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Das muss für Amazon wahnsinnig anstrengend sein ...

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  1. Das muss für Amazon wahnsinnig anstrengend sein ...

    Autor: klick mich 28.03.21 - 19:22

    ... immer wieder so zu tun, als ob man vollkommen überrascht ist und von verdi wieder überrumpelt wurde.

    Klick mich

  2. Re: Das muss für Amazon wahnsinnig anstrengend sein ...

    Autor: Oktavian 28.03.21 - 19:31

    > ... immer wieder so zu tun, als ob man vollkommen überrascht ist und von
    > verdi wieder überrumpelt wurde.

    Ich glaube, so ein Amazon-Manager ist tatsächlich vollkommen überrascht, wenn ein Journalist bei ihm anruft, und er so erst erfährt, dass tatsächlich ein paar Nasen streiken.

    Es haben sich halt ein paar weniger morgens zur Arbeit gemeldet, das System hat das registriert und automatisch Bestellungen in andere Lager umgeleitet. Ein paar Preise wurden minimal erhöht, dadurch haben sich die Bestellungen verschoben auf andere Artikel, die an anderen Orten gelagert wurde. Der garantiert Liefertermin wurde um einen Tag verschoben, die Bestellungen von Nicht-Prime-Kunden ein wenig nach hinten geschoben. Alles vollautomatisch.

    Am Ende ist auch dieses Ereignis ein kleiner Zacken in irgendeiner Kurve, nicht bedeutsam, eine kleine Kuriosität in Deutschland. So sind se halt...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.03.21 19:43 durch Oktavian.

  3. Re: Das muss für Amazon wahnsinnig anstrengend sein ...

    Autor: nmSteven 28.03.21 - 21:30

    Die Forderungen der wenigen bleiben ja auch vollkommen absurd und das weiß die Masse der Beschäftigten auch.

    Ich arbeite selbst im Einzelhandel und es ist ein anderer Job Bestellungen zu verpacken und zu sortieren im Vergleich zu Regale auffüllen, Kunden beraten, ihnen ihren Dreck nachräumen, Fäkalien vom Fußboden zu entfernen, sich dafür beleidigen und anspucken zu lassen und nicht zuletzt dreist beklauen zu lassen.

    Ja das ist der Corona Alltag im deutschen Lebensmittel Einzelhandel und es wird von Tag zu Tag schlimmer mit den auch durch Corona gestressten Kunden.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.03.21 21:31 durch nmSteven.

  4. Re: Das muss für Amazon wahnsinnig anstrengend sein ...

    Autor: demon driver 28.03.21 - 23:04

    nmSteven schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Forderungen der wenigen bleiben ja auch vollkommen absurd

    Nö.

    > und das weiß die Masse der Beschäftigten auch.

    Du hast dafür bestimmt Belege, wie z.B. eine repräsentative Umfrage?

    > Ich arbeite selbst im Einzelhandel und es ist ein anderer Job [...]

    Der Tarif, um den es geht, der Golem-Artikel hat das dankenswerterweise nochmal ausgeschrieben, aber trotzdem kapieren es einige immer noch nicht, umfasst nicht nur den Einzelhandel, sondern auch den Versandhandel. Nur weil Amazon den größten Teil seines Versandhandels "Logistics" nennt, glaubt man dort, und schlimmer, es glauben auch erschreckend viele unsolidarische, gewerkschafts- und somit beschäftigtenfeindliche Arbeitnehmer*innen, dass Amazon sich auf den Einzel- und Versandhandeltarifbereich nicht festlegen zu lassen bräuchte. Die ver.di-Kolleg*innen haben gute Gründe, das anders zu sehen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.03.21 23:06 durch demon driver.

  5. Re: Das muss für Amazon wahnsinnig anstrengend sein ...

    Autor: dontcare 29.03.21 - 00:05

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > nmSteven schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----

    >
    > > und das weiß die Masse der Beschäftigten auch.
    >
    > Du hast dafür bestimmt Belege, wie z.B. eine repräsentative Umfrage?

    Wenn es nicht so wäre gäbe es paar mehr Streiks und man würde sogar was davon als Kunde mitbekommen oder ?

