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Aktueller Fall

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  1. Aktueller Fall

    Autor: sakudo 21.03.19 - 19:58

    Bin selbst Gewerbetreibender und mein Kunde hat mir etwas retourniert aus Wien über die Österreichische Post, deren Partner in Deutschland Hermes ist.

    Ich leitete das Päckchen in einen Shop, dann nahm Hermes den Shop aus dem Partnernetzwerk und das Paket landet sozusagen auf /dev/null. Es hängt einige Tagen im Paketzentrum in meiner Stadt, dann geht es zurück:

    "Ihr Ärger ist nachvollziehbar. Es tut mir sehr leid, dass Ihre Sendung bisher nicht zugestellt wurde. Die damit verbundenen Unannehmlichkeiten sind mir bewusst und ich bedauere dies sehr.
    Ihre Sendung liegt nicht mehr zur Zustellung bereit. Sie wurde an den Versender retourniert. Daher bitte ich Sie, den Versender zu kontaktieren, um ggf. einen erneuten Versand zu veranlassen. Es tut mir leid, Ihnen keine andere Auskunft geben zu können.
    Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag."

    Statt salbungsvolle Worte Problem wirklich lösen? Fehlanzeige.
    Ich bin gespannt, ob Hermes wenigstens einen Gutschein für einen erneuten Transport spendiert. Email ist raus.

  2. Re: Aktueller Fall

    Autor: 1st1 21.03.19 - 20:19

    Sowas ähnliches hatte ich auch. Hab letzten November was aus der USA bestellt, sollte 4 Wochen per Seecontainer unterwegs sein, und etwa 1 Woche vor Weohnachten da sein. Das hätte gepasst.

    Der Verkäufer schickte mir einen Link zu Pitney Bowes und da konnte ich die Reise des Pakets bis nach Rotterdam verfolgen. Dann erfuhr ich, dass das Paket in Dortmund an Hermes übergeben worden ist. Bei Hermes war der Status aber dann mehrere Tage nicht sichtbar. Dann plötzlich ein missglückter Zustellversuch am Samstag Mittag im Paketstatus. Ich war aber zuhause, da kam nienamd. Nächster Zustellversuch Montag Mittag angekündigt, meine Frau war zuhause, aber kein Hermes. Abends dann wieder der Status missglückter Zustellungsversuch. Lüge. Würde Hermes das Paket im örtlichen Paketshop abliefern? Noch ein dritter Zustellversuch? 2 Tage keine Statusänderung. Dann Statusänderung, Rücklieferung an Absender. Also Pitney Bowes in Dortmund ausfindig gemacht, dort angerufen, aber irgendwo bei Hannover rausgekommen, aber egal, die konnten das Paket orten. Das Paket wäre schon vor 2 Tagen dort eingetroffen und bereits im Container für die Rückreise in die USA auf dem Weg nach Rotterdam. Nochmal abfangen unmöglich. Und jetzt? Das Paket wurde dann nochmal für eine Rücksendung aus USA nach Europa markiert. Und dieses Mal sollte das Paket mit DHL kommen, was dann auch so war, Mitte Februar.

  3. Re: Aktueller Fall

    Autor: sakudo 21.03.19 - 20:23

    Ich überlege mir ernsthaft, Hermes zu "bestrafen", indem ich Ihnen eine Rechnung schicke, wenn ich das Paket auf meine Kosten zurückhole (per GLS z. B.), was ich müsste. Dann müssen Sie sich nämlich hinsetzen und meine Rechnung + Mahnung lesen. Das "killt" dann die internen Prozesse, und sobald Sie einen Anwalt beschäftigen müssen, killt das auch Ihren Business-Case...

    Man müsste viel öfter als Verbraucher das Gegenüber mit Lästigkeiten "bestrafen"...

  4. Re: Aktueller Fall

    Autor: gaym0r 21.03.19 - 20:28

    Haha, ja genau...

