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Unzufriedene Mitarbeiter sollen gehen, *sehr gut*

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  1. Unzufriedene Mitarbeiter sollen gehen, *sehr gut*

    Autor: dev_null 24.05.18 - 13:54

    Bei uns im Betrieb (große Bank), gibt es auch eine Mitarbeiterin die sich seit 8 Jahren ständig Krankschreiben lässt, ab und an ist die mal 1-2 Tage da, dann wieder für Wochen nicht. Sieht man die Person in der Stadt, geht es ihr blenden....

    Es sei jedem gegönnt, sich ständig Krankschreiben zu lassen, das Blöde ist nur, wir müssen darunter leiden, da wir keinen neuen Mitarbeiter für Sie bekommen, es sind ja genug da...!

    Daher finde ich es gut, Abfindung und weg mit dem faule/unzufrieden Mitarbeiter/in

  2. Re: Unzufriedene Mitarbeiter sollen gehen, *sehr gut*

    Autor: Muhaha 24.05.18 - 14:12

    dev_null schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Daher finde ich es gut, Abfindung und weg mit dem faule/unzufrieden
    > Mitarbeiter/in

    Warum sollten gerade solche Spezialisten eine Abfindung nehmen? Ich kenne eine ähnliche Situation in einer Firma, wo man nach einer Fusion dachte, man könne mit lukrativen Abfindungen die sowohl die eigenen Faulpelze, als auch die des Fusionspartners loswerden.

    Was ist passiert?

    Angenommen haben die Abfindungen viele junge, tatkräftige Mitarbeiter, die entweder ein schickes Sabbatical mit Weltreise vor der neuen Stelle genommen haben oder das Geld in die Familienplanung/den Hausbau gesteckt haben. Geblieben sind ALLE (!) Faulpelze und man musste dann noch mit viel Aufwand die Leistungsträger ersetzen. Warum sind die Faulpelze nicht gegangen? Weil es für sie viel rentabler war dieses Spielchen noch eine Weile konsequent durchzuziehen, bis sie mit vollen Bezügen in Rente gehen können.

    Dann war man in der Geschäftsleitung schlauer und hat die Firma umorganisiert. Alle Faulpelze in eine eigene Abteilung, die Abteilung ans andere Ende der Stadt in einen sehr preiswert angemieteten, schmierigen Altbau aus den 1960ern. Ohne Kantine und so. Unangenehm warm im Sommer, weil keine Klimananlage. Somit wurden Stellen in den eigentlichen Abteilungen frei, die dann richtig besetzt werden konnten.

  3. Re: Unzufriedene Mitarbeiter sollen gehen, *sehr gut*

    Autor: Dwalinn 24.05.18 - 14:33

    Immer das beste aus der Situation machen.

    Bei uns haben auch ein paar leichte Aufgaben bekommen um sie noch praktikabel einzusetzen, der ein oder andere ist dabei sogar noch gut aufgeblüht.
    Da ging es aber hauptsächlich um Ü60er die eher Probleme mit neuen Anforderungen hatten.

  4. Re: Unzufriedene Mitarbeiter sollen gehen, *sehr gut*

    Autor: DerSchwarzseher 24.05.18 - 14:46

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > dev_null schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------

    > Dann war man in der Geschäftsleitung schlauer und hat die Firma
    > umorganisiert. Alle Faulpelze in eine eigene Abteilung, die Abteilung ans
    > andere Ende der Stadt in einen sehr preiswert angemieteten, schmierigen
    > Altbau aus den 1960ern. Ohne Kantine und so. Unangenehm warm im Sommer,
    > weil keine Klimananlage. Somit wurden Stellen in den eigentlichen
    > Abteilungen frei, die dann richtig besetzt werden konnten.


    Wär ich selbst als fauler mensch mit zum arbeitsgericht gegangen. Klingt sittenwidrig.

