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seit 2013?

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  1. seit 2013?

    Autor: Palerider 15.04.19 - 13:15

    krass - ich wäre als Verdi-Mitglied einer anderen Branche langsam echt angepisst, dass meine Mitgliedsbeiträge für so einen ergebnis- wie aussichtslosen Unsinn ausgegeben werden...

  2. Re: seit 2013?

    Autor: Tigtor 15.04.19 - 13:22

    Nein. Ich wäre als Verdi-Mitglied der SELBEN Branche angepisst, weil man sich so auf Amazon und dessen Mitarbeiter fixiert anstatt dafür zu sorgen, dass der Tarif der gesamten Branche erhöht wird.

    1000-7

  3. Re: seit 2013?

    Autor: Rolf Schreiter 15.04.19 - 13:56

    Viel Spaß beim Streiken wieder!
    Ihr habt ja genug Vorräte im Lager...
    Während unser Zeug aus den anderen Amazon-Lagern geliefert wird..

  4. Re: seit 2013?

    Autor: ChMu 15.04.19 - 14:10

    Tigtor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein. Ich wäre als Verdi-Mitglied der SELBEN Branche angepisst, weil man
    > sich so auf Amazon und dessen Mitarbeiter fixiert anstatt dafür zu sorgen,
    > dass der Tarif der gesamten Branche erhöht wird.


    Nein, in der selben Branche, Logistic, wirds ja nichts da Amazon bereits mehr als was Ver.di verlangt zahlt. Ver.di streikt fuer den Einzelhandel, mit dem die Picker nun mal gar nichts zu tun haben.
    Die Lohnerhoehung waere uebrigends weniger als der Mitgliedsbeitrag........

  5. Re: seit 2013?

    Autor: Schrödinger's Katze 15.04.19 - 15:35

    ChMu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein, in der selben Branche, Logistic, wirds ja nichts da Amazon bereits
    > mehr als was Ver.di verlangt zahlt. Ver.di streikt fuer den Einzelhandel,
    > mit dem die Picker nun mal gar nichts zu tun haben.
    > Die Lohnerhoehung waere uebrigends weniger als der Mitgliedsbeitrag........

    Deine Aussage wird nicht wahr, egal wie oft du sie wiederholst. Wenn du ein Problem damit hast, dass die Mitarbeiter mehr Gehalt, also auch mehr Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge bezahlen, dann ist das schön für dich.

  6. Re: seit 2013?

    Autor: ChMu 15.04.19 - 16:33

    Schrödinger's Katze schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ChMu schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Nein, in der selben Branche, Logistic, wirds ja nichts da Amazon bereits
    > > mehr als was Ver.di verlangt zahlt. Ver.di streikt fuer den
    > Einzelhandel,
    > > mit dem die Picker nun mal gar nichts zu tun haben.
    > > Die Lohnerhoehung waere uebrigends weniger als der
    > Mitgliedsbeitrag........
    >
    > Deine Aussage wird nicht wahr, egal wie oft du sie wiederholst. Wenn du ein
    > Problem damit hast, dass die Mitarbeiter mehr Gehalt, also auch mehr
    > Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge bezahlen, dann ist das schön für
    > dich.

