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Wie berechnet sich der Schaden?

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  1. Wie berechnet sich der Schaden?

    Autor: Bouncy 13.12.17 - 12:08

    Der Autor spricht von immensem Schaden, nennt aber keine Zahlen und schon gar keine Berechnungsgrundlage dafür. Der Umsatz von 432 Milliarden ist doch erstmal positiv, ist halt umgesetzter Warenwert, das sind ja Waren die entwickelt, produziert, verschifft, gelagert, geliefert und in jedem dieser Zyklen bezahlt wurden.
    Verdient haben also in dieser Aufzählung zu vier bis fünf sechstel die exakt gleichen Unternehmen, wie bei Markenprodukten. Verdient haben an den genannten Zahlen schließlich ganz klar Marktplatzanbieter, Paketzulieferer, Logistiker und Zahlungsabwickler. Das sind größtenteils europäische, teils deutsche Unternehmen, DHL etwa zahlt munter Steuern von jeder verschickten Fälschung.
    Also bedeutet das, dass der Schaden sich im Entwicklungszyklus und allerhöchstens teilweise bei der Produktion anhäuft. Wie hoch ist der dann?

    Darauf sollte so ein Artikel imho schon eingehen, wenn hier Worte wie "immens" und "betroffen" benutzt werden. Wer genau ist wie genau betroffen, Herr Ladurner?

  2. Re: Wie berechnet sich der Schaden?

    Autor: Sysiphos 13.12.17 - 12:26

    Materieller Schaden entsteht bei:
    - Dem Hersteller der Originalware
    - - Hätte mehr (nicht 1:1) Umsatz gemacht
    - - Muss sich mit Support Anfragen und/oder Haftungsfragen für Fälschungen beschäftigen (nicht nur T-Shirts werden gefälscht, auch Bremsklötze, Kugellager etc.)
    - Dem Kunden der glaubt vermeintliche Originalware erstanden zu haben
    - - Zumeist halten die Waren nicht gleichlange wie Original Produkte
    - (häufig) der Umwelt durch extrem billige(re) Produktionsbedingungen (wenn eh illegal kommts auf ein bisserl Umwelt eh nicht an)

    Des weiteren hat der Markeninhaber ein berechtigtes Interesse das zu unterbinden weil z.B. sein Image geschädigt wird durch nicht auf den ersten Blick ersichtliche mieserable Verarbeitungsqualität. Muss also Geld investieren in Anwälte das ganze zu unterbinden und verfolgen. Trägt z.B. auch die Vernichtungskosten bei Zollfunden.

    Dann werden natürlich Rohstoffe verbraucht sollte (Zahlen aus der Luft gegriffen !!!) z.B. ein billiger Samsung Akku der 90% des Originalpreises kostet nur 60% der Zeit halten, muss also öfter getauscht werden.

    Von evtl. Personenschäden, z.B. können gefälschte Bremsklötze das Leben kosten, mal abgesehen sowie evtl. höheren Projektierungskosten bei z.B. gefälschten Kugellagern wo die Fälschung fast nur beim Aufsägen auffällt aber das Lager dennoch kurze Zeit durchhält.

    Eine genaue Zahl des weltweiten Schadens zu benennen ist also quasi unmöglich weswegen meist nur die Summe des Umsatzes mit den Waren her genommen wird weil das eine Zahl ist die halbwegs erratbar ist

  3. aber aber aber....

    Autor: SJ 13.12.17 - 12:48

    ... wen man das täte, würde "Produktepiraterie" ja gar nicht mehr so böse aussehen und das darf einfach nicht sein.

    --
    Wer all meine Fehler findet und die richtig zusammensetzt, erhält die geheime Formel wie man Eisen in Gold umwandeln kann.

  4. Re: aber aber aber....

    Autor: chefin 13.12.17 - 13:34

    Produktpiraterie ist böse.

    Nicht weil sie aufwendig gestylte Markennamen fälschen, sondern weil sie Entwicklungen hemmen. Gegen Adidas oder Nike Schuh Fälschungen hätte ich grundsätzlich nichts. Aber wenn die ihren Werbeetat raus nehmen, weil es nicht mehr lohnt eine Marke aufzubauen, fallen ne Menge anderer Dinge mit raus. Vieleicht wäre das alles noch verkraftbar, nur haben Adidas und Nike ja ihre Millionen nicht nur in Werbung gesteckt, sondern auch Entwicklung betrieben. Das fällt auch weg.

    Und einige Marken leben bzw lebten sogar sehr stark von der Entwicklung. Leider sind viele davon auch schon vom Markt verschwunden. Und dann tut sich nicht mehr so viel an Innovation. Schau dir AEG an, war mal das innovationswunder in Deutschland, gehört nun als Marke den Chinesen und hat nur noch irgendwelchen Billigschrott. Grundig...selbes Spiel.

