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Wenn die UNTERNEHMEN schon sagen...

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  1. Wenn die UNTERNEHMEN schon sagen...

    Autor: demon driver 09.12.18 - 12:16

    ..., dass ihre Zusteller/innen zuwenig Geld kriegen, dann könnte man bereits ahnen, wenn man's nicht eh schon weiß, wie katastrophal die Arbeitsbedingungen dort tatsächlich sind. Dass über den Umweg der Scheinselbständigkeit selbst der miese, geltende gesetzliche Mindestlohn regelmäßig massiv unterschritten wird, kommt noch dazu. Insofern, wenn die Paketpreiserhöhungen tatsächlich den Zusteller/inne/n zugute kämen, bin ich der letzte, der sich beschwert. Allein mir fehlt der Glaube, dass sowas völlig ohne Profitmaximierungsabsicht geschieht, und die armen Menschen, deren Arbeitsbedingungen es inzwischen ja durchaus bis ins öffentliche Bewusstsein geschafft haben, sind natürlich gerade in dieser Jahreszeit eine Erklärung, mit der die PR-Leute der Ausbeuterunternehmen auf Verständnis hoffen können.

    Interessanterweise beobachte ich seit November aber auch eine massive Verschlechterung der Dienstleistung selbst bei dem in meiner Region bisher zuverlässigsten Unternehmen, der DHL, und das lag in keinem der beobachteten Fälle am Zustellpersonal vor Ort. Mehrmals kam es vor, dass eine Sendung tagelang in einem der beteiligten Depots herumlag, dort mehrmals "bearbeitet" wurde und dann tatsächlich doch noch zugestellt wurde – mit am Ende Laufzeiten von teils über einer Woche, ohne äußerlich erkennbaren Grund wie etwa alten, nicht entfernten Paketaufklebern mit sichtbaren Barcodes (das hatte ich vor ein paar Jahren mal, da ging ein Paket zweimal zwischen Start- und Zieldepot hin und her, bis ich's dann doch noch bekam). Vorweihnachtszeit hin oder her, so krass wie dieses Jahr hab ich das bisher noch nie erlebt. Aber ok, die Anzahl der Vorfälle erlaubt natürlich statistisch noch nicht wirklich eine Verallgemeinerung...

  2. Re: Wenn die UNTERNEHMEN schon sagen...

    Autor: Anonymer Nutzer 09.12.18 - 12:22

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ..., dass ihre Zusteller/innen zuwenig Geld kriegen, dann könnte man
    > bereits ahnen, wenn man's nicht eh schon weiß, wie katastrophal die
    > Arbeitsbedingungen dort tatsächlich sind. Dass über den Umweg der
    > Scheinselbständigkeit selbst der miese, geltende gesetzliche Mindestlohn
    > regelmäßig massiv unterschritten wird, kommt noch dazu. Insofern, wenn die
    > Paketpreiserhöhungen tatsächlich den Zusteller/inne/n zugute kämen, bin ich
    > der letzte, der sich beschwert. Allein mir fehlt der Glaube, dass sowas
    > völlig ohne Profitmaximierungsabsicht geschieht, und die armen Menschen,
    > deren Arbeitsbedingungen es inzwischen ja durchaus bis ins öffentliche
    > Bewusstsein geschafft haben, sind natürlich gerade in dieser Jahreszeit
    > eine Erklärung, mit der die PR-Leute der Ausbeuterunternehmen auf
    > Verständnis hoffen können.
    >
    > Interessanterweise beobachte ich seit November aber auch eine massive
    > Verschlechterung der Dienstleistung selbst bei dem in meiner Region bisher
    > zuverlässigsten Unternehmen, der DHL, und das lag in keinem der
    > beobachteten Fälle am Zustellpersonal vor Ort. Mehrmals kam es vor, dass
    > eine Sendung tagelang in einem der beteiligten Depots herumlag, dort
    > mehrmals "bearbeitet" wurde und dann tatsächlich doch noch zugestellt wurde
    > – mit am Ende Laufzeiten von teils über einer Woche, ohne äußerlich
    > erkennbaren Grund wie etwa alten, nicht entfernten Paketaufklebern mit
    > sichtbaren Barcodes (das hatte ich vor ein paar Jahren mal, da ging ein
    > Paket zweimal zwischen Start- und Zieldepot hin und her, bis ich's dann
    > doch noch bekam). Vorweihnachtszeit hin oder her, so krass wie dieses Jahr
    > hab ich das bisher noch nie erlebt. Aber ok, die Anzahl der Vorfälle
    > erlaubt natürlich statistisch noch nicht wirklich eine Verallgemeinerung...

