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Viel Erfolg!

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  1. Viel Erfolg!

    Autor: ulink 15.07.19 - 08:53

    Ich hingegen wünsche Amazon viel Erfolg. Damit sie sich auch weiterhin keine von den Gewerkschaften an den Haaren herbeigezogenen unzutreffenden Tarifverträge vorschreiben lassen müssen.

  2. Re: Viel Erfolg!

    Autor: demon driver 15.07.19 - 09:10

    ulink schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich hingegen wünsche Amazon viel Erfolg. Damit sie sich auch weiterhin
    > keine von den Gewerkschaften an den Haaren herbeigezogenen unzutreffenden
    > Tarifverträge vorschreiben lassen müssen.

    Tarifverträge werden nicht "vorgeschrieben", sondern zwischen den Tarifparteien ausgehandelt. Sie sind Bestandteil der verfassungsmäßigen Mitbestimmung der Beschäftigten in Betrieb und Unternehmen und insofern elementarer Bestandteil unserer Demokratie. Als solche sind sie eigentlich noch viel zu wenig, zumal sie nichts an der grundsätzlichen, einseitigen Abhängigkeit der Beschäftigten vom "Arbeitgeber" ändern, aber sie sind besser als nichts. Sie garantieren auch keine auskömmlichen Löhne – nur da, wo es welche gibt, sind sie in der Regel ein klein wenig besser als da, wo es sie nicht gibt.

    Und "an den Haaren herbeigezogen" wird hier schon mal gar nichts. Die entscheidende Frage ist, warum ein Lagerarbeiter bei Amazon weniger verdienen soll als ein nach Tarif bezahlter Lagerarbeiter einer Supermarktkette oder irgendeines anderen Versandhändlers, der, wie Amazon, zum Einzelhandel gehört. Mit welcher Berechtigung soll der Einzelhändler Amazon, nur weil er so groß ist, dass er seine Lagerhaltung in ein dem Logistiksektor zuordenbares Subunternehmen auslagern kann, seinen Lagerbeschäftigten weniger Geld zahlen als die Supermarktkette oder der kleinere Versandhändler?

  3. Re: Viel Erfolg!

    Autor: randya99 15.07.19 - 09:12

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ulink schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich hingegen wünsche Amazon viel Erfolg. Damit sie sich auch weiterhin
    > > keine von den Gewerkschaften an den Haaren herbeigezogenen
    > unzutreffenden
    > > Tarifverträge vorschreiben lassen müssen.
    >
    > Tarifverträge werden nicht "vorgeschrieben", sondern zwischen den
    > Tarifparteien ausgehandelt. Sie sind Bestandteil der verfassungsmäßigen
    > Mitbestimmung der Beschäftigten in Betrieb und Unternehmen und insofern
    > elementarer Bestandteil unserer Demokratie. Als solche sind sie eigentlich
    > noch viel zu wenig, zumal sie nichts an der grundsätzlichen, einseitigen
    > Abhängigkeit der Beschäftigten vom "Arbeitgeber" ändern, aber sie sind
    > besser als nichts. Sie garantieren auch keine auskömmlichen Löhne –
    > nur da, wo es welche gibt, sind sie in der Regel ein klein wenig besser als
    > da, wo es sie nicht gibt.
    >
    > Und "an den Haaren herbeigezogen" wird hier schon mal gar nichts. Die
    > entscheidende Frage ist, warum ein Lagerarbeiter bei Amazon weniger
    > verdienen soll als ein nach Tarif bezahlter Lagerarbeiter einer
    > Supermarktkette oder irgendeines anderen Versandhändlers, der, wie Amazon,
    > zum Einzelhandel gehört. Mit welcher Berechtigung soll der Einzelhändler
    > Amazon, nur weil er so groß ist, dass er seine Lagerhaltung in ein dem
    > Logistiksektor zuordenbares Subunternehmen auslagern kann, seinen
    > Lagerbeschäftigten weniger Geld zahlen als die Supermarktkette oder der
    > kleinere Versandhändler?

