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Na, ob der Münchner am Ende des Monats mehr hat als der Berliner oder Dresdner?

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  1. Na, ob der Münchner am Ende des Monats mehr hat als der Berliner oder Dresdner?

    Autor: Spaghetticode 21.03.14 - 08:23

    In München sollen ja angeblich die Mieten und sonstige Lebenshaltungskosten exorbitant hoch sein, sehr viel höher als irgendwo anders in Deutschland.

    Das heißt, der Münchner gibt seine Mehreinnahmen gleich wieder für die höhere Miete aus.

  2. Re: Na, ob der Münchner am Ende des Monats mehr hat als der Berliner oder Dresdner?

    Autor: lock_vogell 21.03.14 - 09:41

    mieten ja... lebenshaltungskosten nein...
    in köln/bonn düsseldorf wirst du kaum weniger für deinen kaffee, oder bei deinem italiener bezahlen...
    die mieten sind allerdings mit sicherheit zumindest moderat günstiger, auch wenn die im weltweiten, oder sogar europäischen vergleich immer nich niedrig sind, daher geht mir das geweine der münchener langsam auf die nerven, da in münchen das gehalt zumindest im europäischen vergleich sicher nicht allzusehr hinterherhinkt!

  3. Re: Na, ob der Münchner am Ende des Monats mehr hat als der Berliner oder Dresdner?

    Autor: Anonymer Nutzer 21.03.14 - 09:45

    Was aber auch nur für den absoluten Kern in der Münchener City gilt. Wenn man etwas weiter raus zieht, z.B. nach Sendling, Giesing, Freimann, etc. ist die Miete nur noch halb so hoch.
    Problem ist halt wenn die Leute alle nach Bogenhausen und Schwabing wollen, weil es so die "In"-Viertel sind. Dann zahlen die halt entsprechend und jammern über die hohen Mieten. Ich rate immer dazu nicht in die angesagten Viertel zu ziehen, sondern in die ganz normalen. Dann zahlt man weniger für die Miete, kann Geld für die eigene Immobilie hinlegen und verdient trotzdem ein hohes Münchener Gehalt.

  4. Re: Na, ob der Münchner am Ende des Monats mehr hat als der Berliner oder Dresdner?

    Autor: Michael H. 21.03.14 - 10:35

    Ich wohne 35 km unterhalb von München und habe 55km bis zu mir in die Arbeit. Habe mir hierfür extra ein 4,5 Liter/100km Auto besorgt.

    So zahle ich monatlich knappe 250¤ Sprit, habe je Arbeitsfahrt knappe 45-50 minuten über Landstraßen und die Autobahn an Fahrtzeit... und krieg davon 219¤ durch meine Steuererklärung wieder wenn ich die km-Pauschalte geltend mache.

    Liegt aber auch daran das ich da unten ein Haus besitze im schönen Isartal wofür nur Nebenkosten anfallen.
    Aber auch hier sind die Mieten durchschnittlich halb bis ein drittel so hoch wie im Münchener Zentrum oder die "Trendigen" Ballungszentren um München rum.

    Hier zahlt man dann wenn man Glück hat 500¤ warm für eine Altbauwohnung mit 105qm. Gibt aber auch hier teils Wohnungen mit 45qm für 450-500¤ kalt. Kommt auch immer ganz drauf an wo man hier ne Wohnung sucht.

  5. Re: Na, ob der Münchner am Ende des Monats mehr hat als der Berliner oder Dresdner?

    Autor: aac 21.03.14 - 11:34

    Spaghetticode schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In München sollen ja angeblich die Mieten und sonstige Lebenshaltungskosten
    > exorbitant hoch sein, sehr viel höher als irgendwo anders in Deutschland.
    >
    > Das heißt, der Münchner gibt seine Mehreinnahmen gleich wieder für die
    > höhere Miete aus.


    Das stimmt zwar, dass die Mieten in München deutlich teuerer sind aber das hindert die Leute trotzdem nicht daran, in Scharen hierher zu ziehen und hier zu leben, weil München eben sehr attraktiv ist. München ist nach wie vor top und boomt weiter (daher auch steigende Mieten). Abgesehen davon, gibt es hier Jobs ohne Ende. D.h. wenn man aus irgendeinem Grund seine Stelle verliert, findet man sehr zeitnah einen gleichwertigen Job - während in Berlin eine laaaaange Suche beginnt.

