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Ein paar Fakten

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  1. Re: Ein paar Fakten

    Autor: DanielWessel 21.06.16 - 13:05

    Kleine Schildkröte schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DanielWessel schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > @Test2017 kann ich nur bestätigen. Für mich sind diese Streikenden Leute
    > a)
    > > allgemein faul b) schönwetter-streiker und c) einfach so dabei weil sie
    > > nicht arbeiten wollen
    > >
    > > viele wissen garnicht warum gestreikt wird, sie gehen eher nach dem
    > motto
    > > "ey cool morgen streik, nur 3 std blöd rumstehen und dann nach hause auf
    > > die couch"
    >
    > War das mit Sarkassmus, mit Ignoranz oder durch eigene Erfahrung motiviert
    > oder gar eine Mischung von allem oder aber etwas ganz anderes?

    Eigene Erfahrung.

    @Palerider Das Einzige war Ver.di interessiert ist ihre eigenen Interessen und sich brüsten zu wollen einen rießen amerikanischen Konzern in die Knie zu zwingen.

  2. Re: Ein paar Fakten

    Autor: waswiewo 21.06.16 - 13:06

    Persönlich kenne ich einige Menschen die hauptsächlich zum Streiken gehen um nicht arbeiten zu müssen. Man muss ja nicht so tun, als gäbe es as nicht.

  3. Re: Entsolidarisierte Arbeiterschaft

    Autor: Jakelandiar 21.06.16 - 13:12

    Kleine Schildkröte schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > die Erbschaftssteuer auf Sozialverträglich
    > 30% und höher angesetzt wird ohne Ausnahmen.

    Ich kann ehrlich gesagt absolut nicht nachvollziehen wie man eine Erbschaftssteuer unterstützen kann. Meiner Ansicht nach gehört sowas abgeschaft.

    Das ist nur ein Tritt ins Gesicht der gestorbenen und noch einen in das Gesicht der Erben. Das ist eigentlich nur "erlaubter" Diebstahl durch den Staat und nicht mehr.

  4. Re: Entsolidarisierte Arbeiterschaft

    Autor: Kleine Schildkröte 21.06.16 - 13:14

    > Das fängt mit der Art der Erhöhung an - warum prozentual?
    > Die kleinste Gruppe in unserem Tarifvertrag bekommt ~2000 die höchste ~8500
    > - also bekommt absolut gesehen der 'Oberchef' gut 4 mal mehr obendrauf als
    > der kleine Büttel. Wer von Verdi sich dann noch hinstellt und rumjammert,
    > dass die soziale Schere auseinandergeht gehört mal heftig in den Po
    > gepiekt.
    >
    > Woher das Geld kommt ist den Herrschaften auch völlig wurst- das kommt bei
    > uns nämlich nicht von Kunden, die sich frei entscheiden können, ob sie
    > unser Produkt kaufen oder nicht sondern von Versicherten, die keine große
    > Wahl haben und sicher froh wären wenn das Geld stattdessen in Leistungen
    > für sie gesteckt würden.
    >
    > Die Jungs sind m.E. auf eins aus: Publicity und Pöstchen - darum ist amazon
    > lohnender als irgendein Mittelständler oder große Unternehmen wo sie ihre
    > Pöstchen schon haben.

    Verdi ist korrupt, das bekommst du schon im Studium vorgerechnet. Die Kurven kannst du sehr gut sehen. Seit dem es bestimmte Vergütungsstrukturen (seit Anfang der 80er) gibt, hat das 'Kapital' die Gewerkschaften sehr gezähmt. Unterm Strich hätte man eventuell in Deutschland diese riesige Konzentration auf diese wenigen Gewerkschaften abschaffen sollen. Wäre sicherlich praktischer gewesen, alle Mitarbeiter abstimmen zu lassen und die Gewerkschaftszugehörigkeit auszublenden.

    Aber was solls, ist halt alles problematisch. Da hätte ich mir mehr soziale Marktwirtschaft gewünscht (daher die unteren Schranken werden an der Bundestagswahlurne abgestimmt).

  5. Re: Ein paar Fakten

    Autor: Test2017 21.06.16 - 13:15

    Kleine Schildkröte schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Was sind eigentlich für einen geringverdiener 10 oder 12 Euro pro Stunde in
    > netto?

