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So viel Cash in einer Hand

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  1. So viel Cash in einer Hand

    Autor: sp1derclaw 03.05.17 - 07:09

    So viel Geld auf einem Haufen ist für die Wirtschaft nicht gesund. Zumal wir sogar nur von den Barreserven reden. Damit geht zum Beispiel eine ungesunde Marktmacht einher, dem Markt wird ordentlich Liquidität entzogen und das Geld wird zu einem Dumpingsteuersatz in die USA repatriiert werden, sodass es der Allgemeinheit letztlich stärker entzogen wird, als wenn das viele kleine Unternehmen erwirtschaften und zu einem vermutlich höheren Steuersatz versteuern. Darunter leiden dann auch beispielsweise Ausgaben für Bildung und Infrastruktur. Leider betrifft das alle großen Unternehmen, Apple allerdings im Besonderen. Und es ist vielleicht auch ein Zeichen dafür, dass der Hauptumsatztreiber, der Smartphonemarkt, im Grunde genommen kaputt ist, was durch Studien zu Gewinnen der einzelnen Hersteller gestützt wird (die sagen, dass im Grunde nur Apple und Samsung einigermaßen am Markt verdienen). Im Grunde beherrschen also 2-3 Player den gesamten Markt. Sehr unerfreulich eigentlich, wohin das bis hierhin geführt hat.

  2. Re: So viel Cash in einer Hand

    Autor: User_x 03.05.17 - 07:23

    Glaub ich weniger - im Gegenteil, ich glaube viel eher wenn das Geld auf einen Schlag wieder frei werden würde es zur nächsten Weltwirtschaftskrise kommt, da die Geldschwämme die bestehende Ordnung beeinträchtigt.

  3. Re: So viel Cash in einer Hand

    Autor: pythoneer 03.05.17 - 07:51

    User_x schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Glaub ich weniger - im Gegenteil, ich glaube viel eher wenn das Geld auf
    > einen Schlag wieder frei werden würde es zur nächsten Weltwirtschaftskrise
    > kommt, da die Geldschwämme die bestehende Ordnung beeinträchtigt.


    Dein Szenario ist nicht das Gegenteil. Es bekräftig sogar noch die Kritik im OP.

  4. Re: So viel Cash in einer Hand

    Autor: Kondratieff 03.05.17 - 08:23

    sp1derclaw schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und es ist vielleicht auch ein Zeichen
    > dafür, dass der Hauptumsatztreiber, der Smartphonemarkt, im Grunde genommen
    > kaputt ist, was durch Studien zu Gewinnen der einzelnen Hersteller gestützt
    > wird (die sagen, dass im Grunde nur Apple und Samsung einigermaßen am Markt
    > verdienen). Im Grunde beherrschen also 2-3 Player den gesamten Markt. Sehr
    > unerfreulich eigentlich, wohin das bis hierhin geführt hat.

    Dem stimme ich im Grunde genommen zu. Allerdings: Smartphones sind zudem in meinen Augen insofern problematisch, als sie zu kurze Entwicklungszyklen haben - auch, wenn die tatsächlichen Versionssprünge (im Sinne der Hardwareneuerungen) heute kleiner ausfallen mögen, als zu früheren Zeiten. Zu beobachten ist die Problematik auch hier im Forum: Häufig, wenn es bei neuen Smartphones um die Frage des Preises geht, melden sich Mitforisten zu Wort, die aussagen, dass sie sowieso spätestens nach zwei Jahren ein neues Telefon mit der Vertragsverlängerung oder mit dem Neuvertrag bekommen - diese Aussage dient wahlweise als Legitimation, dass sie ein vergleichsweise teures Telefon haben ("bekomme ich durch den Vertrag ja günstig dazu"), oder dass sie eben kein High-End-Gerät besitzen ("ich bekomme sowieso alle zwei Jahre ein neues Smartphone, es muss also kein Oberklassetelefon sein").

    So oder so halte ich es persönlich für schlecht (Umwelt...), wenn funktionierende Telefone jährlich oder zweijährlich ausgetauscht werden. Insbesondere die günstigen Android-Smartphones haben hier das Problem der geplanten Obsoleszenz durch die bewusste Vernachlässigung der Software. Keine Frage: Apple ist in vielerlei Hinsicht problematisch. Allerdings würden allgemein höhere Preise auf dem Smartphonemarkt und ein längerer Support der Geräte, wie er nun mal von Apple geboten wird, möglicherweise dazu führen, dass Personen ihre Smartphones länger besitzen und öfter reparieren würden.

  5. Re: So viel Cash in einer Hand

    Autor: opodeldox 03.05.17 - 09:55

    Warum sollte Apple 87.500.000.000 Dollar wegwerfen, wenn sie nicht müssen? Selbst wenn sie das als Steuer abdrücken, im US-Amerikanischen Haushalt geht das eh verloren. Das System, auch in Deutschland, lässt sich nicht mit Einmaleffekten retten.

