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  1. Re: Die Kommentare

    Autor: Oktavian 20.06.16 - 15:32

    > "Konsens" war hier wohl gemeint. Konsens gab es nicht. DHL hat die
    > Gewerkschaft mit der Gründung der DHL Delivery vor vollendete Tatsachen
    > gestellt.

    Richtig, dann hat man gemurrt, mal mit Streik gedroht, und nix getan. Nicht mal ein Streikchen a la Amazon. Als Mitglied käme ich mir verar... vor.

  2. Re: Die Kommentare

    Autor: BKoenig 20.06.16 - 15:36

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Erneut lässt mich die Aussage an Ihrer Neutraliät als "Beobachter"
    > > zweifeln.
    >
    > Ich bewundere Verdis Durchhaltekraft, und ich finde es erstaunlich, dass
    > sie es trotz der Erfolglosigkeit schaffen, das Thema in den Medien zu
    > halten. Ich sehe aber, dass das Verhalten bislang wenig effektiv ist.
    Wenn Sie Verdis Durchhaltekraft bewundern, sollten Sie das aber nicht in einem Forum bei Golem.de tun. Schreiben Sie der Gewerkschaft doch mal einen Brief.
    >
    > > Wenn Sie lediglich kommentieren, um sich "köstlich zu amüsieren" sind
    > Sie
    > > womöglich nur ein Troll?
    >
    > Wieder hilft lesen. Ich amüsiere mich über das Verhalten Verdis.
    > Ich hab schon verstanden, worüber Sie sich amüsieren.
    > > Ihre Kritik richtet sich nicht gegen das "System" sondern dezidiert
    > gegen
    > > Verdi.
    >
    > "System" war in dem Fall ein schlechtes Wort. Ein Altlinker denkt da immer
    > gleich an Systemkritik am Kapitalimus oder so ein Quatsch. Es ging im
    > "System" im Sinne der Systemischen Theorie, also Beziehungsgelechte, wer
    > sie wie nutzt, wie Personen zueinander stehen usw.
    Jetzt machen Sie mich aber neugierig. Was ist denn ein "Altlinker" und wie unterscheidet sich dieser von einem "Neulinken"?

  3. Re: Die Kommentare

    Autor: BKoenig 20.06.16 - 15:37

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > "Konsens" war hier wohl gemeint. Konsens gab es nicht. DHL hat die
    > > Gewerkschaft mit der Gründung der DHL Delivery vor vollendete Tatsachen
    > > gestellt.
    >
    > Richtig, dann hat man gemurrt, mal mit Streik gedroht, und nix getan. Nicht
    > mal ein Streikchen a la Amazon. Als Mitglied käme ich mir verar... vor.

    Da haben Sie aber ordentlich gepennt. Und wie da gestreikt wurde.

  4. Re: Die Kommentare

    Autor: Oktavian 20.06.16 - 15:42

    > Da haben Sie aber ordentlich gepennt. Und wie da gestreikt wurde.

    Und? Hats funktioniert?

  5. Re: Die Kommentare

    Autor: Berner Rösti 20.06.16 - 15:45

    BKoenig schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Berner Rösti schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Palerider schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > zu 1. ich habe hier noch keinen gelesen, der das Arbeitskampfmittel
    > > Streik
    > > > allgemein in Frage stellt.
    > >
    > > Dann tu ich das an dieser Stelle. Ich bin der Meinung, dass sich die
    > Höhe
    > > der Entlohnung nach dem richten sollte, was die Arbeit wert ist, und
    > nicht
    > > wie hoch der Schaden ist, wenn man sie verweigert.
    > >
    > > Darin besteht nämlich ein entscheidender Unterschied. Ein Arbeiter trägt
    > > nur einen Teil zur Wertschöpfungskette bei. Verweigert er die Arbeit,
    > fällt
    > > u.U. der gesamte Wertschöpfungsprozess aus. Der Schaden ist also höher
    > als
    > > der Arbeitsanteil des streikenden Arbeiters.
    >
    > Na dann haben wir aber großes Glück, dass das Streikrecht im Grundgesetz
    > verankert ist und Sie nicht darüber zu entscheiden haben.