    Bei 37,5 Std. / Woche
    Steuerklasse 1
    Ohne Kirchensteuer
    Krankenkassenzusatzbeitrag 1,1%

    10¤ : 1168,31¤
    12¤: 1351,31¤

    Gab glaub ich mal eine Berechnung, wonach man aktuell 13¤/Std. verdienen und 40 Jahre einzahlen müsste, um im Alter eine Rente auf ALG 2 Niveau zu bekommen. Ist mir aber egal. Ich spare nichts und sorge auch nicht vor. Wird mir im Alter dann nur vom Amt angerechnet. Dann lieber jetzt "gut" leben!

    Studieren lohnt sich auch nicht mehr. Paar von meinen Kollegen Krebsen jetzt nach dem Studium mit 2000-2500¤ rum. Höchstes Gehalt verdient einer mit 3000 brutto. Nach Abzügen dann auch nur 1900 Netto für die er am besten 24h/7 verfügbar sein soll. Aber vorher haben alle von 3000-5000 Netto geträumt :-) :-) :-)

    Am besten verdient ein Kollege der Informatik studiert hat. Arbeitet als Freelancer selbständig und macht 8000-10000 Netto im Monat. Krankenversichert ist er nicht. Meinte, wenn mal was ist, zahlt er halt 30.000-40.000 für die OP. :-) vor 2 Jahren eine vermietete Wohnung gekauft. Vor 3 Monaten ein Haus. Insofern dürfte zumindest die Rente sicher sein



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 21.06.16 13:28 durch Test2017.

  6. Re: Entsolidarisierte Arbeiterschaft

    Autor: Palerider 21.06.16 - 13:23

    Also wenn Zimmermeister Hansen seinen 5-Mann-Betrieb vererbt, den Sohnemann dann weiterführt und 60h arbeitet u.a. damit die 4 anderen weiter einen Job haben - richtig. Wer da hinkommt und sagt: Der Laden mach X EUR Umsatz pro Jahr, ist demnam Y*X EUR wert und der Erbe soll Y*X*0,3 EUR zahlen, was den Erben in Existenznot bringt, ist das völlig falsch.

    Wenn aber nur ein Aktienpaket oder Barvermögen mit X Millionen vererbt wird, sehe ich es als sozial gerecht an wenn nicht unbedeutender Teil davon umverteilt wird - egal ob es bereits versteuertes Vermögen ist oder nicht. Der Erbe bekommt immer noch viel für nix. Eine Entwürdigung des Toten oder seiner Erben bedeutet das m.E. nicht.

    Aber wir kommen immer weiter OT...

  7. Re: Entsolidarisierte Arbeiterschaft

    Autor: Kleine Schildkröte 21.06.16 - 13:38

    Jakelandiar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kleine Schildkröte schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > die Erbschaftssteuer auf Sozialverträglich
    > > 30% und höher angesetzt wird ohne Ausnahmen.
    >
    > Ich kann ehrlich gesagt absolut nicht nachvollziehen wie man eine
    > Erbschaftssteuer unterstützen kann. Meiner Ansicht nach gehört sowas
    > abgeschaft.
    >
    > Das ist nur ein Tritt ins Gesicht der gestorbenen und noch einen in das
    > Gesicht der Erben. Das ist eigentlich nur "erlaubter" Diebstahl durch den
    > Staat und nicht mehr.

    Dann hast du das Wirtschaftssystem nicht verstanden. Der Deal ist eigentlich, dass du zu Lebzeiten das erwirtschaftete Vermögen vereinnahmen kannst und einen Teil an die nächste Generation weitergeben kannst, unter der Grundvoraussetzung, dein Vermögenseinsatz gereicht der Gesellschaft zum Nutzen. Das ist keine linke Theorie (ich gehöre zu den oberen 1%) sondern der Grundansatz von Adam Smith und vielen anderen.

    Es gibt verschiedene Modelle bzw. Erfahrungen in verschiedenen System. Eine 0% Erbschaftssteuer führt zu starren Wirtschaftssystemen, in denen das Wechseln zwischen den verschiedenen Vermögensschichten (besonders von unten nach oben) sehr gering möglich ist. Hinzu kommt der Effekt das auch inkompetente Menschen durch Erbschaft Kontrolle über Vermögen erlangt.

