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Für den "Branchenprimus" mehr als ein Armutszeugnis

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  1. Für den "Branchenprimus" mehr als ein Armutszeugnis

    Autor: thecrew 24.07.20 - 10:38

    AMD fertigt schon munter den neuen Ryzen Renoir in 7 nm
    und bei Intel macht 10nm immer noch Probleme.

    Typisches Beispiel von zu lange auf der "Führung" ausgeruht.

  2. Re: Für den "Branchenprimus" mehr als ein Armutszeugnis

    Autor: GangnamStyle 24.07.20 - 10:56

    Intel kommt einfach nicht mehr mit. Die Foundaries TSMC und Samsung machen gegenseitig so viel Druck, dass sie mit ordentlichem Tempo voranschreiten - natürlich mit Unterstützung der heimischen Regierungen. Intels Mitbewerber müssen nicht mit teueren Anlagen herumschlagen und haben Zugriff auf modernste Produktionsanlagen der Foundaries. Intel hat "nur" viel Geld aus Vergangenheit. Das hatte auch die japanische Chipindustrie. Wie sie geendet hat, wissen wir ja.

  3. Re: Für den "Branchenprimus" mehr als ein Armutszeugnis

    Autor: Quantium40 24.07.20 - 11:27

    thecrew schrieb:
    > AMD fertigt schon munter den neuen Ryzen Renoir in 7 nm
    > und bei Intel macht 10nm immer noch Probleme.

    AMD fertigt gar nicht. TSMC fertigt.
    AMD hat die eigene Fertigung damals ausgelagert in Globalfoundries, die schon bei 14nm die eigenen Prozesse nicht konkurrenzfähig zum Laufen bekommen haben (funktionierende Technik wurde dann später von Samsung lizensiert).
    Bei 10nm und 7nm hat Globalfoundries sogar komplett hingeworfen.

  4. Re: Für den "Branchenprimus" mehr als ein Armutszeugnis

    Autor: pool 24.07.20 - 11:58

    thecrew schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > AMD fertigt

    Ähm... AMD fertigt schon seit über 10 Jahren nix mehr.

  5. Re: Für den "Branchenprimus" mehr als ein Armutszeugnis

    Autor: Trockenobst 24.07.20 - 13:38

    GangnamStyle schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Intel kommt einfach nicht mehr mit. Die Foundaries TSMC und Samsung machen
    > gegenseitig so viel Druck, dass sie mit ordentlichem Tempo voranschreiten -
    > natürlich mit Unterstützung der heimischen Regierungen.

    Man muss das leider auch immer wieder wiederholen: die Unis in Taiwan sind extrem gut ausgestattet und die Leute die sich für Chipingenieurswesen entscheiden, kriegen Hardware, Zugang zu Geräten etc. links und rechts nach geschmissen. TSMC uns Samsung zahlen zig Millionen im Jahr für den Nachwuchs:
    https://www.tsmc.com/csr/en/update/innovationAndService/caseStudy/2/index.html

    Dies ist das Hollywood der Chipbranche. Es gibt immense Standortvorteile, die man mit ein paar einzelnen Stipendien irgendwo am MIT nicht aufholen kann. Wenn die Studenten die ausgemusterte Originalhardware der Fabrik nutzen dürfen, dass ist eine ganz andere Ebene.

    Ubisoft hat das so übrigens in Toronto auch gemacht. Die Kreativunis kriegen Geld, Hardware, Softwarelizenzen und die Studenten können von Tag 1 an großen Projekten wie Far Cry arbeiten.
    Deswegen pumpen die so viele Projekte raus, es gibt einen Strom an willigen. Mit ein paar 50.000¤ Stipendien in Berlin entsteht keine Game "Industrie".

    > Intels Mitbewerber müssen nicht mit teueren Anlagen herumschlagen und haben Zugriff auf
    > modernste Produktionsanlagen der Foundaries.

    In den durchgestochenen Berichten aus der Intel Lagern war auch sehr viel Selbsttäuschung. Sie haben AMD einfach nicht sehen wollen und dachten, sie können das mit einem Anruf, mit etwas Beschwichtigung und kaufen von Werbung lösen. Wer auf 100 Milliarden sitzt, denkt er hat da andere Optionen "als ein gutes Produkt" zu haben. Nur klappt das nicht, und am Ende mussten wohl einige Leute gehen die einfach nicht mehr in der Realität gelebt haben.

    Das Intel jetzt zugibt das es Fehler in Produktionsprozess gab, ist intern gesehen ein sehr großer Fortschritt.

  6. Re: Für den "Branchenprimus" mehr als ein Armutszeugnis

    Autor: bombinho 24.07.20 - 15:21

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mit ein paar 50.000¤ Stipendien in Berlin entsteht keine Game
    > "Industrie".

    "To true to be good", der Zugang zu Resourcen und Informationen ist der Schluessel.
    Das Wort "Begreifen" darf man ruhig woertlich nehmen.

    Ich erinnere mich an einen Artikel, in dem herausgestellt wurde, dass die industriellen Revolution in den Laendern rapide Fortschritte machte, in denen Informationen frei verfuegbar waren und Laender wie Deutschland aufgrund der Monetarisierung von Wissen nicht in der Lage waren, dieses sinnvoll in der Breite umzusetzen. Das fuehrte nicht einmal zur angestrebten Pfruendesicherung (von einigen Ausnahmen abgesehen), da die gesamte Wirtschaft zurueckfiel.

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