    "Tarifverträge sind verhandlungssache"

    "Amazon muss genau so viel bezahlen wie andere"

    pick one

  4. Tarif für den Einzel- und Versandhandel

    Autor: franzropen 15.07.19 - 09:13

    Was ist am Traif für den Einzel- und Versandhandel an den Haaren herbeigezogen?
    Ist Amazon kein Versandhändler wie Otto, Quelle, usw.?

  5. Re: Viel Erfolg!

    Autor: ChMu 15.07.19 - 09:18

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ulink schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich hingegen wünsche Amazon viel Erfolg. Damit sie sich auch weiterhin
    > > keine von den Gewerkschaften an den Haaren herbeigezogenen
    > unzutreffenden
    > > Tarifverträge vorschreiben lassen müssen.
    >
    > Tarifverträge werden nicht "vorgeschrieben", sondern zwischen den
    > Tarifparteien ausgehandelt. Sie sind Bestandteil der verfassungsmäßigen
    > Mitbestimmung der Beschäftigten in Betrieb und Unternehmen und insofern
    > elementarer Bestandteil unserer Demokratie. Als solche sind sie eigentlich
    > noch viel zu wenig, zumal sie nichts an der grundsätzlichen, einseitigen
    > Abhängigkeit der Beschäftigten vom "Arbeitgeber" ändern, aber sie sind
    > besser als nichts. Sie garantieren auch keine auskömmlichen Löhne –
    > nur da, wo es welche gibt, sind sie in der Regel ein klein wenig besser als
    > da, wo es sie nicht gibt.
    >
    > Und "an den Haaren herbeigezogen" wird hier schon mal gar nichts. Die
    > entscheidende Frage ist, warum ein Lagerarbeiter bei Amazon weniger
    > verdienen soll als ein nach Tarif bezahlter Lagerarbeiter einer
    > Supermarktkette oder irgendeines anderen Versandhändlers, der, wie Amazon,
    > zum Einzelhandel gehört. Mit welcher Berechtigung soll der Einzelhändler
    > Amazon, nur weil er so groß ist, dass er seine Lagerhaltung in ein dem
    > Logistiksektor zuordenbares Subunternehmen auslagern kann, seinen
    > Lagerbeschäftigten weniger Geld zahlen als die Supermarktkette oder der
    > kleinere Versandhändler?

    Das ist ja nicht der Fall? Amazon zahlt ja das gleiche oder mehr als der Lagerarbeiter bei anderen Versendern bekommt. Er bekommt auch mehr als der Supermarkt Angestellte. Er bekommt weniger als der ausgebildete Einzelhaendler, was ja wohl auch logisch ist, warum durch die Ausbildung um am Ende das gleiche zu verdienen wie der ungelernte Lager picker?
    Der Witz ist ja gerade, das die nach Tarif bezahlten Logistiker zB bei Otto, weniger bekommen als die ohne Tarif bezahlten Amazonier.

  6. Re: Viel Erfolg!

    Autor: demon driver 15.07.19 - 09:32

    randya99 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > "Tarifverträge sind verhandlungssache"
    >
    > "Amazon muss genau so viel bezahlen wie andere"
    >
    > pick one

    Quatsch. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit (Punkt 2) ist ein elementarer Gerechtigkeitsgrundsatz, der in Gehaltsauseinanderestzungen immer auch Verhandlungsargument ist (Punkt 1).

  7. Re: Viel Erfolg!

    Autor: demon driver 15.07.19 - 09:36

    ChMu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Die entscheidende Frage ist, warum ein Lagerarbeiter bei Amazon weniger
    > > verdienen soll als ein nach Tarif bezahlter Lagerarbeiter einer
    > > Supermarktkette oder irgendeines anderen Versandhändlers, der, wie Amazon,
    > > zum Einzelhandel gehört. Mit welcher Berechtigung soll der Einzelhändler
    > > Amazon, nur weil er so groß ist, dass er seine Lagerhaltung in ein dem
    > > Logistiksektor zuordenbares Subunternehmen auslagern kann, seinen
    > > Lagerbeschäftigten weniger Geld zahlen als die Supermarktkette oder der
    > > kleinere Versandhändler?
    >
    > Das ist ja nicht der Fall? Amazon zahlt ja das gleiche oder mehr als der
    > Lagerarbeiter bei anderen Versendern bekommt.

