1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wirtschaft
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Probleme mit Agilität in Konzernen…

wozu?

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. wozu?

    Autor: schnedan 03.06.21 - 14:33

    * Wir haben ein festen Umfang an Funktionen
    * Einen festen Freigabetermin
    * und keinen Kunden der da immer wieder was testet oder was anderes will
    * ist das Gerät im Katalog und wird verkauft, erfolgen max. Fixes für schwere Fehler, weil jede kleine Änderung zig Monate braucht bis diese wieder freigegeben ist.

    Was soll man da "agil" entwickeln?

    Oder wie sagt mein Kollege der Agiltrainer: der einzige Mehrwert ist, Leute die nie miteinander geredet haben reden in den Agil-Runden miteinander. Das hätten die aber bei jeder anderen unpassenden Methode auch gemacht.

  2. Re: wozu?

    Autor: notuf 03.06.21 - 16:18

    Richtig! Agilität ist kein "one size fits all". Es ist ein Vorgehen in einer bestimmten Problemdomäne: Handelt es sich um ein komplexes Problem, ist agiles Vorgehen richtig, weil man nur mittels Ausprobieren/Experimenten voran kommt.

    Ist die Domäne, wie in deinem Fall "einfach" oder "kompliziert", dann macht agiles vorgehen wenig Sinn.

    Die Gefahr ist allerdings, dass Teilnehmer ihr Problem falsch einordnen und ein eigentlich komplexes Thema fälschlicherweise als einfach oder kompliziert klassifizieren. Dann werden sie scheitern.

    Über deinen agilen Trainer möchte ich mir kein Urteil erlauben, weil ich ihn nicht kenne.

  3. Re: wozu?

    Autor: Allandor 04.06.21 - 15:17

    Der Erfahrung nach heißt Agil entwicklet:
    - Die "festen" Funktionen sind nur halbherzig umgesetzt, weil nur dies in der Userstory stand und Links und rechts nicht geguckt werden sollte.
    - Nach ein paar Monaten werden Userstories quasi erneut umgesetzt, weil man das letzte mal absichtlich übersprungen hat, das die Funktion noch erweitert werden müsste, weil das ja "nicht nötig" ist und daher nicht gemacht werden sollte -> doppelte Arbeit
    - Aufgrund dessen, das man quasi nur an einem Flickenteppich arbeitet (weil die Prioritäten sich laufend ändern) sind die Entwickler immer verwirrter, haben immer mehr Dienste am Laufen und nach ein paar Monaten ist zudem auch noch alles veraltet und nicht mehr updatefähig, weil die ach so tollen Node.js NPM Pakete sich einen feuchten Kehricht um Abwärtskompatibilität kümmern und genutzte Frameworks plötzlich massivst inkompatibel sind.
    Die Folge, es müssen wieder Dienste neu geschrieben werden (oder zumindest auf andere Tools adaptiert werden) damit wieder alles ohne bekannte Sicherheitslücken läuft.

    Dank Cloud sind jetzt Entwickler gleichzeitig noch für die Betreuung & Betrieb zuständig und jedes Kundenticket ist jetzt super wichtig, weil es direkt jeden Kunden betrifft.

    ...
    Zudem entwickeln die Unternehmensführung laufend neue Prozesse um maximale Verwirrung zu stiften.
    ja herrliche neue Welt.

    Es würde mich zumindest nicht wundern, wenn in den nächsten Jahren noch deutlich häufiger Burn-Out in IT-Berufen diagnostiziert wird.

  4. Re: wozu?

    Autor: minnime 04.06.21 - 21:31

    Das mit Betreuung und Betrieb ist nicht wegen Cloud sondern DevOps. Auch so ein tolles neues Zeug was soll man nicht noch alles machen, Frontend, wo ich eh ständig alles ändert, Backend, Datenbank, Infrastruktur am besten nicht nur mit Docker sondern Kubernetes weil das ja mächtiger und komplizierter ist. Das sehe ich bei einem unserer Zulieferer, da machen die Entwickler auch alles. Wenn man sich dann mal mit einem Gebiet auskennt sieht man die dürftige Qualität, in dem Fall die Datenbankskripte.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Systembetreuer (m/w/d) Windows Server / Active Directory
    Radeberger Gruppe KG, Frankfurt am Main, Dortmund
  2. Business Analyst Project and Process Management (m/w/d)
    Allianz Lebensversicherungs - AG, München
  3. Technical Product Owner ECM (m/w/d)
    Hays AG, Nürnberg
  4. Mitarbeiter*in für die Entwicklung und Implementierung eines virtuellen PC-Labors für die digitale Lehre
    Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Kiel

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 499,99€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de