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Wachstum reicht nicht aus...

Für Konsolen-Talk gibt es natürlich auch einen Raum ohne nerviges Gedöns oder Flamewar im Freiraum!
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  1. Wachstum reicht nicht aus...

    Autor: Nebukadneza 22.01.15 - 12:48

    ...wenn ich das schon lese!

    Wiedermal die Aktionäre, die den Hals nicht voll genug bekommen! Entschuldigung, aber solange nur noch nackte Zahlen für ein paar "Wenige" interessant sind und deshalb Tausende Arbeitnehmer auf die Straße gesetzt werden wird es mit der Gesamtsituation nicht Bergauf gehen.

    Wieso denn immer Wachstum? Wenn eine Firma funktioniert und Jahr für Jahr seine Gewinne einfährt und dafür vielen Menschen einen Arbeitsplatz sichert und damit deren Lebensunterhalt ist das doch okay! Aber nein, es muss immer alles ins Maßlose gesteiergt werden.

    Dass das Wachstum aber zunehmend stagniert ist auch kein Wunder - mal ehrlich, bei dem was auf ebay mittlerweile so "rumlungert" und getrieben wird, macht ebay keinen Spaß mehr - Als Verkäufer wird man immer weiter in die Ecke gedrängt und als Käufer findet man fast nur noch China-Ware oder unehrlich beschriebene Ware die nicht annährend die Beschreibung und Beschaffenheit erfüllt. Gute Schnäpchen sind da ehr die Ausnahme.

    Ebay - kümmert euch um eure Mitarbeiter! Rückgrad?

  2. Re: Wachstum reicht nicht aus...

    Autor: Andre S 22.01.15 - 13:09

    Nebukadneza schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...wenn ich das schon lese!
    >
    > Wiedermal die Aktionäre, die den Hals nicht voll genug bekommen!
    > Entschuldigung, aber solange nur noch nackte Zahlen für ein paar "Wenige"
    > interessant sind und deshalb Tausende Arbeitnehmer auf die Straße gesetzt
    > werden wird es mit der Gesamtsituation nicht Bergauf gehen.
    >
    > Wieso denn immer Wachstum? Wenn eine Firma funktioniert und Jahr für Jahr
    > seine Gewinne einfährt und dafür vielen Menschen einen Arbeitsplatz sichert
    > und damit deren Lebensunterhalt ist das doch okay! Aber nein, es muss immer
    > alles ins Maßlose gesteiergt werden.
    >
    > Dass das Wachstum aber zunehmend stagniert ist auch kein Wunder - mal
    > ehrlich, bei dem was auf ebay mittlerweile so "rumlungert" und getrieben
    > wird, macht ebay keinen Spaß mehr - Als Verkäufer wird man immer weiter in
    > die Ecke gedrängt und als Käufer findet man fast nur noch China-Ware oder
    > unehrlich beschriebene Ware die nicht annährend die Beschreibung und
    > Beschaffenheit erfüllt. Gute Schnäpchen sind da ehr die Ausnahme.
    >
    > Ebay - kümmert euch um eure Mitarbeiter! Rückgrad?

    Da geb ich dir zu 100% recht. Investoren sollten sich doch glücklich schätzen wenns stabil läuft und eine grosse Geld Machine wie eBay sollte ich Erwägung auch sich von den Investoren frei zu kaufen und die damit raus zu schmeißen. Besser die als ehrliche Arbeitnehmer.

    Naja mir fällt dazu wieder mal das gute alte Lied ein das nicht passender sein könnte: http://m.youtube.com/watch?v=MTSitlFXEX8

  3. Re: Wachstum reicht nicht aus...

    Autor: blizzy 22.01.15 - 14:39

    > Investoren sollten sich doch glücklich
    > schätzen wenns stabil läuft

    Wozu sollte ein Investor investieren, wenn das Geschäft einfach nur stabil bleibt? Ein Investor möchte einen Gewinn rausschlagen, der wird bei "bleibt stabil" wohl kaum rumkommen.

  4. Re: Wachstum reicht nicht aus...

    Autor: Nebukadneza 22.01.15 - 14:44

    Wenn Du investierst als Investor und Deine Anteile lange genug hälst, kommt dabei sehr wohl ein Gewinn raus - selbst OHNE Wachstum oder mit geringen Rücklauf!

  5. Re: Wachstum reicht nicht aus...

    Autor: plutoniumsulfat 22.01.15 - 15:20

    Stabil heißt ja nicht, dass Ausgaben=Einnahmen sind. Ein gesundes, lineares Wachstum reicht auch, um Gewinne zu erwirtschaften.