  5. Re: Aktueller Fall

    Autor: Hotohori 21.03.19 - 22:44

    1st1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sowas ähnliches hatte ich auch. Hab letzten November was aus der USA
    > bestellt, sollte 4 Wochen per Seecontainer unterwegs sein, und etwa 1 Woche
    > vor Weohnachten da sein. Das hätte gepasst.
    >
    > Der Verkäufer schickte mir einen Link zu Pitney Bowes und da konnte ich die
    > Reise des Pakets bis nach Rotterdam verfolgen. Dann erfuhr ich, dass das
    > Paket in Dortmund an Hermes übergeben worden ist. Bei Hermes war der Status
    > aber dann mehrere Tage nicht sichtbar. Dann plötzlich ein missglückter
    > Zustellversuch am Samstag Mittag im Paketstatus. Ich war aber zuhause, da
    > kam nienamd. Nächster Zustellversuch Montag Mittag angekündigt, meine Frau
    > war zuhause, aber kein Hermes. Abends dann wieder der Status missglückter
    > Zustellungsversuch. Lüge. Würde Hermes das Paket im örtlichen Paketshop
    > abliefern? Noch ein dritter Zustellversuch? 2 Tage keine Statusänderung.
    > Dann Statusänderung, Rücklieferung an Absender. Also Pitney Bowes in
    > Dortmund ausfindig gemacht, dort angerufen, aber irgendwo bei Hannover
    > rausgekommen, aber egal, die konnten das Paket orten. Das Paket wäre schon
    > vor 2 Tagen dort eingetroffen und bereits im Container für die Rückreise in
    > die USA auf dem Weg nach Rotterdam. Nochmal abfangen unmöglich. Und jetzt?
    > Das Paket wurde dann nochmal für eine Rücksendung aus USA nach Europa
    > markiert. Und dieses Mal sollte das Paket mit DHL kommen, was dann auch so
    > war, Mitte Februar.

    Da fällt einem dann echt nichts mehr zu ein. Gerade bei solchen Sendungen aus Übersee sollte man doch erwarten können, dass besonders sorgfältig gearbeitet wird... Hermes ist echt ein Saftladen.

  6. Re: Aktueller Fall

    Autor: 1e3ste4 21.03.19 - 22:57

    sakudo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das "killt" dann die internen Prozesse, und
    > sobald Sie einen Anwalt beschäftigen müssen, killt das auch Ihren
    > Business-Case...

    Du schreibst ja so als ob sie keine Juristen zur Hand haben. Jede größere mittelständische Klitsche, die dauernd mit Verträgen hantiert hat eine Stammanwaltskanzlei ihres Vertrauens.

    Die würden über die Rechnung eher lachen.

  7. Re: Aktueller Fall

    Autor: PerilOS 22.03.19 - 00:56

    sakudo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich überlege mir ernsthaft, Hermes zu "bestrafen", indem ich Ihnen eine
    > Rechnung schicke, wenn ich das Paket auf meine Kosten zurückhole (per GLS
    > z. B.), was ich müsste. Dann müssen Sie sich nämlich hinsetzen und meine
    > Rechnung + Mahnung lesen. Das "killt" dann die internen Prozesse, und
    > sobald Sie einen Anwalt beschäftigen müssen, killt das auch Ihren
    > Business-Case...
    >
    > Man müsste viel öfter als Verbraucher das Gegenüber mit Lästigkeiten
    > "bestrafen"...


    Interessiert niemanden bei Hermes/jegliche andere Person was du ihnen schreibst oder dein Anwalt. Man reagiert erst auf rechtliches, wenn es einen gelben Brief hat und versiegelt ist. Alles andere ist Ablage P.

  8. Aktenvernichter

    Autor: Osterschlumpf 22.03.19 - 07:29

    Was hindert den Empfänger daran, Deine Briefe einfach in den Aktenvernichter zu legen?

  9. Re: Aktueller Fall

    Autor: sakudo 22.03.19 - 07:35

    Die einzigen, die lachen, sind die Anwälte. Das dürfen sie auch.
    Hermes lacht dann nicht, wenn sie diese mit 200 Euro/h bezahlen dürfen.
    Da verschiebt sich bald das Komma in meiner Rechnung an Hermes über 4.19 Euro.
    Darum geht es.
    Ich gebe zu, ein wenig destruktiv... :->
    Aber man sollte den administrativen Aufwand in großen Firmen für "Anomalien" nicht unterschätzen. Im Zweifel regiert dort dann die "Angst", etwas falsch zu machen, dann geht's an Anwalt, und dann kostet halt's was - darum geht es.

  10. Re: Aktenvernichter

    Autor: TrollNo1 22.03.19 - 07:36

    Der Rückschein, der beim Einschreiben dabei war. Und der Brief kommt ja von seinem Anwalt, nicht von ihm selbst. Jeder sollte eine Rechtschutzversicherung haben.

    Menschen, die mich im Internet siezen, sind mir suspekt.

