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Da irrt René Obermann

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  1. Da irrt René Obermann

    Autor: Salzbretzel 24.10.12 - 20:24

    > René Obermann, Chef der Deutschen Telekom, kritisierte, dass Google mit seinen Youtube-Kanälen stark vom Breitbandausbau der Telekommunikationsnetze profitiere, sich aber an den Kosten nicht entsprechend beteilige.
    Ich als Nutzer zahle Geld für meine Bandbreite. Ich zahle mehr für eine breitere Leitung damit ich mehr und schneller im Internet konsumieren kann.
    Google beteiligt sich an den Kosten, indem Sie ein Angebot schaffen was Breitbandanschlüsse für mich interessant macht. Wenn es Videostreaming und Co nicht gäbe würde ich noch immer fröhlich mit 1000DSL rumdümpeln.

    "Das Genie: Ein Blitz, dessen Donner Jahrhunderte währt" (Knut Hamsun)

  2. Re: Da irrt René Obermann

    Autor: Anonymer Nutzer 24.10.12 - 20:55

    Ich sehe das im Grunde ähnlich. Außerdem muss Google, genau wie der Konsument, für die Anbindung ans Internet zahlen. Und eine 19¤ Flatrate wird das wohl nicht sein. Aber versuchen kann man es ja mal. Wenn es der Telekom an Geld zum Ausbau ihrer Strukturen mangelt und Sie so gewissermaßen überfordert sind, würde das Geld ja nicht an die falsche Stelle fließen. Dem Volksmund nach, hat Google ja genug davon.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 24.10.12 21:09 durch surv.

  3. Re: Da irrt René Obermann

    Autor: TenogradR5 24.10.12 - 21:07

    Grundsätzlich sehe ich das genau so. Allerdings bin ich auch der Meinung, dass sich Google hier mehr einsetzen könnte. Ich meine in diesem, Geschäftsjahr hat Google mehr Geld für Patent Streite ausgegeben als Entwicklung und das ist irgendwie schon ein Armutszeugnis. Ein verstärkter Ausbau wäre für Google weitaus profitabler.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 24.10.12 21:07 durch TenogradR5.

  4. Re: Da irrt René Obermann

    Autor: Anonymer Nutzer 24.10.12 - 21:21

    Ein verstärkter Ausbau von Infrastrukturen in 3. Welt-ländern fände ich auf Dauer sogar noch profitabler. Allerdings im Sinne der Fortentwicklung der Menschheit, nicht im Sinne der Fortentwicklung des Umsatzes eines Konzerns. Solang es Menschen auf der Erde gibt, die Hunger leiden und im übertragenden Sinne unsere Sch**** fressen, können Dinge wie Google-streetView von mir aus warten.

  5. Re: Da irrt René Obermann

    Autor: Salzbretzel 24.10.12 - 21:22

    Der Ausbau des Internets scheint zumindest interessant genug zu sein, dass google selbst in den Markt eindringen will.
    Jedoch ist es eine Sache das ich eine eigene "Informationskette" errichte, eine andere fremde Leitung zu unterstützten.
    Vielleicht beginnt google ja auch in Deutschland den Ausbau des Internets. Bis dahin sind sie Anbieter auf der Datenautobahn. Und wie surv schon erwähnt hat - bezahlen sie ja schon.

    Gott ich will auch einen 1GBit Anschluss T_T

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  6. Re: Da irrt René Obermann

    Autor: /mecki78 24.10.12 - 21:24

    Salzbretzel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Google beteiligt sich an den Kosten, indem Sie ein Angebot schaffen was
    > Breitbandanschlüsse für mich interessant macht. Wenn es Videostreaming und
    > Co nicht gäbe würde ich noch immer fröhlich mit 1000DSL rumdümpeln.

    Die Typen kapieren einfach nicht, dass niemand ihr total überteuertes VDSL2 haben will, wenn es keine Inhalte gibt, für die es sich lohnt so einen schnellen Anschluss zu haben. Nehmen wir an, Google und seine Konkurrenz nehme alle ihre Dienste morgen vom Web, die viel Bandbreite verbrauchen, wozu genau sollen dann Leute bitte mehr Geld für ihren Internet Anschluss zu zahlen? Um Webseiten statt in 500 ms in 100 ms abzurufen? Dafür ist niemand bereit so viel Geld auszugeben.