    Da die Staatseinnahmen für die Gesellschaft ein Nullsummenspiel ist, bedeutet geringe oder keine Erbschaftssteuer, die Steuern auf anderes Einkommen (Erbe ist Einkommen für den Erbenden, wir machen nur eine spezielle Ausnahme für Verwandtschaft) erhöht werden.

    Deutschland war einmal ein Land, mit geringer Erbschaftssteuer (war aber am Anfang der Republik viel höher), mittleren Kosten für Unternehmen und mittleren Kosten für Arbeitende.

    Ich bin daher ehr dafür, die Erbschaftssteuer substanziell (30%+) anzuheben, um den Erbenden zu zwingen, unwirtschaftliches Erbe zu liquidieren anstelle seine Zeit auf den Erhalt von Dingen zu verschwenden, die eigentlich weggehören.

    Wenn du eine Kapitalrendite von netto 6% verlangst und alle 25 Jahre geerbt wird, dann hast du in diesem Zeitraum dein Vermögen auf 429% (um 329%) gesteigert. Wenn du das nicht schaffst, dann hast du nur wenig am Markt zu suchen und gehst eh die nächsten Jahre pleite oder hättest lieber für jemanden anderen Arbeiten sollen als für dich selbst.

    Sieh es einfach so bei einer höheren Erbschaftssteuer, sind die Erben verpflichtet sich darum zu kümmern, zu entscheiden ob es das Wert ist. Auch wird das Erbe nicht sofort verlangt sondern ist ehr eine Schuld, die du über 10 oder besser 25 Jahre zu tilgen hast. Daher dein Vermögen wächst nicht mehr auf 429% an, sondern in etwa 250% (kommt auf die Tilgungsraten und die ganze Ausgestalltung an).

    Ich finde das westenlich gerechter als die 429% die heute möglich ist und dies ist der Grund dafür, warum in 50 Jahren wir sowieso was anderes bekommen. Die Leute sind seit Ende der 70er Jahre viel zu gierig gewesen und nun haben wir ein System überall in den Demokratien, was immer mehr dazu führt, dass unsere Gesellschaft anfängt zu zerreißen.

    Und als Unternehmer sie es so, gezahlte Erbschaftssteuer ist eine nachgelagerte Besteuerung. Wenn ich dafür weniger Unternehmenssteuer bezahle, behalte ich die Zinsen.

    Deshalb hat man ja Kapitalertragssteuer reduziert aber nicht die Unternehmenssteuer. Schröder und Co wusste schon wem sie etwa schuldig waren..

    (Und nagelt mich nicht auf Details fest, das habe ich mir vor 20 Jahren mal angeschaut und durchgerechnet, jetzt wahr ich zu faul...)

  8. Re: Entsolidarisierte Arbeiterschaft

    Autor: Jakelandiar 21.06.16 - 13:53

    Palerider schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn aber nur ein Aktienpaket oder Barvermögen mit X Millionen vererbt
    > wird, sehe ich es als sozial gerecht an wenn nicht unbedeutender Teil davon
    > umverteilt wird - egal ob es bereits versteuertes Vermögen ist oder nicht.
    > Der Erbe bekommt immer noch viel für nix. Eine Entwürdigung des Toten oder
    > seiner Erben bedeutet das m.E. nicht.

    Das hat dann aber absolut nichts mit Gerechtigkeit zu tun sondern ausschließlich mit Neid von deiner Seite aus. Die Eltern z.B. haben für das Geld gearbeitet und haben nun keinerlei Möglichkeit den EIGENEN Kindern dieses auch vernünftig zukommen zu lassen, ohne das ein großer teil davon quasi geklaut wird vom Staat.

    Und mit einer gerechten Umverteilung hat das nichts zu tun denn WAS mit dem Geld gemacht wird hat kein normaler Bürger Einfluss drauf und es wandert stumpf als bonus in die Staatskasse und nicht an bedürftige.

    Ich kann und werde es wohl nie nachvollziehen können, außer eben als neid, das Leute Erbschaftssteuer, Schenkungssteuer etc. unterstützen.

