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Das hört sich ja ganz anders an als beim letzten Mal

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  1. Das hört sich ja ganz anders an als beim letzten Mal

    Autor: quineloe 19.05.18 - 15:01

    >Inwiefern Trumps Vorwürfe beim Thema Post zutreffen, ist unklar. Das liegt auch daran, dass Amazon die Verträge mit der US-Post nicht veröffentlichen möchte, um den Wettbewerbern keine Vorteile zu verschaffen.

    Aha. Letztes Mal, als Trump auf Amazon und deren Verhältnis zur Post gehauen hat, überschlugen sich die Redakteure in deutschen Onlinemedien geradezu, um als erstes die Behauptung ins Netz zu stellen, Trump rede Unsinn und das stimmt gar nicht.

    Wussten die damals etwa etwas, was heute nicht mehr bekannt ist?

    Mir persönlich wäre das ganz recht. Durch Amazonlieferungen spare ich jede Menge Geld und Zeit, ich hätte nichts dagegen für die Lieferungen zu bezahlen, wenn das auch auf den Konten der Liefermänner landen würde.

    ich bin ja mal gespannt, wie die anderen Onlinemedien darüber berichten werden - wenn der Quatsch mit der Hochzeit nicht mehr fünf Artikel auf der Startseite kriegt.

  2. Re: Das hört sich ja ganz anders an als beim letzten Mal

    Autor: Érdna Ldierk 19.05.18 - 15:09

    quineloe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ich hätte nichts dagegen für die Lieferungen zu
    > bezahlen, wenn das auch auf den Konten der Liefermänner landen würde.

    Hier geht es aber darum, dass die Post in US&A keinen operativen Verlust macht, sondern auf Grund von Pensionsrückstellungen. Warum sollte da Amazon für aufkommen müssen, wenn diese Rückstellungen scheinbar schlecht angelegt wurden oder die Pensionsversprechen zu großzügig sind?

  3. Re: Das hört sich ja ganz anders an als beim letzten Mal

    Autor: ML82 19.05.18 - 16:35

    weil auch unternehmen wie amazon nicht allein für sich existieren?

  4. Re: Das hört sich ja ganz anders an als beim letzten Mal

    Autor: Marentis 19.05.18 - 16:41

    Schön und gut aber wie weit sollte so etwas gehen und welchen Unternehmen sollte geholfen werden und welchen nicht?

  5. Re: Das hört sich ja ganz anders an als beim letzten Mal

    Autor: narfomat 19.05.18 - 16:52

    >Mir persönlich wäre das ganz recht. Durch Amazonlieferungen spare ich jede Menge Geld und Zeit, ich hätte nichts dagegen für die Lieferungen zu bezahlen, wenn das auch auf den Konten der Liefermänner landen würde.

    du lebst in USA? weil ansonsten wird dich das kaum betreffen...

  6. Re: Das hört sich ja ganz anders an als beim letzten Mal

    Autor: wonoscho 19.05.18 - 17:06

    Ähm:
    Wie kommst du auf die Idee, dass Postgebühren auf dem Konto der Lieferanten landen könnten?

  7. Re: Das hört sich ja ganz anders an als beim letzten Mal

    Autor: firstwastheblub 19.05.18 - 18:14

    wonoscho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ähm:
    > Wie kommst du auf die Idee, dass Postgebühren auf dem Konto der Lieferanten
    > landen könnten?

    Die US-Post ist doch momentan ein Milliarden-Verlustgeschäft für den Staat, daher landet entweder zu viel auf dem Konto der Lieferanten (was ich nicht glaube) oder aber sie verlangen zu wenig von den Onlinehändlern.
    Würden sie mehr verlangen, würden sie keine roten Zahlen mehr schreiben und könnten die Pensionsfond Rückstellungen mit ihren Mehreinnahmen tätigen was den Lieferanten ja am Ende zugutekommt.

    FedEX und Co verlangen laut Artikel wie man munkelt das Doppelte wie die Post.
    Also stimmt doch hier die Kalkulation nicht.

  8. Re: Das hört sich ja ganz anders an als beim letzten Mal

    Autor: FalschesEnde 19.05.18 - 18:26

    Du schreibst "Lieferant" wenn Du "Zusteller" meinst.
    Lieferant = Amazon (oder ein anderer Händler)
    Zusteller = die Person, die Dir das Paket bringt

    Die Zusteller bzw. deren Gehälter werden von einer Gebührenerhöhung weder direkt noch sofort profitieren. Kein Unternehmen und auch keine Behörde zahlen ohne Not mehr als sie müssten.