  6. Re: Wachstum reicht nicht aus...

    Autor: Nebukadneza 22.01.15 - 15:32

    Richtig! Und selbst wenn es so wäre:

    Einfache Rechnung: Ein Unternehmen hat einen Wert von 350 000 Euro, es erwirtschaftet jährlich ca 100 000 Euro und wächst nicht. Du kaufst über Aktien 10 % des Unternehmens und bezahlst Dafür 35000 Euro. Nun erhälst Du auch 10% Gewinn aus dem Unternehmen. Das heißt Du bekommst jährlich 10 000 Euro Brutto ausbezahlt, also hast Du nach 3,5 Jahren Deinen Einsatz zumindest brutto wieder drin, ab dem 4ten Jahr also machst Du Gewinn, selbst wenn das Unternehmen jetzt nur 50 000 / Jahr erwirtschaftet, hast Du immerhin noch 5000 Euro als Gewinn. Das ganze natürlich abzüglich Steuern etc. Ganz so simpel wie hier beschrieben ist es nicht. Aber wenn man seine Anteile lange genug hält und das Unternehmen lange genug besteht, dann kann man auch ohne Wachstum oder sogar wenn das Unternehmen schrumpft Gewinne einfahren. Nur das was ich aus unserem Konzern von den Aktionären kenne bzw. deren Erwartung sind nicht nur die Dividende sondern 10 % Wachstum im Jahr, das sich die Investition schon nach viel kürzerer Zeit ausbezahlt -> Früher einmal hielten Investoren die Auktion über Jahre, heute sind es oftmals wenige Tage / Stunden. Da ist es kein Wunder das von Unternehmen erwartet wird Gewinn und unmögliches Wachstum zu generieren, notfalls eben auf kosten der Arbeitnehmer, die dann eben Ihren Job verlieren. Das Alles bringt für das laufende Fiskaljahr dann einen gewaltigen Schub und die Investoren sind Happy, aber das Jahr drauf knirschen dann alle mit den Zähnen, denn ohne weitere Investitionen seitens des Unternehmens ist es schwer zu Wachsen!

    Das ganze funktioniert allerdings nur bei Unternehmen die jährlich oder auch öfter eine Dividende ausschütten.

    Und wer jetzt kommt mit "das geht nicht" der erkläre mir bitte woher ich am Jahresende dann mein Geld bekomme ;-)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.01.15 15:33 durch Nebukadneza.

  7. Re: Wachstum reicht nicht aus...

    Autor: achtundvier 22.01.15 - 15:56

    +1

  8. Re: Wachstum reicht nicht aus...

    Autor: Codemonkey 22.01.15 - 16:58

    Auwei, Soso ein Unternehmen das 350.000¤ kostet, eine AG ist und 100.000¤ im Jahr Gewinn hat. In welcher Traumwelt?
    Normalerweise errechnet man den Preis eines Unternehmens am mehrfachen des JahresUMSATZES (es gibt mehrere Verfahren, dein Beispiel ist vorne und hinten lächerlich)

    Warum müssen Unternehmen wie Ebay wachsen? Weil sie KEINE DIVIDENDEN ausschütten. Das führt dazu das eine Aktie natürlich nur Sinn ergibt wenn sie steigt.

  9. Re: Wachstum reicht nicht aus...

    Autor: Nebukadneza 22.01.15 - 17:10

    In welcher Traumwelt? In einer ganz Realen... soetwas gibt es, das Unternehmen ist allerdings nicht an der Börse - also keine AG. Trotzdem halte ich 10% daran - ist ein Dienstleistungsunternehmen und Nein, ich verrate nicht wer mein Arbeitgeber ist. Du musst das beschriebene Prozedere ja nicht zwingend über Aktion machen, man kann auch Unternehmensanteile kaufen ohne Aktien und Börsen, dann allerdings sollte man etwas in die Firma einbringen ausserhalb von Geld, sonst wäre das Unternehmen ja blöd soetwas zu machen.

    Wenn mein Beispiel so lächerlich ist, dann ist es umso besser, dann bleiben mir solche Optionen evtl. noch bei anderen Unternehmen offen, wenn alle das für Lächerlich halten. Ich jedenfalls freue mich jedes Jahr erneut auf das Jahresende :-)

    Und es sollte wohl jedem klar sein, das unendliches Wachstum einfach nicht möglich ist, spätestens wenn jeder der ein Smartphone hat auch Whatsapp benutzt ist das Wachstum dahin (Beispiel).

    Übrigens, UMSATZ und GEWINN müssen nicht zwangsweise um einen großen Faktor auseinanderliegen. Im Dienstleistungsbereich indem ausser Lohnkosten für wenige Leute kaum kosten entstehen, kann der Gewinn den Löwenanteil vom Umsatz ausmachen.

    Aber ich geb zu, die Regel ist das nicht!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.01.15 17:13 durch Nebukadneza.

  10. Re: Wachstum reicht nicht aus...

    Autor: narfomat 22.01.15 - 18:03

    >Als Verkäufer wird man immer weiter in die Ecke gedrängt und als Käufer findet man fast nur noch China-Ware oder unehrlich beschriebene Ware die nicht annährend die Beschreibung und Beschaffenheit erfüllt

    diese aussage ist subjektiv, tendenziös, und mmn. grober unfug.
    eine gleichwertige behauptung wäre z.b. "meine hautfarbe ist dunkelblau" oder "ich kann fliegen", oder "ich hab das grösste primärgeschlechtsorgan der welt".

