Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wirtschaft
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Pay to Quit: Amazon bietet…

Selbstlos ist das nicht

  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Selbstlos ist das nicht

    Autor: Metallrouter 24.05.18 - 13:09

    "Wir wollen, dass Leute bei Amazon arbeiten, die hier sein wollen"

    Übersetzt: Wir geben unbequemen Arbeitnehmern einen witzlos kleinen Betrag, wenn sie die Fresse halten und gehen, anstatt dass die noch auf die Idee kommen ihr Recht bei Arbeitnehmerschutz durchzusetzen. Denn das würde die Firma dazu zwingen im Zweifelsfall die Situation für alle AN zu verbessern und das würde die Dividende versauen.

    Wenn man es gegenüber der Belegschaft richtig vermarktet wird die Belegschaft einzelnen unbequemen Gesellen die für alle etwas verändern / verbessern wollen auch sagen: "Du musst hier ja nicht arbeiten, nimm die xxxx¤ und hau ab"*. Eine Arbeiterschaft die ihre Vordenker aus ihren eigenen Reihen mobbt. Träumchen!

    * Parallelen zu den Gestalten die auf Kritiker der Gesellschaft mit "Du musst ja hier nicht leben, hau halt ab" reagieren sind nicht zufällig..



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 24.05.18 13:11 durch Metallrouter.

  2. Re: Selbstlos ist das nicht

    Autor: schap23 24.05.18 - 13:36

    Da brauche ich keine Übersetzung. Steht alles im Artikel. Weiß aber nicht, was daran schlecht sein soll. Wie schon im Artikel ganz richtig steht, ist es weder für den Mitarbeiter noch für die Firma gut, wenn der Mitarbeiter sich an seinem Arbeitsplatz nicht wohl fühlt und auch nicht weiß, wie er das innerhalb der Firma ändern soll.

  3. Re: Selbstlos ist das nicht

    Autor: captaincoke 24.05.18 - 13:37

    Breaking News: Firmen machen NICHTS aus reiner Nächstenliebe, da steckt immer ein Kalkül dahinter. Wenn die Firma nichts dadurch gewinnt (in welcher Form auch immer), dann wird es auch nicht gemacht.

  4. Re: Selbstlos ist das nicht

    Autor: Old Fly 24.05.18 - 13:44

    schap23 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da brauche ich keine Übersetzung. Steht alles im Artikel. Weiß aber nicht,
    > was daran schlecht sein soll. Wie schon im Artikel ganz richtig steht, ist
    > es weder für den Mitarbeiter noch für die Firma gut, wenn der Mitarbeiter
    > sich an seinem Arbeitsplatz nicht wohl fühlt und auch nicht weiß, wie er
    > das innerhalb der Firma ändern soll.

    Wenn es auf dem Planeten nur Arbeitsplätze mit vernünftigen Bedingungen und fairen Vorgesetzten gäbe, dann würde ich dem zustimmen.

    Da aber unter anderem Amazon zuweilen unter dem Verdacht steht, dass die Bedingungen nicht ganz so ideal sind (Euphemismus für menschenverachtend), muss ich widersprechen.

    Es ist übelste Erpressung, die Arbeiter nach dem Prinzip "Love it or leave it" zu behandeln.

  5. Re: Selbstlos ist das nicht

    Autor: blabba 24.05.18 - 13:59

    captaincoke schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Breaking News: Firmen machen NICHTS aus reiner Nächstenliebe, da steckt
    > immer ein Kalkül dahinter. Wenn die Firma nichts dadurch gewinnt (in
    > welcher Form auch immer), dann wird es auch nicht gemacht.


    Und genau da ist der Knackpunkt. Für Amazon lohnt es sich bzw. in deinen Worten gesagt, gewinnen Sie etwas.
    Nämlich zufriedene Mitarbeiter. Zufriedene Mitarbeiter sind seltener krank und arbeiten effizienter, während unzufriedene die ganze Zeit nörgeln, sich krankschreiben lassen und/oder ineffizient arbeiten, wodurch Amazon ein Verlust entstehen kann.

    Du siehst, für Amazon würde sich so etwas lohnen und wenn ich da Chef wäre, würde ich es ganz genauso machen.

  6. Re: Selbstlos ist das nicht

    Autor: Metallrouter 24.05.18 - 14:17

    blabba schrieb:
    > Und genau da ist der Knackpunkt. Für Amazon lohnt es sich bzw. in deinen
    > Worten gesagt, gewinnen Sie etwas.
    > Nämlich zufriedene Mitarbeiter.

