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Mal aus Sicht von jemanden der kurz in einem Paketzentrum gejobbt hat.

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  1. Mal aus Sicht von jemanden der kurz in einem Paketzentrum gejobbt hat.

    Autor: KnutRider 22.03.19 - 04:28

    Zwischen Schule und Beginn des Studiums die Zeit genutzt um etwas Geld zu verdienen, u.a. auch in der Abteilung wo man Pakete manuell bearbeiten musste, um herauszufinden an wen es gehen sollte.

    Sagen wir es mal so, nicht immer sind Transportunternehmen oder Zusteller Schuld. (Auch wenn ich mich gefragt habe warum zur Hölle diese Pakete überhaupt so angenommen worden sind, und bei DHL geht das noch, weil viele Postangestellte sowas ablehnen, im Vergleich zu den "Paketshops" aka Kiosk, Tanke, etc die stumpf alles annehmen.)

    Nichts gegen Recycling und/oder Mehrfachnutzung von Kartons, aber wenn der Absender auf dem Karton 15 verschiedene Aufkleber drauf lässt, Barcodes nicht mal durchstreicht oder überklebt... Aber ja nicht zu viel Mühe machen.

    Auch ein Klassiker - sei total schlau und befestigte den selbst ausgedruckten Adressaufkleber mit 2-4 Streifen Tesafilm a ca 2cm länge. Aber bitte nicht länger. Es sind immerhin 0,3 Cent die du gerade aufgewandt hast. Auch hier gilt: Profit!
    Wie jetzt, beim Transport und auf den Fließbändern ist der Zettel im besten Fall im Arsch? Wer hätte damit rechnen können? Im besten Fall findet sich der "Aufkleber" irgendwo zwischen den Transportrollen wieder bzw an der Stelle der Störung findet man diesen. (Stand halt das Band kurz still, aber mein Gott, die paar Minuten summieren sich halt nur, und zig Pakete bleiben hängen).
    Naja, anhand der Rekonstruktion und des Gewichtes kann ja der Mitarbeiter zumindest grob abschätzen ob Aufkleber und Paket zusammen passen.

    Retouraufkleber nochmal drüber streichen, nachdem man ganz zaghaft diesen aufgeklebt hat? Ach, zuviel Aufwand. Der hält auch an einer Ecke.

    Schönschrift:
    Adressaufkleber in Druckbuchstaben ausfüllen? Unnötig. Adressaufkleber lesbar ausfüllen? Unnötig.
    Wie könnte ich es schwieriger gestalten? Ich fülle den Zettel aus als würde ich die Unterschrift meines Hausarztes fälschen. Herausforderung angenommen!
    Die Scanner (zumindest bei DHL) können schon erstaunlich gut entziffern, aber selbst bei manchen hätte Indiana Jones den Suizid begangen, weil er die Scheiße nicht entziffern konnte. Wie soll das dann der Zusteller, der dafür nur Minuten Zeit hat. Achja, das Unternehmen hat ihm einen extra Aufkleber ausgedruckt.
    Auch schön: Ich verwende einen Tintenfüller o.ä. - bitte nichts wasserfestes. Wie jetzt? Regentropfen und schon zerläuft die Anschrift? Wer hätte jemals damit rechnen können...

    Was gibt es sonst noch so?
    Sollte man wirklich eine zerbrechliche Flasche, gefüllt mit Flüssigkeit, in den alten Prospekt einwickeln und abschicken? Nicht das ich doch mehr Porto zahlen muss. Füllmaterial hat ja auch Gewicht?
    Gut, geht halt zu Bruch. Zig andere Pakete anderer Kunden auch beteiligt - gewonnen!

    Und das war nur ein winziger Einblick. Und ja, es gibt ne Menge Zusteller die Mist bauen.

  2. Re: Mal aus Sicht von jemanden der kurz in einem Paketzentrum gejobbt hat.

    Autor: TrollNo1 22.03.19 - 07:31

    Sehr amüsant, aber wahrscheinlich nur ein winizer Einblick. Die allermeisten Pakete kommen von Händlern, die drucken die Adresse auf nen Kleber. Ich hatte bei bestellter Ware noch nie eine handschriftliche Adresse oder ein schlecht gepolstertes Paket. Auch zugeklebt war immer alles eher zu viel als zu wenig.

