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Wie immer: mangelnde Infrastruktur, Bürokraten, Unverständnis

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  1. Wie immer: mangelnde Infrastruktur, Bürokraten, Unverständnis

    Autor: rocnathan 14.09.17 - 09:58

    Egal, welche Art von kreativer Tätigkeit man ausübt, die Wände, gegen die man in Österreich anrennt, sind immer dieselben. Ob Musik, Film oder Games: Es gibt keine Infrastruktur, in der irgendeine Art von Szene gedeihen könnte. Die paar Hartnäckigen, die sich allen Widrigkeiten zum Trotz aus Leidenschaft dennoch aufrappeln und Projekte starten oder versuchen, in dem Bereich Fuß zu fassen, stehen vor einem bürokratischen K2. Förderungen - die entweder für obskure Arthouse-Projekte oder hm, "öffentlichkeitsnahe" Projekte vergeben werden - erhält man de facto genau nur dann, wenn man sie nicht braucht, sprich, das Projekt auch ohne Förderung fertigstellen könnte. Die Gremien, die über den (lachhaften) Ausbau der Infrastruktur und die Verteilung der Mittel entscheiden, sind irgendwo zwischen 70 und Verwesung und haben bis heute nicht verstanden, worum es bei der Sache geht.

    Das ist zum Teil schon auch einer gewissen mangelnden Professionalität geschuldet, denn Profi-Niveau sucht man halt mit der Lupe. Vorhanden ist es aber, und der Eindruck wird dadurch verfälscht, dass es einfach so wenig Leute gibt. Statistisch ist der Anteil der Nulpen auch nicht höher als woanders.

    Live-Musik-Locations werden nicht gefördert, sondern sukzessive abgewürgt. Games gelten auch im Jahr 2017 als Kinderkram ohne intellektuellen Anspruch oder (echte) kulturelle Bedeutung. Dasselbe gilt für Sci-Fi-Literatur. Und sogar geförderte österreichische Filme haben im Schnitt weniger Budget als ein US-Porno. Was vielleicht eh reicht, angesichts der Tatsache, dass 90 des Geldes an dieselben drei Leute/Projekte ausgeschüttet werden. Weil Vitamin B halt auch - oder mehr denn je - im Jahr 2017 das einzig maßgebliche Qualitätskriterium ist.

    Klingt Übertrieben? Nicht viel.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.09.17 10:01 durch rocnathan.

  2. Re: Wie immer: mangelnde Infrastruktur, Bürokraten, Unverständnis

    Autor: Skankhunt42 14.09.17 - 10:30

    +1

  3. Re: Wie immer: mangelnde Infrastruktur, Bürokraten, Unverständnis

    Autor: onkel hotte 14.09.17 - 10:33

    rocnathan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Klingt Übertrieben? Nicht viel.

    Klingt eher nach Deutschland. Gefördert werden hier nur Transgender-Dinge oder 3.Reich-Filme oder seichte ZDF Schmonzetten.
    Halbtote Gremien, die die Kohle immer wieder dem selben Personenkreis zuschanze und Bürokratie scheint aber gleich zu sein.

  4. Re: Wie immer: mangelnde Infrastruktur, Bürokraten, Unverständnis

    Autor: Meldryt 14.09.17 - 12:39

    Musste auch grad an Deutschland denken^^ Wobei, gemessen an den theoretisch zur Verfügung stehenden Mitteln, Talenten und dem was dabei rumkommt, sind wir noch schlimmer dran



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.09.17 12:40 durch Meldryt.

  5. Re: Wie immer: mangelnde Infrastruktur, Bürokraten, Unverständnis

    Autor: Anonymer Nutzer 14.09.17 - 13:17

    Nicht übertrieben, es gibt in Österreich gute Schauspieler (arbeitslos oder im Theater, gute Musiker (die sich mit irgendetwas über Wasser halten), Kameraleute, Autoren... und dann sieht man sich ein Krimi des ORF an, übrigens gar nicht so günstig es gibt Netflix Serien mit kleinerem Budget, miese Kamera, beschissenes Ton und Schauspieler für die sich jede Leiengruppe schämen würde.

  6. Re: Wie immer: mangelnde Infrastruktur, Bürokraten, Unverständnis

    Autor: mhstar 18.09.17 - 14:51

    > Förderungen -
    > die entweder für obskure Arthouse-Projekte oder hm, "öffentlichkeitsnahe"
    > Projekte vergeben werden - erhält man de facto genau nur dann, wenn man sie
    > nicht braucht, sprich, das Projekt auch ohne Förderung fertigstellen
    > könnte.

    Förderungen in Österreich hängen auch davon ab, wen man kennt, welcher Partei man nahe steht, und welches Geschlecht man hat.

    Ist leider so. Die eine Hand wäscht die andere, und da rollen Leute im Geld, aber für richtig kreative Köpfe, die was auf die Reihe bekommen wollen, gibt's de facto nichts.

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