  9. Re: Entsolidarisierte Arbeiterschaft

    Autor: Test2017 21.06.16 - 13:58

    Die Freibeträge sind für Otto-Normalverbraucher sicher ausreichend dimensioniert.
    z.B. Schenkung Kinder 400.000¤

  10. Re: Ein paar Fakten

    Autor: Kleine Schildkröte 21.06.16 - 14:03

    Test2017 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kleine Schildkröte schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > >
    > > Was sind eigentlich für einen geringverdiener 10 oder 12 Euro pro Stunde
    > in
    > > netto?
    >
    > Bei 37,5 Std. / Woche
    > Steuerklasse 1
    > Ohne Kirchensteuer
    > Krankenkassenzusatzbeitrag 1,1%
    >
    > 10¤ : 1168,31¤
    > 12¤: 1351,31¤
    >
    > Gab glaub ich mal eine Berechnung, wonach man aktuell 13¤/Std. verdienen
    > und 40 Jahre einzahlen müsste, um im Alter eine Rente auf ALG 2 Niveau zu
    > bekommen. Ist mir aber egal. Ich spare nichts und sorge auch nicht vor.
    > Wird mir im Alter dann nur vom Amt angerechnet. Dann lieber jetzt "gut"
    > leben!

    Das ist dumm. Ich hab immer zu mir gesagt, du bist länger alt als jung. Daher hab ich fleißig studiert und weniger gefeiert (aber gut gelebt, muss ich zugeben) und jetzt ist alles sehr viel leichter.

    Mit der Rente und ALG2 hast du aber Recht. Die Politik weiss schon seit der Reformen und dem Riesterquatsch, dass ca 30% der Bevölkerung bei Harz IV aufstocken gehen darf. Deshalb war ich schon vor 20 Jahren für ein Abschaffen von Renten- und Arbeitslosenversicherung. Die sind undemokratisch und unsozial.

    Bei meinem ersten Job hab ich 10 Monate eingezahlt und dann ist mir betriebsbedingt gekündigt worden, gleich erstmal HarzIV gehabt. Was für ein Quatsch.

    Das schlimme ist aber diese unsoziale Regelung, dass du bei Kündigung erstmal drei Monate keine Stütze bekommst. Wie bitte wird das gerechtfertigt, dass ist einfach eine einseitige Erpressung.

    > Studieren lohnt sich auch nicht mehr. Paar von meinen Kollegen Krebsen
    > jetzt nach dem Studium mit 2000-2500¤ rum. Höchstes Gehalt verdient einer
    > mit 3000 brutto. Nach Abzügen dann auch nur 1900 Netto für die er am besten
    > 24h/7 verfügbar sein soll. Aber vorher haben alle von 3000-5000 Netto
    > geträumt :-) :-) :-)

    Wenn du studiert hast, ist Deutschland ja auch kein Platz zum Arbeiten. Deutschland saugt die Armutsflüchtlinge von Osteuropa auf und Amerika und die Schweiz saugt die Armutsflüchtlinge von Deutschland auf. Würden die Menschen konsequent dahin gehen, wo es für sie am besten wäre, hätten wir die sozialen Verwerfungen nicht so stark, wie wir es heute vorfinden.

    Wir haben immer gesagt, dass permanente Anstellungen für Idioten oder Väter sind. Heute als Vater bin ich mir beim zweiteren nicht mehr sooo sicher... .

    >
    > Am besten verdient ein Kollege der Informatik studiert hat. Arbeitet als
    > Freelancer selbständig und macht 8000-10000 Netto im Monat.

    Jupp hatte ich auch vor kurzem für ein paar Monate in Deutschland. Hat sich aber nur gelohnt, da ich fast keine Einkommensteuer zahlen musste und Umsatzsteuer auch geschenkt war. (Ich hatte in dem Jahr über 6 Monate unbezahlten Urlaub, in dem ich Weiterbildung gemacht habe und für mich arbeitete).

    > Krankenversichert ist er nicht. Meinte, wenn mal was ist, zahlt er halt
    > 30.000-40.000 für die OP. :-) vor 2 Jahren eine vermietete Wohnung
    > gekauft. Vor 3 Monaten ein Haus. Insofern dürfte zumindest die Rente sicher
    > sein

    Wenn er dauerhaft abmeiert ist er pleite. Ich war in Deutschland bei der Barmer, musste halt so sein.