    Aber mein Schwiegervater war DHL Fahrer und der hat auch lustige Storys erzählt.

    Die packen grundsätzlich zuviele Pakete ins Fahrzeug. Arbeitest du mehr als 10 Stunden, gibts Probleme mit dem Chef. Stellst du zu wenig zu, gibts Probleme mit dem Chef. Die Tour ist immer die gleiche Route. Wer bekommt nie seine Pakete? Richtig, der arme Hansel am Ende der Route. Denn wenn immer 50 Pakete übrig bleiben, weil zu viele geladen wurden, sind es immer dieselben 50 Pakete. Sprich manche Adressen werden quasi nie angefahren.

    Menschen, die mich im Internet siezen, sind mir suspekt.

  3. Re: Mal aus Sicht von jemanden der kurz in einem Paketzentrum gejobbt hat.

    Autor: mimimi123 22.03.19 - 07:32

    Da kann ich nur zwei Dinge zu sagen:
    1. Traue niemals dem Endkunden, sieh den eher als Zufallsgenerator für extrem dämliche Einfälle.
    2. Daraus folgt: Sowas hätte niemals angenommen werden dürfen. Grade das Problem mit den zerbrechlichen Sachen wird sich aber nicht beenden lassen, vor allem nicht wenn man auf automatische Paketannahme Stationen setzt.

  4. Re: Mal aus Sicht eines Verpackungsprofis

    Autor: mark.wolf 22.03.19 - 07:55

    Die transportsichere verpackung kostet nunmal Geld. je nach Inhalt und Packstück gibt es gute und weniger gute Technologien (z. B. luftpolster, Papierpolster, Schaumpolster). Für Flaschen mit Flüssigkeiten gibt es spezielle Schaumpolster, da passiert garantiert nichts. Die Kunden bestellen aber meistens nach "Geiz ist geil" Manier und Versandkosten, da gehört auch die stabile und sichere Verpackung dazu, gehen nun mal gar nicht. Indosfern ist der Endkunde schon ein gewisses Problem. Der unsanfte Umgang mit den pakten bei den Transportdienstleistern läßt sich durch gute verpackung kpompensieren, nur ist der Preisvorteil des Billigheimers dann natürlich dahin.

    Und ja, viele Zusteller ebscheißen bei der Zustellung und quittieren mit Phantasieunterschriften selbst. Bei wertvollem Inhalt empfiehlt sich auf jeden Fall eine Versicherung. Die kostet wenig und erspart im zweifelsfall viel Ärger und Zeit.

  5. Re: Mal aus Sicht von jemanden der kurz in einem Paketzentrum gejobbt hat.

    Autor: goggi 22.03.19 - 08:08

    @to:
    Bis auf eine zerbrochene Flasche ist aber auch hier das Versandunternehmen schuld.
    1. Kiosk Shops: Hier muss nunmal überprüft werden, fertig. Wenn dort 3mal was angenommen wurde was Schaden verursacht hat, dann gibt es Sanktionen. Aus Spargründen wird hier von allen Seiten gepfuscht und der Kunde versucht es halt.
    2. Etiketten: Auch hier sollte ein Mensch am Eingangspunkt überprüfen, das ist ganz einfach, aber die Versender tollerieren es ja.
    Ich bin froh das Hermes endlich per Barcode selbst das Etikett druckt. Die haben endlich kapiert, dass man hier viel Ärger vermeiden kann.

  6. Re: Mal aus Sicht von jemanden der kurz in einem Paketzentrum gejobbt hat.

    Autor: shokked 22.03.19 - 09:09

    Auch wenn Hermes richtig mies ist, so ist nicht jedes vermisste Paket automatisch auf deren Mist gewachsen.

    Wir hatten mal einen Esstisch bestellt, der in eine benachbarte Sportsbar geliefert wurde, da wir nicht zuhause waren.
    Dort wollte man aber von dem Paket nichts wissen. Also zig mal mit Hermes telefoniert, die darauf bestanden haben dass es abgegeben wurde. Am nächsten Tag kam der Zusteller nochmal persönlich bei uns vorbei und beteuerte, dass er das Paket abgegeben habe. Er ist dann selbst noch mal dort hin, wurde aber abgewimmelt.
    Der war total fertig, weil die Fahrer dort wohl die Kosten für verlorene Pakete selbst tragen müssen (keine Ahnung ob das wirklich so ist).

