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Asozial

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  1. Asozial

    Autor: Hausschwamm 28.09.16 - 12:55

    Sorry, aber wenn ich so etwas lese, wird mir schlecht - ich frage mich, wer so etwas tatsächlich noch gut heißen kann:

    "Zudem müsse Amazon immer mehr Geld ausgeben, um sich auf die flexibler gestalteten und kurzfristiger angesetzten Streiks einzustellen."

    Klar, ein Streik soll dem Arbeitgeber weh tun, da er als Druckmittel der Arbeitnehmerseite in einer festgefahrenen Auseinandersetzung konzipiert ist - die Betonung liegt hier jedoch zum Einen eindeutig auf *ein Streik* (im Gegensatz zu zahlreichen kleinen Arbeitsniederlegungen über einige Jahre hinweg - bzw. (Verdi-Nomenklatur) "Nadelstichtaktik") sowie auf *Auseinandersetzung* (dazu gehören immer noch zwei Parteien und nicht nur eine Partei, die sich ungerecht behandelt fühlt).
    Es als Erfolg zu verkaufen, dass man dem Arbeitgeber durch sein Gebaren mittelfristig höhere Kosten verursacht, unterbietet m. M. n. das, was man überlicherweise unter "Kindergartenniveau" versteht, noch deutlich - ich würde es schlichtweg als asozial bezeichnen. Und so etwas als Arbeitnehmer zu befürworten oder gar zu unterstützen, geht m. M. n. schon massiv über ein gestörtes Vertrauensverhältnis hinaus - als AN den AG bewusst und vorsätzlich schädigen zu wollen, ist schlichtweg kriminelles Verhalten.

    Um das nochmals in Erinnerung zu rufen: Das Verhältnis zwischen AG und AN beruht auf einem Vertrag, in welchem die Arbeitsleistung und -zeit des AN gegen ein Entgelt getauscht wird. Der AG kann nichts zur aktuellen Situation in Deutschland, in welcher gerade ungelernte Arbeitskräfte zunehmend massive Probleme haben, überhaupt einen Job zu finden, geschweige denn davon zu leben bzw. eine Familie zu ernähren. Und der AG ist auch nicht verpflichtet, jedem potentiellen AN eine bezahlte Arbeitsstelle, ein Obdach o. ä. anzubieten.

  2. Re: Asozial

    Autor: Anonymer Nutzer 28.09.16 - 13:24

    Zum glück gibt es ja das Streikrecht.

    Zum rest des blödsinns deines beitrags sag ich mal lieber nix.

  3. Re: Asozial

    Autor: x-beliebig 28.09.16 - 13:45

    du hast schon eine "interessante" Auffassung. Das was da ab geht ist ein einseitiges Machtverhältnis. Amazon macht den Einzelhandel mit kaputt. Dort fallen Arbeitsplätze weg. Nun gehen diejenigen, die vorher Oma Schulze die Kaffeemaschine direkt verkauft haben in die Lager von Amazon und schieben dort für weniger Geld Kisten. Darüber freut sich Oma Schulze, die Kaffeemaschine, die in regelmäßigen Obsoleszenzzyklen kaputt geht, ist etwas günstiger, wenn ihr Enkel die im Internet bestellt. Und diejenigen, die vorher mehr Geld haben, bekommen jetzt weniger, da behauptet wird: wieso, ihr arbeitet doch im Logistikbereich, da werdet ihr schlechter bezahlt.
    Ich bin der Meinung, dass ist eine einseitige Auffassung von Amazon. Hier zeigen die Angestellten, dass sie eine andere Auffassung haben. Interessant, es wird nicht jeder hin geworfene "Arbeitsbrocken" zu jedem schlechten Lohn ausgeführt. Ok, Amazon, mal drüber nachdenken, Schlussfolgerungen ziehen und kapieren, dass die Leute von ihrer Arbeit ALLE leben können wollen!