  5. Re: Unzufriedene Mitarbeiter sollen gehen, *sehr gut*

    Autor: DerSchwarzseher 24.05.18 - 14:48

    dev_null schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei uns im Betrieb (große Bank), gibt es auch eine Mitarbeiterin die sich
    > seit 8 Jahren ständig Krankschreiben lässt, ab und an ist die mal 1-2 Tage
    > da, dann wieder für Wochen nicht. Sieht man die Person in der Stadt, geht
    > es ihr blenden....
    >
    > Es sei jedem gegönnt, sich ständig Krankschreiben zu lassen, das Blöde ist
    > nur, wir müssen darunter leiden, da wir keinen neuen Mitarbeiter für Sie
    > bekommen, es sind ja genug da...!
    >
    > Daher finde ich es gut, Abfindung und weg mit dem faule/unzufrieden
    > Mitarbeiter/in


    Vourteil! Auch ein scheinbar gesunder Mensch kann krank sein. Diskriminierung von unsichtbaren krankheiten ist ein problem in unserer gesellschaft!

  6. Re: Unzufriedene Mitarbeiter sollen gehen, *sehr gut*

    Autor: HerrMannelig 24.05.18 - 14:57

    Erstens könnte dein Unternehmen einfach kündigen. So jemand geht auch nicht wg. 5000 Dollar. Wozu auch?

    Und du hast keine Ahnung was diese Person evtl. für psychische Probleme hat, deshalb wäre ich mal sehr vorsichtig mit solchen Aussagen. Ich finde es da sehr vorbildlich wenn das Unternehmen diese Person nicht einfach auf die Straße setzt.

  7. Re: Unzufriedene Mitarbeiter sollen gehen, *sehr gut*

    Autor: dev_null 24.05.18 - 15:30

    HerrMannelig schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Erstens könnte dein Unternehmen einfach kündigen. So jemand geht auch nicht
    > wg. 5000 Dollar. Wozu auch?
    >
    > Und du hast keine Ahnung was diese Person evtl. für psychische Probleme
    > hat, deshalb wäre ich mal sehr vorsichtig mit solchen Aussagen. Ich finde
    > es da sehr vorbildlich wenn das Unternehmen diese Person nicht einfach auf
    > die Straße setzt.

    Mal angenommen diese Person hätte psychische Probleme (kann jedem mal passieren), dann sollte man sich nicht 8 Jahre immer wieder Krankschreiben lassen sondern, in Behandlung gehen bzw. als Arbeitsunfähig einstufen lassen.
    Den so ist es einfach nur verdammt unfair für uns, die Personell so wieso schon schlecht besetzt sind.

    Angemerkt sei auch, dass der Arzt dafür bekannt ist, gerne Krank zu schreiben.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 24.05.18 15:31 durch dev_null.

  8. Re: Unzufriedene Mitarbeiter sollen gehen, *sehr gut*

    Autor: DerSchwarzseher 24.05.18 - 15:45

    dev_null schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > HerrMannelig schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Erstens könnte dein Unternehmen einfach kündigen. So jemand geht auch
    > nicht
    > > wg. 5000 Dollar. Wozu auch?
    > >
    > > Und du hast keine Ahnung was diese Person evtl. für psychische Probleme
    > > hat, deshalb wäre ich mal sehr vorsichtig mit solchen Aussagen. Ich
    > finde
    > > es da sehr vorbildlich wenn das Unternehmen diese Person nicht einfach
    > auf
    > > die Straße setzt.
    >
    > Mal angenommen diese Person hätte psychische Probleme (kann jedem mal
    > passieren), dann sollte man sich nicht 8 Jahre immer wieder Krankschreiben
    > lassen sondern, in Behandlung gehen bzw. als Arbeitsunfähig einstufen
    > lassen.
    > Den so ist es einfach nur verdammt unfair für uns, die Personell so wieso
    > schon schlecht besetzt sind.
    >
    > Angemerkt sei auch, dass der Arzt dafür bekannt ist, gerne Krank zu
    > schreiben.


    Sollen wir wetten das ich bei jedem Arzt soviele Krankmeldungen bekomme wie ich will?

  9. Re: Unzufriedene Mitarbeiter sollen gehen, *sehr gut*

    Autor: berritorre 24.05.18 - 16:02

    Jaja, genau. All die faulen Säcke da draussen sind eigentlich alle unsichtbar krank...

    Leider ist es heute viel zu einfach krank geschrieben zu werden. Wegen jedem Käse rennt das Volk zum Arzt und die sind meist auch gleich mit dabei.

    Sorry, es mag Leute geben, die wirklich krank sind und man sieht es ihnen nicht direkt an. Aber wenn jemand fröhlich durch die Stadt laufen kann, kann man meist auch sehr gut auf die Arbeit gehen.