    Wie kommst du auf den Trichter, das man zufriedene Arbeitnehmer will? Zufriedene Arbeitnehmer können unzufrieden und damit unbequem werden.
    Was man will ist eine uniforme Arbeiterschaft ohne Regungen, ohne wesentlichen Eigenantrieb zur Verbesserung der eigenen Situation und ohne Rechtsbewusstsein*. Obrigkeitshörigkeit ist ein gern gesehenes Plus und eine ausgeprägte Abneigung gegen soziale wie auch ökonomische Veränderungen sind die gewünschte Qualifikation.

    "Zufriedene Mitarbeiter".. Ich komm nicht mehr raus aus dem Lachen :D.

    *Im Sinne von Wissen / Wille zur Wahrnehmung von eigenen Rechten

  7. Re: Selbstlos ist das nicht

    Autor: Metallrouter 24.05.18 - 14:22

    schap23 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da brauche ich keine Übersetzung. Steht alles im Artikel. Weiß aber nicht,
    > was daran schlecht sein soll. Wie schon im Artikel ganz richtig steht, ist
    > es weder für den Mitarbeiter noch für die Firma gut, wenn der Mitarbeiter
    > sich an seinem Arbeitsplatz nicht wohl fühlt und auch nicht weiß, wie er
    > das innerhalb der Firma ändern soll.

    Wenn sich irgendwann durchsetzt, dass jede Firma so einfach Mitarbeiter die die Situation der AN verbessern wollen los werden, dann sind die, die etwas Ändern wollen und können alsbald kein Teil der Arbeiterschaft mehr und können nichts mehr bewirken. Also kann man die Arbeiterschaft noch besser ausnehmen... Jagut, damit habe ich auch keine Probleme, finde ich gut...

  8. Re: Selbstlos ist das nicht

    Autor: Thomas 24.05.18 - 14:54

    Metallrouter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > blabba schrieb:
    > > Und genau da ist der Knackpunkt. Für Amazon lohnt es sich bzw. in deinen
    > > Worten gesagt, gewinnen Sie etwas.
    > > Nämlich zufriedene Mitarbeiter.
    >
    > Wie kommst du auf den Trichter, das man zufriedene Arbeitnehmer will?

    Ich arbeite zufälligerweise bei Amazon und es wir schon so einiges unternommen, damit die Angestellten zufrieden sind.

    > Zufriedene Arbeitnehmer können unzufrieden und damit unbequem werden.

    Zufriedene Arbeitgeber bringen aber auch gute Leistung, DAS zählt für eine Firma.

    > Was man will ist eine uniforme Arbeiterschaft ohne Regungen, ohne
    > wesentlichen Eigenantrieb zur Verbesserung der eigenen Situation und ohne
    > Rechtsbewusstsein*. Obrigkeitshörigkeit ist ein gern gesehenes Plus und
    > eine ausgeprägte Abneigung gegen soziale wie auch ökonomische Veränderungen
    > sind die gewünschte Qualifikation.

    Kann ich zumindest für Amazon überhaupt nicht bestätigen. Hier werden wir ständig danach befragt, womit wir zufrieden/unzufrieden sind, wie man die Arbeitsbedingungen verbessern kann, wie man mit dem Management zufrieden ist usw. und es werden auch entsprechende Konsequenzen daraus gezogen. Die Firmenkultur hier ist gerade nicht von Obrigkeitshörigkeit geprägt, man wird auch ausdrücklich ermutigt zu widersprechen, wenn man mit Entscheidungen unzufrieden ist. Das habe ich gerade bei deutschen Firmen ganz anders erlebt.

    > "Zufriedene Mitarbeiter".. Ich komm nicht mehr raus aus dem Lachen :D.

    Ich fänd es eher merkwürdig, wenn eine Firma nicht daran interessiert ist.

    --Thomas

  9. Re: Selbstlos ist das nicht

    Autor: eXXogene 24.05.18 - 15:00

    Metallrouter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Wir wollen, dass Leute bei Amazon arbeiten, die hier sein wollen"
    >
    > Übersetzt: Wir geben unbequemen Arbeitnehmern einen witzlos kleinen Betrag,
    > wenn sie die Fresse halten und gehen, anstatt dass die noch auf die Idee
    > kommen ihr Recht bei Arbeitnehmerschutz durchzusetzen.