    Welche Aussage ist nicht wahr? Fakt ist, wenn Amazon strikt nach Tarif zahlen wuerde, haetten die untersten Mitarbeiter WENIGER Gehalt, die erste Stufe (6 Monate-2Jahre) minimal mehr (um die 23cents) und die Gruppenleiter und hoeher wiederum weniger.
    Wuerde man die Lageristen auf einmal in den Einzelhandel befoerdern, so ganz ohne Einzelhandels Ausbildung und entsprechend entlohnen, wuerde das Gehalt um massive 71cents steigen und Ver.di haette Probleme mit den eigenen Leute die dann (zurecht) sagen, wofuer sie denn durch die Ausbildung mussten wenn man das Gehalt als ungelernter einfach auch so bekommt.
    Und die staatlichen mehr Einnahmen halten sich bei den Gehaeltern in sehr sehr engen Grenzen, wenn ueberhaupt. Ver.di geht es ja nicht ums Geld (das wie gesagt uU weniger wird) sondern um Macht und die eigene Darseins Berechtigung. Ver.di ist nirgends zu sehen wo wirklich Ausbeutung auf hohem Niveau statt findet, der Schein Selbststaendigkeit, anderen (deutschen) Versand Haeusern ect. Amazon wird nicht reagieren, was kuemmert es die Eiche wenn sich ein Eichhoernchen an ihm den Ruecken reibt, Ver.di weiss das, es ist kein Risiko aber super Publicity. Meinen sie. So wird die Aufmerksamkeit von anderen Problem Feldern abgelenkt.
    Warum glaubst Du bekommen sie keine Mitglieder unter der Belegschaft? Wieso sind bei “Streiks” kaum aktiv Arbeitende beteiligt? Aber Ver.di zaehlt grosszuegig alle Krankmeldungen als Streikende mit? Warum meinst Du ist die Amazon Belegschaft in allen Standorten bei 108-110%? Es faellt tatsaechlich nicht auf wenn bei einem “Streik” draussen zwei von Ver.di gecharterte Busse mit streikenden Menschen rumstehen.
    Nur weil Amazon gross ist, sind es nicht unbedingt die Boesen.
    Was immer Ver.di erreichen will oder anderswo erreicht hat, kommt IMMER mit Arbeitsplatz Verlussten daher. Super track Record.
    Ver.di hat ueber die Jahre massiv Mitglieder verloren. Im Millionen Bereich. So wichtig die Gewerkschaften mal waren und niemand will ihnen die Errungenschaften absprechen, so wenig haben sie heute noch verloren.

  7. Re: seit 2013?

    Autor: nixidee 16.04.19 - 09:13

    Schrödinger's Katze schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Deine Aussage wird nicht wahr, egal wie oft du sie wiederholst. Wenn du ein
    > Problem damit hast, dass die Mitarbeiter mehr Gehalt, also auch mehr
    > Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge bezahlen, dann ist das schön für
    > dich.
    Was ist nicht wahr? Dort arbeitet kein einziger Händler. Ein reiner Logistikbetrieb fällt halt in einen anderen Tarif. Wüsste nicht, dass man bei z.B. Hermes den Einzelhandelstarif bekommt oder es Verdi irgendwie tangieren würde.

  8. Immer wieder derselbe arbeitnehmerfeindliche Quatsch

    Autor: demon driver 16.04.19 - 09:59

    Palerider schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > krass - ich wäre als Verdi-Mitglied einer anderen Branche langsam echt
    > angepisst, dass meine Mitgliedsbeiträge für so einen ergebnis- wie
    > aussichtslosen Unsinn ausgegeben werden...

    Für Gewerkschaftsmitglieder ist die Solidarität mit den Amazon-Beschäftigten eine Selbstverständlichkeit, auch wenn ahnungslose, arbeitnehmerfeindliche Hetzer, die sich in den hässlichsten Fällen auch noch als Advokaten der Arbeitenden aufblasen, seit Jahren dagegen anpöbeln.

    Erstens ist dieser Kampf noch nicht entschieden. Wie "ergebnislos" er ist, entscheidet sich in dem Moment, in dem eine der beiden Seiten aufgibt oder es zu einer Einigung kommt. Und de "Aussichten" sind so gut, wie die gewerkschaftliche Organisation dort ist. Wer will, dass die Aussichten besser werden, soll mehr Amazon-Kolleg*innen zum Gewerkschaftseintritt bewegen.

    Zweitens gibt es nun mal gute Gründe, für Beschäftigte, die praktisch ausschließlich für den Einzelhändler Amazon arbeiten, Arbeitsbedingungen zu fordern, wie sie nach dafür geltendem Tarif üblich sind, egal ob sie formal bei einem Teilunternehmen des Amazon-Konglomerats angestellt sind, das sich "Logistics" nennt. Vergleiche mit anderen Logistikern, die viel größere Aufgabenbereiche haben, auch wenn sie ursprünglich mal aus einem Versandhändler ausgegliedert wurden, sind beschäftigtenfeindliche Bullshitargumente.

    Drittens bedeutet jede gewerkschaftlich durchgesetzte Lohnsteigerung automatisch eine Verbesserung der Voraussetzungen für Lohnsteigerungen in anderen Branchen. Speziell in verwandten. Wenn sich für Amazon-Logistiker der Einzelhandelstarif oder ein Haustarif in entsprechender Höhe durchsetzen ließe, bedeutete das unmittelbar auch bessere Voraussetzungen für künftige Auseinandersetzungen in der originären Logistikbranche. Dann nämlich kann man argumentieren, schaut her, bei Amazon werden ähnliche Tätigkeiten bereits besser bezahlt, jetzt lasst uns das auch für den gesamten Logistikbereich festschreiben.