    Ich plaudere mal aus dem Nähkästchen - ich arbeite für einen der großen Expresszusteller in einem solchen Depot, und dort werden ggf. auch Leiharbeiter eingesetzt, oder neue Mtarbeiter nicht angelernt, die Mitarbeiter haben absolut keinen Bock und machen Fehler, ...
    Was man eben so erwarten würde als Gründe :(

  3. Re: Wenn die UNTERNEHMEN schon sagen...

    Autor: quineloe 09.12.18 - 12:44

    Michael Otto sitzt bei 9,5 Milliarden net worth.

    Wenn der sagt, dass seine Zusteller zu wenig bekommen, dann sind dass leere Lippenbekenntnisse. Er hat sie doch erst für dieses Vermögen ausgebeutet.

  4. Re: Wenn die UNTERNEHMEN schon sagen...

    Autor: demon driver 09.12.18 - 12:57

    quineloe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Michael Otto sitzt bei 9,5 Milliarden net worth.
    >
    > Wenn der sagt, dass seine Zusteller zu wenig bekommen, dann sind dass leere
    > Lippenbekenntnisse. Er hat sie doch erst für dieses Vermögen ausgebeutet.

    So sieht's aus.

  5. Re: Wenn die UNTERNEHMEN schon sagen...

    Autor: demon driver 09.12.18 - 12:58

    Snowi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich plaudere mal aus dem Nähkästchen - ich arbeite für einen der großen
    > Expresszusteller in einem solchen Depot, und dort werden ggf. auch
    > Leiharbeiter eingesetzt, oder neue Mtarbeiter nicht angelernt, die
    > Mitarbeiter haben absolut keinen Bock und machen Fehler, ...
    > Was man eben so erwarten würde als Gründe :(

    Verstehe. Ist auch völlig verständlich.

  6. Re: Wenn die UNTERNEHMEN schon sagen...

    Autor: elknipso 09.12.18 - 13:16

    Snowi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > ..., dass ihre Zusteller/innen zuwenig Geld kriegen, dann könnte man
    > > bereits ahnen, wenn man's nicht eh schon weiß, wie katastrophal die
    > > Arbeitsbedingungen dort tatsächlich sind. Dass über den Umweg der
    > > Scheinselbständigkeit selbst der miese, geltende gesetzliche Mindestlohn
    > > regelmäßig massiv unterschritten wird, kommt noch dazu. Insofern, wenn
    > die
    > > Paketpreiserhöhungen tatsächlich den Zusteller/inne/n zugute kämen, bin
    > ich
    > > der letzte, der sich beschwert. Allein mir fehlt der Glaube, dass sowas
    > > völlig ohne Profitmaximierungsabsicht geschieht, und die armen Menschen,
    > > deren Arbeitsbedingungen es inzwischen ja durchaus bis ins öffentliche
    > > Bewusstsein geschafft haben, sind natürlich gerade in dieser Jahreszeit
    > > eine Erklärung, mit der die PR-Leute der Ausbeuterunternehmen auf
    > > Verständnis hoffen können.
    > >
    > > Interessanterweise beobachte ich seit November aber auch eine massive
    > > Verschlechterung der Dienstleistung selbst bei dem in meiner Region
    > bisher
    > > zuverlässigsten Unternehmen, der DHL, und das lag in keinem der
    > > beobachteten Fälle am Zustellpersonal vor Ort. Mehrmals kam es vor, dass
    > > eine Sendung tagelang in einem der beteiligten Depots herumlag, dort
    > > mehrmals "bearbeitet" wurde und dann tatsächlich doch noch zugestellt
    > wurde
    > > – mit am Ende Laufzeiten von teils über einer Woche, ohne
    > äußerlich
    > > erkennbaren Grund wie etwa alten, nicht entfernten Paketaufklebern mit
    > > sichtbaren Barcodes (das hatte ich vor ein paar Jahren mal, da ging ein
    > > Paket zweimal zwischen Start- und Zieldepot hin und her, bis ich's dann
    > > doch noch bekam). Vorweihnachtszeit hin oder her, so krass wie dieses
    > Jahr
    > > hab ich das bisher noch nie erlebt. Aber ok, die Anzahl der Vorfälle
    > > erlaubt natürlich statistisch noch nicht wirklich eine
    > Verallgemeinerung...
    >
    > Ich plaudere mal aus dem Nähkästchen - ich arbeite für einen der großen
    > Expresszusteller in einem solchen Depot, und dort werden ggf. auch
    > Leiharbeiter eingesetzt, oder neue Mtarbeiter nicht angelernt, die
    > Mitarbeiter haben absolut keinen Bock und machen Fehler, ...
    > Was man eben so erwarten würde als Gründe :(