    Nett gepoltert aber trotzdem bullshit. Hier geht es nicht um Arbeitgeberkündigungem oder erzwungene Aufhebungsverträge, sondern darum das bei Arbeitnehmerkündigung eine Prämie gezahlt wird.

  10. Re: Selbstlos ist das nicht

    Autor: Metallrouter 24.05.18 - 15:06

    eXXogene schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nett gepoltert aber trotzdem bullshit. Hier geht es nicht um
    > Arbeitgeberkündigungem oder erzwungene Aufhebungsverträge, sondern darum
    > das bei Arbeitnehmerkündigung eine Prämie gezahlt wird.

    Und weil Zwang für ne Firma teuer ist versucht man es halt deutlich Softer mit einem winzigem Zuckerkrümel als Anreiz. Ein paar tausend (wahrscheinlich steuerlich absetzbare) Euro um sich nicht mit Arbeitnehmerschutz herumzuschlagen. Supi!

  11. Re: Selbstlos ist das nicht

    Autor: berritorre 24.05.18 - 15:12

    Du gehst hier mit deiner Rosaroten deutschen Brille an die Geschichte. Arbeitnehmerschutz gibt es so in den USA nicht und Arbeitslosengeld so wie man das in Deutschland kennt wohl auch nicht. Wenn der Arbeitgeber will, dann feuert er dich von heute auf morgen (oft gibt es aber im Arbeitsvertrag z.B. eine 2 wöchige Kündigungsfrist). Fertig. Ohne lange Diskussionen, ohne große Folgen für den Arbeitnehmer.

    Unter diesem Licht betrachtet sieht das ganze schon wieder ein bisschen anders aus.

    Ich finde die Methode durchaus unorthodox, aber in der amerikanischen Arbeitswelt gar nicht so verkehrt. Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass du, egal was du machst, immer Leute haben wirst, die nicht wirklich da sein wollen. Diese Mitarbeiter sind einfach nicht gut fürs Klima. Im Normalfall ist die Arbeitsleistung dieser Mitarbeiter auch niedriger. Nicht weil sie überarbeitet wären oder es nicht könnten, sondern weil es ihnen einfach egal ist. Solchen Leuten kann so ein Anreiz durchaus die letzte fehlende Motivation geben, sich was anderes zu suchen. Und das ist gut für beide Seiten.

    D.h. nicht, dass Amazon der perfekte Arbeitgeber ist, das kann ich nicht beurteilen, dazu habe ich zu wenige Infos über Arbeitsbedingungen. Aber diese Geschichte hier ist auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt gar keine dumme Idee. Es gibt denen, die eigentlich wo anders sein wollen einen zusätzlichen Grund sich nach etwas um zusehen, das ihnen mehr liegt oder besser für sie passt. 2000-5000 Dollar ist nicht die Welt, aber es kann für die Übergangszeit helfen. Und da man ja selbst kündigt, hat man sich sicher schon nach was anderem umgesehen (wenn man halbwegs schlau ist).

  12. Re: Selbstlos ist das nicht

    Autor: Metallrouter 24.05.18 - 15:16

    Thomas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kann ich zumindest für Amazon überhaupt nicht bestätigen. Hier werden wir
    > ständig danach befragt, womit wir zufrieden/unzufrieden sind, wie man die
    > Arbeitsbedingungen verbessern kann, wie man mit dem Management zufrieden
    > ist usw. und es werden auch entsprechende Konsequenzen daraus gezogen.

    Die Daten würde ich auch erheben, aber eben mit einem anderen Ansinnen als du dahinter vermutest :).

    Wäre mal spannend was passiert wenn man in typischen Großfirmen so ne Fragerunde mit folgenden Punkten beantwortet:
    * Mehr Lohn
    * Weniger Leiharbeit
    * Steuern am Gestehungsort des Umsatzes ohne Ausnutzung innereuropäischer Steuerschlupflöcher
    * Zahlung von Betriebsrenten / Zusatzversicherungen
    * Schulungen zu Arbeitnehmerrechten
    * Durchsetzen sozial verträglicher Standards (Arbeitsbedingungen und Löhne) bei Zulieferern, Logistikunternehmen und Sonstigen Dritten

  13. Re: Selbstlos ist das nicht

    Autor: berritorre 24.05.18 - 15:17

    Man, müsst ihr alle in miesen Firmen gearbeitet haben. In meinem bisherigen Arbeitsleben habe ich solche Ausbeuterfirmen Gott sei Dank noch nicht erleben müssen. Klar, in jeder Firma gibt es Sachen, die nicht ideal sind oder die verbessert werden können.