  6. Re: So viel Cash in einer Hand

    Autor: Peter Brülls 03.05.17 - 10:15

    sp1derclaw schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So viel Geld auf einem Haufen ist für die Wirtschaft nicht gesund. Zumal
    > wir sogar nur von den Barreserven reden. Damit geht zum Beispiel eine
    > ungesunde Marktmacht einher, dem Markt wird ordentlich Liquidität entzogen


    Wieso das? Das Geld wird doch verliehen. Ist doch nicht wie bei Dagobert Duck, wo das Gold im Speicher liegt und nicht einmal als Sicherheit für irgendwas dient.

  7. Re: So viel Cash in einer Hand

    Autor: DY 03.05.17 - 10:19

    pythoneer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > User_x schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Glaub ich weniger - im Gegenteil, ich glaube viel eher wenn das Geld auf
    > > einen Schlag wieder frei werden würde es zur nächsten
    > Weltwirtschaftskrise
    > > kommt, da die Geldschwämme die bestehende Ordnung beeinträchtigt.
    >
    > Dein Szenario ist nicht das Gegenteil. Es bekräftig sogar noch die Kritik
    > im OP.

    So ist es, das ist tödlich.
    Man kann aber davon ausgehen, dass wenn Apple massiv in Rohstoffe, Anlagen oder andere Sachwerte geht, man das gleiche möglichst schnell tun sollte. Wenn der Zug dann preislich nicht schon abgefahren ist....

  8. Re: So viel Cash in einer Hand

    Autor: sp1derclaw 03.05.17 - 11:00

    Peter Brülls schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > sp1derclaw schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > So viel Geld auf einem Haufen ist für die Wirtschaft nicht gesund. Zumal
    > > wir sogar nur von den Barreserven reden. Damit geht zum Beispiel eine
    > > ungesunde Marktmacht einher, dem Markt wird ordentlich Liquidität
    > entzogen
    >
    > Wieso das? Das Geld wird doch verliehen. Ist doch nicht wie bei Dagobert
    > Duck, wo das Gold im Speicher liegt und nicht einmal als Sicherheit für
    > irgendwas dient.

    Wenn im Artikel von Barreserve die Rede ist, so handelt es sich dabei um liquide Mittel. Das sind also keine Kredite, die Apple vergibt. Folglich liegt das Geld auf irgendeinem Konto rum und macht gar nichts. Das ist auch das grundlegende Problem, worauf ich hinaus wollte: Was gespart wird und irgendwo rumliegt, wird nicht investiert. Und ohne Investition trocknet die Wirtschaft nunmal aus. Deswegen wird der sparende Deutsche auch kritisiert. Hört sich doof an, ist aber wie folgt begründbar: Ohne Konsum und Investition wird dem Wirtschaftskreislauf Geld entzogen. Dadurch verdienen Unternehmen weniger Geld und schaffen somit weniger Jobs, was wiederum in weniger Haushaltseinkommen mündet, wodurch noch weniger konsumiert und mehr gespart wird, sodass man in eine Abwärtsspirale gerät. Deswegen auch die momentan niedrigen Zinsen und das Ziel der Zentralbanken, immer eine gewisse Inflation sicherzustellen. Denn nur wenn es zur Geldentwertung kommt, ist auch ein gewisser Anreiz da, das Geld zu investieren und dem Wirtschaftskreislauf wieder zuzuführen. Wenn das Geld allein durch den Besitz und durch eine Deflation mehr wird, stellt sich die Frage, warum ich es heute ausgeben sollte, wenn gleichzeitig die Wirtschaft abbaut, die Preise sinken und ich morgen mehr Wert für mein Geld bekomme.

    Großunternehmen sind meines Erachtens nach für eine gesunde Wirtschaft nicht förderlich. Ich hätte dafür lieber einen größeren Mittelstand, damit sich die Wirtschaftsleistung auf viele Schultern verteilt. Systemtheoretisch kann so ein System Krisen deutlich robuster überstehen, als wenn sich alles auf wenige neuralgische Punkte konzentriert. Warum wohl leben wir in Zeiten von "too big to fail", wo plötzlich der Steuerzahler für Fehler von Banken einspringen muss? Zu viel Geld auf einem Haufen.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 03.05.17 11:02 durch sp1derclaw.

  9. Re: So viel Cash in einer Hand

    Autor: Peter Brülls 03.05.17 - 15:08

    sp1derclaw schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Wenn im Artikel von Barreserve die Rede ist, so handelt es sich dabei um
    > liquide Mittel. Das sind also keine Kredite, die Apple vergibt. Folglich
    > liegt das Geld auf irgendeinem Konto rum und macht gar nichts.

    Wenn es auf einem Konto rumliegt, wird es verliehen. Und wenn von der Bank.

    *Niemand* läßt 250 Mrd Dollar ungenutzt rumliegen, außer vielleicht Drogenbossen, die es nicht gewachsen kriegen.

    Solange es halbwegs einfach zu Geld gemacht werden kann, sind es liquide Mittel.

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