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Und der deutsche Bürger leidet unterm starken Dollarkurs.

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  1. Und der deutsche Bürger leidet unterm starken Dollarkurs.

    Autor: Oldy 09.08.18 - 13:56

    Aber das interessiert nicht. Es ist auch uninteressant das dadurch Billionen an volkswirtschaftlichen Vermögen durch die Lappen gehen.

  2. Re: Und der deutsche Bürger leidet unterm starken Dollarkurs.

    Autor: Ronny345 09.08.18 - 20:08

    Was für Billionen meinst du? In erster Linie verbilligt der starke Dollar unsere Güter für die Amis und verteuert deren für uns.

  3. Re: Und der deutsche Bürger leidet unterm starken Dollarkurs.

    Autor: Faksimile 09.08.18 - 21:13

    Brennstoff auf Dollarbasis?

  4. Re: Und der deutsche Bürger leidet unterm starken Dollarkurs.

    Autor: DerDy 10.08.18 - 00:16

    Faksimile schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Brennstoff auf Dollarbasis?

    Jo, es gibt nur den Handel mit Brennstoff? Natürlich ist das quatsch.
    Durch den starken Dollar sind europäische Produkte wieder wettbewerbsfähiger auf dem Weltmarkt, so dass unsere Firmen auch wieder mehr Produkte verkaufen können. Verkauft die Industrie mehr Produkte, haben wir hier mehr Steuereinahmen und damit kann der Staat wieder mehr machen und meine Steuern müssen nicht erhöht werden.

    Wer nur den Diesel und Bezinpreis an der Tanke sieht, der sieht zu kurz.

  5. Re: Und der deutsche Bürger leidet unterm starken Dollarkurs.

    Autor: Oldy 10.08.18 - 06:06

    In Kurzfassung.
    Der Euro ist zwischen 30%-40% unterbewertet. (Kann man selber grob errechnen oder bei verschiedenen Ratingagenturen recherchieren.)


    Bei einem fairen Kurs wäre der Arbeitsmarkt wäre wesentlich besser aufgestellt. Die Konsumenten hätten wesentlich mehr Kaufkraft, die Importe wie z.B. Rohstoffe/Halbfabrikate und Energie wären wesentlich billiger, was zu einem Schub im Binnenmarkt führt. Man bedenke, in jedem Produkt steckt Energie. Alles wäre wesentlich billiger.

    Gegenargument: Eine harter Euro wäre schlecht für den Export.

    Schon zu DM-Zeiten haben wir viele Male im 3% Bereich aufgewertet. Die Firmen mussten, um den Wettbewerbsnachteil aufzufangen, innovativ werden und investierten in bessere Produktionsketten. Auch das gab regelmäßig einen Schub im Binnenmarkt. Der Arbeitsplatzzuwachs und Kaufkraftzuwachs im Binnenmarkt war/ist enorm.
    (Wenn dein neue PC ca. 30% billiger ist, kannst Du Dein Geld zusätzlich in andere Konsumgüter stecken.)

    Mit wachsender Kaufkraft investieren die Firmen und stellen Arbeitskräfte ein um die Kaufkraft abgreifen zu können. Ein Wachstumskreislauf, zumal das meiste BIP eh im Binnenmarkt generiert wird.
    (2016 betrug die Nettoinvestitionsquote, gemessen an den Gewinnen nur noch 3,5%, noch 1991 waren es 48,5%! Klar, wo man nicht mehr verkaufen kann, wird nicht investiert, egal wie niedrig die Zinsen sind.)

    Kann man mit Excel sogar (sehr grob) ausrechnen. Bei dem unfairen Wert der Währung zur Wirtschaftskraft und den dadurch verringerten Warenkorb machen wir volkswirtschaftlich einen Billionenverlust, allein durch das Verzichten auf Steuereinkommen. Gleichzeitig verzichten wir auf Arbeitsplatzwachstum, die ein Kaufkraftwachstum mit sich bringt.