  9. Re: Das hört sich ja ganz anders an als beim letzten Mal

    Autor: lear 19.05.18 - 18:41

    "Wie man munkelt"
    Man munkelt übrigens auch, daß Großkunden regelmäßig Rabatte erhalten.

    Die Frage ist
    1. zahlt USPS drauf (und die Antwort darauf war und ist bislang deutlich "Nein!" - Gegenteiliges bliebe zu belegen)
    2. wenn USPS jetzt das doppelte verlangt, macht ein anderer es dann für weniger (und die Antwort darauf ist "Ja", UPS gibt bereits bei wesentlich geringerem Volumen ordentliche Rabatte)

    Trump schlägt in blinder Wut um sich und wird absehbar die Angestellten von USPS treffen - und sonst niemanden.

    ... ok, "und sich" - der Stunt hier dürfte ein Nachspiel haben.
    1. weil Trump (jeder Präsident) sich von diesen Behörden fernzuhalten hat (wenn der Kongress im November kippt, gibt das sofort einen Untersuchungsausschuß - und dem sitzt dann nicht Ninja-Nunes vor)
    2. weil Amazon ihn vermutlich auf dieser Basis verklagen kann (und seit Clinton wissen wir, daß das Präsi-Amt zivilrechtlich bedeutungslos ist)

  10. Re: Das hört sich ja ganz anders an als beim letzten Mal

    Autor: robinx999 19.05.18 - 20:59

    Aber hier gibt es gleich mehrere Fragen.
    Anscheinend hat sich die US Post ja mit Amazon vertraglich geeinigt, dieser Vertrag wird vermutlich Kündigungsfristen haben oder ist generell zeitlich begrenzt. Aber ich vermute mal von heute auf morgen kann da nichts erhöht werden. Dieser Vertrag wird vermutlich auch vor US Gerichten stand halten.
    Dies gäbe Amazon zeit eigenes aufzubauen bzw. mit anderen Anbietern zu verhandeln. Die Pensionsforderungen sind aber vermutlich unabhängig vom jetzigen Umsatz, wenn da jetzt einer oder mehrere große Dienstleister wegbrechen, dann könnte der Umsatz sinken und die Forderungen bleiben gleich das könnte in einem Desaster Enden

  11. Re: Das hört sich ja ganz anders an als beim letzten Mal

    Autor: ML82 19.05.18 - 21:10

    Bei der Post handelt es sich in erster Linie um eine grundlegende Infrastruktur, zur Not geht die Liebe bei mir dazu sehr weit ...

    Die Frage ist nun ob die Pensionen dort wirklich ungerechtfertigt hoch sind, oder nur so hoch wie sie sein sollten, und ob sie weiter überhaupt noch aus Risikoanlagen bedient werden sollen.

    Es geht um die Sicherheit von Menschen, um das Auskommen bestehender und kommender Postpesionäre. Weiter geht es um die Kontinuität des Brief- und Warenverkehrs, dass dieser nicht ungehemmt privatwirtschaftlichen Bestrebungen ausgeliefert wird, sondern immer zu stabilen und für jeden erschwinglichen Preisen stattfinden kann, was ich als eine Grundlage für eine florierende Wirtschaft ansehe.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 19.05.18 21:28 durch ML82.

  12. Re: Das hört sich ja ganz anders an als beim letzten Mal

    Autor: lear 19.05.18 - 23:06

    Das Problem ist weniger die Pensionshöher, als viel mehr der Cash-Flow. 2006 wurde ein Umstieg von umlagefinanzierten auf kapitalgedeckte Pensionen oktruiert - und USPS hätte das massive Defizit bitte selbst zu stemmen. Per verzinstem Kredit. ...
    Hauptproblem (auch für den Finanzierungswechsel) ist natürlich das systematisch schrumpfende (Brief-)geschäft (und die inherente Beschäftigtenüberzahl - USPS muß schrumpfen weil die Nachfrage wegbricht)
    Deswegen ist Trumps Volte auch gleich doppelt und dreifach sinister: er mißbraucht sein Amt um auf dem Rücken der Post eine persönliche Fehde auszutragen.