    Schlimm finde ich, dass es auch noch immer Leute gibt, die das alles verteidigen. Meine persönliche Erfahrung ist, dass bei einigen (sind Gott sei dank meist nur wenige im Betrieb), 90% der Krankschreibungen mit Krankheit nur im Entferntesten etwas zu tun haben. Man kann halt leider nicht viel dagegen tun, denn sie könnten ja wirklich krank sein. Solange sie der Arzt krank geschrieben hat, kann man nix machen. Allerdings gebe ich heute auf eine Krankschreibung rein gar nichts. Es gibt Ärzte die sind mit den Krankschreibungen einfach sehr schnell und wenn man die richtigen Worte wählt, kommt selbst ein skeptischer Arzt oft nicht drumrum einem eine Krankschreibung auszustellen, auch wenn er sich ziemlich sicher ist, dass man eigentlich nichts hat.

    Ich bin absolut für eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, aber manchmal überlege ich mir, ob das System der Sick-Days aus den USA nicht manchmal fairer ist. Problem dabei ist einfach, dass wirklich kronisch Kranke da benachteiligt würden. Aber ich wäre in diesen Fällen sowieso dafür, diese dann einfach aus dem Arbeitsmarkt zu nehmen und staatlich zu versorgen. Passiert ja in Deutschland nach 6 Wochen schon. Aber 6 Wochen sind ein hartes Brot (vor allem bei kleinen Unternehmen), vor allem wenn die Leute häufiger im Jahr krank sind. Ich bin da also durchaus für eine härtere Kontrolle bei denen die häufig krank sind. Aber das nennen dann einige wohl unsozial. Finde ich allerdings nicht. Unsozial sind die, die sich wegen nichts krank schreiben lassen. Denn die Kollegen müssen das fehlen ja irgendwie abfangen. Einfach mal schnell jemanden einstellen dürfte in vielen Berufen nicht funktionieren, weil qualifizierte Mitarbeiter ja nicht schlange stehen und an einem Tag eingearbeitet sind. Schwierig das zu lösen ohne echt Kranken das Leben schwer zu machen.

  10. Re: Unzufriedene Mitarbeiter sollen gehen, *sehr gut*

    Autor: berritorre 24.05.18 - 16:04

    Da brauchen wir nicht wetten. Wenn du die richtigen Worte wählst, muss der Arzt dich quasi krankschreiben, auch wenn er weiss, dass deine "Krankheit" Bullshit ist.

    Aber es gibt durchaus Ärzte, die greifen wesentlich leichter zur Krankschreibung, während andere sich eher zieren.

  11. Re: Unzufriedene Mitarbeiter sollen gehen, *sehr gut*

    Autor: Muhaha 24.05.18 - 16:28

    DerSchwarzseher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Wär ich selbst als fauler mensch mit zum arbeitsgericht gegangen. Klingt
    > sittenwidrig.

    Ist auch passiert. Der Richter hat dem Kläger wohl zugestanden, dass die Intention des Arbeitgebers klar ersichtlich sei, aber nichts an den neuen Büroräumen ein Verstoß gegen gesetzliche Bestimmungen darstellt. Er muss weiterhin dort für die Firma tätig sein oder er kann kündigen.

  12. Re: Unzufriedene Mitarbeiter sollen gehen, *sehr gut*

    Autor: DerSchwarzseher 24.05.18 - 16:32

    berritorre schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Aber es gibt durchaus Ärzte, die greifen wesentlich leichter zur
    > Krankschreibung, während andere sich eher zieren.

    Ok damit gehe ich im einklang

  13. Re: Unzufriedene Mitarbeiter sollen gehen, *sehr gut*

    Autor: DerSchwarzseher 24.05.18 - 16:33

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DerSchwarzseher schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Wär ich selbst als fauler mensch mit zum arbeitsgericht gegangen. Klingt
    > > sittenwidrig.
    >
    > Ist auch passiert. Der Richter hat dem Kläger wohl zugestanden, dass die
    > Intention des Arbeitgebers klar ersichtlich sei, aber nichts an den neuen
    > Büroräumen ein Verstoß gegen gesetzliche Bestimmungen darstellt. Er muss
    > weiterhin dort für die Firma tätig sein oder er kann kündigen.