  6. Re: Das muss für Amazon wahnsinnig anstrengend sein ...

    Autor: Sharra 29.03.21 - 02:06

    Und dennoch wird kein einziger Arbeiter in den Logistikzentren jemals mit einem Kunden sprechen, geschweige denn irgend etwas tun, was einem normalen Einzelhändler normale Arbeit wäre, abseits des Verpackens und Verschickens.
    Das sind reine Regallager mit Wareneingang und -Ausgang. Dort wird nicht gehandelt. Das ist 100% reine Logistik.
    Und für Logistik bezahlt Amazon sehr gut.

    Über den Rest, also die Arbeitsbedingungen, kann man sich natürlich streiten. Aber reine Lagerlogistiker als Einzelhändler einstufen zu wollen ist nach wie vor lächerlich von verdi.

  7. Re: Das muss für Amazon wahnsinnig anstrengend sein ...

    Autor: Garius 29.03.21 - 06:47

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > nmSteven schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die Forderungen der wenigen bleiben ja auch vollkommen absurd
    >
    > Nö.
    Keine Begründung...

    > > und das weiß die Masse der Beschäftigten auch.
    >
    > Du hast dafür bestimmt Belege, wie z.B. eine repräsentative Umfrage?
    Rückläufige Mitgliederzahlen bei verdi und die Anzahl der Streikenden reicht nicht aus?

    > > Ich arbeite selbst im Einzelhandel und es ist ein anderer Job [...]
    >
    > Der Tarif, um den es geht, der Golem-Artikel hat das dankenswerterweise
    > nochmal ausgeschrieben, aber trotzdem kapieren es einige immer noch nicht,
    > umfasst nicht nur den Einzelhandel, sondern auch den Versandhandel. Nur
    > weil Amazon den größten Teil seines Versandhandels "Logistics" nennt,
    > glaubt man dort, und schlimmer, es glauben auch erschreckend viele
    > unsolidarische, gewerkschafts- und somit beschäftigtenfeindliche
    > Arbeitnehmer*innen, dass Amazon sich auf den Einzel- und
    > Versandhandeltarifbereich nicht festlegen zu lassen bräuchte. Die
    > ver.di-Kolleg*innen haben gute Gründe, das anders zu sehen.
    Welche denn? Das sie es verdient hätten? Warum ziehen sie dann nicht endlich Mal vor ein Arbeitsgericht? Warum wollen sie für Amazon Einzelhandelstarif durchsetzen wo man mit einer Erhöhung des Tarifs im Logistikbereich alle Mitarbeiter der Branche voranbringen könnte?

  8. Re: Das muss für Amazon wahnsinnig anstrengend sein ...

    Autor: chefin 29.03.21 - 07:26

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > nmSteven schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die Forderungen der wenigen bleiben ja auch vollkommen absurd
    >
    > Nö.
    >
    > > und das weiß die Masse der Beschäftigten auch.
    >
    > Du hast dafür bestimmt Belege, wie z.B. eine repräsentative Umfrage?
    >
    > > Ich arbeite selbst im Einzelhandel und es ist ein anderer Job [...]
    >
    > Der Tarif, um den es geht, der Golem-Artikel hat das dankenswerterweise
    > nochmal ausgeschrieben, aber trotzdem kapieren es einige immer noch nicht,
    > umfasst nicht nur den Einzelhandel, sondern auch den Versandhandel. Nur
    > weil Amazon den größten Teil seines Versandhandels "Logistics" nennt,
    > glaubt man dort, und schlimmer, es glauben auch erschreckend viele
    > unsolidarische, gewerkschafts- und somit beschäftigtenfeindliche
    > Arbeitnehmer*innen, dass Amazon sich auf den Einzel- und
    > Versandhandeltarifbereich nicht festlegen zu lassen bräuchte. Die
    > ver.di-Kolleg*innen haben gute Gründe, das anders zu sehen.


    Doch wir kapieren das schon. Irgendeine Lobbygesellschaft möchte mehr Geld, deswegen versucht sie die Löhne ihrer Mitglieder zu erhöhen, da sich die Beiträge an dem Bruttolohn orientieren.

    Und damit sie mehr macht haben definieren sie ihren Gewerkschaftsvertrag um und erklären Versand und Einzelhandel zum selben Metier. Wie der Kollege weiter oben aus dem Einzelhandel es beschreibt: Versand ist der nette Anteil an der Arbeit. Keine Kunden die einem das Leben schwer machen, saubere Arbeit und nur ein Bruchteil des Risikos an Erkrankungen. Weil im Einzelhandel permanent das ganze Dorf durchschlappt, in einer Firma aber nur die Mitarbeiter und die wechseln eher weniger pro Tag.