    Da muss ich dich leider enttäuschen: In dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland gibt es kein Streikrecht.

  6. Re: Die Kommentare

    Autor: BKoenig 20.06.16 - 15:47

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Da haben Sie aber ordentlich gepennt. Und wie da gestreikt wurde.
    >
    > Und? Hats funktioniert?
    Natürlich nicht. Erstens weil die DHL Delivery schon vorher stand und zweitens weil der Gesetzgeber zulässt, das Konzerne sich durch die Gründung von Sub-Gesellschaften dem eigenen Konzerntarifvertrag entziehen. Der Streik hätte diese Umstände nicht verhindern können. Das ist aber nicht die Schuld von Verdi, sondern vom Gesetzgeber.

    Mich wundert ihre Wissenslücke dennoch sehr. Dass der Tarifvertrag mit Delivery kein Konsens war und dass Sie den mehrwöchigen Streik bei DHL offenbar auch aus ihrem Gedächtnis gestrichen haben, sagt ja einiges aus.

  7. Re: Die Kommentare

    Autor: snadir 20.06.16 - 15:47

    Ist die Frage nicht auch, warum sollte man Einzelhändlern und Logistikern den gleichen TV zugestehen/zuordnen?

    Beide packen Ware, der eine ins Regal, der andere in den Karton. Soweit so gleich. Der eine muss aber auch mal Fragen von Kunden beantworten*, zumindest im klassischen Einzelhandel, den ich als solches verstehe. Er muss halbwegs vernünftige Klamotten anhaben, und irgendwie in einer Form gesellschaftlich vorzeigbar sein.
    Ein Lagerarbeiter? Tut, was eine Stückliste am PC ihm sagt, arbeitet in einer stickigen** Lagerhalle und kann rumlaufen wie ein Waldschrat. Solange es die Kollegen nicht stört, ist alles ok. "Kunden? Nie davon gehört. Ich pack hier nur"

    Also wer bitte kam auf die Idee, beide gleich Eingruppieren zu wollen?


    *oder zumindest entgegennehmen. Das mit dem Beantworten war einmal...
    **Mutmaßung

  8. Re: Die Kommentare

    Autor: BKoenig 20.06.16 - 15:50

    Berner Rösti schrieb:
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    > BKoenig schrieb:
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    > > Berner Rösti schrieb:
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    > > > Palerider schrieb:
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    > > > > zu 1. ich habe hier noch keinen gelesen, der das Arbeitskampfmittel
    > > > Streik
    > > > > allgemein in Frage stellt.
    > > >
    > > > Dann tu ich das an dieser Stelle. Ich bin der Meinung, dass sich die
    > > Höhe
    > > > der Entlohnung nach dem richten sollte, was die Arbeit wert ist, und
    > > nicht
    > > > wie hoch der Schaden ist, wenn man sie verweigert.
    > > >
    > > > Darin besteht nämlich ein entscheidender Unterschied. Ein Arbeiter
    > trägt
    > > > nur einen Teil zur Wertschöpfungskette bei. Verweigert er die Arbeit,
    > > fällt
    > > > u.U. der gesamte Wertschöpfungsprozess aus. Der Schaden ist also höher
    > > als
    > > > der Arbeitsanteil des streikenden Arbeiters.
    > >
    > > Na dann haben wir aber großes Glück, dass das Streikrecht im Grundgesetz
    > > verankert ist und Sie nicht darüber zu entscheiden haben.
    >
    > Da muss ich dich leider enttäuschen: In dem Grundgesetz der Bundesrepublik
    > Deutschland gibt es kein Streikrecht.