    Ja, sowas passiert nicht in 5 Jahren, wir reden da von 20-40 Jahren, bis sich solche Entwicklungen am Markt bemerkbar machen. Aber wenn man wartet bis es dem Unternehmen so schlecht geht, das es nicht mehr kann, ist es zu spät noch was zu ändern.

    Wieso muss Rolex drauf stehen wenn keine drin ist? Weil wir so Arm sind und so wenig Selbstbewusstsein haben, das wir solche Klone brauchen um nicht morgens im Bad zu kotzen, wenn wir uns selbst sehen?

    Solche Menschen, die unbedingt Piraterieprodukte brauchen haben ein ganz anderes problem das sie lösen sollten statt unbedingt so ein Produkt zu kaufen. Produktpiraten fälschen nur Prestigeobjekte, weil nur da etwas verkauft werden kann. Keiner wird Billigprodukte zu fälschen.

  5. Re: Genau das...

    Autor: Bouncy 13.12.17 - 16:35

    SJ schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... wen man das täte, würde "Produktepiraterie" ja gar nicht mehr so böse
    > aussehen und das darf einfach nicht sein.
    Schon klar, nicht nur Produkte, natürlich läuft es fast auf's gleiche wie die mit viel Schwallerei bedachte Film-, Musik- und Sonstwaspiraterie hinaus. Nur dass es - wie dargelegt - in dem Fall _noch_ viel weniger schädlich ist, weil die Wertschöpfungskette hier weiterhin umfassend bestehen bleibt.

    Dabei bleibt sogar noch der ganz relevante Teil der Käuferschaft unerwähnt, der ganz absichtlich diese Fälschungen kauft und niemals das Original kaufen würde\könnte. Was zusätzlichen Umsatz bedeutet, weil neue Käuferschichten erschlossen werden, die es vorher nicht gab, wovon wiederum die erwähnten 5/6 der Unternehmen und damit auch Staaten und deren Bürger profitieren. Ganz direkt, jede gefälschte Rolex am Arm eines Abfallentsorgers, die den langen Weg aus Ostasien hierher genommen und vom Paketzusteller vor dessen Tür gelegt wurde, bedeutet mehr Geld für Schulen.


    Unter all den Aspekten wäre eine Klarstellung interessant, was diese ziemlich harten Worte denn für einen realen Hintergrund haben. Dieser Zeit.de-Journalist müßte mal Fakten auf den Tisch legen, nicht nur Geschwafel. Was ist der konkrete Schaden, abzüglich des Nutzens.
    Imho sollte man den mal bei den Ohren hier ins Forum zerren oder seine Werke abstrafen statt durch Veröffentlichung zu fördern...

  6. Re: Wie berechnet sich der Schaden?

    Autor: Trockenobst 13.12.17 - 21:51

    Bouncy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Verdient haben also in dieser Aufzählung zu vier bis fünf sechstel die
    > exakt gleichen Unternehmen,

    Jepp, das medizinische Gerät killt halt einen mehr pro Woche, statistisch fällt das nicht auf. Meldest du dich freiwillig bei der nächsten Operation das Cloner-Gerät zu nutzen, zum defakto selben Preis gekauft?

    D.h. der einzige der hier wirklich einen Vorteil hat, ist der Betrüger. Und du als Endkunde den totalen Nachteil. Wenn etwa der Chip den man kauft schon nach 2 Jahren drauf geht statt nach 5. Oder wenn die teure Fake-Tasche bei mehreren Regenschauern schon die Farbe verliert.

    Irgendwer schluckt den Schaden. Du scheinst damit ok zu sein dass du mit Leuten Geschäfte machst die schon von anfang an dich als Deppen, Idioten, Melkkuh und ggf. als Todesopfer sehen. Suche mal nach gefälschten Flugzeugersatzteilen. Da geht dir der Hut hoch.

  7. Re: Wie berechnet sich der Schaden?

    Autor: Bouncy 14.12.17 - 08:56

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jepp, das medizinische Gerät killt halt einen mehr pro Woche, statistisch
    > fällt das nicht auf. Meldest du dich freiwillig bei der nächsten Operation
    > das Cloner-Gerät zu nutzen, zum defakto selben Preis gekauft?
    Das bei Amazon gekaufte Cloner-Gerät zum selben Preis? Was zum Geier ist das für ein Unsinn???
    > D.h. der einzige der hier wirklich einen Vorteil hat, ist der Betrüger.
    Da hab's ich doch extra deutlich geschrieben, welche Firmen Vorteile haben, schön einfach damit's jeder versteht - aber ignorier das ruhig...
    > Irgendwer schluckt den Schaden.
    Was für ein Schaden genau? Welcher ist das? Klartext, kein endloses Geschwafel bitte!

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