    Das ganze ist also nur ein Privatkonstrukt irgendwelcher Gewerkschaften. Und die sind so langsam echt zum Problem geworden. Weil sie nur noch am Geld rumackern, statt sich mal an den Arbeitsbedingungen zu profilieren. Aber an Arbeitsbedingungen ist nichts verdient für die Gewerkschaft. Die bekommen nämlich 1% des Bruttos ihrer Gewerkschaftler. Wenn du mehr Pausen für den selben Lohn bekommen hat die Gewerkschaft nichts davon. Deswegen wird sowas nicht gefordert, bestenfalls im Aktionspapier mal niedergeschrieben, aber nie in einem Tarifvertrag verewiglicht. Immer nur als Absatz um eine Verhandlungsmasse zu haben und gut da zu stehen.

  9. Re: Das muss für Amazon wahnsinnig anstrengend sein ...

    Autor: Oktavian 29.03.21 - 08:29

    > Du hast dafür bestimmt Belege, wie z.B. eine repräsentative Umfrage?

    Das kann man doch leicht am Verhalten potentieller Gewerkschaftsmitglieder in den Unternehmen sehen: Es bleiben potentielle Mitglieder.

    Wenn irgendwo ein neues Logistik-Zentrum eröffnet, rennen Arbeitssuchende denen die Bude ein. Und das sind nicht mal hauptsächlich Langzeitarbeitslose, sondern sehr viele Logistiker, denn sie wissen, gleiche Arbeit bei besserer Bezahlung und besseren Arbeitsbedingungen.

    > Der Tarif, um den es geht, der Golem-Artikel hat das dankenswerterweise
    > nochmal ausgeschrieben, aber trotzdem kapieren es einige immer noch nicht,
    > umfasst nicht nur den Einzelhandel, sondern auch den Versandhandel.

    Gab es bei den Gewerkschaften nicht mal den Slogan "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit"? Dann sollte es doch kein Problem sein, die gleiche Arbeit "Pakete packen" sollte doch branchenübergreifend gleich bezahlt werden. Warum hat Verdi verschiedene Tarifverträge im Angebot, die für gleiche Arbeit unterschiedliche Löhne bereithalten?

    > Nur
    > weil Amazon den größten Teil seines Versandhandels "Logistics" nennt,
    > glaubt man dort, und schlimmer, es glauben auch erschreckend viele
    > unsolidarische, gewerkschafts- und somit beschäftigtenfeindliche
    > Arbeitnehmer*innen, dass Amazon sich auf den Einzel- und
    > Versandhandeltarifbereich nicht festlegen zu lassen bräuchte.

    Das muss es auch nicht. Der Abschluss eines Tarifvertrags ist kein "muss". Amazon kann dem entsprechende Arbeitgeberverband beitreten, muss es aber nicht (und wird es auch nicht, wenn dann plötzlich andere für sie verhandeln sollen). Amazon kann aber auch gar keinen Tarifvertrag abschließen und einfach Einzelverträge mit den Arbeitnehmern machen. Amazon muss nicht einmal die Existenz einer Gewerkschaft überhaupt zur Kenntnis nehmen.

    Auch wieder lustigerweise hat Verdi überhaupt kein Problem, wenn ein deutsches Unternehmen das gleiche Spiel spielt. Hat man (mit seinen eigenen Vorgängerorganisationen) nicht den Otto-Versand aktiv dabei unterstützt, seine Logistik-Tochter Hermes auszugliedern, damit man die Lagerarbeiter und Lieferfahrer nicht nach Einzel- und Versandhandelstarif bezahlen muss? Karma fires back.

    > Die
    > ver.di-Kolleg*innen haben gute Gründe, das anders zu sehen.

    Jaja, es sind halt nur so wenige...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.03.21 08:32 durch Oktavian.