    Artikel 9, Absatz 3 GG:

    (3) Das Recht, zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen Vereinigungen zu bilden, ist für jedermann und für alle Berufe gewährleistet. Abreden, die dieses Recht einschränken oder zu behindern suchen, sind nichtig, hierauf gerichtete Maßnahmen sind rechtswidrig. Maßnahmen nach den Artikeln 12a, 35 Abs. 2 und 3, Artikel 87a Abs. 4 und Artikel 91 dürfen sich nicht gegen Arbeitskämpfe richten, die zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen von Vereinigungen im Sinne des Satzes 1 geführt werden.

  9. Re: Die Kommentare

    Autor: Berner Rösti 20.06.16 - 16:09

    BKoenig schrieb:
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    > Berner Rösti schrieb:
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    > > BKoenig schrieb:
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    > > > Berner Rösti schrieb:
    > > >
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    > > > > Palerider schrieb:
    > > > >
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    > > > > > zu 1. ich habe hier noch keinen gelesen, der das
    > Arbeitskampfmittel
    > > > > Streik
    > > > > > allgemein in Frage stellt.
    > > > >
    > > > > Dann tu ich das an dieser Stelle. Ich bin der Meinung, dass sich die
    > > > Höhe
    > > > > der Entlohnung nach dem richten sollte, was die Arbeit wert ist, und
    > > > nicht
    > > > > wie hoch der Schaden ist, wenn man sie verweigert.
    > > > >
    > > > > Darin besteht nämlich ein entscheidender Unterschied. Ein Arbeiter
    > > trägt
    > > > > nur einen Teil zur Wertschöpfungskette bei. Verweigert er die
    > Arbeit,
    > > > fällt
    > > > > u.U. der gesamte Wertschöpfungsprozess aus. Der Schaden ist also
    > höher
    > > > als
    > > > > der Arbeitsanteil des streikenden Arbeiters.
    > > >
    > > > Na dann haben wir aber großes Glück, dass das Streikrecht im
    > Grundgesetz
    > > > verankert ist und Sie nicht darüber zu entscheiden haben.
    > >
    > > Da muss ich dich leider enttäuschen: In dem Grundgesetz der
    > Bundesrepublik
    > > Deutschland gibt es kein Streikrecht.
    >
    > Artikel 9, Absatz 3 GG:
    >
    > (3) Das Recht, zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und
    > Wirtschaftsbedingungen Vereinigungen zu bilden, ist für jedermann und für
    > alle Berufe gewährleistet. Abreden, die dieses Recht einschränken oder zu
    > behindern suchen, sind nichtig, hierauf gerichtete Maßnahmen sind
    > rechtswidrig. Maßnahmen nach den Artikeln 12a, 35 Abs. 2 und 3, Artikel 87a
    > Abs. 4 und Artikel 91 dürfen sich nicht gegen Arbeitskämpfe richten, die
    > zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen von
    > Vereinigungen im Sinne des Satzes 1 geführt werden.

    Na, dann lies diesen Text auch mal, statt ihn nur mit Copy&Paste hier rein zu kleben. Wo genau steht da etwas von einem Recht auf Streik bzw. Arbeitsniederlegung?

  10. Re: Die Kommentare

    Autor: Palerider 20.06.16 - 16:25

    Das steht da tatsächlich nicht wörtlich. Aber was meinst Du, ist mit den erwähnten 'Arbeitskämpfen' gemeint? Das Recht zu streiken leitet sich aus diesem Artikel ab. Geh und frag einen Juristen Deiner Wahl, wenn Du es nicht glaubst.

