > MfG
    > ZuWortMelder

    Dann wird eben eine "Roboter-Steuer" oder sonstwas eingeführt.
    Muß ja auch, oder wer kauft die Waren wenn keiner mehr verdient?

  10. Re: Unternehmen mit vielen Aufstockern besteuern... klingt interessant

    Autor: berritorre 02.10.18 - 20:18

    Nicht unbedingt. Amazon wird dann recht schnell merken, dass das Geld das sie "sparen" gar nicht so viel ist und dass eine bessere Bezahlung auch in höherer Zufriedenheit und dann auf lange Frist (hoffentlich) auch besserer Arbeitsleistung führt.

    Ich verstehe schon was du meinst, aber ich glaube, Amazon würde vermutlich schon früher anfangen besser zu bezahlen, wenn da besteuert wird. Denn die höhere Bezahlung kommt ja direkt ihren Mitarbeitern zu gute (und damit ihnen) während die Steuer irgendwo verpufft.

    Aber wie gesagt, prinzipiell natürlich richtig.

  11. Re: Unternehmen mit vielen Aufstockern besteuern... klingt interessant

    Autor: berritorre 02.10.18 - 20:33

    Also ich würde mich als relativ liberal einschätzen, wenn du willst vielleicht auch als Kapitalist.

    Ich glaube, dass es gut ist, wenn es sowohl für die Arbeitgeber als auch die Arbeitnehmer viele Freiheiten gibt, das alles unter sich selbst auszukaspern.

    Aber: Die Aufgabe des Staates ist es da korrigierend einzugreifen, wenn etwas aus dem Ruder läuft und natürlich die Rahmenbedinungen zu setzen.

    Dazu gehört meiner Meinung nach eine faire Bezahlung. Fair fängt für mich an, wenn man mit einem Job auf Basis einer 40h-Woche am Ende des Monats alle Kosten gedeckt hat und noch mindestens 100-200 Euro übrig hat, um etwas auf die Seite zu legen. Nach oben natürlich keine Grenzen gesetzt. Es kann nicht angehen, dass ein Arbeitnehmer mit einer Vollzeitstelle nicht davon leben kann. Klar, wir könnten jetzt definieren was "davon leben können" heisst.

    Für mich bedeutet das, dass man sich eine halbwegs vernünftige Wohnung leisten kann, dass man genug Lebensmittel hat, dass man eine gesunde Ernährung sicher kann (3 Mahlzeiten am Tag), dass man sich hin und wieder neue Klamotten leisten kann. Wir können uns jetzt streiten ob Urlaubsreisen in dieses Budget gehören oder nicht, etc. Ab wie viel Zoll der Fernseher gross genug oder zu gross ist, etc.

    Es muss möglich sein, mit einem 8h/Tag-Job sich und seine Familie ordentlich über die Runden zu bringen, ohne dass wirklich jeder Taler 10 Mal umgedreht werden muss. Soviel muss drin sein.

    Wir sind halt leider im Moment in einem Wandel und einfache Tätigkeiten werden immer weniger wert (weil man sie oft automatisieren kann, etc.). Es wird die nächsten Jahre für viele weh tun. Da bin ich mir sicher. Viele einfache und mittlere Jobs werden wegfallen, einfach weil ein Computer/ eine Maschine das bald besser kann als der Mensch.

    Deshalb ist es um so wichtiger zu schauen, dass die durchschnittliche Bildung besser wird, um eben entsprechend höherwertige Jobs machen zu können, die noch nicht sofort ersetzt werden können. Aber ich schweife ab.

    Es kann jedenfalls nicht angehen, dass Leute 40h pro Woche arbeiten und dann noch einen Zusatzjob brauchen, um über die Runden zu kommen. Wenn man damit teure Hobbies finanzieren will, dann ja, dann ist das das eigene Problem.

    Auf der anderen Seite hapert es aber teilweise leider auch bei der Bildung. Viele können nicht mit Geld umgehen. Da muss auch der Staat eingreifen und entsprechend ausbilden. Dafür bin ich auch gerne bereit Steuern zu zahlen. Schliesschlich braucht ein Unternehmen qualifizierte Ausgebildete. Das vergessen viele Unternehmen. Sie brauchen gute Bildung auf lange Frist, sonst kriegen sie nur Deppen als Mitarbeiter. Bildung sollte meiner Meinung nach aber beim Staat angesiedelt sein, nicht in privater Hand.