    Nein. Amazon zahlt mehr, als der Lagerarbeiter bei bei anderen Logistikunternehmen bekommt. Amazon zahlt nicht mehr, als der Lagerarbeiter bei anderen Versendern bekommt. Lohnvergleiche beziehen sich *immer* auf gleiche Tätigkeiten und gleiche Qualifikationen. Dass jemand mit geringerer Qualifikation und entsprechender Tätigkeit weniger bekommt, ist doch selbstverständlich.

  8. Re: Viel Erfolg!

    Autor: JackIsBack 15.07.19 - 09:51

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ulink schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich hingegen wünsche Amazon viel Erfolg. Damit sie sich auch weiterhin
    > > keine von den Gewerkschaften an den Haaren herbeigezogenen
    > unzutreffenden
    > > Tarifverträge vorschreiben lassen müssen.
    >
    > Tarifverträge werden nicht "vorgeschrieben", sondern zwischen den
    > Tarifparteien ausgehandelt. Sie sind Bestandteil der verfassungsmäßigen
    > Mitbestimmung der Beschäftigten in Betrieb und Unternehmen und insofern
    > elementarer Bestandteil unserer Demokratie. Als solche sind sie eigentlich
    > noch viel zu wenig, zumal sie nichts an der grundsätzlichen, einseitigen
    > Abhängigkeit der Beschäftigten vom "Arbeitgeber" ändern, aber sie sind
    > besser als nichts. Sie garantieren auch keine auskömmlichen Löhne –
    > nur da, wo es welche gibt, sind sie in der Regel ein klein wenig besser als
    > da, wo es sie nicht gibt.
    >
    > Und "an den Haaren herbeigezogen" wird hier schon mal gar nichts. Die
    > entscheidende Frage ist, warum ein Lagerarbeiter bei Amazon weniger
    > verdienen soll als ein nach Tarif bezahlter Lagerarbeiter einer
    > Supermarktkette oder irgendeines anderen Versandhändlers, der, wie Amazon,
    > zum Einzelhandel gehört. Mit welcher Berechtigung soll der Einzelhändler
    > Amazon, nur weil er so groß ist, dass er seine Lagerhaltung in ein dem
    > Logistiksektor zuordenbares Subunternehmen auslagern kann, seinen
    > Lagerbeschäftigten weniger Geld zahlen als die Supermarktkette oder der
    > kleinere Versandhändler?


    Gehalt =/= Lohn

    „ Jede Minderheit hat ein Recht auf Diskriminierung“
    - Serdar Somuncu

  9. Re: Tarif für den Einzel- und Versandhandel

    Autor: Anonymer Nutzer 15.07.19 - 10:04

    franzropen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was ist am Traif für den Einzel- und Versandhandel an den Haaren
    > herbeigezogen?
    > Ist Amazon kein Versandhändler wie Otto, Quelle, usw.?
    Falsch. Die Mitarbeiter die streiken arbeiten in einer reinen Logistik GmbH. Wer Grundzüge der Wirtschaft nicht versteht, sollte sich vielleicht über elementare Sachen informieren.

  10. Ach bitte

    Autor: franzropen 15.07.19 - 10:07

    Nur weil die eine Abteilung ausgliedern und einen eigenen Namen verpassen, ist es plötzlich nicht mehr Amazon?
    Es heißt immer noch "Verkauf und Versand durch Amazon"

  11. Re: Ach bitte

    Autor: Coding4Money 15.07.19 - 10:22

    Sollte man die Leute bei AWS dann auch nach dem Tarif für Einzel- und Versandhandel bezahlen?