  11. Re: Die Kommentare

    Autor: BKoenig 20.06.16 - 16:57

    Berner Rösti schrieb:
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    > BKoenig schrieb:
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    > > Berner Rösti schrieb:
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    > > > BKoenig schrieb:
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    > > > > Berner Rösti schrieb:
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    > > > > > Palerider schrieb:
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    > > > > > > zu 1. ich habe hier noch keinen gelesen, der das
    > > Arbeitskampfmittel
    > > > > > Streik
    > > > > > > allgemein in Frage stellt.
    > > > > >
    > > > > > Dann tu ich das an dieser Stelle. Ich bin der Meinung, dass sich
    > die
    > > > > Höhe
    > > > > > der Entlohnung nach dem richten sollte, was die Arbeit wert ist,
    > und
    > > > > nicht
    > > > > > wie hoch der Schaden ist, wenn man sie verweigert.
    > > > > >
    > > > > > Darin besteht nämlich ein entscheidender Unterschied. Ein Arbeiter
    > > > trägt
    > > > > > nur einen Teil zur Wertschöpfungskette bei. Verweigert er die
    > > Arbeit,
    > > > > fällt
    > > > > > u.U. der gesamte Wertschöpfungsprozess aus. Der Schaden ist also
    > > höher
    > > > > als
    > > > > > der Arbeitsanteil des streikenden Arbeiters.
    > > > >
    > > > > Na dann haben wir aber großes Glück, dass das Streikrecht im
    > > Grundgesetz
    > > > > verankert ist und Sie nicht darüber zu entscheiden haben.
    > > >
    > > > Da muss ich dich leider enttäuschen: In dem Grundgesetz der
    > > Bundesrepublik
    > > > Deutschland gibt es kein Streikrecht.
    > >
    > > Artikel 9, Absatz 3 GG:
    > >
    > > (3) Das Recht, zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und
    > > Wirtschaftsbedingungen Vereinigungen zu bilden, ist für jedermann und
    > für
    > > alle Berufe gewährleistet. Abreden, die dieses Recht einschränken oder
    > zu
    > > behindern suchen, sind nichtig, hierauf gerichtete Maßnahmen sind
    > > rechtswidrig. Maßnahmen nach den Artikeln 12a, 35 Abs. 2 und 3, Artikel
    > 87a
    > > Abs. 4 und Artikel 91 dürfen sich nicht gegen Arbeitskämpfe richten, die
    > > zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen von
    > > Vereinigungen im Sinne des Satzes 1 geführt werden.
    >
    > Na, dann lies diesen Text auch mal, statt ihn nur mit Copy&Paste hier rein
    > zu kleben. Wo genau steht da etwas von einem Recht auf Streik bzw.
    > Arbeitsniederlegung?


    Ein Streik ist ein Mittel des Arbeitskampfes. Vielleicht schlägst Du besser mal hier nach:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Streik

  12. Re: Die Kommentare

    Autor: Berner Rösti 21.06.16 - 09:18

    BKoenig schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > > > > > > zu 1. ich habe hier noch keinen gelesen, der das
    > > > Arbeitskampfmittel
    > > > > > > Streik
    > > > > > > > allgemein in Frage stellt.
    > > > > > >
    > > > > > > Dann tu ich das an dieser Stelle. Ich bin der Meinung, dass sich
    > > die
    > > > > > Höhe
    > > > > > > der Entlohnung nach dem richten sollte, was die Arbeit wert ist,
    > > und
    > > > > > nicht
    > > > > > > wie hoch der Schaden ist, wenn man sie verweigert.
    > > > > > >
    > > > > > > Darin besteht nämlich ein entscheidender Unterschied. Ein
    > Arbeiter
    > > > > trägt
    > > > > > > nur einen Teil zur Wertschöpfungskette bei. Verweigert er die
    > > > Arbeit,
    > > > > > fällt
    > > > > > > u.U. der gesamte Wertschöpfungsprozess aus. Der Schaden ist also
    > > > höher
    > > > > > als
    > > > > > > der Arbeitsanteil des streikenden Arbeiters.
    > > > > >
    > > > > > Na dann haben wir aber großes Glück, dass das Streikrecht im
    > > > Grundgesetz
    > > > > > verankert ist und Sie nicht darüber zu entscheiden haben.
    > > > >
    > > > > Da muss ich dich leider enttäuschen: In dem Grundgesetz der
    > > > Bundesrepublik
    > > > > Deutschland gibt es kein Streikrecht.
    > > >
    > > > Artikel 9, Absatz 3 GG:
    > > >
    > > > (3) Das Recht, zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und
    > > > Wirtschaftsbedingungen Vereinigungen zu bilden, ist für jedermann und
    > > für
    > > > alle Berufe gewährleistet. Abreden, die dieses Recht einschränken oder
    > > zu
    > > > behindern suchen, sind nichtig, hierauf gerichtete Maßnahmen sind
    > > > rechtswidrig. Maßnahmen nach den Artikeln 12a, 35 Abs. 2 und 3,
    > Artikel
    > > 87a
    > > > Abs. 4 und Artikel 91 dürfen sich nicht gegen Arbeitskämpfe richten,
    > die
    > > > zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen von
    > > > Vereinigungen im Sinne des Satzes 1 geführt werden.
    > >
    > > Na, dann lies diesen Text auch mal, statt ihn nur mit Copy&Paste hier
    > rein
    > > zu kleben. Wo genau steht da etwas von einem Recht auf Streik bzw.
    > > Arbeitsniederlegung?
    >
    > Ein Streik ist ein Mittel des Arbeitskampfes. Vielleicht schlägst Du besser
    > mal hier nach:
    > de.wikipedia.org

