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Intel verdient bombig, AMD macht auch Gewinn

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  1. Intel verdient bombig, AMD macht auch Gewinn

    Autor: norbertgriese 23.01.20 - 23:34

    Was zu erwarten war.

    Ich sehe keine wirkliche Konkurrenzsituation zwischen beiden Firmen. So lange Intel 80% des Gesamtumsatzes bei den Prozessoren macht und AMD den Rest, gibt's keine Monopoldiskussion. Das erklärt auch das Patentaustauschabkommen incl. Der Tatsache, dass es keine Prozesse zwischen beiden Firmen gibt.

    Norbert

  2. Re: Intel verdient bombig, AMD macht auch Gewinn

    Autor: Schattenwerk 24.01.20 - 00:49

    Das Patentaustauschabkommen würde auch existieren wenn AMD 99% oder Intel 99% hätte.

    Weil ohne könnten beide direkt dicht machen. Intel weil sie kein 64 Bit Befehlsatz hätten und AMD weil alle Befehlsätze ala MMX, SSE, AVX etc. weg wären.

  3. Re: Intel verdient bombig, AMD macht auch Gewinn

    Autor: norbertgriese 24.01.20 - 08:27

    Wie es aktuell ist, weiß ich nicht. Aber viele Jahre war der Marktwert von AMD so gering, dass Intel von dem Gewinn von 3 Monaten die komplette Firma AMD samt allen Patenten hätte kaufen können. Was Intel aber nie versucht hat.

    Norbert

  4. Re: Intel verdient bombig, AMD macht auch Gewinn

    Autor: Xim 24.01.20 - 09:31

    norbertgriese schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was zu erwarten war.
    >
    > Ich sehe keine wirkliche Konkurrenzsituation zwischen beiden Firmen. So
    > lange Intel 80% des Gesamtumsatzes bei den Prozessoren macht und AMD den
    > Rest, gibt's keine Monopoldiskussion.

    Das ist aber nicht der Grund.
    Eine Konkurrenz kann man nur machen, wenn man bessere Ware zu besseren liefern kann,

    AMD hat eine bessere Ware, aber sie können momentan nur sehr eingeschränkt liefern.
    Dazu führt AMD keinen Preiskrieg, weshalb die Ware auch nicht wirklich besser ist.

    AMD versucht die Preis-Leistungs-Konkurrenzsituation über die steigende Performance bei gleichen (hohen) Preisen zu erlangen. Mit 14nm-Zen1, 12nm-Zen+ und 7nm-Zen2 konnte AMD jeweils die Konkurrenzfähigkeit jedes mal nicht nur steigern, sondern teils massiv. Macht AMD mit 7nm+ Zen3 und 5nm-Zen4 wieder 1-2 Schritte, wo sie in Sachen Performance und Effizienz stärker als Intel zulegen können, dann würde Intel eben auch bei diesen hohen Preise zu einen Preis-Druck, also einem gefühlten Preis-Kampf erleben.

    Dazu braucht AMD auch große Fabriks-Kapazitäten, welche sie wohl erst ab Mitte-2020 mit 30.000 7nm-Wafer-pro-Monat bekommen werden. Dabei wird gerade die 5nm-Fabrikation bei TSMC hochgefahren, was dazu führt, dass immer mehr priorisierte 7nm-Kunden auf 5nm wechseln. Selbst wenn AMD selbst nicht gleich im 2H-2020 auf 5nm wechseln würde, (z.b. wie Radeon 7 [7nm] im Nov-2018), könnte sich dann AMD von den 150.000 7nm-Wafer-Kunden ab 1Q-2021 dann einen noch größeren Kuchen abschneiden, deren 7nm-Fertigung immer noch besser sein kann, wenn Intel die 10nm+ Problem beim Tiger-lake nicht hinbekommen sollten.

    AMDs steigende Umsätze & Gewinne macht Intels leben nicht leichter, weil AMD erstmals seit 12-14 Jahren aus ihren Not-Budget für Forschungs & Entwicklung rauskommen werden. Mit steigenden Forschungs- & Entwicklungs-Gelder wird AMD wohl zukünftig noch konkurrenzfähigere Produkte liefern können.


    Also,
    sooooo rosig sieht Intels Zukunft auch nicht aus.
    Wenn Intel die 10nm+ Fertigung mit Tiger Lake nicht deutlichst besser hinbekommt, als mit Ice-Lake, dann sieht Intels Zukunft sogar richtig schlecht aus. Denn momentan rettet sich Intel noch mit der 14nm-Fertigung auf kosten des Stromverbrauchs über den Takt. AMDs 7nm+ Zen3 kann für Intel dann ziemlich gefährlich sein, aber nicht gegen den jetzt 10nm-Fertigungs, sondern gegen den Takt-Starken 14nm-Process, womit Intel ja im Desktop wie im Notebook-Markt die Single-Thread-Performance-Krone verteidigt.

  5. Re: Intel verdient bombig, AMD macht auch Gewinn

    Autor: elknipso 24.01.20 - 09:56

    AMD hat das Problem, dass sie zwar mittlerweile wieder wettbewerbsfähige Produkte haben, aber diese nicht preisaggressiv in den Markt bringen, was nötig wäre die breite Masse abseits von ein paar Technik Nerds zu überzeugen.