    Das schöne ist: genau so ein Mist (versuchter Mißbrauch des IRS) war eine der Grundlagen von Nixons Impeachment (dem er durch Rücktritt zuvor gekommen ist)

  13. Re: Das hört sich ja ganz anders an als beim letzten Mal

    Autor: tingelchen 20.05.18 - 00:57

    Gut, dann kann ja die US Post für die "Pensionsansprüche" der Amazon Angestellten aufkommen ;)

    So ein Unsinn aber auch. Wenn man bei der US Post Mist bei der Finanzierung gebaut hat, dann muss man das auch selbst ausbaden. Man kann doch nicht von einer bestimmten Firma auf einmal das ganze Geld einfordern weil es einem gerade genehm ist.

    Wie im Artikel auch geschrieben steht. Es gibt Verträge. An diese haben sich alle Parteien zu halten. Da kann Trump soviel bockig mit den Füßen auf den Boden stampfen und die Luft anhalten wie er will. Begeht die US Post auf Geheiß Trumpels Vertragsbruch, gibt es gleich Schadensersatzansprüche durchs Gericht. Und das zurecht. Das wird am Ende nur ein noch größeres Loch in die Haushaltskasse der US Post reißen.

    Aber das ist Trumpel ja auch egal. Es geht ja auch gar nicht darum mehr Geld für die US Post zu beschaffen. Sondern um, wie schon erwähnt, seinem Ego freien Lauf zu lassen und Bezos ein Schnippchen zu schlagen. Das ein Gesetzt dabei nicht ausschließlich gegen eine Firma gerichtet werden darf, auch in den USA nicht, trifft es dabei halt einfach alle die im Onlinehandel tätig sind. Aber was solls. Am Ende zahlt ja eh der Kunde.

  14. Re: Das hört sich ja ganz anders an als beim letzten Mal

    Autor: Sicaine 20.05.18 - 10:21

    Trump vs. Menschen die das wirklich verstehen und die Verträge ausgehandelt haben.

    Weiß nicht was Trump in deinen Augen bis jetzt gemacht hat, dass du ihm irgendeine Expertise zugestehst.

  15. Re: Das hört sich ja ganz anders an als beim letzten Mal

    Autor: exxo 20.05.18 - 10:30

    Érdna Ldierk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > quineloe schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > ich hätte nichts dagegen für die Lieferungen zu
    > > bezahlen, wenn das auch auf den Konten der Liefermänner landen würde.
    >
    > Hier geht es aber darum, dass die Post in US&A keinen operativen Verlust
    > macht, sondern auf Grund von Pensionsrückstellungen. Warum sollte da Amazon
    > für aufkommen müssen, wenn diese Rückstellungen scheinbar schlecht angelegt
    > wurden oder die Pensionsversprechen zu großzügig sind?

    Weil alle Kosten in die Kalkulation der Preise für ein Produkt einfließen müssen. Das ist ganz normal und wird in jeder Ausbildung im Handel auch so vermittelt... ;)

  16. Re: Das hört sich ja ganz anders an als beim letzten Mal

    Autor: lear 20.05.18 - 14:04

    Die Kosten sind aber 2006 per Gesetz entstanden, das USPS gezwungen hat das Pensionssystem en block umzustellen, was die Kosten (für die Übergangsfrist) mal kurz verdoppelt hat und zu suizidalen Kreditaufnahmen geführt hat.

    Im Ergebnis ist USPS nicht mehr konkurrenzfähig und müßte eigentlich schließen, die Belegschaft auf die Straße setzen und die Pensionszahlungen anteilig aus der Konkursmasse begleichen.

    Nochmal: weil sie per Gesetz zum ökonomischen Suizid gezwugen wurden.
    (Hintergrund war der antizipierte Stellenabbau nach der E-Mail, aber vor dem Onlinehandel)

    Seitdem hängen sie am Tropf und die Infusion kommt va. auch von Amazon.
    Wenn sie $4 / Paket verlangen und Amazon es von UPS für $3 kriegen, freuen sich UPS und Trump, Amazonkunden müssen etwas mehr zahlen und die USPS-Beschäftigten und insbes. -Rentner können sehen, von welchem Trump-Tower sie springen wollen.

    Und nochmal: weil sie per Gesetz zum ökonomischen Suizid gezwugen wurden.

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