  11. Re: Aktueller Fall

    Autor: AllDayPiano 22.03.19 - 08:42

    200 Euro / h ist nach RVG gar nicht möglich.

  12. Re: Aktenvernichter

    Autor: gaym0r 22.03.19 - 10:23

    TrollNo1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Rückschein, der beim Einschreiben dabei war. Und der Brief kommt ja von
    > seinem Anwalt, nicht von ihm selbst. Jeder sollte eine
    > Rechtschutzversicherung haben.

    Frag mich gerade welche Rechtschutzversicherung sowas mitmacht...

  13. Re: Aktenvernichter

    Autor: AllDayPiano 22.03.19 - 10:44

    Jede seriöse. Um die Beratung kommen sie nicht umhin, und wenn die Aussichten auf Erfolg entsprechend hoch sind (>= 50%) dann MUSS die Versicherung den Rechtsakt billigen.

  14. Re: Aktueller Fall

    Autor: crazypsycho 22.03.19 - 10:49

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 200 Euro / h ist nach RVG gar nicht möglich.

    Er hat auch nicht von Anwaltskosten gesprochen, sondern von seinen eigenen Kosten.

  15. Re: Aktueller Fall

    Autor: PerilOS 22.03.19 - 11:33

    sakudo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die einzigen, die lachen, sind die Anwälte. Das dürfen sie auch.
    > Hermes lacht dann nicht, wenn sie diese mit 200 Euro/h bezahlen dürfen.
    > Da verschiebt sich bald das Komma in meiner Rechnung an Hermes über 4.19
    > Euro.
    > Darum geht es.
    > Ich gebe zu, ein wenig destruktiv... :->
    > Aber man sollte den administrativen Aufwand in großen Firmen für
    > "Anomalien" nicht unterschätzen. Im Zweifel regiert dort dann die "Angst",
    > etwas falsch zu machen, dann geht's an Anwalt, und dann kostet halt's was -
    > darum geht es.

    Die Anwälte sind fest angestellt. Die Lohnkosten haben sie eh.

  16. Re: Aktueller Fall

    Autor: AllDayPiano 22.03.19 - 11:42

    Auch die sind im Schadenersatzrecht nicht in utopischer Höhe einforderbar. Real ist höchstens eine Aufwendungserstattung durchsetzbar.

  17. Re: Aktueller Fall

    Autor: das_mav 22.03.19 - 13:23

    Nicht zu verachten aber auch der "Ersatz vergeblicher Aufwendungen" die man sich auch hübsch zurechtlegen kann wenn man denn wöllte und klar ist wer da was verbockt hat.

    Dass das Dass mit das verwechselt wird, führt irgendwann dazu, dass das Dass das nicht mehr erträgt und dass das Dass das Das dann tötet.

  18. Re: Aktueller Fall

    Autor: Snowi 22.03.19 - 14:34

    Entweder ich verwechsle grade etwas, oder ihr:
    Als Empfänger hat man gegenüber dem Versanddienstleister (Hier zB Hermes) keine Rechte. Die können mit dem Paket machen was sie wollen, als Empfänger kann man nichts machen, außer: Nicht annehmen wenn es kaputt ist o.ä. - Oder eben den Verlust melden, wenn es nicht ankommt.
    Wenn der Fahrer das Teil nicht zustellt und es wieder zurück geht, hat man als Empfänger pech gehabt.

    Wer hier was tun kann (und sollte) ist der Absender, denn der ist auch euer Ansprechpartner, und auch nur der kann beim Versanddienstleister fragen, was der Sch... eigentlich soll.
    Aber auch hier kommt es stark drauf an, was Hermes in den AGBs stehen hat. Und ich würde meine Hand ins Feuer legen, wenn Hermes sich sowas nicht per AGB ansichern lässt.
    Denn sowas wie eine „Zustellgarantie“ gibt es nicht, das bietet afaik keiner an.
    Es gibt im Expressbereich tatsächlich eine Garantie für den Zustelltag bzw Uhrzeit, die aber auch nur greift, wenn es tatsächlich die Schuld des Unternehmens ist. Bleibt das Paket beim Zoll hängen, weil der Absender es nicht vorweg verzollt hat, zählt das nicht als Verzögerung, weil das Unternehmen nichts dafür kann.
    Ist es die Schuld des Unternehmens, wird oft der Preis erstattet, so zB bei FedEx. Wird der Termin nicht eingehalten, weil ein Mitarbeiter was verbockt, ist der Versand garantiert gratis für den Versender.

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