    Du sprachest von heissen räumen. Da gibts selbst als Büromensch Hitzefrei

  14. Re: Unzufriedene Mitarbeiter sollen gehen, *sehr gut*

    Autor: berritorre 24.05.18 - 16:45

    Wir hatten auch jahrelang so eine Truppe in der Firma. Die waren im besten Alter, aber Arbeit war nicht so ihr Ding. Ich hatte da als Praktikant super Einblicke in die Arbeitsweise. Priorität war ihr "Ebay-Geschäft" (Kaufen und Verkaufen). Dahinter musste jegliche berufliche Tätigkeit anstehen. Man hat sich absichtlich blöd angestellt (oder war wirklich völlig belämmert). Denn nach einer halben Stunde habe ich als Praktikant deren Job wesentlich besser gemacht als die (wenn sie denn mal was gearbeitet haben). Die schwierigen Fälle kamen dann all zu mir, weil ich sie (relativ) schnell lösen konnte (viel mehr als ein bisschen Recherche bei Google war meist nicht notwendig, also lag es nicht daran, dass ich ein Genie bin...).

    Später, als ich dann in der Firma fest angestellt war, war ich manchmal (Gott sei Dank sehr selten) interner Kunde bei dieser Abteilung. Die Leistungen kamen regelmäßig mit haarsträubenden Fehlern, die jeder erkennen hätte müssen, wenn er das ganze nochmal kurz kontrolliert hätte bevor der Übergabe. Teilweise mussten die Dokumente 2-3 mal zurückgeschickt werden, weil nach der ersten "Korrektur" dann neue Fehler in den Tabellen waren. Das schlimmste an der Geschichte: Die interne Verrechnung ging auf Stundenbasis. D.h. mehr Fehler, besseres Ergebnis für die Abteilung! Ich bezweifle, dass die das so geplant haben, selbst dafür wären sie wohl zu dumm gewesen, aber es war absurd.

    Die Firma war relativ familiär und im Prinzip wurde eigentlich niemandem gekündigt. Aber irgendwann vor ein paar Jahren hat uns dann auch die Krise erwischt und es musste gehandelt werden. Das erste Mal in der über 50jährigen Geschichte der Firma mussten Mitarbeiter aus wirtschaftlichen Gründen entlassen werden. Und obwohl wir eigentlich dachten, der CEO hätte nicht gecheckt was da läuft, hatten wir uns wohl getäuscht. Die Gelegenheit wurde genutzt diese Abteilung komplett zu schliessen. Die meisten der wenigen guten Mitarbeiter wurden in anderen Abteilungen untergebracht (wo sie jetzt auch wesentlich glücklicher sein) und einer hat sich selbstständig gemacht. Der fährt heute besser als vorher. Er hat unsere Firma als Kunden, aber arbeitet auch noch für andere. Verdient wohl wesentlich besser als vorher, hat seine eigenen Mitarbeiter, usw. Und wir zahlen nicht mehr für Fehler extra, weil wir für den Auftrag bezahlen und dafür ein Angebot bekommen. Die Fehler halten sich jetzt sehr in Grenzen (auch weil er eben einer der guten Mitarbeiter war) und falls doch mal was sein sollte, dann werden nicht wir auch noch dafür bestraft.

  15. Re: Unzufriedene Mitarbeiter sollen gehen, *sehr gut*

    Autor: Muhaha 24.05.18 - 16:52

    berritorre schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ich bin absolut für eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, aber manchmal
    > überlege ich mir, ob das System der Sick-Days aus den USA nicht manchmal
    > fairer ist.

    Nein, ist es nicht. Auf dem Papier klingt es nicht schlecht, zugegeben, aber in der Praxis ...

    > Problem dabei ist einfach, dass wirklich kronisch Kranke da
    > benachteiligt würden.

    Nicht nur die leiden darunter, auch die halbwegs dauergesunden Kollegen schleppen sich dann teilweise mit fetter Grippe ins Office, anstatt FUCKIN ZU HAUSE ZU BLEIBEN! Und was man nicht offiziell krankfeiern darf, wird dann inoffiziell auf der Arbeit abgefeiert. Die Arbeitseffizenz in US-Büros ist deutlich niedriger als in Deutschland. Man braucht für die gleichen Ergebnisse teilweise deutlich (!) länger. Aber nicht, weil die Amis fauler oder unfähiger sind, sondern weil sie deutlich schärfere Krankheitsregelungen und deutlich weniger Urlaub eben auf andere Weise kompensieren.