    Jedenfalls kann ich aus eigener Erfahrung sagen, er ist ganz schön dumm dein Freund ;-). Sag ihm mal, er soll mir hier auf Golem privat schreiben.
    Ich mache in der Schweiz über 20k pro Monat und zahle um die 30% Abgaben und steuer (Rente bekomme ich als Ausländer wieder, bin voll krankenversichert etc).

    Ich weigere mich bestimmte Arbeit zu leisten (Teamverantwortung etc), sonst könnte ich sicherlich bis 30k kommen ohne Überstunden zu machen (nogo für mich).
    (Ja Schweiz ist teuer, ich bezahle hier 2500 pro Monat buhuh dafür hau ich mir aber auch 10k aufs Konto pro Monat).

    Ich habe schon einigen aus Deutschen Festanstellungen hier auf Golem geholfen. Einfach eine private Nachricht schicken. Sonst ändert sich in Deutschland nichts.

    Ansonsten einfach mal mit der Schweiz beschäftigen. Die Suchen hier wie die irren Leute (auch jenseits von Informatik). Die Gehälter sind hoch und da die Schweiz dem EU Binnenmarkt bilateral beigetreten ist, haben wir Deutschen hier in der Schweiz Freizügigkeit und können jederzeit hier arbeiten, auch ohne Visum etc (zumindest für drei Monate im Jahr), daher einfach mal ausprobieren kommen.

    Viele ziehen ins Rheintal und pendeln. Von Konstanz sind es eine Stunde mit der Bahn bis Zürich rein. Der Rest findet sich dann. Und ja in der Schweiz sind Überstunden bis auf wenige Ausnahmen rechtlich verboten... .

    Wer sich bei der Marktlage mit Wohnungen oder Häuern eindeckt, setzt auf Werterhalt und nicht auf Wertsteigerung. Ich hab mit einigen Geschäftsführern Kontakt. Selbst die bei einem Vermögen über Mrd machen alle das Selbe. Indexfonds, Private Geldverleihe (Firmenanleihen und privat Personen) und Aktienbesitz bzw. Firmengründungen. Land und Häuser machen die wenigsten.

    Ich persönlich spare auf eine Firmengründung, und wenn die durch ist, kann ich dann weltweit von zu hause aus arbeiten. Ich muss gesundheitlich an die Küste, daher ist die Schweiz nicht volloptimal für mich.

  11. Re: Entsolidarisierte Arbeiterschaft

    Autor: Jakelandiar 21.06.16 - 14:10

    Kleine Schildkröte schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jakelandiar schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich kann ehrlich gesagt absolut nicht nachvollziehen wie man eine
    > > Erbschaftssteuer unterstützen kann. Meiner Ansicht nach gehört sowas
    > > abgeschaft.
    > >
    > > Das ist nur ein Tritt ins Gesicht der gestorbenen und noch einen in das
    > > Gesicht der Erben. Das ist eigentlich nur "erlaubter" Diebstahl durch
    > den
    > > Staat und nicht mehr.
    >
    > Dann hast du das Wirtschaftssystem nicht verstanden. Der Deal ist
    > eigentlich, dass du zu Lebzeiten das erwirtschaftete Vermögen vereinnahmen
    > kannst und einen Teil an die nächste Generation weitergeben kannst, unter
    > der Grundvoraussetzung, dein Vermögenseinsatz gereicht der Gesellschaft zum
    > Nutzen. Das ist keine linke Theorie (ich gehöre zu den oberen 1%) sondern
    > der Grundansatz von Adam Smith und vielen anderen.

    Interessiert mich im Grunde nicht wirklich. Die Leute haben sich viel ausgedacht und das heißt trotzdem nicht das es gut war.

    > Es gibt verschiedene Modelle bzw. Erfahrungen in verschiedenen System. Eine
    > 0% Erbschaftssteuer führt zu starren Wirtschaftssystemen, in denen das
    > Wechseln zwischen den verschiedenen Vermögensschichten (besonders von unten
    > nach oben) sehr gering möglich ist.

    DAS musst du mir erklären. Wie können andere Leute, die von der Erbschaftssteuer nicht mal was mitbekommen die irgend jemand bezahlt, mehr Vermögen bekommen und in einer bessere Schicht aufsteigen?