    Wenn ich aber hier die Ergüsse mancher lese, da steckt schon viel Frust drin. Da muss man sich fragen, ob sich die Leute einfach die falschen Firmen aussuchen, keine Ahnung.

    Hört sich an wie das Gejammer mancher Frauen darüber, wie schlecht sie doch von Männern behandelt werden. Wenn man dann aber das Beuteschema sieht, dann wird einem klar wo das Problem liegt.

    Umgekehrt genauso: Da gibt es die Kerle die immer jammern, dass sie keine finden. Aber auch da ist es einfach oft falsches Beuteschema. Wenn du selbst nur eine 5 bist, dann wird es schwierig wenn du hinter 8-10 her bist.

  14. Re: Selbstlos ist das nicht

    Autor: berritorre 24.05.18 - 15:22

    Nochmal, es geht hier um die USA. Da hat Amazon keinerlei Probleme dich zu entlassen. Gesetzlich vorgeschriebene Kündigungsfristen gibt es dort wohl auf Bundesebene nicht. Falls lokal, dann sicht sich Amazon halt die richtigen Ecken aus.

    Du gehst da einfach mit einem Blickwinkel ran, der auf die Situation nicht passt. Wenn das in Deutschland wäre, dann könnte ich dir zustimmen. Aber da wäre dann wohl auch keiner so dumm wegen 2000-5000 Dollar zu kündigen (wenn er nicht schon was neues und besseres hat), es würde ja kein Arbeitslosengeld geben und das dürfte die 2000-5000 Dollar sicher übersteigen.

    Wie gesagt, es geht um die USA.

  15. Re: Selbstlos ist das nicht

    Autor: Metallrouter 24.05.18 - 16:12

    In den USA gibt es keinen Arbeitnehmerschutz wie wir ihn kennen. Es ist trotdzem recht häufig, dass man wegen u.a. Diskriminierung klagt wenn man gefeuert wird.
    Damit ändert sich beim Effekt auch nicht, es gibt Zuckerchen für Unbequeme Mitarbeiter die beim Verlassen der Firma nicht so viel Ärger machen / Gewinn für sich abschöpfen wie es möglich wäre.

    Wobei auch in den USA 26Wochen Arbeitslosengeld bezahlt werden, welches Firmen mittragen müssen, die ihre MA entlassen.

    Selbst in den USA bekommt man also seine ungeliebten MA auf diesem Weg mitunter kosteneffizienzer los.

  16. Re: Selbstlos ist das nicht

    Autor: Thomas 24.05.18 - 16:23

    Metallrouter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Thomas schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Kann ich zumindest für Amazon überhaupt nicht bestätigen. Hier werden wir
    > > ständig danach befragt, womit wir zufrieden/unzufrieden sind, wie man die
    > > Arbeitsbedingungen verbessern kann, wie man mit dem Management zufrieden
    > > ist usw. und es werden auch entsprechende Konsequenzen daraus gezogen.
    >
    > Die Daten würde ich auch erheben, aber eben mit einem anderen Ansinnen als
    > du dahinter vermutest :).

    Die Daten werden nicht nur erhoben, sondern es wird auch etwas geändert, wenn die Mitarbeiter mit irgendwas nicht zufrieden sind. Ich arbeite nun lang genug bei Amazon um das beurteilen zu können.

    Ich würde halt nicht immer von dir selber auf andere schließen. Amazon als Firma mag es ja durchaus am Ende um den geschäftlichen Erfolg gehen (wie bei jeder funktionierenden Firma auch), sie wissen aber auch, dass das nur mit zufriedenen Mitarbeitern erreicht werden kann.

    Wir investieren auch viel Zeit und Geld ins Recruiting neuer Mitarbeiter, die will man dann nicht wieder verlieren.

    > Wäre mal spannend was passiert wenn man in typischen Großfirmen so ne
    > Fragerunde mit folgenden Punkten beantwortet:

    Meiner Erfahrung nach sind es gerade die großen Konzerne, die überdurchschnittllich bezahlen und auch die besseren Arbeitsbedingungen bieten.

    > * Mehr Lohn

    Kann sich hier zumindest kaum jemand drüber beschweren, ansonsten halt ein Thema im 1:1 mit seinem Manager.

    > * Weniger Leiharbeit

    Soweit ich weiss beschäftigt Amazon in Deutschland schon seit Jahren keine Leiharbeiter mehr.