  4. Re: Asozial

    Autor: waswiewo 28.09.16 - 14:13

    Im Schnitt geht es dem Arbeiter bei Amazon doch vergleichsweise gut. Ich verstehe gar nicht, worum es da gehen soll. Zumindest nicht darum, was Verdi behauptet. Wie kommen sich da die anderen Mitglieder bei Verdi vor, die weitaus schlechtere Bedingungen haben aber halt "leider" in einem Betrieb arbeiten, den man nicht so medienwirksam "bestreiken" kann?

    Nach deiner Logik sollte scheinbar ein Manager, wenn er sich an die Kasse bei McDonalds stellt, weiter das Gehalt eines Managers bekommen? Finde ich auch eine seltsame Logik.

    Und wenn die Zahlen von Verdi stimmen, man aber offensichtlich bei Amazon keine Auswirkungen merkt, zeigt das ja eher, dass Amazon die Leute lieber entlassen als ihnen mehr Gehalt zahlen sollte, sie scheinen ja extrem entbehrlich zu sein. Wie gesagt, wenn die Zahlen von Verdi stimmen würden.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 28.09.16 14:16 durch waswiewo.

  5. Re: Asozial

    Autor: bofhl 28.09.16 - 14:14

    x-beliebig schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > du hast schon eine "interessante" Auffassung. Das was da ab geht ist ein
    > einseitiges Machtverhältnis. Amazon macht den Einzelhandel mit kaputt. Dort
    > fallen Arbeitsplätze weg. Nun gehen diejenigen, die vorher Oma Schulze die
    > Kaffeemaschine direkt verkauft haben in die Lager von Amazon und schieben
    > dort für weniger Geld Kisten. Darüber freut sich Oma Schulze, die
    > Kaffeemaschine, die in regelmäßigen Obsoleszenzzyklen kaputt geht, ist
    > etwas günstiger, wenn ihr Enkel die im Internet bestellt. Und diejenigen,
    > die vorher mehr Geld haben, bekommen jetzt weniger, da behauptet wird:
    > wieso, ihr arbeitet doch im Logistikbereich, da werdet ihr schlechter
    > bezahlt.

    Das bei Amazon schlechter bezahlt wird, ist auch nur ein Gerücht! Würde Amazon wie von Verdi gewünscht den Tarif wechseln, könnte Amazon mit Bezug auf den Tarifvertrag einigen Arbeitern den Gehalt kürzen - Amazon bezahlt sehr oft über den derzeitigen Tarif und oft auch mehr als einige der kleinen Geschäfte bezahlt haben.
    (das einige Personen natürlich weniger bekommen als früher sollte klar sein - sie tun ja was ganz anderes als früher)

    > Ich bin der Meinung, dass ist eine einseitige Auffassung von Amazon. Hier
    > zeigen die Angestellten, dass sie eine andere Auffassung haben.
    > Interessant, es wird nicht jeder hin geworfene "Arbeitsbrocken" zu jedem
    > schlechten Lohn ausgeführt. Ok, Amazon, mal drüber nachdenken,
    > Schlussfolgerungen ziehen und kapieren, dass die Leute von ihrer Arbeit
    > ALLE leben können wollen!

    Mir war nicht bekannt, dass Leute massiv gezwungen werden/wurden bei Amazon zu arbeiten! Denn nur so ist die Auffassung zu verstehen, dass wenn jemand von dem Gehalt bei Amazon nicht leben kann trotzdem unbedingt dort arbeiten muss.
    Ok, wenn ich nichts gelernt und keine Ausbildung habe und unbedingt an einer bestimmten Position in Deutschland leben muss, dann habe ich sicher kaum eine Wahl - nur dann sollte diese Person aber doch eigentlich froh sein eine Arbeitsstelle zu haben (vor allem wenn ich mir dieses Hartz4-Sache bei euch in Deutschland ansehe....)

  6. Re: Asozial

    Autor: meinungsmonopolist 28.09.16 - 14:15

    x-beliebig schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das was da ab geht ist ein
    > einseitiges Machtverhältnis.

    Ja, der Arbeitnehmer hat die gesamte Macht. Er darf die Arbeit niederlegen, ohne dass Amazon etwas dagegen tun kann. Und kann schließlich auch dem bösen Arbeitgeber kündigen und woanders für viel mehr Geld arbeiten gehen.