  6. Re: Na, ob der Münchner am Ende des Monats mehr hat als der Berliner oder Dresdner?

    Autor: danielmader 21.03.14 - 13:43

    Vielen Dank. Ein schönes Beispiel für den Wahnsinn Pendlerpauschale. Mir ist völlig schleierhaft, wieso der Steuerzahler weite Wege subventionieren sollte.

    Ich wohne in der Stadt, den Weg zur Arbeit kann ich in 25min per Fahrrad fahren, zahle hohe Mieten, und zum Dank komme ich dadurch nicht über die 1000¤-WK-Pauschale.

    Wird Zeit, im Steuersystem mal gründlich auszumisten und diese ganzen Ausnahmen und Rückerstattungsmöglichkeiten drastisch zu reduzieren. Diese sollte es nur bei außergewöhnlichen Belastungen geben, wie etwa Krankheit in der Familie, Unfall, Elementarschäden usw. Aber doch nicht als Regelzahlung.

  7. Re: Na, ob der Münchner am Ende des Monats mehr hat als der Berliner oder Dresdner?

    Autor: hobel 21.03.14 - 14:45

    danielmader schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vielen Dank. Ein schönes Beispiel für den Wahnsinn Pendlerpauschale. Mir
    > ist völlig schleierhaft, wieso der Steuerzahler weite Wege subventionieren
    > sollte.
    >
    > Ich wohne in der Stadt, den Weg zur Arbeit kann ich in 25min per Fahrrad
    > fahren, zahle hohe Mieten, und zum Dank komme ich dadurch nicht über die
    > 1000¤-WK-Pauschale.
    >
    > Wird Zeit, im Steuersystem mal gründlich auszumisten und diese ganzen
    > Ausnahmen und Rückerstattungsmöglichkeiten drastisch zu reduzieren. Diese
    > sollte es nur bei außergewöhnlichen Belastungen geben, wie etwa Krankheit
    > in der Familie, Unfall, Elementarschäden usw. Aber doch nicht als
    > Regelzahlung.


    Evtl ist es auch in Deinem Interesse das nicht jeder Seppel in Deine Nachbarschaft drueckt, sondern der eine oder andere auf dem Land wohnen bleibt?
    Nur mal so als Idee... Deine Miete koennte noch viel hoeher sein.

  8. Re: Na, ob der Münchner am Ende des Monats mehr hat als der Berliner oder Dresdner?

    Autor: anonfag 24.03.14 - 12:49

    Wie sind die Internetgeschwindigkeiten in den günstigeren Gebieten?

  9. Re: Na, ob der Münchner am Ende des Monats mehr hat als der Berliner oder Dresdner?

    Autor: Michael H. 24.03.14 - 15:54

    danielmader schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vielen Dank. Ein schönes Beispiel für den Wahnsinn Pendlerpauschale. Mir
    > ist völlig schleierhaft, wieso der Steuerzahler weite Wege subventionieren
    > sollte.

    Wo subventioniert der Steuerzahler denn dies?
    Ist ja nicht so als ob ich nicht meine Steuern schon bezahlt hätte wovon ich dann einen Teil zurückbekomme.
    Du tust ja gerade so als ob du meine Fahrtkosten zahlen würdest.


    > Ich wohne in der Stadt, den Weg zur Arbeit kann ich in 25min per Fahrrad
    > fahren, zahle hohe Mieten, und zum Dank komme ich dadurch nicht über die
    > 1000¤-WK-Pauschale.

