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Ausbildung als Problem

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  1. Ausbildung als Problem

    Autor: Anonymer Nutzer 14.09.17 - 09:20

    Österreich ist zwar ein guter Informatik Standort, allerdings ist die Ausbildung im Bereich Animation und Grafikdesign, Film eher wenig Konkurrenzfähig - so kommt zwar einiges im Bereich Engines aus Wien trotzdem ist es für die Studios wenig Attraktiv.

  2. Re: Ausbildung als Problem

    Autor: ahoihoi 14.09.17 - 09:37

    Ist halt aber auch ein Henne-Ei-Problem. Selbst wenn ich in Österreich die beste Ausbildung bekommen sollte, warum sollte ich dann dort bleiben und mein Talent nicht in Ländern mit namhaften Studios ausschöpfen?

  3. Re: Ausbildung als Problem

    Autor: Anonymer Nutzer 14.09.17 - 13:09

    Klar das man mit in der ist Situation weiter zieht, nur wird die Stadt dadurch als Standort interessant.

  4. Re: Ausbildung als Problem

    Autor: Sammie 14.09.17 - 14:29

    attitudinized schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Österreich ist zwar ein guter Informatik Standort, allerdings ist die
    > Ausbildung im Bereich Animation und Grafikdesign, Film eher wenig
    > Konkurrenzfähig - so kommt zwar einiges im Bereich Engines aus Wien
    > trotzdem ist es für die Studios wenig Attraktiv.

    Man braucht aber für sowas auch nicht zwingend eine Ausbildung. Die kreativsten Köpfe der Branche haben noch nie ne Uni von innen gesehen. Das meiste lernt man doch autodidaktisch bereits im Jugendalter als Hobby, lang bevor andere irgend nen klassischen Ausbildungsweg einschlagen.

    Dadurch hat man bereits 5-6 Jahre Erfahrungen sammeln können, die man mit einer herkömmlichen Ausbildung zeitlich gar nicht mehr einholen kann. Gerade die Startups haben viele Leute die grad mal 16-20 Jahre alt sind - aber jeder von denen hat schon zig Jahre in dem Gebiet an Erfahrung. Wer mit 20+ erst anfängt sich langsam mit dem Thema zu beschäftigen, hat eigentlich schon zu viel Zeit verdrödelt und wird immer hinterherhinken.

    In der Branche fragt dich auch keine Sau danach, welche Studiengänge, Bachelor- und Mastergänge du durchlebt hast, oder wie mies deine Noten sind - die wollen nur Referenzen sehen, wie kreativ du bist und was du die letzten Jahre auf die Beine gestellt hast, um spontan entscheiden zu können, ob du qualitativ zu deren Team passt.

    Da bringen einem die tollsten Zertifikate nix, wenn du außer diesem Wisch nichts anderes vorweisen kannst. Theoretisches Wissen bringt halt keinem was, wenn man praktisch nichts kann. Ich kann mir auch alle Folgen von "The Joy of Painting" mit Bob Ross im TV reinziehen - deswegen kann ich aber noch lang nicht malen. Das lernt man erst, wenn mans selbst macht über die Jahre hinweg - das ist am PC letztendlich auch nicht anders.

    Jeder der Zugriff auf Internet hat, kann sich alles im Web zusammensuchen. Es gibt zig hunderte Lernvideos (teils kostenlos, teils kommerziell) für jede beliebige Software am Markt. Man muss sich halt nur hinsetzen, sich das Zeug stundenlang reinziehen und selbst aktiv werden. Und ja, damit kann man Jahre verbringen, wenn man will.

    Eigene Indie-Projekte sind dafür aber gut geeignet, Dinge rasch zu lernen, da man sich ein festes Ziel setzt, was man erreichen will und nicht nur vor sich hinklickt bis man die Lust verliert. Da sorgt der eigene Enthusiasmus schon dafür, dass man sich alles nötige aneignet, was man für sein Projekt braucht.

    Und selbst Leute die 10-20 Jahre in der Branche sind, werden trotzdem noch ständig neue Dinge lernen (müssen) - eine Ausbildung würde dir da auch nur die nötigsten Grundlagen beibringen. In der Branche zählt letztendlich jedes Jahr - je früher man anfängt, sich selbstständig damit zu beschäftigen, desto besser - für sich selbst und auch am Arbeitsmarkt. Wirklich fertig mit Lernen ist man aber nie.

  5. Re: Ausbildung als Problem

    Autor: Muhaha 14.09.17 - 15:05

    Sammie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Man braucht aber für sowas auch nicht zwingend eine Ausbildung.

    Jain. Mittlerweile immer öfter.

    > Die
    > kreativsten Köpfe der Branche haben noch nie ne Uni von innen gesehen. Das
    > meiste lernt man doch autodidaktisch bereits im Jugendalter als Hobby, lang
    > bevor andere irgend nen klassischen Ausbildungsweg einschlagen.

    Kreativität lernt man auch nicht. Das hat man oder man hat es nicht. Ich kann weiterhin als kreativer Einzelkämpfer mit vergleichweise bescheidenen Mitteln und haufenweise zugekauften Art- und Sound-Assets die geilsten Spiele machen.

    Je größer aber der Aufwand, umso mehr Spezialisierung ist erfoderlich und da stößt man mit Self-Learning mittlerweile an eine Grenze. Vor allem bei Entwicklern ist es fatal, wenn da ein talentierter Amateur zwar geilen Code für diese eine Sache schreiben kann, dieser Code aber nur beschissen skaliert, weil der Coder so etwas nie gelernt hat. Oder der Code nur von ihm verstanden werden kann, weil es kaum eine Dokumentation gibt, weil er das nie gelernt hat.

    Auch im reinen Graphik-Bereich findest Du immer weniger Leute, die sich ihr Handwerkszeug selber beigebracht haben. Diese Zeiten sind nahezu vorbei. Lediglich Leute, die schon sehr lange dabei sind und sich stets fortgebildet haben und sehr viel Erfahrung haben, können noch gegen ausgebildete Fachkräfte bestehen.

    > In der Branche fragt dich auch keine Sau danach, welche Studiengänge,
    > Bachelor- und Mastergänge du durchlebt hast, oder wie mies deine Noten sind
    > - die wollen nur Referenzen sehen, wie kreativ du bist und was du die
    > letzten Jahre auf die Beine gestellt hast, um spontan entscheiden zu
    > können, ob du qualitativ zu deren Team passt.

    Das geht vielleicht für manche Aufgabenbereiche noch, aber immer weniger.

    Man darf die Ausbildung allerdings nie als "Ich habe jetzt alles gelernt, was ich wissen muss" mißverstehen. Gerade im IT-Bereich, wo Wissen ratzfatz veraltet, muss man immer auf Draht sein. Aaaaaber man kann in der Ausbildung, an der Uni, viel grundsätzliches Lernen, was einem später auf der Arbeit hilft.

  6. Oder andersrum ...

    Autor: mhstar 18.09.17 - 14:48

    ... wenn mir Spieledesign taugt, wieso sollte ich in Österreich bleiben, wenn dort nichts ist?


    Außer die Firma mit Ori and the Blind Forest. Und selbst da muss man schauen, ob das nicht ein One-Hit-Wonder bleibt. Mit der Einschränkung auf einen Windows 10-exklusiven Nachfolger sind sie auf den besten Weg dahin.

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