    Ich war in jungen Jahren für ein halbes Jahr in Denver bei der US-Mutter meines damaligen Arbeitgebers tätig. Nach einigen Tagen wurde ich sanft zur Seite genommen und gebeten, doch bitte etwas langsamer zu arbeiten. Man müsse das den deutschen Kollegen erst immer beibringen. Und am Casual Friday lief eh nix. Da wurde noch mehr so getan, als ob man etwas tun würde :)

    > Aber ich wäre in diesen Fällen sowieso dafür, diese
    > dann einfach aus dem Arbeitsmarkt zu nehmen und staatlich zu versorgen.

    Kein Freund davon :) Das ist in meinen Augen wieder nur die übliche Verlagerung individueller Probleme von Firmen auf die Gemeinschaft, die Gesellschaft, das Staatswesen.

    Es braucht keine neuen Gesetze und auch keinen Abbau von Gesetzen zum Schutze des Arbeitnehmers. Es braucht nur mehr Einsicht auf Seiten des Arbeitgebers, dass man mit Umorganisationen die Arbeit effizienter und das Leben für die anderen Kollegen besser machen kann. Dazu braucht es eher mehr Beratung und Hilfestellung durch z.B. die diversen Industrie- und Handelskammern, idealerweise auch durch die Gewerkschaften.

    Kleine Firmen leiden ja nicht so stark unter diesem Problem. Grundsatz-Faulpelze lassen sich hier ganz schnell durch erwiesene Mängel in der Arbeitsleistung rauskicken. Da gibt es keine Plätze, um "überwintern" zu können. Diese speziellen Schmarotzer findest Du auch fast nur in Firmen mit größeren Strukturen, wo sich leichter entsprechende Nischen in der Arbeitsorganisation finden lassen, um solche Strategien erfolgreich durchziehen zu können. Und eine entsprechende Umorganisation ist so einer Firma sehr viel leichter möglich.

  16. Re: Unzufriedene Mitarbeiter sollen gehen, *sehr gut*

    Autor: Muhaha 24.05.18 - 16:54

    DerSchwarzseher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Du sprachest von heissen räumen. Da gibts selbst als Büromensch Hitzefrei

    Meine erste Beschreibung war nicht ganz korrekt, verzeih bitte :)

  17. Re: Unzufriedene Mitarbeiter sollen gehen, *sehr gut*

    Autor: Muhaha 24.05.18 - 17:16

    berritorre schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Denn nach einer halben Stunde habe ich als Praktikant deren Job wesentlich
    > besser gemacht als die (wenn sie denn mal was gearbeitet haben).

    Das kenne ich von meinem Praxissemester am Vermessungsamt. Erster Tag, mit einer Studienkollegin in den Keller geschickt worden, wir sollen da Kartenmaterial umsortieren. Schlau wie die Leute dort waren, dachte man uns für die nächsten zwei Monate mindestens vom Hals zu halten. Nach anderthalb Tagen kamen wir wieder hoch und fragten, was wir jetzt tun sollen, denn wir seien fertig.

    Den Leuten dort mache ich keinen Vorwurf mehr, denn erst später hatten wir erfahren, dass in der Zweigstelle alles altgediente Vermesser und Kartographen waren, die man im Zuge der Digitalisierung nicht mehr gebraucht hat und die man auch nicht einfach so gschwind umschulen konnte, weil GIS ein komplexes Thema ist. Also saßen sie alle in der Zweigstelle und haben sich noch ein schönes Restberufsleben vor Rente und Pension gemacht. Der soziale Frieden blieb gewahrt, die Volkswirtschaft hat sich gefreut, dass die Leute weiterhin solvent waren.

    Ich bin ja gar nicht mal so dafür solche Schmarotzer zu feuern. Gerade die größeren Firmen können sich das LOCKERST leisten. Man muss mal nur darauf achten, was für Summen durch das meist kompetenzfreie Herumgegurke der Geschäftsführungen verbraten wird. Das ist keine Geldfrage. Es ist eine Organisationsfrage. Solche Leute kann man aus dem normalen Arbeitsprozeß outsourcen, wo sie keinen Schaden mehr anrichten können. Sollen sie halt schmarotzen, ist doch nur Geld. Hauptsache sie gehen nicht mehr ihren Kollegen durch Überstunden und entsprechende gesundheitliche Belastungen auf den Sack.