    Mir wäre es auch lieber wenn ich in 25 minuten mit dem Fahrrad in der Arbeit wäre.
    Aber ich habe nunmal 55km zur Arbeit, brauche knapp eine Stunde pro Fahrt, weil ich hier in der Gegend nichts gefunden habe, was mir auch berufliche Aussichten gebracht hätte.
    Und da ich hier als eine von vier Personen Hausbesitzer bin für ein 3-Familienhaus und ich es nicht einsehe 7-800¤ Miete für ein 1 Zimmer Appartment zu bezahlen, wenn ich hier für laue Nebenkosten von 150-200¤ im Monat knappe 147qm auf meiner Etage mein Eigen nennen kann, welches dann im Prinzip leer steht damit ich mir bei meinem Einsteigergehalt von 2400¤ Brutto direkt die hälfte nur fürs enge Wohnen abdrücken kann.

    Hätte ich ein Auto mit mehr als nur meinen kleinen 4,3 Litern verbrauch auf 100km... würde ich mit 250¤ Sprit nicht weit kommen. Die meisten Autos schlucken eher um die 6-8 Liter und manche sogar 8-10 Liter, womit ich schon bei 500¤ Spritkosten wäre.

    Hier wird gar nix subventioniert. Ich erhalte nur einen Teil meiner bezahlten Steuern zurück. Und ich kann auch nicht mehr zurück bekommen als ich eingezahlt habe. Somit haben die anderen Steuerzahler überhaupt nichts mit mir zu tun.

    > Wird Zeit, im Steuersystem mal gründlich auszumisten und diese ganzen
    > Ausnahmen und Rückerstattungsmöglichkeiten drastisch zu reduzieren. Diese
    > sollte es nur bei außergewöhnlichen Belastungen geben, wie etwa Krankheit
    > in der Familie, Unfall, Elementarschäden usw. Aber doch nicht als
    > Regelzahlung.

    Ach und Leute die wegen ihrem Job weiter weg müssen weil in ihrer direkten Umgebung kein Angebot am Arbeitsmarkt herrscht?

    Wenn ich jetzt ausziehe müsste sich meine 74 Jährige Oma von ihren knickrigen 800¤ Rente (was eh schon viel ist) eine Wohnung suchen, weil sie alleine sonst die Nebenkosten für das Haus nicht allein gedeckelt bekommen würde. Somit müssten wir unser Haus verkaufen, weil es Menschen gibt, die der Meinung sind, andere kriegen zu viel von ihren Steuern zurück, weil diese extra belastungen auf sich nehmen nur um ihr Eigentum halten zu können weil der Arbeitsmarkt nicht flächendeckend überall gleich ist?

    Na tolle Einstellung haste da.
    Als gelernte junge IT Fachkraft mit ausgezeichnetem Abschluss soll ich dann in einer prähistorischen Hinterhof-PC Werkstatt arbeiten anstatt als gut geförderter Nachwuchs in der Entwicklung/Administration/Projektmanagement mit Möglichkeiten Projekte im Ausland zu leiten, weil ich einerseits nicht die Existenz meiner Familie belasten und andererseits unser eigens erbautes Eigentum verkaufen will...

    Ich würde mich mal mehr mit dem Steuerrecht auseinandersetzen. Denn anscheinend ist dir nicht bekannt, das man kein Geld von anderen Steuerzahlern bekommt. Lediglich höhere Aufwendungen werden so ausgeglichen, dass jeder nach Möglichkeit bei gleichem Gehalt die gleiche Lebensqualität erreicht.

    Ausserdem bedenke... auch wenn ich 219¤/Monat zurückbekomme...
    Ich musste ein Auto kaufen, da ich sonst nicht in die Arbeit komme. Mit den Öffentlichen brauch ich pro einfacher Fahrt knappe 3 Stunden...
    Du brauchst nur ein Fahrrad.
    Ich habe im Jahr knappe 30.000km aufm Tacho... dadurch fällt mein Auto auch sehr schnell im Wert... gerade da es mit 9.800¤ nicht sehr teuer war als Neuwagen..
    Ich habe dadurch einen höheren Verschleiss und somit auch wesentlich höhere kosten. Ich habe noch steuern auf mein auto (33¤/Jahr, was aber nur den sehr guten Emissionswerten zu verdanken ist)...
    Ich brauche um einiges öfter Reifen und Kundendienste.