    > * Steuern am Gestehungsort des Umsatzes ohne Ausnutzung innereuropäischer
    > Steuerschlupflöcher

    Amazon versteuert seine Gewinne in Deutschland seit Mai 2015 nicht mehr in Luxemburg, sondern in Deutschland.

    > * Zahlung von Betriebsrenten / Zusatzversicherungen

    Jeder Mitarbeiter erhält hier eine Betriebsrente (Bruttolohnumwandlung) mit 100% Arbeitgeberzuschuss, eine kostenlose Berufsunfähigkeitsversicherung und eine kostenlose Risikolebensversicherung (jeweils in Höhe von zwei Jahresbruttogehältern), Mitarbeiteraktien und eine Mitarbeiterrabbat. Finde ich eigentlich ziemlich gut das Angebot.

    > * Schulungen zu Arbeitnehmerrechten

    Müssen wir sogar jährlich eine verpflichtende Schulung zu machen.

    > * Durchsetzen sozial verträglicher Standards (Arbeitsbedingungen und Löhne)
    > bei Zulieferern, Logistikunternehmen und Sonstigen Dritten

    Das ist in der Tat ein kritischer Punkt. Andererseits sollte hier auch der Staat entsprechende Mindeststandards setzen, so wie es auch schon beim Mindestlohn gemacht wurde.

    --Thomas



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 24.05.18 16:27 durch Thomas.

  17. Re: Selbstlos ist das nicht

    Autor: berritorre 24.05.18 - 16:25

    Das mit dem Arbeitslosengeld in den USA ist mir neu. Muss ich gleich mal recherchieren. Man will ja nicht dumm sterben. ;-)

  18. Re: Selbstlos ist das nicht

    Autor: marshell 24.05.18 - 17:09

    Zur Info:
    "Workers in most states are eligible for up to 26 weeks of benefits from the regular state-funded unemployment compensation program, although nine states provide fewer weeks and two provide more."
    https://www.cbpp.org/research/economy/policy-basics-how-many-weeks-of-unemployment-compensation-are-available

    Wegen den Kuendingungsfristen kann ich den mangelnden Schutz allerdings bestaetigen. Die Kollegen dort haben eine Kuendigungsfrist von 0,5 Tagen, d.h. bis Mittag muessen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer einig sein, ob sie sich am naechsten Tag sehen :-)
    Davon Gebrauch machen aber eher die Arbeitsnehmer. Kuendigungen sind - Metallrouter erwaehnte es bereits - schwierig, weil es schnell zu Klagen kommen kann. Daher wird bei absehbarem Kuendigungsbedarf ein "Paper Trail" initiert. Im Endeffekt werden ueber Wochen saemtliche Verfehlungen des Arbeitnehmers gesammelt um spaeter darzulegen, dass der AG quasi gar nicht anders konnte und es garantiert nicht diskrimierend war. Das System aehnelt verblueffend dem Abmahnungssystem fuer Arbeitnehmer in Deutschland.
    Was es hingegen nicht gibt, sind lange Krankheitsperioden. Warum? Ganz einfach: Krankheitstage werden (bis zu einer Grenze pro Fall) vom eh schon schmalen Urlaubskonto abgezogen. Darueber hinaus gehen Krankheiten, die >1 Woche aber <6 Wochen sind, in die Shorttime Disability mit reduziertem Lohn. Alles >6 Wochen fuehrt nach meinem Wissen (ich habs noch nicht erlebt) eh zur Kuendigung wegen Abwesenheit. Das mit der Kuendigung dann auch die Krankenversicherung verloren geht, mag hier als "motivierender" Faktor gezaehlt werden.

    MfG,
    Marshell

  19. Re: Selbstlos ist das nicht

    Autor: DY 24.05.18 - 20:51

    schap23 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da brauche ich keine Übersetzung. Steht alles im Artikel. Weiß aber nicht,
    > was daran schlecht sein soll. Wie schon im Artikel ganz richtig steht, ist
    > es weder für den Mitarbeiter noch für die Firma gut, wenn der Mitarbeiter
    > sich an seinem Arbeitsplatz nicht wohl fühlt und auch nicht weiß, wie er
    > das innerhalb der Firma ändern soll.

    Übersetzung meinst Du keine zu benötigen, verstanden aber was der TO schreibt hast Du offensichtlich nicht. Also was?