  12. Re: Ach bitte

    Autor: 0xDEADC0DE 15.07.19 - 10:49

    Arbeiten denn die im Einzelhandel? Oder sind das nicht doch eher Lagerarbeiter, die Pakete fertig machen?

    Jemand der im Einzelhandel arbeitet, muss ganz andere Dinge erledigen. Dazu gehört auch Kundenkontakt, Sortiments- und Produktkentnisse, etc. Was davon muss jemand, der Dinge aus einem Fach oder Fliesband holt und in einen Karton legt davon denn bitte im Job machen?

    Hier wird versucht einen Bäckergehilfen als Konditormeister hinzustellen, um es überspitzt darzustellen.

    BTW: Ich mag Amazon nicht, bestelle selbst dort höchstens 1 mal alle paar Jahre was.

  13. Re: Viel Erfolg!

    Autor: 0xDEADC0DE 15.07.19 - 10:55

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die entscheidende Frage ist, warum ein Lagerarbeiter bei Amazon
    > weniger verdienen soll als ein nach Tarif bezahlter Lagerarbeiter einer
    > Supermarktkette oder irgendeines anderen Versandhändlers, der, wie Amazon,
    > zum Einzelhandel gehört.

    Es werden also alle Lagerarbeiter nur nach einem einzigen Tarif bezahlt?

    > Mit welcher Berechtigung soll der Einzelhändler
    > Amazon, nur weil er so groß ist, dass er seine Lagerhaltung in ein dem
    > Logistiksektor zuordenbares Subunternehmen auslagern kann, seinen
    > Lagerbeschäftigten weniger Geld zahlen als die Supermarktkette oder der
    > kleinere Versandhändler?

    Klär mich auf: Warum sollte ein kleiner Versandhändler Tarif einer Gewerkschaft haben, für die er zu klein ist?

  14. Re: Ach bitte

    Autor: Anonymer Nutzer 15.07.19 - 11:06

    Zwei Minuten Google sollen ja einige Peinlichkeiten verhindern. Aber eigentlich heißt es genau das. Ansonsten erklär mal den IT'lern das sie jetzt Einzelhändler sind.

  15. Re: Ach bitte

    Autor: ulink 15.07.19 - 11:34

    franzropen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es heißt immer noch "Verkauf und Versand durch Amazon"

    Na und? Und was waere mit "Verkauf durch XY, Versand durch Amazon"? Aber darum geht es ja gar nicht.

    Es geht darum, dass die Taetigkeit der Angestellten nichts mit Einzelhandel zu tun hat. Das sind reine Packer, die nach einer Liste Waren aus dem Regal nehmen und in einen Karton packen.
    Ausser lesen und eventuell schreiben ist hierfuer ueberhaupt keine Ausbildung erforderlich, das ist also eine reine Hilfsarbeitertaetigkeit, die keinerlei Ausbildung erfordert, schon gar nicht eine Einzelhandelslehre. Eigentlich ist "Logistik" schon viel zuviel gesagt.

    Die Situation ist doch die: Die Gewerkschaft will sich wichtig machen und fordert etwas, was Amazon rechtlich und moralisch NICHT tun muss. Deshalb haben sie Pech. Basta.

  16. Re: Viel Erfolg!

    Autor: ImBackAlive 15.07.19 - 11:47

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mit welcher Berechtigung soll der Einzelhändler
    > Amazon, nur weil er so groß ist, dass er seine Lagerhaltung in ein dem
    > Logistiksektor zuordenbares Subunternehmen auslagern kann, seinen
    > Lagerbeschäftigten weniger Geld zahlen als die Supermarktkette oder der
    > kleinere Versandhändler?

    Weil Amazon so groß ist, dass das für die Lagerhaltung zuständige Subunternehmen dem Logistiksektor zugeordnet werden kann. "Berechtigen" macht in diesem Fall eh das demokratische Grundprinzip, auf dem du auch so schön rumreitest.