  12. Re: Unternehmen mit vielen Aufstockern besteuern... klingt interessant

    Autor: ibsi 02.10.18 - 20:51

    !!! Hätte von mir sein können :D

  13. Re: Unternehmen mit vielen Aufstockern besteuern... klingt interessant

    Autor: PerilOS 02.10.18 - 20:52

    1 Person soll ohne Qualifikation eine ganze Familie (3+) Personen ernähren und vernünftig bemuttern können. Wo "vernünftig" eine unbekannte ist.
    Macht soweit absolut keinen Sinn.
    Wobei der Staat jetzt schon durch Steuervergünstigung und Kindergeld DIREKT unterstützt.

    Übrigens ist Bildung in Staatshand. Und jeder hat Zugang dazu. Wer nicht die 300¤ Semesterkosten aufbringen kann, die üblicherweise sich selbst negieren wenn man die Öffis benutzt, dann erlässt einem der Staat auch die Kosten. Bildung ist also für jeden da. Man muss sie sich nur nehmen. So wie es jeder andere auch macht.

    Jemand will was? Arbeit suchen. Jemand will mehr? Weiterbildung auf Staatskosten und besseren Job suchen.

    Nein ich bezahle nicht:
    - Gesunden/Veganen/Diät/Whatever Nahrungskonsum.
    - Auto.
    - Wohnung
    - Klamotten
    - Hobbies.
    - Urlaub
    - Elektronik
    - "Puffer" Geld
    - Whatever

    Es gibt nen Mindestlohn. Er ist absolut unnötig, weil es in Deutschland IMMER die passive Grenze der Sozialleistung gab und immer noch gibt. Das wurde lediglich in eine Nummer gemünzt die mit dem Wohlstand der Bürger mit skaliert.

    Wenn jemand keine Qualifikation hat und keine Intention hat sie zu erwerben, der sollte sich 2x überlegen ob Kinder und Hausfrau für ihn wirklich Sinn machen. Es macht dann nämlich keinen.
    Mindestlohn heißt nicht, Mindestversorgung für 3 Leute. Sondern ein Mindestwert womit 1 Person über die Runden kommt aka mehr hat als Hartz4. Was die Existenzsicherung ist.

    Jeder muss selber klar kommen. Keiner muss für den anderen einstehen außerhalb der Existenzsicherung und Sozialversorgung. Alles über Hartz ist das Problem des Einzelnen. Alles unter Hartz ist das Problem der Gesellschaft durch den Staat. Und es ist nicht erwünscht von der Gesellschaft, das Personen nicht zum gemeinsamen Wohlstand beitragen. Deswegen Fördern und Fordern. Sonst gibts auch nichts. Wer kein Interesse hat in Arbeit zu kommen, fliegt aus dem System. Das kann jeder für sich selbst entscheiden.

    Das Sozialsystem ist ein AUFFANGNETZ des Staates. Kein Umverteilungsmechanismus für Fantasten. Wenn ich auf die Fresse falle, dann hilft mir jemand hoch. Dafür ist es da. Nicht für mehr.



    11 mal bearbeitet, zuletzt am 02.10.18 21:10 durch PerilOS.

  14. Re: Unternehmen mit vielen Aufstockern besteuern... klingt interessant

    Autor: Anonymer Nutzer 02.10.18 - 21:14

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >was bleibt denn dann noch vom Leben?
    > Gar nicht so viel weniger als so.
    > Wegzeiten usw. usf. hat man nicht noch mehr. Statt 8(,5)h ist man dann
    > 12(,5)h da. Wenn man um 7 anfängt ist man 19(:30) fertig. 20 Uhr zuhause.
    > Bleiben noch 4...X Stunden. Das ganze ausgehend von einem normalen
    > Wochenende. Arbeitet man am Samstag, dann sinkt die sonstige Arbeitslast
    > natürlich entsprechend.
    Nette Kapitalistenrechnung.
    Halten wir fest: bei einer Arbeitszeit von 7 uhr bis 19 uhr rechnen wir mal optimistisch je 30 minuten fahrt zur Arbeit und wieder heim dazu und noch 30 Minuten frühs zum Tageslichttauglich machen und abends zum runterkommen vom zurückliegende arbeitstag. Arbeiter ist also effektiv von 6 uhr bis 20 uhr im arbeitsmodus. Noch 6 stunden dieses lästige schlafen dazu rechnen. Dann sind wir bei 4 stunden ''freizeit''.
    Goil. So ein Arbeitsleben wünscht man sich. Da hat man bock auf soziale kontakte, politische bildung, gesellschaftliche teilhabe, Familienplanung, u.s.w.
    Und das ganze für sagenhafte 1800 usd von denen 40% für miete drauf geht, 20% kv und 20% alterssicherung.