    /Mecki

  7. Re: Da irrt René Obermann

    Autor: Muhaha 25.10.12 - 09:53

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nehmen wir an, Google und seine Konkurrenz
    > nehme alle ihre Dienste morgen vom Web, die viel Bandbreite verbrauchen,
    > wozu genau sollen dann Leute bitte mehr Geld für ihren Internet Anschluss
    > zu zahlen?

    Das wissen Obermann & Kollegen schon selber. Der Grund für die Jammerorgien liegt ja nicht darin, dass die deutschen Firmen nicht kapiert haben, wie der Hase läuft. Das wissen die alles schon ganz genau.

    Man scheut aber das unternehmerische Risiko und will durch diese Jammerorgien den Staat mit ins Boot holen, damit dieser mit Steuergeldern das unternehmerische Risiko abdeckt, damit die Konzerne im Erfolgsfalle höhere Gewinne einstreichen können und im Falle eines Scheitern die Zeche nicht zahlen müssen. Dass dies in Deutschland (und anderswo) wunderbar funktioniert, kann man jeden Tag in den Nachrichten verfolgen. Siehe zB. Leistungsschutzrecht.

  8. Re: Da irrt René Obermann

    Autor: /mecki78 25.10.12 - 13:57

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dass dies in Deutschland (und anderswo) wunderbar
    > funktioniert, kann man jeden Tag in den Nachrichten verfolgen. Siehe zB.
    > Leistungsschutzrecht.

    Leistungsschutzrecht ist auch so ein leidiges Thema. Bisher hat noch kein einziger Verlag in Deutschland einen echten Beweis dafür erbringen können, dass Google mehr von ihrem Inhalten profitiert als sie selber von Google als Zulieferer von Besuchern für ihre Webseite profitieren. Das wurde einfach so immer wieder und wieder als Behauptung in den Raum gestellt, Beweise, nachvollziehbare Fakten oder Studien sucht man allerdings vergeblich.

    Wenn ich bisher nach News gesucht habe, dann bei Google News. Und wenn ich dann am Ende bei einem Artikel auf Spiegel Online (SPON), Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), Stern, Süddeutsche Zeitung oder Zeit Online lande, dann nur deswegen, weil mich Google dort hingeführt hat. Ich bin noch nie (ist jetzt keine Übertreibung, wirklich noch nie!) direkt auf eine dieser Zeitungsseiten gegangen und wenn Google die nicht mehr listet, dann werde ich wohl auch nie wieder auf einer dieser Seiten landen. Kann man eigentlich noch blöder sein und sich noch mehr in den eigenen Fuß schießen, als das diese Verlage gerade machen?

    /Mecki

  9. Re: Da irrt René Obermann

    Autor: kinderschreck 25.10.12 - 15:05

    Beteiligen sich Opel oder VW am Ausbau des Straßennetzes?
    Beteiligen sich BP oder Shell am Ausbau des Straßennetzes?
    Beteiligt sich DHL am Straßennetz?

    Wenn dem Herrn Obermann die User zu viel Traffic produzieren dann soll es doch am Markt wieder einfach Tarife für verschiedene Traffic-Volumen anbieten. Aktuell kostet eine Flat mit 16.000 glaube ich ca. 25 Euro. Dann soll es darauf eben:

    15 ¤ für 5 GB
    20 ¤ für 15 GB
    25 ¤ für 30 GB

    und dann zur Kompensation 5¤ für jede 20 GB drüber und für 50¤ gibt es dann wieder eine Flat.

    Mal schauen ob sie damit am Markt was erreichen...

  10. Re: Da irrt René Obermann

    Autor: cyro 26.10.12 - 05:28

    Ich glaube nicht, dass das Geheule echt ist. So dumm ist die Telekom nicht, dass sie ihr Netz vollkommen in den Sand gesetzt hätten. Hier geht es doch nur darum, die Vorraussetzungen für ein neues Geschäftsmodel herbeizureden.