  10. Re: Das muss für Amazon wahnsinnig anstrengend sein ...

    Autor: Ragtime 29.03.21 - 08:40

    nmSteven schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Forderungen der wenigen bleiben ja auch vollkommen absurd und das weiß
    > die Masse der Beschäftigten auch.
    >
    > Ich arbeite selbst im Einzelhandel und es ist ein anderer Job Bestellungen
    > zu verpacken und zu sortieren im Vergleich zu Regale auffüllen, Kunden
    > beraten, ihnen ihren Dreck nachräumen, Fäkalien vom Fußboden zu entfernen,
    > sich dafür beleidigen und anspucken zu lassen und nicht zuletzt dreist
    > beklauen zu lassen.
    >
    > Ja das ist der Corona Alltag im deutschen Lebensmittel Einzelhandel und es
    > wird von Tag zu Tag schlimmer mit den auch durch Corona gestressten Kunden.

    Um mal ein bei diesen Diskussionen gern erwähntes Argument zu bringen: Du kannst Dir ja einen anderen Job suchen, wenn der Einzelhandel so besch...... ist.
    Im übrigen: Was geht es Dich an, wenn andere für bessere Bedingungen streiken?

  11. Re: Das muss für Amazon wahnsinnig anstrengend sein ...

    Autor: Oktavian 29.03.21 - 08:45

    > Im übrigen: Was geht es Dich an, wenn andere für bessere Bedingungen
    > streiken?

    Ach wenn wir nur über Dinge diskutieren würden, die uns was angehen. Dann wäre es so ruhig hier...

  12. ALDI vs Amazon...

    Autor: Pecker 29.03.21 - 08:52

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > nmSteven schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die Forderungen der wenigen bleiben ja auch vollkommen absurd
    >
    > Nö.
    >
    > > und das weiß die Masse der Beschäftigten auch.
    >
    > Du hast dafür bestimmt Belege, wie z.B. eine repräsentative Umfrage?
    >
    > > Ich arbeite selbst im Einzelhandel und es ist ein anderer Job [...]
    >
    > Der Tarif, um den es geht, der Golem-Artikel hat das dankenswerterweise
    > nochmal ausgeschrieben, aber trotzdem kapieren es einige immer noch nicht,
    > umfasst nicht nur den Einzelhandel, sondern auch den Versandhandel. Nur
    > weil Amazon den größten Teil seines Versandhandels "Logistics" nennt,
    > glaubt man dort, und schlimmer, es glauben auch erschreckend viele
    > unsolidarische, gewerkschafts- und somit beschäftigtenfeindliche
    > Arbeitnehmer*innen, dass Amazon sich auf den Einzel- und
    > Versandhandeltarifbereich nicht festlegen zu lassen bräuchte. Die
    > ver.di-Kolleg*innen haben gute Gründe, das anders zu sehen.

    Bei Aldi machst du 3 Jahre Ausbildung zum Einzelhändler.
    Bei Amazon musst du gerade so lesen können. Schulabschluss? Nicht unbedingt nötig.

    Heißt das jetzt, dass Amazon seine Mitarbeiter scheiße bezahlen darf? Natürlich nicht, das steht hier auch nicht zur Diskussion. Es steht zur Diskussion, ob ein Amazonmitarbeiter dann das selbe Gehalt bekommt, wie jemand bei Aldi. Und der Chefarzt verdient ja noch mehr....

  13. Re: Das muss für Amazon wahnsinnig anstrengend sein ...

    Autor: ulink 29.03.21 - 09:02

    dontcare schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn es nicht so wäre gäbe es paar mehr Streiks und man würde sogar was
    > davon als Kunde mitbekommen oder ?

    Vergiss es, das ist ein alter Trick, für alles Belege zu fordern und selbst keine zu liefern.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.03.21 09:04 durch ulink.

  14. Versand- und Einzelhandel

    Autor: franzropen 29.03.21 - 09:19

    Der Tarif gilt für den Einzel- und Versandhandel und Amazon ist nun mal ein Versandhändler.
    Konkurrenten wie Otto zahlen auch nach diesem Tarif.

  15. Re: Das muss für Amazon wahnsinnig anstrengend sein ...

    Autor: franzropen 29.03.21 - 09:21

    Und dennoch gibt es einen Tarif für Einzel- und Versandhandel, den z.B. Otto zahlt.
    Warum ist ein Mitarbeiter im Versand bei Ottto im Tarif und bei Amazon nicht?