    Bei einigen Leuten ist es halt einfach nicht möglich. Würde ja gerne "einfach" wegziehen... aber es lohnt sich überhaupt nicht und ausserdem geht es hier nicht nur um mich. Aber da kann halt nur ein Mieter inmitten eines Zentrums sprechen der keine Ahnung davon hat was es bedeutet Grund und Boden zu besitzen und nicht umgeben von Jobangeboten in seinem Bereich zu sein.

    Wäre ich lediglich Mieter, wäre ich schon längst umgezogen. Denn so würde sich für mich und andere kaum etwas ändern...

  10. Re: Na, ob der Münchner am Ende des Monats mehr hat als der Berliner oder Dresdner?

    Autor: danielmader 24.03.14 - 17:17

    Michael H. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > danielmader schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Vielen Dank. Ein schönes Beispiel für den Wahnsinn Pendlerpauschale. Mir
    > > ist völlig schleierhaft, wieso der Steuerzahler weite Wege
    > subventionieren
    > > sollte.
    >
    > Wo subventioniert der Steuerzahler denn dies?
    > Ist ja nicht so als ob ich nicht meine Steuern schon bezahlt hätte wovon
    > ich dann einen Teil zurückbekomme.
    > Du tust ja gerade so als ob du meine Fahrtkosten zahlen würdest.

    Sie zahlen dadurch weniger Steuern als sie müssten. Der Staat zahlt Ihnen also indirekt Geld dafür, dass Sie Pendeln. Das nennt man Subvention. Also ja: wie jedes Steuergeschenk betrifft mich auch dieses, da ich Steuern zahle. Und man darf annehmen, dass das Steuersystem dramatisch einfacher sein und letztlich mit niedrigeren Sätzen auskommen könnte, wenn solche und ähnliche Ausnahmen zukünftig Sache der privaten Lebensführung sind.

    Ich kann Ihre Argumente schon verstehen, die in dem langen Text dann folgen, aber ich bin eben nicht der Meinung, dass es Aufgabe des Steuersystems sein sollte, bestimmte Lebens- und Pendelmodelle billiger zu machen, als sie sind. Und im Fall der PP passiert genau das.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 24.03.14 17:20 durch danielmader.

  11. Re: Na, ob der Münchner am Ende des Monats mehr hat als der Berliner oder Dresdner?

    Autor: S-Talker 25.03.14 - 11:28

    Spaghetticode schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In München sollen ja angeblich die Mieten und sonstige Lebenshaltungskosten
    > exorbitant hoch sein, sehr viel höher als irgendwo anders in Deutschland.
    >
    > Das heißt, der Münchner gibt seine Mehreinnahmen gleich wieder für die
    > höhere Miete aus.

    In Berlin und Dresden sind in den letzten Jahren die Mieten in einigen Stadtteilen um 20 bis 30% gestiegen. In München auch?

    Dresden liegt inzwischen ungefähr auf dem Niveau von FF a.M. Rat mal auf welchem Niveau die Löhne dort liegen. Die sind nämlich überraschender Weise keine 30% nach oben in den letzten Jahren.

    Warum hält sich diese Märchen von den höheren Lebensunterhaltskosten in den "alten" Bundesländern nur so hartnäckig? Schon mal Energiekosten (Öl, Tanke) verglichen oder in einen Supermarkt gegangen? Oftmals ist es in den "alten" sogar günstiger. Auch die Amazon oder MM sind die gleichen. In Autohäusern wirdst du in den "neuen" auch keine besseren Preise aushandeln. Gebrauchtwagen kaufst du am besten gar nicht dort - wenn man weiß was man will findet man dort nur spärlich etwas und die Preise sind recht hoch. Ich vermute, dass dort nicht so oft Auto-wechsle-dich gespielt wird wie in den "alten". Uralubsreisen - denkst du die sind günstiger? Im Gegenteil, da Fernreisen fast immer über Düsseldorf, FF oder München verlaufen, kommt fast immer ein weiterer Flug hinzu. etc. etc.

    Das einzige was noch blieb - bis vor ein paar Jahren - waren die Kalt(!)mieten. Das ist nun auch kaum noch der Fall. Nachdem sich Investoren sich das beste billig gekauft hatten und mit ein paar Geldkoffern dafür sorgten, dass der Rest "zurückgebaut" wurde... Mag sein, dass es noch Unterschiede gibt, aber keine die 30%, 40% oder gar 50% Lohngefälle rechtfetigen - bei meistens längerer Wochenarbeitszeit.