    Oder ging es dir darum das die Erben, abrutschen in schlechtere Schichten durch die Erbschaftssteuer und vielleicht noch dem Staat zur last fallen?

    > Hinzu kommt der Effekt das auch
    > inkompetente Menschen durch Erbschaft Kontrolle über Vermögen erlangt.

    Und? Was hat dich das zu interessieren? Sollten eltern nun Inkompetente Kinder besser gleich einschläfern lassen oder was? Ob die Kompetent sind oder nicht sollte nicht darüber entscheiden was sie Erben.

    Wenn Sie damit nicht umgehen können wirds halt verprasst und dann ist es eh wieder im Umlauf und viele Leute haben was davon und nicht nur der Staat.

    Da sollte man sich erstmal um andere Sachen kümmern wie Krankenkassen Beiträge.
    Wenn es ein Betrag ist, der Prozentual vom Gehalt abgezogen wird, dann sollte das auch Prozentual bleiben und das nicht nur bei den gering Verdienenden. Da kann ich nicht nachvollziehen warum es da eine Obergrenze gibt. Sowas sollte abgeschaft werden.

  12. Re: Entsolidarisierte Arbeiterschaft

    Autor: Kleine Schildkröte 21.06.16 - 14:12

    Palerider schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also wenn Zimmermeister Hansen seinen 5-Mann-Betrieb vererbt, den Sohnemann
    > dann weiterführt und 60h arbeitet u.a. damit die 4 anderen weiter einen Job
    > haben - richtig. Wer da hinkommt und sagt: Der Laden mach X EUR Umsatz pro
    > Jahr, ist demnam Y*X EUR wert und der Erbe soll Y*X*0,3 EUR zahlen, was den
    > Erben in Existenznot bringt, ist das völlig falsch.

    Wieder falsch. Zum ersten ist Erben ein Einkommen. Du darfst mir bitte erklären, warum das Erben innerhalb der Familie etwas anders ist, als das Erben außerhalb der Blutslinie. Dann darfst du mir erklären, warum bei einer bestimmten Tätigkeit oder bei bestimmten Geschäftsverhältnissen Erben anders aussieht als bei anderen. Dann darfst du mir erklären, warum ab einer bestimmten Erbschaftshöhe plötzlich andere Regeln gelten dürfen. Dann darfst du mir erklären, warum es einen Unterschied macht, ob jemand vier oder 100 Leute beschäftigt?

    Du willst Erben leistungsabhängig besteuern? Dann denke bitte daran, alles was sie zahlen, entziehen sie dem Unternehmen als Vermögen. Und das ist richtig so.

    Es ist nicht so, dass du Erbschaftssteuer auf einen Schlag bezahlen musst. Die ist dann auch Gewinnmindernd, daher du bezahlst keine Gewinnsteuer auf den Teil, den du bezahlst um deine Erbschaftssteuer über die nächsten 10 oder 20 Jahre abzuzahlen.

    Und wenn der alte es nicht geschafft hat seinen gerade gehts noch Betrieb abzuwickeln, weil er emotional nicht in der Lage war (kann ich verstehen), dann ist es am Junior das zu tun. Es gibt keine bessere Motivation als sich zu überlegen, wie man seinen Betrieb zukunftssicher zu machen, wenn jemand dir 1,5% netto Rendite pro Jahr entzieht. Denn mehr sind 30% Vermögensabgabe auf 25 Jahre nicht.

    > Wenn aber nur ein Aktienpaket oder Barvermögen mit X Millionen vererbt
    > wird, sehe ich es als sozial gerecht an wenn nicht unbedeutender Teil davon
    > umverteilt wird - egal ob es bereits versteuertes Vermögen ist oder nicht.
    > Der Erbe bekommt immer noch viel für nix. Eine Entwürdigung des Toten oder
    > seiner Erben bedeutet das m.E. nicht.

    Du bist Propaganda aufgesessen. Meine Firma die ich gründe wird mir gehören, weil ich 100% der Aktien halten werde. Was machst du nun? Wenn mein Sohn das erbt, willst du ihn besteuern, weil er aktien hat aber hätte ich es im Gesellschaftervertrag geschrieben, dass mir 100% gehört, würdest du mich anders besteuern?