    Jaaaaa. Das klingt in der tat alles sehr erstrebenswert.

  15. Re: Unternehmen mit vielen Aufstockern besteuern... klingt interessant

    Autor: PerilOS 02.10.18 - 21:15

    Wege sind keine Arbeitszeit. Hat nichts mit "Kapitalistenrechnungen" zutun.
    Und ein Arbeitstag hat übrigens 8 Stunden und 30 Minuten. Wenn du um 7 anfängst, bist du um 15:30 fertig. Macht 15 1/2 Stunden Freizeit, wovon du 8 Stunden entspannt schlafen kannst bzw. wie du magst auch 6 Stunden.

    Und Niedrigverdiener zahlen unter 30% Steuern jeden Monat. Und bei Mietkosten rechnet man mit 33% vom Netto + 7% Nebenkosten.
    Bleiben einem also im Monat einem 42% des Verdienst übrig zur freien Verfügung.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 02.10.18 21:20 durch PerilOS.

  16. Re: Unternehmen mit vielen Aufstockern besteuern... klingt interessant

    Autor: Anonymer Nutzer 02.10.18 - 21:29

    PerilOS schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wege sind keine Arbeitszeit.
    Aber Freizeit auch irgendwie nicht, oder? Also ich würde die zeit eher zur Arbeitszeit rechnen.
    Meiner ansicht nach sollte das der AG sogar zahlen. Ermutigt den AG dem AN ggf. zu helfen eine Wohnung in der nähe zu finden oder anderes.

    > Hat nichts mit "Kapitalistenrechnungen"
    > zutun.
    Doch.

    > Und ein Arbeitstag hat übrigens 8 Stunden und 30 Minuten.
    Es wurden aber 12h arbeit vorgeschlagen. Und darauf ging ich ein.

    > Wenn du um 7
    > anfängst, bist du um 15:30 fertig. Macht 15 1/2 Stunden Freizeit, wovon du
    > 8 Stunden entspannt schlafen kannst bzw. wie du magst auch 6 Stunden.
    Siehe oben.

    >
    > Und Niedrigverdiener zahlen unter 30% Steuern jeden Monat.
    Super.

    > Und bei
    > Mietkosten rechnet man mit 33% vom Netto + 7% Nebenkosten.
    Also 40%...danke.

    > Bleiben einem also im Monat einem 42% des Verdienst übrig zur freien
    > Verfügung.
    Bezweifel ich.

  17. Re: Unternehmen mit vielen Aufstockern besteuern... klingt interessant

    Autor: Eheran 02.10.18 - 22:11

    Halten wir mal fest:
    60h kann man nur als Selbstständiger machen, da das als Arbeitnehmer (bzw. seitens des Arbeitsgebers soetwas zu "befehlen") nicht erlaubt wäre, da regulär nur 48h/Woche erlaubt sind. Ansonsten sind es maximal 10h/d, womit für 60h schon jeder Tag der Woche beacktert werden müsste. 12h wären vom Amt genehmigungspflichtig. Im langfristigen (24 Wochen) Durchschnitt darf es aber in keinem Fall mehr als 8h/d sein, d.h. die 60h-Woche wäre so maximal zu grob 16 Wochen machbar mit dem Rest nur Freizeit.

    So. Nachdem klar sein sollte, dass das nur als Selbstständiger geht:
    Der muss keine Pause machen, die Anfahrt dürfte einen mitunter großen Anteil machen usw. usf. Es gibt also auch ein bestimmtes Ziel, das zu erfüllen ist, was mit einer bestimmten Mannstundenzahl einhergeht. Sagen wir mal 120h für das Projekt.
    Also haben wir als Option:
    1h An+Abfahrt + 8h Arbeit + ggf. Pausen = >9h zu 15 Tagen (5d/Woche = 3 Wochen)
    1h An+Abfahrt + 12h Arbeit + ggf. Pausen = >13h zu 10 Tagen (5d/Woche = 2 Wochen)
    Bei ersterem hat man zuhause, neben 8h Schlaf, noch <7h Freizeit.
    Bei zeriterem noch <4h Freizeit. Die 3h Freizeit (bei 5d/ Woche, nicht 7!, also 10 Tage) Unterschied sollen eine ganze Woche mehr Arbeit rechtfertigen?