    Mir ist neu, dass Wikipedia neuerdings den Rang des Grundgesetzes einnimmt.

    Aber um die Sache abzukürzen: Das Grundgesetz bestimmt nicht, was legitime Mittel eines Arbeitskampfes sind. Das regeln weitere Gesetze und richterliche Entscheidungen, aber eben nicht das Grundgesetz. Demnach ist Streik auch kein Grundrecht, wie von dir und anderen immer wieder gerne behauptet wird.

    Was legitime Arbeitskampfmaßnahmen sind, kann man daher jederzeit ändern, ohne in die Grundrechte einzugreifen oder das Grundgesetz zu ändern.

    Wenn ein Gericht irgendwann entscheidet, dass es ein legitimes Arbeitskampfmittel sei, die Vorstände mit Farbbeuteln zu bewerfen, dann gehört das auch dazu. Genauso kann jedoch auch entschieden werden, dass Arbeitsverweigerung dort heraus fällt.

  13. Re: Die Kommentare

    Autor: Phreeze 21.06.16 - 10:28

    man hat allerdings keine Argumente Leute aus der Logistik noch teurer zu bezahlen.
    Allein dass man unter 40h arbeiten muss ist schon fast Luxus. 10eur brutto um Kisten in andere Kisten zu packen, ok... ehrlich mal, immer die gleiche Leier

