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Ich verstehe es nicht

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  1. Re: Ich verstehe es nicht

    Autor: theWhip 05.06.15 - 16:01

    Johnny Cache schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > azeu schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > ich glaube, dem Vorredner ging es um Versandhandel nicht Einzelhandel.
    > >
    > > Und Amazon kann man durchaus als Versandhandel - nicht Einzelhandel -
    > > sehen.
    >
    > Aber eben nicht die Logistikzentren, welche eigenständige Firmen und
    > ausschließlich für Logistik zuständig sind.
    > Natürlich kann man sagen daß eine solche Trennung eine Sauerei sei, aber
    > wenn man so ein Faß erst einmal aufmacht wird es bei praktisch jeder
    > größeren Firma erst einmal ordentlich scheppern, bevor alle betroffenen
    > Mitarbeiter entlassen werden und in einer neuen Zeitarbeitsfirma
    > unterkommen.

    Eben nicht, das hätte Amazon gerne. Die haben im ether eine Platform über welche Versandhandel betrieben wird. So wie OTTO auch Versandhandel. Und wie schon erwähnt, wurst&gedärme und verkaufe veganes... kannste deren butze auch tempel des geldes nennen, trotzdem bleibt es eine website mit nem Lager oder
    digitaler Katalog mit einem Haus wo ware gepackt und versendet wird. Einzig wenn die selbst Ware zukaufen oder von Großhändlern zu sich schaffen ist es Logistik. Das was wir kennen über amazon.sonstwas ist versand handel



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.06.15 16:03 durch theWhip.

  2. Re: Ich verstehe es nicht

    Autor: pheine 05.06.15 - 16:36

    azeu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber, wenn ich als Konzern eine Tochterfirma gründe, die nur Aufträge von
    > mir bearbeitet, und diese Tochterfirma gewisse
    > Privilegien/Sonderbehandlungen geniesst, dann liegt der Verdacht nahe, dass
    > ich als Konzern da evtl. dubiose Absichten habe, oder nicht? :)


    Und damit hast du genau den Grund beschrieben, warum die Tochterfirma (oder allgemein Tochterfirmen) gegründet werden... Abzüglich der "dubiosen Absichten".
    Es ist zwar nicht immer fair was da gemacht wird, aber eine Tochterfirma wird grundsätzlich immer aus irgendeinem Grund eröffnet, und der heisst zumeist "Geld".
    Ob nun weniger Gehalt auszahlen, weniger Steuern (vor allem durch interne Geschäfte zwischen Tochter- und Mutterkonzern) oder um Risiken zu verteilen - alles nur eine Frage vom Geld was am Ende unterm Strich stehe bleibt.
    Das ist vollkommen normal (wenn auch sicher in der "Amerikanisierungswelle" übermäßig nach Deutschland geschwappt) und auch legal. Getreu dem Motto "Steuern zahlt nur, wer nicht alle legalen Kniffe kennt".

  3. Re: Ich verstehe es nicht

    Autor: Johnny Cache 05.06.15 - 18:13

    theWhip schrieb:
    ---------------------------------------------------------------------------------
    > Eben nicht, das hätte Amazon gerne. Die haben im ether eine Platform über
    > welche Versandhandel betrieben wird. So wie OTTO auch Versandhandel. Und
    > wie schon erwähnt, wurst&gedärme und verkaufe veganes... kannste deren
    > butze auch tempel des geldes nennen, trotzdem bleibt es eine website mit
    > nem Lager oder
    > digitaler Katalog mit einem Haus wo ware gepackt und versendet wird. Einzig
    > wenn die selbst Ware zukaufen oder von Großhändlern zu sich schaffen ist es
    > Logistik. Das was wir kennen über amazon.sonstwas ist versand handel

    Der Haken ist daß die Seite mit dem Onlinehandel aber eine völlig andere Firma ist als die Logistik-GmbH welche die Waren eintütet und in der Weltgeschichte umher schickt.
    Oder mal anders... wenn Amazon die Logistik-GmbH dicht macht und dir, einem Logistikunternehmen, diese Aufgabe zukommen läßt, bist du dann immer noch ein Logistiker oder doch plötzlich ein Versandhändler?

  4. Re: Ich verstehe es nicht

    Autor: pheine 05.06.15 - 18:42

    Johnny Cache schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Haken ist daß die Seite mit dem Onlinehandel aber eine völlig andere
    > Firma ist als die Logistik-GmbH welche die Waren eintütet und in der
    > Weltgeschichte umher schickt.
    > Oder mal anders... wenn Amazon die Logistik-GmbH dicht macht und dir, einem
    > Logistikunternehmen, diese Aufgabe zukommen läßt, bist du dann immer noch
    > ein Logistiker oder doch plötzlich ein Versandhändler?

    Also meiner Meinung nach (und da werde ich hier im Forum auch auf wenig "Gegenliebe" stoßen) ist es nunmal so, dass im Versandzentrum Logistiker arbeiten, die Aufträge bekommen gewisse Artikel aus dem Regal zu holen (oder den Roboter es holen lassen), diese zu verpacken und rauszuschicken. Das ist quasi die Grundessenze dessen was der Logistiker zu tun hat.

    Im eigentlichen Amazon Onlinehandel sitzen Leute die auch entsprechend höher entlohnt werden, die sich dann um den Einkauf und Verkauf kümmern.