    Ist ja auch absolut verständlich bei dem Hungerlohn.

  7. Re: Wenn die UNTERNEHMEN schon sagen...

    Autor: Anonymer Nutzer 09.12.18 - 13:22

    quineloe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Michael Otto sitzt bei 9,5 Milliarden net worth.
    >
    > Wenn der sagt, dass seine Zusteller zu wenig bekommen, dann sind dass leere
    > Lippenbekenntnisse. Er hat sie doch erst für dieses Vermögen ausgebeutet.

    Michael Otto profitiert von einem System zu dem wir alle beitragen und das wir alle unterstützen. Wenn jemand dies grundsätzlich in Frage stellt wird er Kommunist beschimpft. Also nicht meckern sondern schön weiter für den Geldadel arbeiten.

  8. Re: Wenn die UNTERNEHMEN schon sagen...

    Autor: Auspuffanlage 09.12.18 - 13:42

    quineloe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Michael Otto sitzt bei 9,5 Milliarden net worth.
    >
    > Wenn der sagt, dass seine Zusteller zu wenig bekommen, dann sind dass leere
    > Lippenbekenntnisse. Er hat sie doch erst für dieses Vermögen ausgebeutet.


    Was schreibst du da?

    Hast du auch Quellen für deine Behauptung?

  9. Re: Wenn die UNTERNEHMEN schon sagen...

    Autor: quineloe 09.12.18 - 13:44

    Welche Behauptung? dass Michael Otto diesen Net worth hat?

    https://www.forbes.com/profile/michael-otto/#7b4fa6a1537a

    Ich würde mir wünschen, dass die habgierigen, neoliberalen Ausbeuter es unterlassen würden, mit solchen Nebelkerzen die Diskussion abzulenken versuchen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.12.18 13:45 durch quineloe.

  10. Re: Wenn die UNTERNEHMEN schon sagen...

    Autor: demon driver 09.12.18 - 13:48

    PocketIsland schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > quineloe schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > > Michael Otto sitzt bei 9,5 Milliarden net worth.
    > >
    > > Wenn der sagt, dass seine Zusteller zu wenig bekommen, dann sind dass leere
    > > Lippenbekenntnisse. Er hat sie doch erst für dieses Vermögen ausgebeutet.
    >
    > Michael Otto profitiert von einem System zu dem wir alle beitragen und das
    > wir alle unterstützen. Wenn jemand dies grundsätzlich in Frage stellt wird
    > er Kommunist beschimpft [...]

    D'accord, aber die Lage ist zwar – einerseits – wirklich so klar und eindeutig, andererseits aber ist es ja auch nicht so, dass man, sofern man das so sieht, einfach sagen könnte, hey, ich mache da ab sofort nicht mehr mit.