  16. Re: Das muss für Amazon wahnsinnig anstrengend sein ...

    Autor: .02 Cents 29.03.21 - 09:22

    So lange Verdi bei den Logistic Unternehmen, die bei Amazon an der Rampe die Pakete für den Weitertransport abholen, mit diversen Funktioniären auf abgesicherten Pöstchen, und die Verhältnisse dort noch eine Grössenordnung schlimmer sind, so lange kann mich wenig davon überzeugen, dass es Verdi hier um irgendwas anderes geht, als um Funktionärsposten und Pöstchen.

    Die Tätigkeiten im Lager bei Amazon sind sicher per se eher einfach und repetitiv. Druck im Sinne von Leistungserfassung ist sicher auch gegeben. Dass da deswegen wirklich jeder nur mit der persönlichen Fäkalien Flasche den Tag überstehen kann ... naja - so ganz kann ich das nicht glauben. Ich kenne auch Raucher, die meinen sie müssten ein Anrecht auf eine Zigaretten Pause alle 30 Minuten haben. Dass man daraus so eine Geschichte macht, ist sozial sicher akzeptabler ...

    Es ist aber sicher so, dass in der Paketbranche schon vor über 30 Jahren, als ich als Schüler beim DPD gejobt habe, die Verhältnisse bezüglich Scheinselbständigkeit schon ziemlich bedenklich waren. Bei der Post sprach man damals noch von "Post-Beamten" - mit der Privatisierung hatte man noch gar nicht begonnen. Heute ist DHL vermutlich einer der führenden Nachfrager von Sub-Contractor Kettenverträgen und die wichtigste Qualifikation für einen Job in der Paketzustellung ist möglichst kein Wort Deutsch zu sprechen, möglichst tief aus dem Osten zu kommen, um auch auf keinen Fall irgendwas über die eigenen Rechte zu wissen. Dass diese Leute - wenn sie denn bezahlt werden - auch nur auf Mindestlohn kommen, von irgendwelchen Tarifeinstufungen ganz zu schweigen - ist natürlich Illusion. Über all dem thront Verdi mit gut dotierten Posten bis in den Aufsichtsrat. Hier am eigenen Thron zu sägen ... das kommt natürlich nicht in Frage.

    Da versucht man sich lieber mit dem grossen bösen Amazon zu profilieren, bis man da auch Funktionärsposten bekommt.

  17. Otto vs Amazon...

    Autor: franzropen 29.03.21 - 09:22

    Warum geht es bei Otto aber nicht bei Amazon?

  18. Re: Das muss für Amazon wahnsinnig anstrengend sein ...

    Autor: franzropen 29.03.21 - 09:23

    Und denoch gilt der Tarif für Einzel- und Versandhandel.

  19. Re: Versand- und Einzelhandel

    Autor: Oktavian 29.03.21 - 09:25

    > Der Tarif gilt für den Einzel- und Versandhandel und Amazon ist nun mal
    > ein Versandhändler.
    > Konkurrenten wie Otto zahlen auch nach diesem Tarif.

    Der war gut. Otto hat genau das gleiche Spiel gemacht wie Amazon. Mit Billigung der Gewerkschaft.

    So wie Amazon die Amazon Logistics als Tochter ausgegründet hat mit der Logistik-Sparte, hat Otto die Hermes ausgegründet als Logistik-Sparte. Man wollte doch den Lageristen und den Fahrern nicht den Einzelhandelstarif zahlen. Das war für Verdis Vorgänger auch total einsichtig.

    Man muss sich daran gewöhnen, sehr große Konzerne haben nicht nur ein Tätigkeitsfeld, sie haben verschiedene Sparten, die sehr unterschiedliche Dinge tun. Und deshalb können sie auch verschiedene Tarifverträge haben. Und sie können sogar gar keine Tarifverträge haben, sondern einfach Einzelverträge mit den Mitarbeitern abschließen.

  20. Re: Otto vs Amazon...

    Autor: Oktavian 29.03.21 - 09:26

    > Warum geht es bei Otto aber nicht bei Amazon?

    Weil Otto genau das gleiche Spiel macht wie Amazon. Amazon hat die Amazon Logistics ausgegründet, Otto hat Hermes ausgegründet. Und damit hatten die Gewerkschaften nie Probleme, sie haben Hermes gerne bei den Logistikern einsortiert. Und sie hatten bei Hermes auch keine Probleme mit Sub- und Subsub-Unternehmern, prekären Arbeitsverhältnissen, Scheinselbständigkeit, etc.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 29.03.21 09:40 durch Oktavian.

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