  7. Re: Asozial

    Autor: Dino13 28.09.16 - 14:50

    Stimmt, und Verdi ist ein Laden voller Heiliger und Engel. Die Welt kann so schön schwarz weiß sein.

  8. Re: Asozial

    Autor: Apfelbrot 28.09.16 - 18:33

    x-beliebig schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Amazon macht den Einzelhandel mit kaputt. Dort fallen Arbeitsplätze weg.

    Das ist aber nicht das weswegen Verdi streikt.

    > Nun gehen diejenigen, die vorher Oma Schulze die Kaffeemaschine direkt verkauft haben in die Lager von Amazon und schieben dort für weniger Geld Kisten.

    Nein denn die meisten sind einfach nur Hilfskräfte die vorher vermutlich nie einen Job gelernt haben.

    > Darüber freut sich Oma Schulze, die Kaffeemaschine, die in regelmäßigen Obsoleszenzzyklen kaputt geht,

    Was ich selbst noch immer auf die Nutzer der meisten Waren schiebe, oder keine Ahnung warum bei mir alles ewig hält.

    > ist etwas günstiger, wenn ihr Enkel die im Internet bestellt.

    Ja und da hat sie doch auch recht.

    > Und diejenigen, die vorher mehr Geld haben, bekommen jetzt weniger, da behauptet wird:

    Nicht behauptet, es ist ein Fakt.

    > wieso, ihr arbeitet doch im Logistikbereich, da werdet ihr schlechter
    > bezahlt.

    Was normal und bei jedem Versandhändler üblich ist.

    > Ich bin der Meinung, dass ist eine einseitige Auffassung von Amazon.

    Ich nicht.

    > Hier zeigen die Angestellten, dass sie eine andere Auffassung haben.

    Die meisten Angestellten haben an Streiks gar kein Interesse.

    > Amazon, mal drüber nachdenken, Schlussfolgerungen ziehen und kapieren, dass die Leute von ihrer Arbeit ALLE leben können wollen!

    Kann man von 10¤ die Stunde auch durchaus.


    Verdi geht es nicht um die Arbeit, wann wird das mal in den Köpfen von Leuten wie dir ankommen?
    Verdi kämpft um ihr eigenes Überleben, darum dass sie noch eine Bedeutung haben in der Zukunft.

    Der einzige Sieger des Streikes wäre Verdi selbst. SIE haben es geschafft Amazon in die Knie zu zwingen.

    Das Ende vom Lied siehst du doch, Amazon zieht immer mehr Versandkapazität ins Ausland ab.
    Auf lange Sicht wird es wohl keine Versandlager mehr geben in Deutschland.
    Das hat Verdi toll gemacht!

    Verdi verplempert Millionen um Millionen mit diesem Schwachsinnigen Streit für Leute die für HILFSARBEITEN IM LAGER, gut bezahlt werden.
    Da sind nämlich 8,5 bis 9¤ die Regel bei 24 Tagen Jahresurlaub ohne Urlaubs oder Weihnachtsgeld.

    Interessiert Verdi aber nicht, weil das alles nicht so Prestigeziele sind wie es Amazon ist.

  9. Re: Asozial

    Autor: Yash 29.09.16 - 00:32

    bofhl schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ok, wenn ich nichts gelernt und keine Ausbildung habe und unbedingt an
    > einer bestimmten Position in Deutschland leben muss, dann habe ich sicher
    > kaum eine Wahl - nur dann sollte diese Person aber doch eigentlich froh
    > sein eine Arbeitsstelle zu haben (vor allem wenn ich mir dieses
    > Hartz4-Sache bei euch in Deutschland ansehe....)
    Ich sollte nach meinem Studium, weil ich nicht direkt einen Job bekommen habe, bei Amazon arbeiten. Wann wird also durchaus mehr oder weniger dazu gezwungen. Glücklicherweise hab ich ein paar Wochen später einen Job in meinem Gebiet gehabt, somit blieb mir Amazon Lagertätigkeit im Lebenslauf erspart.

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