    Du sagst es auch selber: Amazon ist nicht dazu verpflichtet Tariflöhne einzuführen - so wie viele Supermarktketten das eben auch nicht tun (Rewe ist ein gutes Beispiel, die privatisierten Filialen zahlen häufig nicht nach Tarif). Regaleinräumer werden in vielen Supermärkten ebenfalls von fremden Firmen eingekauft - die dann nicht nach Einzehandelstarif zahlen. Amazon ist nicht in der Pflicht sich einen Tarifvertrag ans Bein zu binden.

    Es ist halt alles Verhandlungssache - wenn die MA von Amazon Logistics gerne den Einzehandelstarif haben wollen, dann können sie diesen sicherlich erreichen, wenn genügend Leute streiken und dafür in die Verhandlungen gehen. Aber 400 (wenn man Ver.di denn glauben darf - die haben schon des Öfteren Zahlen geschöngt) von 13.000 ist nun einmal nicht besonders viel - das sind keine 5% der Beschäftigten, der Rest scheint der Argumentation hier nicht zu folgen.

    Richtig lustig wird es natürlich hinten heraus: Der Einzelhandelstarif liegt vielerorts unter dem, was Amazon im Durchschnitt nach 24 Monaten Beschäftigung zahlt. Mit Wohlwollen kann man die Lagerarbeiter als G2 einstufen, vermute aber eher, dass es idR auf G1 rauslaufen wird. Aber schon dort kommen wir an unsere Grenzen: G1 ist für Arbeitnehmer mit einer einfachen kaufmännischen Tätigkeit. Ist das Pakete aus dem Regal holen wirklich eine kaufmännische Tätigkeit?

    Fragen über Fragen - ich sehe hier keine richtige Antwort. Am Ende kommt es auf die Verhandlungen an. Und da hat Ver.di einfach keine große Kraft.

  17. Re: Viel Erfolg!

    Autor: ImBackAlive 15.07.19 - 11:51

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein. Amazon zahlt mehr, als der Lagerarbeiter bei bei anderen
    > Logistikunternehmen bekommt. Amazon zahlt nicht mehr, als der Lagerarbeiter
    > bei anderen Versendern bekommt.

    Hast du dafür auch ne Quelle? Das würde ich pauschal nämlich mal nicht glauben.

    Und du sagtest es selber vorher auch: Gleiches Geld für gleiche Arbeit. Warum bekommt der Lagerarbeiter eines Einzelhändlers denn mehr als der Lagerarbeiter eines Logistikunternehmens? Ist das plötzlich andere Arbeit? Und wenn ja: Warum?

    Wenn du für einen Einzelhändler Software schreibst, bist du dann auch Einzelhändler und solltest nach deren Tarif bezahlt werden? Das klingt für mich alles nicht besonders zu Ende gedacht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.07.19 11:54 durch ImBackAlive.

  18. Re: Viel Erfolg!

    Autor: ChMu 15.07.19 - 12:36

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ChMu schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > > Die entscheidende Frage ist, warum ein Lagerarbeiter bei Amazon
    > weniger
    > > > verdienen soll als ein nach Tarif bezahlter Lagerarbeiter einer
    > > > Supermarktkette oder irgendeines anderen Versandhändlers, der, wie
    > Amazon,
    > > > zum Einzelhandel gehört. Mit welcher Berechtigung soll der
    > Einzelhändler
    > > > Amazon, nur weil er so groß ist, dass er seine Lagerhaltung in ein dem
    > > > Logistiksektor zuordenbares Subunternehmen auslagern kann, seinen
    > > > Lagerbeschäftigten weniger Geld zahlen als die Supermarktkette oder
    > der
    > > > kleinere Versandhändler?
    > >
    > > Das ist ja nicht der Fall? Amazon zahlt ja das gleiche oder mehr als der
    > > Lagerarbeiter bei anderen Versendern bekommt.
    >
    > Nein. Amazon zahlt mehr, als der Lagerarbeiter bei bei anderen
    > Logistikunternehmen bekommt.

    Das sowiso. Aber sie zahlen auch mehr als Deine anderen Versender, welche waeren das?