  14. Re: Die Kommentare

    Autor: BKoenig 21.06.16 - 15:50

    Berner Rösti schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > BKoenig schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > > > > > > > zu 1. ich habe hier noch keinen gelesen, der das
    > > > > Arbeitskampfmittel
    > > > > > > > Streik
    > > > > > > > > allgemein in Frage stellt.
    > > > > > > >
    > > > > > > > Dann tu ich das an dieser Stelle. Ich bin der Meinung, dass
    > sich
    > > > die
    > > > > > > Höhe
    > > > > > > > der Entlohnung nach dem richten sollte, was die Arbeit wert
    > ist,
    > > > und
    > > > > > > nicht
    > > > > > > > wie hoch der Schaden ist, wenn man sie verweigert.
    > > > > > > >
    > > > > > > > Darin besteht nämlich ein entscheidender Unterschied. Ein
    > > Arbeiter
    > > > > > trägt
    > > > > > > > nur einen Teil zur Wertschöpfungskette bei. Verweigert er die
    > > > > Arbeit,
    > > > > > > fällt
    > > > > > > > u.U. der gesamte Wertschöpfungsprozess aus. Der Schaden ist
    > also
    > > > > höher
    > > > > > > als
    > > > > > > > der Arbeitsanteil des streikenden Arbeiters.
    > > > > > >
    > > > > > > Na dann haben wir aber großes Glück, dass das Streikrecht im
    > > > > Grundgesetz
    > > > > > > verankert ist und Sie nicht darüber zu entscheiden haben.
    > > > > >
    > > > > > Da muss ich dich leider enttäuschen: In dem Grundgesetz der
    > > > > Bundesrepublik
    > > > > > Deutschland gibt es kein Streikrecht.
    > > > >
    > > > > Artikel 9, Absatz 3 GG:
    > > > >
    > > > > (3) Das Recht, zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und
    > > > > Wirtschaftsbedingungen Vereinigungen zu bilden, ist für jedermann
    > und
    > > > für
    > > > > alle Berufe gewährleistet. Abreden, die dieses Recht einschränken
    > oder
    > > > zu
    > > > > behindern suchen, sind nichtig, hierauf gerichtete Maßnahmen sind
    > > > > rechtswidrig. Maßnahmen nach den Artikeln 12a, 35 Abs. 2 und 3,
    > > Artikel
    > > > 87a
    > > > > Abs. 4 und Artikel 91 dürfen sich nicht gegen Arbeitskämpfe richten,
    > > die
    > > > > zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen
    > von
    > > > > Vereinigungen im Sinne des Satzes 1 geführt werden.
    > > >
    > > > Na, dann lies diesen Text auch mal, statt ihn nur mit Copy&Paste hier
    > > rein
    > > > zu kleben. Wo genau steht da etwas von einem Recht auf Streik bzw.
    > > > Arbeitsniederlegung?
    > >
    > >
    > > Ein Streik ist ein Mittel des Arbeitskampfes. Vielleicht schlägst Du
    > besser
    > > mal hier nach:
    > > de.wikipedia.org
    >
    > Mir ist neu, dass Wikipedia neuerdings den Rang des Grundgesetzes einnimmt.
    >
    > Aber um die Sache abzukürzen: Das Grundgesetz bestimmt nicht, was legitime
    > Mittel eines Arbeitskampfes sind. Das regeln weitere Gesetze und
    > richterliche Entscheidungen, aber eben nicht das Grundgesetz. Demnach ist
    > Streik auch kein Grundrecht, wie von dir und anderen immer wieder gerne
    > behauptet wird.
    >
    > Was legitime Arbeitskampfmaßnahmen sind, kann man daher jederzeit ändern,
    > ohne in die Grundrechte einzugreifen oder das Grundgesetz zu ändern.
    >
    > Wenn ein Gericht irgendwann entscheidet, dass es ein legitimes
    > Arbeitskampfmittel sei, die Vorstände mit Farbbeuteln zu bewerfen, dann
    > gehört das auch dazu. Genauso kann jedoch auch entschieden werden, dass
    > Arbeitsverweigerung dort heraus fällt.

    Sie scheinen ein außerordentlich cleveres Kerlchen zu sein. Der vorstehende Wikipedia-Link erläutert lediglich, dass ein Streik ein Mittel des Arbeitskampfes ist. Wie sagt man so schön, wer lesen kann - aber lassen wir das.

    Sie können sich natürlich auf den Kopf stellen und rumschreien so viel und so laut Sie mögen, dennoch bleibt es dabei: Streiks sind ein Mittel des regulären Arbeitskampfes und der Arbeitskampf ist durch das Grundgesetz geschützt. Und selbst wenn er es nicht wäre, könnte auch kein Arbeitgeber etwas dagegen tun, denn einen Zwang morgens auf der Matte zu stehen, gibt es ebenfalls nicht. Und kein Gesetzgeber kann irgendjemanden zwingen, morgens zur Arbeit zu latschen. Wir sind ja nicht in der Sklavenhaltung im antiken Griechenland.

    Und ja, Sie haben vollkommen Recht. Das Grundgesetz bestimmt in der Tat nicht, was (legitime) Mittel des Arbeitskampfes sind. Da haben die Gewerkschaften einen recht weiten Ermessensspielraum.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 21.06.16 16:07 durch BKoenig.

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Science-Fiction-Filme aus den 80ern
Damals gefloppt, heute gefeiert

Manchmal ist erst nach Jahrzehnten klar, dass mancher Flop von gestern seiner Zeit einfach weit voraus war. Das gilt besonders für diese fünf Sci-Fi-Filme.
Von Peter Osteried

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