    Für Logistiker mag es keinen Tarif geben (oder Amazon sich weigern einen Tarifvertrag anzunehmen, wie seitens Redaktion gegen Ende des Artikels beschuldigt) aber das Problem ist halt nicht schwarz und weiß.
    Amazon weigert sich die Logistiker als Onlinehändler zu bezahlen, d. h. aber nicht, dass sie die Logistiker nicht auch als Logistiker bezahlen wollen bzw. würden (oder auch tun). Nun mag es sein, dass die Verdi nicht für Logistiker zuständig ist (obwohl das doch eigentlich auch eine Art von Dienstleistung sein könnte?) aber sie bieten Amazon ja keinen Tarifvertrag für Logistiker sondern für Onlinehändler an und das ist der Lagerarbeiter halt einfach nicht.

    Damit werte ich jetzt weder die Arbeitsbedingungen noch die Bezahlung (ohne selbst dort gearbeitet zu haben oder 100%ig zu wissen was so ein "Logistiker" in Festanstellung bei Amazon bekommt erlaube ich mir zwar eine Meinung aber kein Urteil darüber) sondern gehe einfach nur logisch an die Sache ran. Man kann sich sicher jetzt noch darüber streiten wo der Logistiker aufhört und der Onlinehandler anfängt, aber nach meinem logischen Verständnis und nach dem 1. Satz auf der Wikipedia Seite zu "Logistik" ("Die Logistik beschäftigt sich mit Transport, Lagerung und Umschlag von Gütern und Personen.") handelt es sich bei den Logistikern in den Logistikzentren von Amazon um Menschen die sich mit der Logistik - also der Lagerund und dem Umschlag (Wareneingang und Warenausgang) beschäftigen. Und nicht um Onlinehandler.

  5. Re: Ich verstehe es nicht

    Autor: Johnny Cache 05.06.15 - 19:47

    pheine schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also meiner Meinung nach (und da werde ich hier im Forum auch auf wenig
    > "Gegenliebe" stoßen) ist es nunmal so, dass im Versandzentrum Logistiker
    > arbeiten, die Aufträge bekommen gewisse Artikel aus dem Regal zu holen
    > (oder den Roboter es holen lassen), diese zu verpacken und rauszuschicken.
    > Das ist quasi die Grundessenze dessen was der Logistiker zu tun hat.

    Das ist vollkommen logisch und auch in diesem Fall absolut richtig.

    > Im eigentlichen Amazon Onlinehandel sitzen Leute die auch entsprechend
    > höher entlohnt werden, die sich dann um den Einkauf und Verkauf kümmern.

    Dieses Amazon ist auch eine andere Firma welche sich ausschließlich damit und nicht mit Logistik beschäftigt. Wobei dieser Versandhandel auch rein gar nichts mit den Kunden zu tun hat, da deren Bestellungen mehr oder weniger automatisch abgewickelt werden.
    Die einzigen die wirklich mit den Kunden in Kontakt treten sind wohl die Call Center Agents in Indien, welche das ungefähr genao so effizient machen wie meine Kollegen aus der Region... was kein sonderliches Kompliment ist.

    > Für Logistiker mag es keinen Tarif geben (oder Amazon sich weigern einen
    > Tarifvertrag anzunehmen, wie seitens Redaktion gegen Ende des Artikels
    > beschuldigt) aber das Problem ist halt nicht schwarz und weiß.
    > Amazon weigert sich die Logistiker als Onlinehändler zu bezahlen, d. h.
    > aber nicht, dass sie die Logistiker nicht auch als Logistiker bezahlen
    > wollen bzw. würden (oder auch tun). Nun mag es sein, dass die Verdi nicht
    > für Logistiker zuständig ist (obwohl das doch eigentlich auch eine Art von
    > Dienstleistung sein könnte?) aber sie bieten Amazon ja keinen Tarifvertrag
    > für Logistiker sondern für Onlinehändler an und das ist der Lagerarbeiter
    > halt einfach nicht.

    Für Logistiker gibt es Tarife und wenn ich recht informiert bin ist auch für sie Verdi zuständig. Das wirft die brennende Frage auf was andere Logistiker sich wohl denken, wenn Verdi für die Kollegen von Amazon kämpft, aber nicht für sie.

    Verdi kämpft nicht dafür daß Logistiker allgemein gehr Geld bekommen, sondern daß die, welche für Amazon arbeiten, anders eingestuft werden, während alle anderen leer ausgehen.
    Bei solchen Freunden braucht man echt keine Feinde mehr.

  6. Re: Ich verstehe es nicht

    Autor: ralfi 05.06.15 - 21:19

    Du wirst lachen. Diese Gewerkschaft gibt es, nennt sich Verdi und hat auch Tarifverträge abgeschlossen. Das Dumme ist nur, daß die Bezahlung danach für die amazon-Lagerarbeiter eine deutliche Verschlechterung wäre.

  7. Re: Ich verstehe es nicht

    Autor: Johnny Cache 06.06.15 - 08:04

    ralfi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du wirst lachen. Diese Gewerkschaft gibt es, nennt sich Verdi und hat auch
    > Tarifverträge abgeschlossen. Das Dumme ist nur, daß die Bezahlung danach
    > für die amazon-Lagerarbeiter eine deutliche Verschlechterung wäre.

    Das weiß ich doch. Genau deswegen habe ich auch gesagt daß Logistiker keine Gewerkschaft hat die für sie kämpft, denn wenn es eine gäbe würden sie ja nicht schlechter dastehen als die armen, ausgebeuteten Logistiker von Amazon, oder?

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