  9. Re: Immer wieder derselbe arbeitnehmerfeindliche Quatsch

    Autor: Palerider 16.04.19 - 11:19

    > Für Gewerkschaftsmitglieder ist die Solidarität mit den
    > Amazon-Beschäftigten eine Selbstverständlichkeit, auch wenn ahnungslose,
    > arbeitnehmerfeindliche Hetzer, die sich in den hässlichsten Fällen auch
    > noch als Advokaten der Arbeitenden aufblasen, seit Jahren dagegen
    > anpöbeln.
    >
    Ich bin also ahnungslos und arbeitnehmerfeindlich... interessant... ich bin aber selbst Arbeitnehmer - habe ich jetzt was gegen mich selbst? Kläre mich mal auf, oh Ahnungsvoller.


    > Erstens ist dieser Kampf noch nicht entschieden. Wie "ergebnislos" er ist,
    > entscheidet sich in dem Moment, in dem eine der beiden Seiten aufgibt oder
    > es zu einer Einigung kommt. Und de "Aussichten" sind so gut, wie die
    > gewerkschaftliche Organisation dort ist. Wer will, dass die Aussichten
    > besser werden, soll mehr Amazon-Kolleg*innen zum Gewerkschaftseintritt
    > bewegen.
    Hat der Arbeitskampf in 6 Jahren ein Ergebnis gehabt? Nein, er ist Stand jetzt ergebnislos. Bei uns gab es in der Zeit 3(!) neu verhandelte Tarifverträge. Frag Dich oder noch besser Amazonangestellte doch mal warum so wenige bei Verdi sind.

    >
    > Zweitens gibt es nun mal gute Gründe, für Beschäftigte, die praktisch
    > ausschließlich für den Einzelhändler Amazon arbeiten, Arbeitsbedingungen zu
    > fordern, wie sie nach dafür geltendem Tarif üblich sind, egal ob sie formal
    > bei einem Teilunternehmen des Amazon-Konglomerats angestellt sind, das sich
    > "Logistics" nennt. Vergleiche mit anderen Logistikern, die viel größere
    > Aufgabenbereiche haben, auch wenn sie ursprünglich mal aus einem
    > Versandhändler ausgegliedert wurden, sind beschäftigtenfeindliche
    > Bullshitargumente.
    >
    Wieviele ausgebildete Einzelhandelskaufleute oder ähnlich qualifizierte arbeiten denn da?

    > Drittens bedeutet jede gewerkschaftlich durchgesetzte Lohnsteigerung
    > automatisch eine Verbesserung der Voraussetzungen für Lohnsteigerungen in
    > anderen Branchen. Speziell in verwandten. Wenn sich für Amazon-Logistiker
    > der Einzelhandelstarif oder ein Haustarif in entsprechender Höhe
    > durchsetzen ließe, bedeutete das unmittelbar auch bessere Voraussetzungen
    > für künftige Auseinandersetzungen in der originären Logistikbranche. Dann
    > nämlich kann man argumentieren, schaut her, bei Amazon werden ähnliche
    > Tätigkeiten bereits besser bezahlt, jetzt lasst uns das auch für den
    > gesamten Logistikbereich festschreiben.
    Also ist amazon jetzt doch Logistiker? Was denn nun?

  10. Re: Immer wieder derselbe arbeitnehmerfeindliche Quatsch

    Autor: demon driver 16.04.19 - 13:50

    Palerider schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Für Gewerkschaftsmitglieder ist die Solidarität mit den
    > > Amazon-Beschäftigten eine Selbstverständlichkeit, auch wenn ahnungslose,
    > > arbeitnehmerfeindliche Hetzer, die sich in den hässlichsten Fällen auch
    > > noch als Advokaten der Arbeitenden aufblasen, seit Jahren dagegen
    > > anpöbeln.
    > >
    > Ich bin also ahnungslos und arbeitnehmerfeindlich... interessant... ich bin
    > aber selbst Arbeitnehmer - habe ich jetzt was gegen mich selbst? Kläre mich
    > mal auf, oh Ahnungsvoller.