  11. Re: Wenn die UNTERNEHMEN schon sagen...

    Autor: Zazu42 10.12.18 - 16:48

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > PocketIsland schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > quineloe schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > > Michael Otto sitzt bei 9,5 Milliarden net worth.
    > > >
    > > > Wenn der sagt, dass seine Zusteller zu wenig bekommen, dann sind dass
    > leere
    > > > Lippenbekenntnisse. Er hat sie doch erst für dieses Vermögen
    > ausgebeutet.
    > >
    > > Michael Otto profitiert von einem System zu dem wir alle beitragen und
    > das
    > > wir alle unterstützen. Wenn jemand dies grundsätzlich in Frage stellt
    > wird
    > > er Kommunist beschimpft [...]
    >
    > D'accord, aber die Lage ist zwar – einerseits – wirklich so
    > klar und eindeutig, andererseits aber ist es ja auch nicht so, dass man,
    > sofern man das so sieht, einfach sagen könnte, hey, ich mache da ab sofort
    > nicht mehr mit.

    Das ist das Problem. Systemkritik ok aber was ist die Alternative Selbstversorgerhof? Selbst wenn du als Obdachloser betteln gehst und das Geld irgendwo ausgibst befeuerst du das "System". Und wenn dann irgendwann die Hüfte nicht mehr mitmacht oder du ne Krankheit bekommst die nicht mit Bachblüten heilbar ist hast halt verkackt.
    Man kann versuchen an der ein oder anderen Stelle Einfluss zu nehmen, aber man kann es nicht einfach Kippen. Dazu braucht man einen SEHR großen Teil der Bevölkerung die das wirklich will. Und da muss man einfach sagen in Deutschland profitieren viel mehr vom System als wie es Menschen gibt die drunter leiden. Dazu darf man nicht vergessen dass die weltweite Wohlstands-Unterkante auch weiterhin steigt. Auch den Menschen in Somalia /*random poor country*/ geht's jetzt besser als noch vor 20 /*random number of years*/ Jahren. Und auch dort leben die Menschen länger als vor 20 Jahren. Und auch dort sterben weniger Menschen (genauso wie Weltweit) einen gewaltsamen Tot oder einen Hungertot als vor 20 Jahren. Das "System" hat uns durch die Industrialisierung begleitet und ist für die ganze Technik verantwortlich die wir heute haben. Die Welt wird (aktuell noch) schleichend besser und ja es werden immernoch Menschen ausgebeutet aber halt nichtmehr so schlimm wie früher. Und ich sage das nicht als Rechtfertigung für Neoliberales Wirtschaften sondern, dass man auch mal die Kirche im Dorf lassen muss. Es kann sich nichts schneller ändern als es die Gesellschaft zulässt. Bzw.: Eine demokratische Politik ist selten vernünftiger als ihre Wähler.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.12.18 16:52 durch Zazu42.

  12. Re: Wenn die UNTERNEHMEN schon sagen...

    Autor: demon driver 10.12.18 - 18:38

    Zazu42 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > > PocketIsland schrieb:
    > > ---------------------------------------------------------------------------
    > > > quineloe schrieb:
    > > > ---------------------------------------------------------------------------
    > > > > Michael Otto sitzt bei 9,5 Milliarden net worth.
    > > > >
    > > > > Wenn der sagt, dass seine Zusteller zu wenig bekommen, dann sind
    > dass
    > > leere
    > > > > Lippenbekenntnisse. Er hat sie doch erst für dieses Vermögen
    > > ausgebeutet.
    > > >
    > > > Michael Otto profitiert von einem System zu dem wir alle beitragen und
    > > das
    > > > wir alle unterstützen. Wenn jemand dies grundsätzlich in Frage stellt
    > > wird
    > > > er Kommunist beschimpft [...]
    > >
    > > D'accord, aber die Lage ist zwar – einerseits – wirklich so
    > > klar und eindeutig, andererseits aber ist es ja auch nicht so, dass man,
    > > sofern man das so sieht, einfach sagen könnte, hey, ich mache da ab
    > sofort
    > > nicht mehr mit.
    >
    > Das ist das Problem. Systemkritik ok aber was ist die Alternative
    > Selbstversorgerhof? Selbst wenn du als Obdachloser betteln gehst und das
    > Geld irgendwo ausgibst befeuerst du das "System". Und wenn dann irgendwann
    > die Hüfte nicht mehr mitmacht oder du ne Krankheit bekommst die nicht mit
    > Bachblüten heilbar ist hast halt verkackt.
    > Man kann versuchen an der ein oder anderen Stelle Einfluss zu nehmen, aber
    > man kann es nicht einfach Kippen. Dazu braucht man einen SEHR großen Teil
    > der Bevölkerung die das wirklich will.