  20. Re: Selbstlos ist das nicht

    Autor: Apfelbaum 25.05.18 - 01:09

    berritorre schrieb:
    -------------------------------------------------------------------------------
    > Umgekehrt genauso: Da gibt es die Kerle die immer jammern, dass sie keine
    > finden. Aber auch da ist es einfach oft falsches Beuteschema. Wenn du
    > selbst nur eine 5 bist, dann wird es schwierig wenn du hinter 8-10 her
    > bist.

    Sorry fürs OT aber das ist der größte Quatsch des Jahrtausends, LOL.
    Frauen stehen gar nicht mal so aufs Aussehen wie das die männlichen Geier tun, denen geht es wesentlich mehr um Ausstrahlung und Selbstbewusstsein. Dann klappt's auch bei den "8-10", probier's mal ;).

  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. SICK AG, Waldkirch bei Freiburg im Breisgau
  2. Wacker Chemie AG, Burghausen
  3. FUNKINFORM Informations- und Datentechnik GmbH, Ettlingen
  4. Lidl Digital, Neckarsulm

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 3,49€
  2. 54,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  3. 9,99€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Elektroautos: Ladesäulen und die Tücken des Eichrechts
Elektroautos
Ladesäulen und die Tücken des Eichrechts

Wenn Betreiber von Ladestationen das Wort "eichrechtskonform" hören, stöhnen sie genervt auf. Doch demnächst soll es mehr Lösungen geben, die die Elektromobilität mit dem strengen deutschen Eichrecht in Einklang bringen. Davon profitieren Anbieter und Fahrer gleichermaßen.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. WE Solutions Günstige Elektroautos aus dem 3D-Drucker
  2. Ladesäulen Chademo drängt auf 400-kW-Ladeprotokoll für E-Autos
  3. Elektromobiltät UPS kauft 1.000 Elektrolieferwagen von Workhorse

Anthem angespielt: Action in fremder Welt und Abkühlung im Wasserfall
Anthem angespielt
Action in fremder Welt und Abkühlung im Wasserfall

E3 2018 Eine interessante Welt, schicke Grafik und ein erstaunlich gutes Fluggefühl: Golem.de hat das Actionrollenspiel Anthem von Bioware ausprobiert.

  1. Dying Light 2 Stadtentwicklung mit Schwung
  2. E3 2018 Eindrücke, Analysen und Zuschauerfragen
  3. Control Remedy Entertainment mit übersinnlichen Räumen

Volocopter 2X: Das Flugtaxi, das noch nicht abheben darf
Volocopter 2X
Das Flugtaxi, das noch nicht abheben darf

Cebit 2018 Der Volocopter ist fertig - bleibt in Hannover aber noch am Boden. Im zweisitzigen Fluggerät stecken jede Menge Ideen, die autonomes Fliegen als Ergänzung zu anderen Nahverkehrsmitteln möglich machen soll. Golem.de hat Platz genommen und mit den Entwicklern gesprochen.
Von Nico Ernst

  1. Urban Air Mobility Airbus gründet neuen Geschäftsbereich für Lufttaxis
  2. Cityairbus Mit Siemens soll das Lufttaxi abheben
  3. Verkehr Porsche entwickelt Lufttaxi

  1. Glücksspiel: Valve schränkt Steam-Marktplatz in den Niederlanden ein
    Glücksspiel
    Valve schränkt Steam-Marktplatz in den Niederlanden ein

    Pünktlich zum Ablauf einer Frist durch die niederländische Behörde für Glücksspiel sperrt Valve den Handel und Tausch von virtuellen Objekten in Counter-Strike und Dota 2 in dem Land - ohne Vorwarnung. Mit etwas Pech sind teuer gekaufte Gegenstände nun vorerst wertlos.

  2. Sim als App: Sipgate Satellite Plus kostet fünf Euro im Monat
    Sim als App
    Sipgate Satellite Plus kostet fünf Euro im Monat

    Unbegrenztes Telefonieren mit der App, die alles können soll, was eine SIM-Karte bietet: Sipgate Satellite Plus ist jetzt verfügbar.

  3. Samsung: Galaxy A8 kommt für 450 Euro nach Deutschland
    Samsung
    Galaxy A8 kommt für 450 Euro nach Deutschland

    Samsung bringt das in Asien bereits erhältliche Android-Smartphone Galaxy A8 mit dualer Frontkamera nach Deutschland: Das Gerät ist für ein Mittelklassegerät gut ausgestattet, aber nicht gerade preisgünstig.


  1. 18:16

  2. 17:59

  3. 17:35

  4. 17:16

  5. 16:43

  6. 16:23

  7. 16:00

  8. 15:20