  6. Re: Intel verdient bombig, AMD macht auch Gewinn

    Autor: Mixermachine 24.01.20 - 09:58

    Ich würde durchaus sagen, dass AMD einen Preiskampf führt.

    Vor drei Jahren waren Sechskerner ein Luxusgut für >400 Euro.
    Jetzt bekomme ich den aktuell mit SMT für 200 Euro.
    Die alte Generation wird für 110 Euro verkauft.
    Das ist doch ein starker Preissturz.

    Der Threadripper 3970X mit 32 Kernen gibt es für 2150 für jeden zu kaufen.
    Das ist für Workstations ebenfalls echt günstig.

    Getter, Setter, Hashcode und Equals manuell testen in Java?
    Einfach automatisieren: https://github.com/Mixermachine/base-test

  7. Re: Intel verdient bombig, AMD macht auch Gewinn

    Autor: Xim 24.01.20 - 10:36

    Mixermachine schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich würde durchaus sagen, dass AMD einen Preiskampf führt.
    >
    > Vor drei Jahren waren Sechskerner ein Luxusgut für >400 Euro.
    > Jetzt bekomme ich den aktuell mit SMT für 200 Euro.
    > Die alte Generation wird für 110 Euro verkauft.
    > Das ist doch ein starker Preissturz.

    Du rechnest nicht die Technologische Weiterentwicklung mit.

    Intels 6-Kerner war völlig überteuert, weil die die technologische Weiter-Entwicklung der 14nm-Fertigung ebne einen 6-Kerner zu viel günstigeren Preisen zugelassen hätte. Der 6-Kern-Die war mit so 150mm² wesentlich kleiner als der 28nm-4-Modul-Bulldozer (210mm²) oder 14nm-8-Kern-Die (195mm²), welchen AMD zu wesentlich günstigernen Preisen angeboten hat.

    Während der Bulldozer-Zeit hat Intel begonnen die Technologische Entwicklung nicht den Kundne zu geben sondern 1:1 ihren Gewinnen. Deshalb ist Intel im Notebook-Markt auf Dual-Core-Nvieau geblieben, womt der Connon Lake dann auf mickrige 70mm²-Dies geschrumpft wurde. Ohen 14nm-Zen1 wäre Intel viellicht sogar noch länger im Notebook-Markt auf Dual-Core und im Desktop-Markt auf Quad-Core geblieben und hätten dazu die Quads @ Notebooks und 6-8-Kerner im Desktop-Markt weiter zu Mondpreisen verkauft.

    Das Indiz dafür ist, weil Intel verglichen mit 14nm viel weniger 10nm-Fabriken baute. Die ganze 10nm-Fabrikation auf wohl nur auf sehr kleine Dies, wie den 70mm²-Die (Connon Lake) für den Massen-Notebook-Markt. Selbst der 123mm² Ice-lake ist fast doppelt so groß, was bei einem gutlaufenden 10nm-Fertigung dann 2 statt 1 Fabrik bedeutet hätte.

    Diesen Gewinn-Orientierten Kurs ist Intel sehr stark gegangen, weil sie eine Fabrik (Fab 42) fertigbauten, aber die dann seit 2014 fertigtgebaut stehen ließen, und eben den Wafer-Tool-Ausbau nicht machten.

    Ice Lake (Aug-2019) kam fast 2,5 Jahre nach dem 14nm-Zen1 Start (März-2017), wo Intel noch im Jän/Feb-2017 diese stillstehende Fab 42 zu 7nm in 4 Jahren (TSMC schafft das in 2 Jahren) zu ausbauen begannen. D.h. Intel rechnete wohl damals nicht, die zukünftige Notebook-Dies (z.b. Ice-lake oder Tiger-Lake) mit 123mm² oder ~150mm² dies zu machen, wo sie aufgrund der neuen Konkurrenzsituation nicht nur die Kerne verdoppeln mussten, sondern wegen einer praktisch gleichguten CPU-Performance auch noch den Grafik-Performance-Rückstand massiv mit zusätzlichen Kernen aufholen mussten.

    Ein Preiskrieg ist eigentlich immer z.b. Performance-pro-mm²-Die-Fläche [aktueller verfügbare Massen-Fertigungs-Node) bezogen.
    Und eben nicht pro-Kern-bezogen. Genaudeshalb blieb Intel bei 2 Kernen, wo sie ihre Entwicklungen eben immer auf paar %-Punkte Performance-Steigerung per Takt & Co bezogen.

  8. Re: Intel verdient bombig, AMD macht auch Gewinn

    Autor: Sharra 24.01.20 - 11:02

    norbertgriese schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie es aktuell ist, weiß ich nicht. Aber viele Jahre war der Marktwert von
    > AMD so gering, dass Intel von dem Gewinn von 3 Monaten die komplette Firma
    > AMD samt allen Patenten hätte kaufen können. Was Intel aber nie versucht
    > hat.
    >
    > Norbert

    Weil sie wussten, dass sie das niemals genehmigt bekommen hätten. Sie hätten damit das fast absolute Monopol auf x86 gehabt, seit Via zwar noch die Lizenz, aber eigentlich keine Produkte mehr hat. Intel hätte AMD niemals kaufen können, selbst mit allem Geld er Welt.

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