    Soweit, so richtig.

    > Und da muss man einfach sagen in
    > Deutschland profitieren viel mehr vom System als wie es Menschen gibt die
    > drunter leiden.

    Was heißt denn "profitieren"? Dass mir die dem permanenten Zwang, immer größere Berge von Warenmüll zu produzieren, unterliegende Kapitalverwertungsmaschine bis zur Rente die Hälfte der wachen Lebenszeit in der Erwerbsarbeitsmühle stiehlt, nur damit ich zu essen habe und ein geheiztes Zuhause? Und unfassbar viel unfassbar unnützen Quatsch konsumieren kann, jedenfalls bis zum Dispolimit, als Ersatz für eine wirklich selbstbestimmte, freie Existenz in freiwilliger Kooperation mit anderen?

    > Dazu darf man nicht vergessen dass die weltweite
    > Wohlstands-Unterkante auch weiterhin steigt.

    Das ist so auch nicht ganz richtig. In den ärmsten Regionen ist es so hoffnunglos wie immer. In manchen wird es schlimmer. Und dass der Trend lange Zeit ein positiver war, bedeutet auch nicht, dass das ewig anhält. Die Kapitalverwertungsmaschine ist gerade dabei, langsam kaputtzugehen.

    Und in den am höchsten entwickelten Regionen (z.B. USA) geht die Lebenserwartung zum Teil inzwischen zurück, weil da mit dem immer schlechteren Funktionieren der Kapitalverwertung auch der Trend zur Verbesserung der Lebensbedingungen endet.

    > [...] Die Welt wird (aktuell noch) schleichend besser

    Nicht überall, und nicht für alle. Gerade in den "reichen" Regionen nicht, und Konjunktur-Hochphasen wie aktuell noch in .de sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Langzeittrend schon seit Jahrzehnten nicht mehr so toll aussieht.

    > und ja es werden immernoch Menschen ausgebeutet aber
    > halt nichtmehr so schlimm wie früher.

    Auch das ist regional durchaus unterschiedlich.

    > Und ich sage das nicht als
    > Rechtfertigung für Neoliberales Wirtschaften sondern, dass man auch mal die
    > Kirche im Dorf lassen muss. Es kann sich nichts schneller ändern als es die
    > Gesellschaft zulässt. Bzw.: Eine demokratische Politik ist selten
    > vernünftiger als ihre Wähler.

    Das ist wohl wahr, aber die real existierende Demokratie kann im existierenden Wirtschaftssystem auch überhaupt keine Politik gegen die Wirtschaft machen. Sonst geht ihr und der Bevölkerung irgendwann schlicht das Geld aus.

    Tatsächlich bräuchte es einen Betriebssystemwechsel, und zwar weltweit. Aber nach dem Zusammenbruch des "Kommunismus", des bisher einzigen großflächigen Versuchs, etwas Besseres als den Kapitalismus zu schaffen, fehlen die Utopien, die man dafür bräuchte, nahezu völlig. Und bevor man Mehrheiten in der Bevölkerung für irgendetwas bekäme, müsste man ja erst mal überhaupt etwas haben, eine konkrete Idee, wie man's denn machen will stattdessen...



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 10.12.18 18:42 durch demon driver.

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