    Jetzt beruht unsere Wirtschaftskraft und deren Arbeitsplätze nicht mehr auf eigene Leistung, sondern nur durch den billigen Euro, den uns die schwachen Länder bescheren. Das hat noch nie funktioniert. Ein weiteres Problem ist auch, dass Deutschland durch diese Euro-Subventionen, die Arbeitslosigkeit in den schwachen Ländern exportiert. Die Handelsbilanzschere spreizt sich immer weiter und ein Kreditausfall ist wahrscheinlich. Eine Absicherung durch deutsche Bürger wird früher oder später kommen müssen. Genauso ein Staatenfinanzausgleich, analog unseres Länderfinanzausgleich, will man den Euro halten.

    Nein, Volkswirtschaftlich ist der Euro für Deutschland ein Desaster. Wenn der Euro crasht und das wird er, dann sind wir nicht mehr wettbewerbsfähig. Deutschland ist im globalen Ranking der Produktivität auf den 15. Platz abgerutscht.

    Es gibt noch soviel mehr an Schaden, den der Euro und den Versuchen der EZB und BuBa den nicht crashen zu lassen, verursacht hat. Vermögensabbau durch Negativzinsen, schwächere Rentenbeiträge, höhere Sozialausgaben, etc.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.08.18 06:10 durch Oldy.

  6. Re: Und der deutsche Bürger leidet unterm starken Dollarkurs.

    Autor: bombinho 10.08.18 - 12:48

    DerDy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jo, es gibt nur den Handel mit Brennstoff? Natürlich ist das quatsch.
    > Durch den starken Dollar sind europäische Produkte wieder
    > wettbewerbsfähiger auf dem Weltmarkt, so dass unsere Firmen auch wieder
    > mehr Produkte verkaufen können. Verkauft die Industrie mehr Produkte, haben
    > wir hier mehr Steuereinahmen und damit kann der Staat wieder mehr machen
    > und meine Steuern müssen nicht erhöht werden.

    Das nenne ich mal eine verquere Theorie. Wie kommst Du denn auf das schmale Brett?
    Welche Steuern sollen sich erhöhen ohne Gegenbuchung?
    Inwiefern ist die Erhöhung deiner Steuern auch nur im entferntesten relevant dabei? Oder auch nur über mehrere Ecken verknüpft?
    Steuern sind ein internes Regelwerkzeug um damit sicherstellen zu können, dass auch die Ausgaben, welche zwar allgemeinwirtschaftlich notwendig sind aber nicht privatwirtschaftlich abgedeckt werden, tätigen zu können bzw. Finanzströme kontrollieren zu können.
    Import/Exportüberschüsse lassen sich damit nur indirekt aber wirksam reglementieren, ziehen aber auch andere Folgen nach sich, wie Beschäftigung.
    Insofern ist eine Steuererhöhung mittelfristig unabdingbar, außer der Dollar würde auf Null fallen. Als Alternative käme allerdings auch eine deutliche Zinserhöhung in Frage und wäre gar effizienter, weil sie direkt an der Quelle ansetzt.

    > Wer nur den Diesel und Bezinpreis an der Tanke sieht, der sieht zu kurz.
    Nach dieser wilden Theorie ein gewagter Spruch :))))

  7. Re: Und der deutsche Bürger leidet unterm starken Dollarkurs.

    Autor: bombinho 10.08.18 - 12:53

    Jupp, ziemlich gut, aber dabei hast Du die Finanzab- und zuflüsse vernachlässigt, welche eine wesentliche Rolle dabei gespielt haben, warum sich das System an dieser Stelle eingependelt hat. Eine höhere Kaufkraft führt zu mehr Luxus, welcher regelmässig über Importgüter befriedigt wird, woraufhin dann dem Binnenmarkt Finanzen entzogen werden müssen, um das Verhältnis zu stabilisieren.

    Allerdings hat Deutschland da ja noch einiges an Bonuspotential, so dass dort noch einiges an Spielraum ist und kein vorläufiger akuter Handlungsbedarf besteht.

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