    Keine Chance. Besitz ist Besitz fertig. Jede Ausnahme ist assozial. Und eine Firma die 1,5% Abgabe nicht verkraftet, die hat bitte Pleite zu gehen.

    > Aber wir kommen immer weiter OT...

    Das ist alles wichtig für die Mengelage in der Gewerkschaften korrupt sein dürfen.

  13. Re: Entsolidarisierte Arbeiterschaft

    Autor: Kleine Schildkröte 21.06.16 - 14:26

    Jakelandiar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kleine Schildkröte schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Jakelandiar schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Ich kann ehrlich gesagt absolut nicht nachvollziehen wie man eine
    > > > Erbschaftssteuer unterstützen kann. Meiner Ansicht nach gehört sowas
    > > > abgeschaft.
    > > >
    > > > Das ist nur ein Tritt ins Gesicht der gestorbenen und noch einen in
    > das
    > > > Gesicht der Erben. Das ist eigentlich nur "erlaubter" Diebstahl durch
    > > den
    > > > Staat und nicht mehr.
    > >
    > > Dann hast du das Wirtschaftssystem nicht verstanden. Der Deal ist
    > > eigentlich, dass du zu Lebzeiten das erwirtschaftete Vermögen
    > vereinnahmen
    > > kannst und einen Teil an die nächste Generation weitergeben kannst,
    > unter
    > > der Grundvoraussetzung, dein Vermögenseinsatz gereicht der Gesellschaft
    > zum
    > > Nutzen. Das ist keine linke Theorie (ich gehöre zu den oberen 1%)
    > sondern
    > > der Grundansatz von Adam Smith und vielen anderen.
    >
    > Interessiert mich im Grunde nicht wirklich. Die Leute haben sich viel
    > ausgedacht und das heißt trotzdem nicht das es gut war.

    Ließ das mal. Dann verstehst du was Besitz wirklich ist. Das ist kein gottgegebenes Recht, sondern die Einsicht, dass ein Wirtschaftssystem auf Basis von Besitz effizienter ist. Dazu kommt aber der sogenannte Gesellschaftsvertrag zwischen Besitzendem und der Allgemeinheit. Steht sogar im Grundgesetz drin. Eigentum verpflichtet und Eigentum muss auch dem Wohle aller dienen, sonnst kann es dir der Staat (sogar kompensationslos) wegnehmen. Sind unsere Gesetze.

    > > Es gibt verschiedene Modelle bzw. Erfahrungen in verschiedenen System.
    > Eine
    > > 0% Erbschaftssteuer führt zu starren Wirtschaftssystemen, in denen das
    > > Wechseln zwischen den verschiedenen Vermögensschichten (besonders von
    > unten
    > > nach oben) sehr gering möglich ist.
    >
    > DAS musst du mir erklären. Wie können andere Leute, die von der
    > Erbschaftssteuer nicht mal was mitbekommen die irgend jemand bezahlt, mehr
    > Vermögen bekommen und in einer bessere Schicht aufsteigen?
    >
    > Oder ging es dir darum das die Erben, abrutschen in schlechtere Schichten
    > durch die Erbschaftssteuer und vielleicht noch dem Staat zur last fallen?

    Wenn Erben erben ohne einen substantiellen Teil abzugeben, dann bildet sich eine kleine Schicht der Habenden und eine große Schicht der nichthabenden. Diese kleine Schicht entwickelt bestimmte Bedingungen die von den anderen nicht erfüllt werden können (besondere Schulen für die Bildung etc). Sie stellen automatisch die Politikerkaste bzw. haben hohen Einfluss. Da sie abgekoppelt von den Mengen sind, gibt es dann rufe nach reduzierter Finanzierung des öffentlichen Lebens, der Bildung etc. Kannst du zum Beispiel in den USA gut sehen.

    Solche Entwicklungen werden immer mehr beschleunigt (eine normale Nettorendite vervierfacht dein Vermögen pro Generation, die kannst du ohne Korruption erreichen, mit korruption hast du dann die Renditen der modernen Finanzsysteme wie 10 bis 20% netto pro Jahr - inklusive der notwendigen Crashs ).

    Durch eine vernünftige Erbschaftssteuer, kannst du das Wirtschaften (ertrag) belohnen und den Übergang von Besitz besteuern und so die Entwicklung bremsen bzw. sogar umändern.