    Dass du das für einen Widerspruch hältst, ist lediglich Beleg für den Punkt Ahnungslosigkeit - übroigens nicht nur das Thema betreffend, sondern schon hinsichtlich elementarer Logik. Zum einen ist es nicht wirklich ungewöhnlich, dass Leute auf der Basis von Ahnungslosigkeit und Vorurteilen Haltungen vertreten, die sich faktisch gegen sie selbst richten. Zum anderen ist die Annahme, Arbeitnehmerfeindlichkeit müsse sich gegen jeden einzelnen Arbeitnehmer richten, um eine zu sein, elementarlogisch sowas von offensichtlich falsch, dass es beim Lesen schmerzt.

    > > Erstens ist dieser Kampf noch nicht entschieden. Wie "ergebnislos" es ist,
    > > entscheidet sich in dem Moment, in dem eine der beiden Seiten aufgibt oder
    > > es zu einer Einigung kommt. Und de "Aussichten" sind so gut, wie die
    > > gewerkschaftliche Organisation dort ist. Wer will, dass die Aussichten
    > > besser werden, soll mehr Amazon-Kolleg*innen zum Gewerkschaftseintritt
    > > bewegen.
    > Hat der Arbeitskampf in 6 Jahren ein Ergebnis gehabt? Nein, er ist Stand
    > jetzt ergebnislos. Bei uns gab es in der Zeit 3(!) neu verhandelte
    > Tarifverträge. Frag Dich oder noch besser Amazonangestellte doch mal warum
    > so wenige bei Verdi sind.

    Dafür gibt es gute Gründe (z.B. ein so geringes Einkommen, dass es auch ohne den beträchtlichen Abzug, den der Beitrag immer bedeutet, jeden Monat eng wird – überleg jetzt nochmal, warum bei Amazon so wenige bei ver.di sind) und zahlreiche schlechte (der Glaube, in der Arbeits- und Einkommensrealität für abhängig Beschäftigte würde irgendetwas besser, wenn man die Gewerkschaften *nicht* unterstützt – das Gegenteil ist der Fall, so viel an den allermeisten Gewerkschaften auch tatsächlich auszusetzen sein mag, ohne sie wäre alles *noch* schlechter, und ihr Verbesserungspotenzial in den jeweiligen Bereichen wächst unmittelbar mit dem Organisationsgrad, das ist und bleibt die wesentliche Komponente).

    > > Zweitens gibt es nun mal gute Gründe, für Beschäftigte, die praktisch
    > > ausschließlich für den Einzelhändler Amazon arbeiten, Arbeitsbedingungen zu
    > > fordern, wie sie nach dafür geltendem Tarif üblich sind, egal ob sie formal
    > > bei einem Teilunternehmen des Amazon-Konglomerats angestellt sind, das sich
    > > "Logistics" nennt. Vergleiche mit anderen Logistikern, die viel größere
    > > Aufgabenbereiche haben, auch wenn sie ursprünglich mal aus einem
    > > Versandhändler ausgegliedert wurden, sind beschäftigtenfeindliche
    > > Bullshitargumente.
    > >
    > Wieviele ausgebildete Einzelhandelskaufleute oder ähnlich qualifizierte
    > arbeiten denn da?

    Was hat denn das mit dem Sachverhalt zu tun? Seit wann entscheidet die Tätigkeit, an welchem Tarifvertrag sich die Vergütung orientieren sollte?

    > > Drittens bedeutet jede gewerkschaftlich durchgesetzte Lohnsteigerung
    > > automatisch eine Verbesserung der Voraussetzungen für Lohnsteigerungen in
    > > anderen Branchen. Speziell in verwandten. Wenn sich für Amazon-Logistiker
    > > der Einzelhandelstarif oder ein Haustarif in entsprechender Höhe
    > > durchsetzen ließe, bedeutete das unmittelbar auch bessere Voraussetzungen
    > > für künftige Auseinandersetzungen in der originären Logistikbranche. Dann
    > > nämlich kann man argumentieren, schaut her, bei Amazon werden ähnliche
    > > Tätigkeiten bereits besser bezahlt, jetzt lasst uns das auch für den
    > > gesamten Logistikbereich festschreiben.
    > Also ist amazon jetzt doch Logistiker? Was denn nun?

    Nein, wie kommst du darauf? Hast du überhaupt verstanden, was ich schrieb?



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 16.04.19 13:58 durch demon driver.