    > Amazon zahlt nicht mehr, als der Lagerarbeiter
    > bei anderen Versendern bekommt.

    Doch.

    > Lohnvergleiche beziehen sich *immer* auf
    > gleiche Tätigkeiten und gleiche Qualifikationen.

    Genau. Amazon benoetigt an Qualifikation genau was? NICHTS! Ok, Papiere und einen Puls.

    Keine Ausbildung, keine Deutsch Kenntnisse, kein Fuehrungszeugnis (kein Kunden Kontakt) keinen Fuehrerschein, keine Lehre, rein null komma nichts.
    So, jetzt zeig mir den Betrieb der unter diesen Voraussetzungen seine Leute besser bezahlt.


    > Dass jemand mit geringerer
    > Qualifikation und entsprechender Tätigkeit weniger bekommt, ist doch
    > selbstverständlich.

    Bei Amazon eben nicht. Amazon bezahlt ueberdurchschnittlich gut, zahlt Ueberstunden aus (ganz und gar nicht selbstverstaendlich) bietet eine Weiterbildung und Aufstiegs Chancen. Bietet extra Geld fuer extra Arbeit (zB der Bonus heute, weil viel zu tun ist, der wurde VOR Bekanntwerden des Streikaufrufs angekuendigt) und eine Firmeneigene Altersversorgung.

    Nun geh mal zu Hermes, Otto oder der Deutschen Post ins Lager, wie es da abgeht.

    Natuerlich ist Amazon nicht das Paradies, alles ist verbesserungs wuerdig. Aber was sollen sie denn bitte machen? Wenn sie den Tarif Vertrag einfuehren, bekommen die Mitarbeiter ein paar cent mehr pro h aber am Monatsende effectiv weniger. Das kanns doch wohl nicht sein? Amazon kann seine ganzen Zusatz Programme einstellen und richtig Kohle sparen. Machen sie nicht. Was ungelernte, frisch entlassene, auslaendische oder sonstwie Arbeiter angeht, liegt Amazon wirklich am oberen Ende. Warum nicht mal die Konzerne angehen, die wirklich Verbesserungen verwirklichen koennten? Da macht Ver.di nichts. Weils gute Deutsche Firmen sind? Warum geben sie ihren eigenen Mitarbeitern keinen Tarifvertrag?

    Wenn es wirklich so schlimm ist, warum hat Ver.di dann kaum Mitglieder bei Amazon? Und warum beteiligen sich weniger als Mitglieder vorhanden sind, an diesem “Streik”? Wenn es weniger Streikende gibt (bis zu 400 bei ueber 13000 Arbeitern) als im Schnitt Krankmeldungen vorliegen, heisst das doch, das Ver.di nicht mal auf die eigenen Leute zaehlen kann.

  19. Re: Viel Erfolg!

    Autor: Dwalinn 15.07.19 - 14:02

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > randya99 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > "Tarifverträge sind verhandlungssache"
    > >
    > > "Amazon muss genau so viel bezahlen wie andere"
    > >
    > > pick one
    >
    > Quatsch. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit (Punkt 2) ist ein elementarer
    > Gerechtigkeitsgrundsatz, der in Gehaltsauseinanderestzungen immer auch
    > Verhandlungsargument ist (Punkt 1).
    Der Spruch gilt aber nur innerhalb eines Unternehmens, eigentlich sogar nur innerhalb eines standtorts da man örtliche Besonderheiten berücksichtigen muss. Wenn ein Mitarbeiter dann auch produktiver ist halte ich es auch für gerechtfertigt wenn er mehr verdient.

    Die Argumentation ist ja das ein Lagermitarbeiter im Supermarkt mehr Aufgaben hat als ein Picker bei Amazon, daher ist eine gleiche Bezahlung ungerecht

  20. Versandhandel

    Autor: franzropen 15.07.19 - 14:07

    Nicht Einzelhandel, Versandhandel.
    Oder glauben Sie die Mitarbeiter bei Quelle und Otto machen was anderes als Pakete zu packen.

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