  12. Re: Na, ob der Münchner am Ende des Monats mehr hat als der Berliner oder Dresdner?

    Autor: Michael H. 25.03.14 - 12:23

    danielmader schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sie zahlen dadurch weniger Steuern als sie müssten. Der Staat zahlt Ihnen
    > also indirekt Geld dafür, dass Sie Pendeln. Das nennt man Subvention. Also
    > ja: wie jedes Steuergeschenk betrifft mich auch dieses, da ich Steuern
    > zahle. Und man darf annehmen, dass das Steuersystem dramatisch einfacher
    > sein und letztlich mit niedrigeren Sätzen auskommen könnte, wenn solche und
    > ähnliche Ausnahmen zukünftig Sache der privaten Lebensführung sind.

    Nein. Das ist leider vollkommen falsch.
    Der Staat zieht jedem rein pauschal die Steuern nach Lohnsteuerklassen ab. Das ist aber recht schwammig und ungenau, da hier viele Faktoren nicht berücksichtigt werden. Aussergewöhnliche Belastungen oder Einkünfte aus unversteuerten Nebentätigkeiten. Demnach wird einfach ein pauschalbetrag abgezogen und mit der Steuererklärung kann man diese wieder ausgleichen.

    Jemand der wie ich viel Fahren muss, zahlt somit wesentlich mehr Steuern auf die Kraftstoffabgabe, Mehrwertsteuer durch den häufigeren Autokauf, die Verschleissteile und Reperaturen. Das sind aussergewöhnliche Belastungen.

    Da ich hier schon steuern gezahlt habe, ist es auch mein gutes Recht doppelt bezahlte Steuern zurückzufordern. Denn jeder soll zu gleichen Teilen seinem Gehalt entsprechend beitragen, aber nicht doppelt zahlen.

    Gehen wir einmal davon aus wir beide hätten sonst gleiche Konditionen. Beide ein Haus, keine Miete, gleiches Gehalt und die gleiche Steuerklasse.

    Wenn du mit dem Fahrrad in die Arbeit fährst und ich mit dem Auto weil mein haus 55 von meiner Arbeitsstelle weit weg ist, du jedoch nur 15km hast (wenn du sagst 25-30 minuten in ner halben stunde)... dann benötige ich erstmal ein Auto.
    Somit zahle ich schon einmal 10.000¤ alleine für ein Auto, habe 250-300¤ Spritkosten im Monat und 250¤ Versicherung alle 3 Monate. Habe meine Autosteuer jedes Jahr und knappe 600¤ für Winterreifenanschaffung, Kundendienst und Sommerreifenmontage ausgegeben. Mein Auto leg im Jahr knappe 30.000km strecke zurück. Womit hier auch der Wert sehr schnell fällt. Somit sind 5 Jahre á 30.000km = 150.000km, womit das auto dank dauerbelastung vermutlich auch durch ist da es sich hier mit 10.000¤ für einen neuwagen nicht gerade um einen ausdauersportler handelt.

    Du hast lediglich ein Fahrrad gebraucht und vllt mal im Jahr n neuen Schlauch für 6¤ gebraucht.

    Somit habe ich im Jahr 2013 knappe 4.000¤ Lohnsteuer gezahlt, 2.000¤ für mein Auto das ich überhaupt zur Arbeit komme um Lohnsteuer zahlen zu können, knappe 3.000¤ für Sprit, weitere 1.000¤ für die Versicherung und 600¤ Für Sommer/Winterreifen und Wartung.
    Von diesen Aufwendungen sind 3.600¤ mit der Mehrwertsteuer besteuert womit hier 684¤ Steuern dem Staat zugute kommen und beim Sprit (http://www.exxonmobil.com/Germany-German/PA/products_fm_kraftstoff_preise_steuer.aspx) fallen knapp 70ct./Liter an. Bei 3000¤ sprit wären das bei einem Spritpreis von durchschnittlich 1,60 knappe 1875 Liter Sprit. Bei rund 70ct/Liter sind das rund 1300¤ Mineralölsteuern und noch zusätzliche 570¤ Mehrwertsteuern auf den Sprit... macht knappe 1800¤ Steuern durchs Benzin... mit meinen anderen 684¤ Steuern, sind wir also bei knapp 2400-2500¤ die ich extra noch an Steuern ins System hab mit einfliessen lassen.