  11. Re: Immer wieder derselbe arbeitnehmerfeindliche Quatsch

    Autor: Palerider 16.04.19 - 15:40

    > > Ich bin also ahnungslos und arbeitnehmerfeindlich... interessant... ich
    > bin
    > > aber selbst Arbeitnehmer - habe ich jetzt was gegen mich selbst? Kläre
    > mich
    > > mal auf, oh Ahnungsvoller.
    >
    > Dass du das für einen Widerspruch hältst, ist lediglich Beleg für den Punkt
    > Ahnungslosigkeit - übroigens nicht nur das Thema betreffend, sondern schon
    > hinsichtlich elementarer Logik. Zum einen ist es nicht wirklich
    > ungewöhnlich, dass Leute auf der Basis von Ahnungslosigkeit und Vorurteilen
    > Haltungen vertreten, die sich faktisch gegen sie selbst richten. Zum
    > anderen ist die Annahme, Arbeitnehmerfeindlichkeit müsse sich gegen jeden
    > einzelnen Arbeitnehmer richten, um eine zu sein, elementarlogisch sowas von
    > offensichtlich falsch, dass es beim Lesen schmerzt.
    >
    Du leitest aus der Kritik an dem Vorgehen einer Gewerkschaft pauschal Ahnungslosigeit und Arbeitnehmerfeindlichkeit ab und kommst mir mit Logik? Ich würde mit differenzierter Betrachtungsweise beginnen, hilft vielleicht.
    Wenn Du damit nochmal liest, was ich geschrieben habe wirst Du merken, dass ich die Gewerkschaft kritisiere weil sie eben NICHT im Interesse der Arbeitnehmer handelt - daraus leitest Du Arbeitnehmerfeindlichkeit ab! Unlogischer geht es kaum.

    ...
    > > Hat der Arbeitskampf in 6 Jahren ein Ergebnis gehabt? Nein, er ist Stand
    > > jetzt ergebnislos. Bei uns gab es in der Zeit 3(!) neu verhandelte
    > > Tarifverträge. Frag Dich oder noch besser Amazonangestellte doch mal
    > warum
    > > so wenige bei Verdi sind.
    >
    > Dafür gibt es gute Gründe (z.B. ein so geringes Einkommen, dass es auch
    > ohne den beträchtlichen Abzug, den der Beitrag immer bedeutet, jeden Monat
    > eng wird – überleg jetzt nochmal, warum bei Amazon so wenige bei
    > ver.di sind) und zahlreiche schlechte (der Glaube, in der Arbeits- und
    > Einkommensrealität für abhängig Beschäftigte würde irgendetwas besser, wenn
    > man die Gewerkschaften *nicht* unterstützt – das Gegenteil ist der
    > Fall, so viel an den allermeisten Gewerkschaften auch tatsächlich
    > auszusetzen sein mag, ohne sie wäre alles *noch* schlechter, und ihr
    > Verbesserungspotenzial in den jeweiligen Bereichen wächst unmittelbar mit
    > dem Organisationsgrad, das ist und bleibt die wesentliche Komponente).
    >
    Ich glaube, dass bei Verdi kein "Amazoner" eintritt weil es a- ein Saftladen ist und es b- keiner nötig hat. das ist aber vollkommen wurscht - Folge ist, dass so wenige streiken, dass 6 Jahre lang kein Erfolg erzielt wurde. Und ob sich so eine Maßnahme lohnt oder nicht, sollten die Jungs bei Verdi vorher abschätzen können. So kostet es nur Gewerkschaftsgeld. Werbung mitzumachen ist es sicher nicht.

    > > >
    > > Wieviele ausgebildete Einzelhandelskaufleute oder ähnlich qualifizierte
    > > arbeiten denn da?
    >
    > Was hat denn das mit dem Sachverhalt zu tun? Seit wann entscheidet die
    > Tätigkeit, an welchem Tarifvertrag sich die Vergütung orientieren sollte?
    >
    Ernsthaft? Warum dann nicht gleich Metaller Tarif oder Lokführer?
    Tätigkeit und nötige Qualifikation sollte bei jeder Bezahlung mit oder ohne Tarif entscheidende Bedeutung haben.

    > > Also ist amazon jetzt doch Logistiker? Was denn nun?
    >
    > Nein, wie kommst du darauf? Hast du überhaupt verstanden, was ich schrieb?
    Nein, offenbar nicht denn es ist ziemlich krude... Du willst die Erfolge (wenn sie denn kämen...) bei amazon auf die Logistikbranche ausweiten. Also ist amazon ein Logistiker oder Du meinst, man solle alle Logistiker nach Einzelhandelstarif bezahlen... was hättest Du gerne?

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