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Ein bisschen OT... aber die Bank gewinnt immer!

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  1. Ein bisschen OT... aber die Bank gewinnt immer!

    Autor: Boandlgramer 12.01.22 - 13:52

    https://www.youtube.com/watch?v=cbVC_hAaygc&t=2103s

    Es geht darum, dass es zwar zinsgünstige Darlehen für bestimmte Baumaßnahmen von der KfW gibt, aber die Banken als Durchleiter einfach nicht durchleiten. Die Preisfrage: Wer hat diesen politischen Konstruktionsfehler in dieses Fördersystem wohl eingebaut?

  2. Re: Ein bisschen OT... aber die Bank gewinnt immer!

    Autor: BluePhoenix 12.01.22 - 15:46

    Wer übernimmt bei einem KfW-Kredit denn das Risiko?

    Angenommen die KfW hätte gerne einen Score von >99(% Wahrscheinlichkeit, dass man das Geld zurückzahlen kann).
    Nun haben die genannten Familien auf Grund bestehender Schuldenlast oder aufgrund ihres Alters nur einen Score von ~95%.
    Damit bekommen sie zwar einen Kredit, aber aufgrund der höheren Ausfallwahrscheinlichkeit zu höheren Zinsen, und möglicherweise lehnt die KfW ab.

    Mal abgesehen davon finde ich es gut eine staatliche Bank für günstige Konditionen zu haben, aber halte es für Quatsch dass man dann wieder irgendwelche Mittelsmänner (in dem Fall Mittelsmänner die kein Interesse daran haben, diesen Kredit zu vermitteln) dazwischen schaltet.

    Oder dient die KfW am Ende nur zum Anfixen? Den ersten Kredit für's Haus bekommt man supergünstig von der KfW, die das Risiko des Ausfalls auf sich nimmt. Außerdem erhöht ein Kredit zu geringen Zinsen natürlich die Wahrscheinlichkeit, dass man sich überhaupt ein Haus kauft. Die weiteren Kredite für das "Instandhaltungsabo Haus" genehmigen sich dann die Banken zu höheren Zinssätzen. Denn der Bewohner hat ja keine Wahl mehr, wenn er das Haus behalten will braucht er das Geld. Und das Ausfallrisiko für die Bank ist auch geringer, denn immerhin hat die Bank ja ein ganzes Haus als Sicherheit um einen Kredit zu decken, der z.B. nur die Höhe einer Dachsanierung hat.

  3. Re: Ein bisschen OT... aber die Bank gewinnt immer!

    Autor: Nitrogen 13.01.22 - 07:11

    BluePhoenix schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wer übernimmt bei einem KfW-Kredit denn das Risiko?
    >

    Bei Baufi-Krediten der KfW trägt die durchleitende Hausbank das Risiko. Die KfW null.

    Risikobeteiligungen der KfW sind nur im gewerblichen Bereich teilweise üblich.

  4. Re: Ein bisschen OT... aber die Bank gewinnt immer!

    Autor: Boandlgramer 14.01.22 - 11:16

    BluePhoenix schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wer übernimmt bei einem KfW-Kredit denn das Risiko?

    Du hast Dir den Beitrag nicht angesehen... Die Banken geben den Betroffenen sehr wohl Kredite - aber eben lieber die eigenen, teureren.

    Und bei den KfW-Krediten trägt in der Regel auch die KfW das Risiko - was unter anderem daran zu erkennen ist, dass die KfW im Grundbuch eingetragen wird, wenn die Besicherung über die Immobilie läuft.

    Es gab auch Modelle, wo die Risiken aufgeteilt wurden und die Hausbank ihren Anteil vorrangig Besichern konnte, während die KfW nur nachrangig eingetragen wurde.

    Die Bank wehrt sich nicht gegen einen Schaden, den haben die Lobbyisten im Vorfeld verhindert. Sie wehren sich gegen billigere Konkurrenz.

  5. Re: Ein bisschen OT... aber die Bank gewinnt immer!

    Autor: BluePhoenix 14.01.22 - 18:49

    Ich habe mir den Beitrag durchgelesen, es wurde dort aber nicht erläutert wer welches Risiko trägt :)
    Wie ich in meinem ersten Kommentar ja auch geschrieben habe. Höheres Ausfallrisiko, höhere Zinsen. So ist das halt. Kreditwürdigkeit ist ja nicht binär.
    Wenn die KfW aber prinzipiell den Kredit gegeben hätte, dieser aber nicht weitergegeben wird drängt sich mir - wie oben beschrieben - die Frage auf, ob die KfW am Ende nur dazu da ist, die Leute "anzufixen" damit sie sich ein Haus kaufen. Wenn sie einen Kredit zu schlechten Konditionen bekommen kaufen sie im Zweifel eben kein Haus. Damit fallen aber viele profitable Folgekredite für die Bank weg.
    Wenn jemand ein Haus kauft und dieses nicht Instand halten kann, dann bringt der Bank das nichts dass dieses Haus die Sicherheit für den Kredit ist. Wenn es verfällt, deckt es nicht mehr die Kreditsumme. Damit hat die Bank ein höheres Risiko. Das übernimmt dann die KfW. Ein Kredit für eine Dachsanierung hingegen hat ein geringere Risiko, weil die Bank ja das komplette Haus als Sicherheit hat, um den Kredit abzusichern. Außerdem wird der Bewohner in diesem Fall auch eher die schlechten Konditionen annehmen, denn das Dach muss ja gemacht werden. Er ist also eher erpressbar.

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