    Ich fahre 55km/Tag. Habe 30 Tage Urlaub die nicht berechnet werden. Je nach dem wie die Feiertage liegen kommen auch noch mal ne Hand voll Feiertage im Jahr dazu und die Wochenenden da ich nur von Mo-Fr arbeite.

    Also rund im Schnitt kann man gut damit rechnen das man 220 Tage im Jahr arbeitet... das mal 19ct und 55km für eine einfache Strecke macht.... 2299¤ Fahrtkostenerstattung.

    Somit komme ich mit 4.000¤ Lohnsteuer und 2.400¤ die ich an Steuerbeträgen beitrage durch meinen Arbeitsweg auf 6.400¤ belastung im jahr insgesamt...

    Und du, 4000¤ Lohnsteuer und sagen wir mal 500¤ für n brauchbares Fahrrad und Fahrradhelm.

    Wenn ich jetzt von meinen noch die 2.300¤ absetze und zurückbekomme, dann hab ich immer noch 4.100¤ Belastung.
    Du kannst aber auch noch deine 15km arbeitsweg auch absetzen.... das wären dann 15*220*0,19 = 627¤... dafür hattest du dieses jahr nur 4.000¤ + 500¤ fürs Fahrrad und zahlst somit nur 3.900¤ Steuern... somit haben wir beide das selbe verdient und jeder hat im endeffekt die selbe menge an steuern an den Staat entrichtet.

    Steuern richten sich nach den Belastungen des Steuerzahlers. Man zahlt eine pauschale.. und wenn man nichts unversteuertes hat, dann zahlt man im Grunde zu viel steuern, weil man eben eine pauschale zahlt... und die kriegt man zurück.

    > Ich kann Ihre Argumente schon verstehen, die in dem langen Text dann
    > folgen, aber ich bin eben nicht der Meinung, dass es Aufgabe des
    > Steuersystems sein sollte, bestimmte Lebens- und Pendelmodelle billiger zu
    > machen, als sie sind. Und im Fall der PP passiert genau das.

    Die Aufgabe des Steuersystems ist es, eine gleichmäßige, für alle Bürger faire Besteuerung zu ermöglichen.

    Sehen sie es doch einmal so...
    Ich bin an ein Haus gebunden. Ohne diesen Job wäre ich arbeitslos und würde überhaupt keine Steuern zahlen.
    Könnte jedoch hier weiterhin einen minijob ausüben um nebenkosten für das haus aufzubringen und hartz4 zum leben verwenden, nur dass meine familie ihr haus nicht verkaufen muss.

    Ich glaube es gibt kaum leute, die wegen "steuervorteilen" gerne eine stunde lang in die arbeit fahren und geld vorstrecken und generell höhere ausgaben haben wollen.

    Der Weg zur Arbeit darf keine Behinderung sein seinen job aus finanziellen gründen nicht ausüben zu können. Somit gibt dies eine extra belastung... und somit wird nur diese extrabelastung aus gleichberechtigungsgründen gemindert.

    Sie müssen dadurch keinen ct. mehr steuern zahlen und ich zahle dadurch auch keinen ct. weniger in anbetracht dessen was ich verdiene. Ich gebe im Schnitt genau so viel von dem ab was ich verdiene wie sie... einfach deswegen weil meine kosten in anderen bereichen höher sind.

  13. Re: Na, ob der Münchner am Ende des Monats mehr hat als der Berliner oder Dresdner?

    Autor: Trollversteher 25.03.14 - 13:15

    >Wie sind die Internetgeschwindigkeiten in den günstigeren Gebieten?

    Ich weiss nicht, wie's in München aussieht - aber zumindest der (engere) Speckgürtel Hamburgs ist ziemlich gut ausgebaut.

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