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wie soll das gemacht werden?
Autor: macray 13.12.17 - 13:24
Ich habe ja gehofft, dass auch mal konstruktive Vorschläge kommen, wie das per Gesetz geregelt werden sollte. Der erste Absatz in der Vorschau lässt ja darauf hoffen, dass der Artikel auch Inhalte dazu enthält und einige rechtliche Schritte oder Möglichkeiten aufführt.
Wie stellt ihr Euch das denn vor, was die EU dagegen machen könnte? -
Re: wie soll das gemacht werden?
Autor: derdiedas 13.12.17 - 13:36
Ganz einfach - Plattformbetreiber haften wenn Sie ihrer Aufsichtspflicht nicht nachkommen.
Kunden die gefälschte Waren - oder gar keine bekommen haben. Etwa weil jemand einen Fakeshop aufgemacht hat. Haben gegenüber Amazon Haftungsansprüche.
Verkauft Amazon Dinge aus der Rapex Liste, ist es haftbar für den entstandenen Schaden.
Hersteller haben Haftungsansprüche. Sprich wenn ein Chinashop entdeckt wird, muss Amazon den entstandenen Schaden für die verkauften Fakeprodukte tragen.
Damit Amazon nicht haften muss, muss es nachweisen das es:
- Die Authentizität des Verkäufers verifiziert hat.
- Das es geeignete Mittel verwendet die ein "hacken" des Händleraccounts verhindern.
- Das Amazon Ihr Angebot automatisch gegen die Rapex Liste abgleicht
- Das der Hersteller Preisgrenzen setzen kann, und wenn die unterboten werden muss
der Händler nachvollziehbar angeben warum er die Ware "unter Preis" verkaufen kann( Etwa weil er ein Bundle Angebot macht).
Gruß ddd -
Re: wie soll das gemacht werden?
Autor: macray 13.12.17 - 14:00
und das ist in alles in dem Artikel erwähnt bzw. angedeutet und als nicht praktikabel / zu teuer abgetan... also was sollen denn die richtigen Mittel sein?
Ich sehe in dem Artikel eine Selbstverpflichtung, die Erwähnung von stärkeren Maßnahmen, die aber auch gleich als unpraktisch / zu teuer abgelehnt werden.
Also leicht anders formuliert:
Was sollen also die Gesetzgeber festlegen, wenn es nicht die erwähnten - abgelehnten -
Maßnahmen sein sollen? -
Re: wie soll das gemacht werden?
Autor: AllDayPiano 13.12.17 - 14:39
Ich würde Amazon und Co nicht pauschalisiert haftbar machen.
Aber ich würde ihnen klar eine Mitwirkungspflicht mit eng gesetzten Fristen vorschreiben. Wie ein Forenuser hier schon schrieb, verhindern alleine die langen Versandzeiten von 4-6 Wochen, dass plagiierte Anbieter in einer akzeptablen Frist dem Verfahren von Amazon gerecht werden können. Die Betrüger können relativ lange und ungestraft ihren Weg gehen.
Dieses Verfahren muss prinzipiell komplett geändert werden.
Greift der Zoll eine Ware ab, so wird der Hersteller herangezogen, und gefragt, ob es sich um legale Ware handelt. Das übernehmen häufig Firmenanwälte. Stellen diese ein Plagiat fest, und bejahen eine Fälschung, so wird die Ware sofort aus dem Verkehr gezogen.
Prinzipiell ist die Lösung auch relativ einfach zu finden: Verkauft ein Händler nicht an Reseller, und es erscheint dennoch ein gleichartiges Produkt, so reicht dies als Beweislage prinzipiell aus, damit Amazon bis zur abschließenden Klärung den Verkauf vorerst unterbindet. Das ist ein Verfahren, dass keine zwei Tage dauern darf.
Bei zig Milliarden Konzernumsätzen (Gewinne weißt Amazon ja bewusst keine aus) wäre genug Geld verfügbar, um das notwendige Personal zu bezahlen. -
Re: wie soll das gemacht werden?
Autor: Trockenobst 13.12.17 - 21:48
macray schrieb:
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> Wie stellt ihr Euch das denn vor, was die EU dagegen machen könnte?
Wieso muss ich als Plattformbetreiber jeden Idioten auf die Plattform lassen, der per Bot einen neuen Account anlegt? Warum muss ich jemanden auf die Plattform lassen, gerade aus Asien, der ein Bankkonto bei Banken hat die auf diversen Warnungslisten von SWIFT sind? (Das sind Listen von Banken die z.B. ein Firmen!-Konto auf Fakenamen lauben, was eigentlich nicht mehr erlaubt ist) Usw.
Amazon ist gut in Computern und Cloud. Dass lässt sich alles sehr simpel abgleichen und mit ein wenig Behaviour-Analysis kriegt man so schon 80% der Anbieter von der Seite.
Ich meine, wenn 90% der anderen Anbieter auf der Seite ein Produkt für 100¤ anbieten und der ist der einzige für 50¤, dann würde ich das Produkt erst mal sperren und dann eine Glaubwürdigkeitzertifikate anfordern.
Da gibt es ganz viele automatische Denkweisen wo kein Mensch nur einen Finger rührt. Aber nein, einen Firmenaccount mit Produkten kannst du per Cloudbot in 2 Minuten eröffnen und sofort auch medizinische Produkte verticken die nicht funktionieren. -
Re: wie soll das gemacht werden?
Autor: SJ 13.12.17 - 22:09
Und wieso sollte Amazon hier etwas tun?
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Wer all meine Fehler findet und die richtig zusammensetzt, erhält die geheime Formel wie man Eisen in Gold umwandeln kann.



