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"gegenreaktion"

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  1. "gegenreaktion"

    Autor: Doedelf 18.08.14 - 12:11

    Da meine Frau Journalistin im Bereich Kultur und Buchkritiken ist, hat sie eine Gegenreaktion der Selfpublisher gefunden:

    http://phantanews.de/wp/aartikel/offener-brief-der-selfpublisher-den-buchhandel/

    Schade das die Berichterstattung wieder so einseitig erfolgt - ehrlich gesagt macht mir das mehr Angst als Amazons Marktmacht. Da sieht man mal wieder, wie beim LSR, wer hier wen und wie manipuliert.

    Von der Gegenreaktion der Selfpublisher in den USA steht in den meisten Artikeln auch nichts.

    Dabei ist die Frage doch berechtigt: Wieso bekommt ein Autor weniger als 10 % vom verkauften Buch und verteidigt auch noch dieses System?

  2. Re: "gegenreaktion"

    Autor: Anonymer Nutzer 18.08.14 - 13:25

    Sehr richtig!

    Ich möchte meinen Beitrag hier auch noch mal anfügen:

    Sehr geehrter Herr Schriftsteller,

    ich halte Ihren Spiegel-Artikel zu Amazon für ziemlich falsch. Eine falsche Perspektive die sich weitgehend durch die Bevölkerung zieht und nur die halbe Wahrheit ist.

    Ich bin Hörbuchproduzent und Kleinverleger und kenne mich sozusagen intern mit den Sachverhalten aus. Wahrscheinlich sogar etwas besser als Sie, als Schriftsteller.

    Teufel gegen Beelzebub: kann es denn sein, dass Thalia & co plötzlich die Guten sind? Die sind doch genauso wie Amazon.

    Was macht den Amazon: sie diktieren die Beteiligungen. Ihr Recht - es ist ihr Portal.

    Was will Amazon: das eBooks günstiger sind als gedruckte Ausgaben - richtig so.

    Bei Audible (mittlerweile ein Amazon-Unternehmen, die Bedingungen stammen allerdings aus vor dieser Zeit) bekomme ich pro Verkauf zwischen 30% und 12% (bei Aboverkäufen im Schnitt) des Verkaufspreises. Klingt wenig, dort generiere ich aber am meisten Umsatz.

    Bei Claudio.de, dem Buch- und Hörbuchportal des Vereines des Börsenhandels des deutschen Buchhandels + weiteren großen Beteiligten bekomme ich 50%, und habe so gut wie keinen Umsatz.
    Warum ist das so, weil das Portal u.a. sehr schlecht aufgebaut ist. Seit 10 Jahren(!) hat sich da nichts getan. Claudio.de ist schrecklich. Die Inhaber haben es jetzt verkauft, ab September wird es nicht mehr möglich sein zuvor gekaufte Hörbücher runter zu laden.. Nicht mal eine Support-Adresse gibt es bei Claudio.de, seit Jahren.

    Also, die deutschen Verlage kriegen es in über 10 Jahren nicht hin eine Alternative zu Audible auf die Beine zu stellen. Gleiches gilt für den Büchermarkt. Engagement und technische Umsetzung waren äußerst Mangelhaft. Und nun ist Amazon schuld..

    Für jeden Jung-Autor ist Amazon ebenfalls ein Segen. Deutsche Verlage bieten eine Art "Independent Autoren Portal" nicht an.

    Wie viel % Beteiligung bekommen sie von Ihrem Verlag? Im Hörbuchbereich, für mich als Produzent, sind es ~20% des Händlerabgabepreis, also bei einem Endkundenpreis von 12.90.- Euro bekomme ich ca. 80 Cent, welche ich dann noch mit dem Sprecher und anderen teilen muss. Im Selbstverlag erhalte ich den vollen Händlerabgabepreis von 4-5 Euro. Und so viel macht ein Verlag nun auch nicht für einen Schriftsteller, bei z.B. 81.919 Neuveröffentlichungen im Jahr 2013. I.d.R. werden nur Kataloge an Buchhandlungen gesendet. Zu den sehr wenigen die gepusht werden gehören eben die meisten nicht. Für den Erfolg sollte der der Autor selbst die Communitys anschreiben - das ist mit das wichtigste Marketinginstrument.

    Amazon mag nicht koscher sein, aber die großen Verlage sind es ebenso nicht und keinen Deut besser, eher etwas schlechter, was sie ja erst in die jetzige Lage gebracht hat.

    Und, dass ein Verlag mehr für das eBook verlangt als für die Printausgabe, dass sollte man mal der Bevölkerung zu verstehen geben und dann gucken wie sie die Aktion von Amazon beurteilen, ob sie das gut und gerecht finden..

    Mit freundlichen Grüßen,

    *möchte anonym bleiben*

  3. Re: "gegenreaktion"

    Autor: Doedelf 18.08.14 - 16:39

    Interessanter Brief, Hörbücher hatte ich so halb auf dem Radar.

    Wenn man mal schaute dann gibt es bei audible "goT" in deutsch - in satten 20 Teilen - da wurden die Bücher noch mal geteilt - bzw. geviertelt....

    Dementgegen gibt es dort auch die englische Variante - 1 Buch = 1 Hörbuch - ungekürzt 33 Stunden.

    Der Preis ist bei audible im Abo immer derselbe (9,90).

    Woher kommt nun diese Aufsplitterei? Was soll dieses melken der deutschen Käufer?

    Nun, wenn man claudio.de anschaut, dann sieht man auch warum ich mittlerweile gut 30 Hörbücher gekauft habe. Die kamen automatisch über das Audible Abo. Als ich vor ein paar Jahren auf die Bahn umgestiegen bin, hab ich mir das gegönnt - bin morgens zu müde um schon in ein Buch zu schauen, Hörbücher sind eine angenehme Alternative, schotten einen als Bahnfahrer ab und man kann die Augen schließen.

    Die Preise waren allerdings eine andere Liga - aber für 9,90 pro Hörbuch (was im Schnitt einen Monat hält) lass ich das halt laufen, gehört zu den Pendelkosten dazu.

    Insgesamt hab ich aber so mehr für Hörbüchern ausgegeben als vorher (0 - nie gekauft).

    Dazu kommt das zwar Audible "DRM" ist, ich damit aber wegen dem Preis und der Bequemlichkeit (App aufs Smartphone, download starten und los gehts) dies aktzeptieren kann.

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