    Bei längeren Anfahren fällt das ganze noch deutlich krasser zu den längeren Arbeitszeiten - logisch, da hat man anteilig weniger "Overhead" :)

  18. Re: Unternehmen mit vielen Aufstockern besteuern... klingt interessant

    Autor: berritorre 02.10.18 - 23:22

    > Übrigens ist Bildung in Staatshand. Und jeder hat Zugang dazu.
    Das ist eine sehr deutsche Sichtweise. In vielen Ländern sieht es da ganz anders aus. Z.b. hier wo ich lebe. Da kannst du leider die öffentlichen Schulen in die Tonne treten. Und viele der Privaten hinterher. Leider kommt auch von den privaten Unis fast nur Mist, genau deswegen sage ich, Bildung muss beim Staat bleiben, auch wenn ich sonst dafür bin, vieles zu entstaatlichen.

    Ein ordentlicher Job im Lager bei Amazon muss ausreichen um ein Paar oder ein Paar mit Kind halbwegs ordentlich über die Runden zu bringen. Urlaubsreisen würde ich da nicht dazu zählen und gerne darf natürlich auch der Partner dazu beisteuern.

  19. Re: Unternehmen mit vielen Aufstockern besteuern... klingt interessant

    Autor: plutoniumsulfat 02.10.18 - 23:27

    PerilOS schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn jemand keine Qualifikation hat und keine Intention hat sie zu
    > erwerben, der sollte sich 2x überlegen ob Kinder und Hausfrau für ihn
    > wirklich Sinn machen. Es macht dann nämlich keinen.
    > Mindestlohn heißt nicht, Mindestversorgung für 3 Leute. Sondern ein
    > Mindestwert womit 1 Person über die Runden kommt aka mehr hat als Hartz4.
    > Was die Existenzsicherung ist.

    Alles klar, also verbieten wir am besten sofort allen Unqualifizierten die Familienbildung.

  20. Re: Unternehmen mit vielen Aufstockern besteuern... klingt interessant

    Autor: dEEkAy 03.10.18 - 00:56

    ChMu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Yo schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Meiner Ansicht nach sollte es verboten werden Jobs anbieten zu dürfen
    > bei
    > > denen man in 8 Stunden pro Tag nicht genug verdient um ohne staatliche
    > > Zusatzleistungen leben zu können.
    > > Aber eben, die Neo-Kapitalisten sehen das anders.
    > >
    > > Von daher ist die Idee interessant solche Unternehmen dann halt über
    > > Steuern abzukassieren bis sie das von selbst ändern.
    >
    > Verstehe ich nicht. Der Staat setzt den Mindestlohn fest. Der wird bezahlt.
    > Wenn nicht, muss das geahndet werden. Reicht dieser Mindestlohn nicht, ist
    > es Aufgabe des Staates ihn zu erhoehen. Nicht der Firma.
    > Wes genau bringt eine Besteuerung der Firmen? Mehr Geld fuer den Staat,
    > klar. Aber was bringts dem Arbeitnehmer? Nichts. Nein, einfach den
    > Mindestlohn erhoehen und es gibt dieses Problem nicht mehr. Es ist doch
    > einfacher an einer Stelle eine Aenderung zu bewirken als sich mit hundert
    > tausenden Firmen einzeln rumzuschlagen?


    Das Problem mit dem Mindestlohn ist folgendes:

    Du Arbeitest 1 Stunde und bekommst den Mindestlohn. Dieser Mindestlohn ist aber in der Dienstleistung/dem Produkt als Kosten mit eingerechnet und muss am Ende ja auch wieder durch einen Preis erwirtschaftet werden. Erhöhst du jetzt einfach nur den Mindestlohn, verteuert sich die Dienstleistung/das Produkt auch.

    Was bringt es dir nun, den Mindestlohn immer weiter zu erhöhen wenn im gleichen Zug die Kosten für Unterhalt, Ernährung etcpp auch steigen. So hast du zwar mehr Geld zur Verfügung, bekommst aber im Endeffekt nicht mehr für dein Geld.

    Besteuert man nun Unternehmen mit vielen Aufstockern höher, zahlen diese mehr in die entsprechenden Töpfe aus denen das Geld für das Aufstocken kommt und zahlen so indirekt für das Aufstocken mehr mit.

    Natürlich ist alles nicht so simpel wie ich hier schildere, es hilft aber etwas beim Verständnis.

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