  18. Re: Unzufriedene Mitarbeiter sollen gehen, *sehr gut*

    Autor: Muhaha 24.05.18 - 17:19

    berritorre schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Aber es gibt durchaus Ärzte, die greifen wesentlich leichter zur
    > Krankschreibung, während andere sich eher zieren.

    Jopp. Es gibt in jeder Stadt DEN Arzt, zu dem man geht, wenn man keinen Bock mehr auf die Firma hat, aber noch deren Geld braucht. Und man meidet andere Ärzte, weil die ständig rumdiskutieren wollen, anstatt einfach den Zettel zu unterschreiben.

  19. Re: Unzufriedene Mitarbeiter sollen gehen, *sehr gut*

    Autor: das-emu 24.05.18 - 19:10

    Kennst du den:
    Nimmt sich einer das Leben, später kommt heraus das diese Person (z.b) an Depression litt. Was hört man immer und immer wieder?
    "Nie etwas bemerkt"
    Völlige überrascht"
    "Hat sich nichts anmerken lassen"
    "War immer freundlich und aufgestellt"
    "Wirkte immer sehr fröhlich"
    etc usw usf.

    Ich gehörte über 9 Jahren zu hier sogenannten "Schmarotzern" die sich immer wieder Krank geschrieben haben und nur schlechte Leistung brachten, ständig Zeit auf dem Klo verbrachten usw.
    Habe ich das getan weil ich Faul bin? Weil mir die Arbeit nicht gefiel? Nein, weil ich nicht konnte, wie ein einbeiniger dem man es nicht ansieht das ihm ein Bein fehlt und sich alle wundern wieso der nicht genau so gut gehen kann wie andere. Das ist ja die krux bei psychischen Problemen, meistens kann man selbst nicht einordnen was es ist. Bei mir hat es schlussendlich 15 Jahre gedauert bis zur diagnose. In dieser Zeit habe ich mich mit Zähnen und Nägel versucht im Arbeitsleben zu halten und das geforderte zu bringen. Ich wage zu behaupten, das ich in der Zeit mehr durchgelitten und gebissen habe als die meisten.
    Hättest du es mir angesehen auf der Strasse? Nein, sicher nicht. Man versucht das zu verstecken, wie auch auf der Arbeit. Auch weil man es sicht nicht zugesehen will. Pipappo...
    Jedenfalls, zu sagen jemand wäre faul weil er nicht heulend in der Einkaufspassage steht oder einen dicken Gips hat, von dem man aber weiss das er Krank geschrieben ist, ich würde sagen, diskriminierend.
    Der rest ist vorverurteilend aufgrund von annahmen und gerüchten.





    dev_null schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei uns im Betrieb (große Bank), gibt es auch eine Mitarbeiterin die sich
    > seit 8 Jahren ständig Krankschreiben lässt, ab und an ist die mal 1-2 Tage
    > da, dann wieder für Wochen nicht. Sieht man die Person in der Stadt, geht
    > es ihr blenden....
    >
    > Es sei jedem gegönnt, sich ständig Krankschreiben zu lassen, das Blöde ist
    > nur, wir müssen darunter leiden, da wir keinen neuen Mitarbeiter für Sie
    > bekommen, es sind ja genug da...!
    >
    > Daher finde ich es gut, Abfindung und weg mit dem faule/unzufrieden
    > Mitarbeiter/in

  20. Re: Unzufriedene Mitarbeiter sollen gehen, *sehr gut*

    Autor: DerSchwarzseher 25.05.18 - 08:56

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > berritorre schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Aber es gibt durchaus Ärzte, die greifen wesentlich leichter zur
    > > Krankschreibung, während andere sich eher zieren.
    >
    > Jopp. Es gibt in jeder Stadt DEN Arzt, zu dem man geht, wenn man keinen
    > Bock mehr auf die Firma hat, aber noch deren Geld braucht. Und man meidet
    > andere Ärzte, weil die ständig rumdiskutieren wollen, anstatt einfach den
    > Zettel zu unterschreiben.

    Das wird wohl im Dorf so sein das es einen Arzt gibt der sowas macht. Aber sowas wird auf dauer auffallen!

    Ich sage in Köln ists jeder 1,5. weil einfach kein bock mit den AUrlaubern lange zu diskutieren.

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