    > > Hinzu kommt der Effekt das auch
    > > inkompetente Menschen durch Erbschaft Kontrolle über Vermögen erlangt.
    >
    > Und? Was hat dich das zu interessieren? Sollten eltern nun Inkompetente
    > Kinder besser gleich einschläfern lassen oder was? Ob die Kompetent sind
    > oder nicht sollte nicht darüber entscheiden was sie Erben.

    Gott bist du aggressiv :(.

    Inkompetent heißt vorallem, dass Papa Sohnemann zum BWLer macht obwohl der lieber Arzt gewesen wäre und der grüzt dann selbst große Konzerne in Grund und Boden. Gibt es auch in Deutschland gute Beispiele. Wenn der Alte dann erstmal tot ist, haut Sohnemann sowieso ab.

    Das passiert aber nur, weil Erben von Familienbesitz besser ist als in AG umwandeln und einen Geschäftsführer oder eine Holding ranzulassen.

    > Wenn Sie damit nicht umgehen können wirds halt verprasst und dann ist es eh
    > wieder im Umlauf und viele Leute haben was davon und nicht nur der Staat.

    Der Staat gibt soviel Geld wie nötig in den Markt. Diese Umlaufgeschwindigkeit des Geldes ist irrelevant, da wir neudrucken, wenn ein berechtigter Mangel besteht und ansonsten Geld 'entziehen' (vernichten). Wenn der etwas verprasst, kommt es in der Regel immer zu Überschuldung, dann hast du immer Handwerker und Arbeitnehmer die der bei Missmanagement mitnimmt.
    >
    > Da sollte man sich erstmal um andere Sachen kümmern wie Krankenkassen
    > Beiträge.
    > Wenn es ein Betrag ist, der Prozentual vom Gehalt abgezogen wird, dann
    > sollte das auch Prozentual bleiben und das nicht nur bei den gering
    > Verdienenden.

    Nope. Hab ich auch mal gedacht, ist aber nix. Beste wäre sogar die Krankenkasse vollständig steuerlich zu finanzieren. Genau wie die Rente. Dann ist das einfach ein Posten für Staatsausgaben, wo jeder gleichbehandelt werden muss. Das wäre dann richtig gerecht. Eigentlich sollten wir Rente aber abschaffen, 30% der ärmeren wird eh ausgenommen, da sie aufstocken müssen, ist alles was sie einzahlen eigentlich weg.

    > Da kann ich nicht nachvollziehen warum es da eine Obergrenze
    > gibt. Sowas sollte abgeschaft werden.

    Hab ich auch mal gedacht, hat sich geändert. Wenn du es bei denen einziehst, hast du eine Steuer. Dann kannst du die Krankenkassenbeiträge abschaffen (die armen trifft es ja überproportional wenn du höheres Einkommen anschaust) und einfach die Einkommensteuer so erhöhen, dass für alle die Krankenkassenbeiträge vorhanden sind.

  14. Re: Ein paar Fakten

    Autor: Kleine Schildkröte 21.06.16 - 14:28

    waswiewo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Persönlich kenne ich einige Menschen die hauptsächlich zum Streiken gehen
    > um nicht arbeiten zu müssen. Man muss ja nicht so tun, als gäbe es as
    > nicht.

    Das gibt es zu hauf. Wir hatten immer eine Lehrerin, die hat immer große Worte geschwüllst, aber letztendlich war Sie die erste die Streik gerufen hat, sie war einfach nur einfälltig, dumm und faul.

  15. Re: Ein paar Fakten

    Autor: jungundsorglos 21.06.16 - 17:35

    Wenn sich das "Proletariat" mit solchen Zuständen glücklich schätzt, ist das nicht nur ein Problem für den Niedriglohnbereich. Es wird auch immer akzeptabler für besser Ausgebildete.

    Bei so einer Einstellung ist es kein Wunder, dass Deutschland im Vergleich zu anderen EU-Ländern niedrige Löhne hat.

    Denkt mal etwas über eure unmittelbare Zufriedenheit hinaus, das verbessert das Zusammenleben mit anderen Menschen allgemein.

    @Mint: Mechatroniker ist der moderne Mechaniker... MINT ist etwas mehr...

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