    Das Ende vom Lied war, dass wir den Artikel neu zugesendet bekommen haben.
    Dass das erste Paket in der BAr abgegeben wurde konnte man uns glaubhaft versichern. Hier hat wohl jemand mit Fantasienamen unterschrieben und sich das Paket unter den Nagel gerissen.
    Ein so großes Paket geht ja nicht ohne weiteres unter.

    Das einzige was man Hermes anlasten könnte (abgesehen von Zustellern, die Pakete woanders abgeben, obwohl man zuhause ist, geklingelt wird aber nicht) wäre, dass man sich bei Abgabe eines Pakets einen Ausweis zeigen lassen sollte, damit nicht IRGENDWER das Paket anonym annehmen kann.

  7. Re: Mal aus Sicht von jemanden der kurz in einem Paketzentrum gejobbt hat.

    Autor: topas08 22.03.19 - 09:11

    Deshalb mache ich auch möglichst viel automatisiert. Beim Empfang von Paketen geht es wahlweise an eine Packstation oder bei Adresslieferung bei Nichtantreffen an einen festgelegten Ablageort (der ist eindeutig, geschützt und gut zugänglich) - bevor der Bote beim Nachbarn geklingelt hat und der an der Tür ist hat er das Paket am Ablageort hinterlegt. Ist einfacher & schneller für ihn, und ich muss nicht dem Paket hinterherrennen.
    Und beim Versand geht auch alles per App :) Bei Retouren geht es zur Packstation, Code einscannen, ausdrucken, aufkleben, in Box packen, fertig. Keine Öffnungszeiten beachten, Warteschlagen, "Zahlen Sie Kontoführungsgebühren"-Werbebelästigung. Und bevor ich den Drucker zu Hause anwerfe, den Ausdruck zurecht schneide, mit einem überalterten Klebestift versuche, den Zettel irgendwie festzukleben... Mache ich sogar bei von mir versendeten Paketen so. Bevor ich versuche, in die kleinen Kästchen mit meiner Handschrift die Adresse einzutragen nehme ich lieber eine Online-Paketmarke, gebe die Adresse auf dem Handy ein, fertig. Zieladresse ist gleich fix im System, muss nicht durch OCR erst erraten werden. Und selbst wenn das Paket nass werden sollte - bei den an der Packstation ausgedruckten Labels löst sich eher der Karton auf, als dass vom Label was unleserlich wird.

  8. Re: Mal aus Sicht von jemanden der kurz in einem Paketzentrum gejobbt hat.

    Autor: Peter Brülls 22.03.19 - 09:21

    shokked schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Das einzige was man Hermes anlasten könnte (abgesehen von Zustellern, die
    > Pakete woanders abgeben, obwohl man zuhause ist, geklingelt wird aber
    > nicht) wäre, dass man sich bei Abgabe eines Pakets einen Ausweis zeigen
    > lassen sollte, damit nicht IRGENDWER das Paket anonym annehmen kann.

    Dann werden sie noch weniger Pakete los, was im Schnitt wahrscheinlich teurer würde.

    Ich habe keinen Ausweis zu Hand wenn jemand klingelt. Noch würde ich für das Privileg, für jemanden ein Paket anzunehmen, einen solchen vorlegen.

  9. Re: Mal aus Sicht von jemanden der kurz in einem Paketzentrum gejobbt hat.

    Autor: gaym0r 22.03.19 - 10:51

    TrollNo1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich hatte bei bestellter Ware noch nie eine handschriftliche
    > Adresse oder ein schlecht gepolstertes Paket.

    Kein Wunder, diese Pakete kommen ja auch nicht an.

  10. Re: Mal aus Sicht von jemanden der kurz in einem Paketzentrum gejobbt hat.

    Autor: TrollNo1 22.03.19 - 11:01

    Ich hatte auch noch keine Sendung von einem Händler, die nicht angekommen ist. Handschriftlich kommt dann eher per ebay Kleinanzeigen oder so. Die kommen aber auch an.

    Menschen, die mich im Internet siezen, sind mir suspekt.

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