    Aufgrund des Konkurrenzdrucks lassen sich die Margen bei den Endkunden kaum noch erhöhen also will man einen Konkurrenzdruck bei den Inhalteanbietern schaffen. Die Inhalte von zahlenden Anbietern werden einfach wie bisher ausgeliefert und alle anderen werden gedrosselt. Damit schafft man Mehreinahmen ohne das auch nur ein einziger zusätzlicher Cent in den Netzausbau gesteckt werden muss.

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  11. Re: Da irrt René Obermann

    Autor: Salzbretzel 26.10.12 - 08:20

    Und bei dem ersten Anbieter der dies macht wird von mir (und sicher auch viele andere Kunden) als Anbieter gemieden und wenn mein bestehender Vertrag plötzlich der Zensur unterliegen soll (nur noch Webseiten die für volle Geschwindigkeit bezahlen kann ich gut erreichen) - ich fürchte das wäre ein Fall zum beschweren bis zum klagen.

    Wie kinderschreck schon geschrieben hat. Wenn denen die Einnahmen nicht passen, so ist der Anlaufpunkt der Kunde und nicht die Webseiten auf die der Kunde zugreifen will.

    Ganz davon abgesehen - das torrentnetzwerk hat ja viele IPs von Privatpersonen die sicher keinen Beitrag gezahlt haben. O..o
    10 Stunden warten für ein Image der neuen Distri - ja, so muss Internet sein.

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  12. Re: Da irrt René Obermann

    Autor: swissmess 26.10.12 - 11:59

    Der Obermann tut so als ob die Deutsche Telekom Freude hätte, wenn sich Google Berlin, Hamburg oder München vornimmt und ein 1GBit/s-Glasfaser-Netz aufzieht wie in Kansas City oder wo das ist...
    Das verstehe ich darunter wenn sich Google an Netzausbau beteiligt... Aber ob das in der Interesse der DT ist?
    *schwachsinniges beschweren würde ich dem sagen*

    Meine Meinung ist meine Meinung, Deine Meinung ist deine Meinung
    Die Herausforderung ist die Toleranz anderer Meinungen... Kannst du es auch?

  13. Re: Da irrt René Obermann

    Autor: cyro 26.10.12 - 17:12

    Salzbretzel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und bei dem ersten Anbieter der dies macht wird von mir (und sicher auch
    > viele andere Kunden) als Anbieter gemieden und wenn mein bestehender
    > Vertrag plötzlich der Zensur unterliegen soll (nur noch Webseiten die für
    > volle Geschwindigkeit bezahlen kann ich gut erreichen) - ich fürchte das
    > wäre ein Fall zum beschweren bis zum klagen.

    ne, das werden die meisten doch gar nicht merken. Die Inhalte werden ja nicht komplett blockiert sondern bekommen einfach eine geringe Priorität. Auffallen wird das erst, wenn die großen Konzerne alle zahlen und die privaten und kleinunternehmerischen Seiten zunehmend langsamer werden. Aber dann wird der schwarze Peter den Webspace-Providern zugeschoben. Die können ja auch zahlen, wenn sie ihre Rechenzentren schnell anbinden wollen.

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  14. Re: Da irrt René Obermann

    Autor: Salzbretzel 26.10.12 - 22:32

    cyro schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ne, das werden die meisten doch gar nicht merken. Die Inhalte werden ja
    > nicht komplett blockiert sondern bekommen einfach eine geringe Priorität.[...]
    Dies würde voraussetzen das irgendein Contentanbieter so übergeschnappt ist und bei dem Vorschlag zustimmt.
    Ja, wie meinen? Nachdem ich Arbeit, Geld fürs Hosting und dem verlegen der Internet Infrastruktur in mein Projekt gesteckt habe - will diese Firma in Deutschland seine Internetkunden nur volle Geschwindigkeit auf unsere Server geben, wenn wir deren Netz ausbauen?
    Da ist es ja schon fast günstiger gleich eine Leitung vom Rechenzentrum ins Schlafzimmer der Nutzer zu legen.