  11. Re: Wachstum reicht nicht aus...

    Autor: Codemonkey 22.01.15 - 18:34

    Naja, das ist schön für dich, ich hab selbst schon eine GmbH auch Dienstleistung verkauft und wenn dem so ist wie du beschrieben hast, hatte der Verkäufer vielleicht andere Gründe dich an dem Unternehmen zu beteiligen, oder war ein äh naja doof. Für so lächerlich wenig hätte ich jedenfalls keine Anteile verkauft. Um 35.000¤ reicher und die dann bei 0,2% zur Bank bringen äh ne.

    Stell dir vor du hast für 35.000¤ eBay Aktien gekauft und die dümpeln jetzt so seitwärts rum, was bedeutet du verlierst Geld. Dividende schüttet eBay nicht aus, da würdest du auch Wachstum erwarten.

    Ansonsten Whatsapp ist in der Tat ein gutes Beispiel, angenommen jeder hat jetzt ein Smartphone und Whatsapp, aber trotzdem (oder gerade deswegen) pflanzen sich die Menschen nicht mehr fort. Naja, die billige Art zu wachsen wäre jetzt den Jahrespreis um 1 Cent anzuheben. (Bäm, 7 Mrd Cent mehr Wachstum)
    Die elegante Art: Bedürfnisse finden und decken. Einen Webclient bauen und 1 Cent im Jahr nehmen. Whatsapp für Haustiere? Kann man nicht noch mehr bescheuerte Smileys als inApp verkaufen? Und wer sagt überhaupt das wir unsere 14 Mrd Cent nicht nehmen können um in China ein eigenes Whatsapp Handy zu bauen?
    Apple, geht her und findet und deckt das Bedürfnis nach einem Tablet Computer.
    Amazon schreibt rote Zahlen, verkauft erst Bücher, dann jeden scheiss, dann lässt es andere Leute jeden Scheiss in ihrem Shop verkaufen, dann verkaufen sie Tablets, VideoStreamflatrates und Smartphones.
    Übrigens auch sehr schön bei TVs zu sehen: FlachbildTV -> HDReady -> FullHD -> FullHD 3D -> FullHD 3D 400Hz -> FullHD 3D 400Hz Curved -> 4K -> ...

    Dividende ist der eine Weg, Wachstum der andere wie man an der Börse sein Geld anlegen kann.

  12. Re: Wachstum reicht nicht aus...

    Autor: _2xs 22.01.15 - 19:32

    narfomat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Als Verkäufer wird man immer weiter in die Ecke gedrängt und als Käufer
    > findet man fast nur noch China-Ware oder unehrlich beschriebene Ware die
    > nicht annährend die Beschreibung und Beschaffenheit erfüllt
    >
    > diese aussage ist subjektiv, tendenziös, und mmn. grober unfug.
    > eine gleichwertige behauptung wäre z.b. "meine hautfarbe ist dunkelblau"
    > oder "ich kann fliegen", oder "ich hab das grösste primärgeschlechtsorgan
    > der welt".

    Ich habs erkannt. Es gibt gar keine fliegenden Blauwale =p.

  13. Re: Wachstum reicht nicht aus...

    Autor: throgh 22.01.15 - 22:37

    Codemonkey schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dividende ist der eine Weg, Wachstum der andere wie man an der Börse sein
    > Geld anlegen kann.

    Ich fasse deinen Beitrag einfach einmal zusammen: Schneller Kapitalismus ohne Sinn oder Verstand mit maximalen Aussichten auf Gewinn unter der Prämisse der Gleichgültigkeit, korrekt? Allein die Börse ist einfach nur ein billiger Trick die Abzockmentalität weiter zu steigern und ganz verheißungsvoll mehr Kapital in ein Unternehmen zu stecken. Doch am Schluss bekommen nur einige gewiefte Zahlentrickser mehr Münzen in das werte Beutelchen. Es bleibt zu hoffen, dass der derzeitige Turbokapitalismus irgendwann in naher Zukunft sich selbst vernichtet und zu ruhigeren Gewässern zurückkehrt. Letztendlich kann Wachstum nicht ewig erfolgen, da wir grundsätzlich in einem reglementierten System - so denn wir unseren Lebensraum so verstehen möchten - existieren und das basiert auf begrenzten Vorräten, mit denen man wirtschaftet und wiederum Neues erstellt. Stagnation ist ein durchaus gutes Modell und nicht wirklich schädlich. Es geschieht nur eine Verteufelung weil die Menschen einfach und schlicht zu gierig werden. Und das zeigt sich wieder einmal perfekt nun bei ebay. Die Menschen sind austauschbar, gleichgültig, irrelevant sobald der Gewinn nicht mehr fließt und nur eine Stagnation erfolgt. Die bestehende Arbeit wird durch die Entlassungen ja nicht reduziert, nur umverteilt. Und damit ist selbstzerstörerisches Verhalten wieder vorprogrammiert. Einfach nur widerlich das Ganze!

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