    Aber gut, die deutsche Telekom hat ja schon seit einiger Zeit die Idee das google brav zahlen soll. Youtube ist gedrosselt. Und DAS merken die Kunden eben doch. Miese PR für die Telekom, Kunden gehen wo anders hin und das Netz wird doch nicht ausgebaut.

    "Das Genie: Ein Blitz, dessen Donner Jahrhunderte währt" (Knut Hamsun)

  15. Re: Da irrt René Obermann

    Autor: Wary 28.10.12 - 16:33

    cyro schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ne, das werden die meisten doch gar nicht merken. Die Inhalte werden ja
    > nicht komplett blockiert sondern bekommen einfach eine geringe Priorität.
    > Auffallen wird das erst, wenn die großen Konzerne alle zahlen und die
    > privaten und kleinunternehmerischen Seiten zunehmend langsamer werden. Aber
    > dann wird der schwarze Peter den Webspace-Providern zugeschoben. Die können
    > ja auch zahlen, wenn sie ihre Rechenzentren schnell anbinden wollen.

    Also bisher war das Geschrei immer SEHR groß, wenn die Telekom mal wieder das Routing/die Anbindung an youtube versaut hat und die Kunden warten mussten bis ein Video läd!
    Ich glaube (und hoffe) dass Google nicht zahlen würde.
    Jetzt nehmen wir mal an, die Telekom zieht das durch. Was glaubst du was am nächsten Tag im Fernsehen und auf Plakatwänden wäre? "Anbieter X mit vollem Youtube Erlebnis!" Video von einem Telekomkunden der vor einem schwarzen Bild bei Youtube sitzt...
    Lauter so Zeug.

    Was die Telekom möchte ist, sich mit allen anderen Anbietern absprechen, aber das irgendwie so drehen, dass sie nicht von den Kartellbehörden aufs Maul bekommen!

  16. Re: Da irrt René Obermann

    Autor: cyro 29.10.12 - 00:23

    Meine Aussage bezog sich ja auch darauf, dass es die Meisten nicht merken werden wenn den YouTube Datenpaketen eine höhere Priorität zugeordnet werden. Der Geschwindigkeitsunterschied wird sich erst mit der Zeit bemerkbar machen, wenn die Anzahl der priorisierten Dienste steigt.

    Eine Sperrung mit schwarzem YouTube-Bild wird es nie geben. Wenn ich die Absichten der Telekom durchsetzen sollte, würde ich das viel subtiler machen. Die ersten Datenpakete würde ich nach wie vor schnell ausliefern aber das darauffolgende Streaming würde ich drosseln. Wen ich das noch von der Tageszeit, Netzauslastung und ein wenig Zufall abhängig machen würde, könnte der Kunde nicht mehr nachvollziehen, ob der Flaschenhals bei der Telekom oder bei YouTube selbst liegt.

    Parallel dazu würde ich mich nach ein paar großen Contentanbietern umsehen, mit denen ich bereits einige Verträge laufen habe. Z.B. denke ich da an so Vertragsverhältnisse, wie sie E-Plus mit Facebook hat. Wo E-Plus Kunden auch ohne Internetflat unbegrenzt auf Facebook surfen können. Solche Verträge würde ich mit der angestrebten Contentpriorisierung aufstocken, selbst wenn ich kaum was dabei verdiene. Hauptsache es gibt messbare Geschwindigkeitsunterschiede zwischen diesen Angeboten und der der Konkurrenz. Und schlußendlich würde ich mit diesen Meßzahlen hausieren gehen: "Wenn ihr Traffik so schnell sein soll, wie der von Facebook, dann müssen sie nur hier unterschreiben".

    Die Telekom will sich nicht absprechen. Die wollen nur Geld von den Contentanbietern sehen. Und es ist gar nicht so abwegig, dass sie früher oder später Erfolg haben, wenn durch den Gesettgeber keine Netzneutralität vorgeschrieben wird.

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