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verständnisfrage

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  1. verständnisfrage

    Autor: mushid0 26.12.21 - 18:31

    wenn wir an unserer position im all licht empfangen welches vor 13mrd jahren aus dem zentrum des universums losgeschickt wurde, würde das für mich bedeuten dass wir uns ziemlich am rand des universums befinden müssten. sonst wäre dieses licht doch schon längst an uns vorbeigerauscht oder nicht?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.12.21 18:32 durch mushid0.

  2. Re: verständnisfrage

    Autor: Poolk 26.12.21 - 18:42

    Nein, das Universum ist grösser als 13 Mia Lichtjahre. Und wir befinden uns irgendwo darin, wir können aber nicht herausfinden wo.

  3. Re: verständnisfrage

    Autor: shoggothe 26.12.21 - 22:12

    Das Licht hat 13 Mrd. Jahre bis zu uns gebraucht. Als es ausgesendet wurde waren die Objekte ~40 Mio Lichtjahre von unserer Position entfernt, in alle Himmelsrichtungen. Weil sich der Raum ständig weiter ausdehnt, hat das Licht viel länger zu uns gebraucht. Nicht 40 Mio Jahre, sondern eben 13 Mrd. Jahre. Heute sind die Objekte ~40 Mrd. Lichtjahre von uns entfernt und entfernen sich weiter, aktuell mit zirka dreifacher Lichtgeschwindigkeit. Die Geschwindigkeit des Auseinanderdriftens nimmt mit der Entfernung zu, ausgedrückt durch die Hubble-Konstante. Hinzu kommt noch die Beschleunigung dieses Auseinanderdriftens über die Zeit durch die dunkle Energie.

  4. Re: verständnisfrage

    Autor: Ach 26.12.21 - 22:38

    Wenn an dem Punkt, den wir mit J.Web beobachten, Aliens zur selben Zeit in unsere Richtung schauen, dann sehen die ebensowenig uns, sondern unsere Ecke des Weltalls, wie sie vor rund 13 Mrd. Jahren ausschaute.

  5. Re: verständnisfrage

    Autor: powa 27.12.21 - 00:19

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn an dem Punkt, den wir mit J.Web beobachten, Aliens zur selben Zeit in
    > unsere Richtung schauen, dann sehen die ebensowenig uns, sondern unsere
    > Ecke des Weltalls, wie sie vor rund 13 Mrd. Jahren ausschaute.

    Unser Sonnensystem gibt es doch erst seit 4 mrd Jahren?

  6. Re: verständnisfrage

    Autor: sushbone 27.12.21 - 01:08

    mushid0 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wenn wir an unserer position im all licht empfangen welches vor 13mrd
    > jahren aus dem zentrum des universums losgeschickt wurde, würde das für
    > mich bedeuten dass wir uns ziemlich am rand des universums befinden
    > müssten. sonst wäre dieses licht doch schon längst an uns vorbeigerauscht
    > oder nicht?

    Du machst den Gedankenfehler das „Zentrum“ sei ein spezieller Punkt innerhalb dem was Du heute als Raum um dich herum empfindest. Tatsächlich muss man annehmen dass der gesamte Dich heute umgebende Raum sich zu Beginn in einem einzelnen Punkt zum Zeitpunkt des Urknalls befand (wenn man von der Urknall-Theorie ausgeht). Oder anders herum :der gesamte Raum ist damals mit dem Urknall entstanden. Das „Zentrum“ ist also überall um Dich herum, oder besser es gibt keinen bevorzugten Punkt den man als Zentrum definieren könnte, das Universum ist überall gleich. Dass was wir meinen wenn wir sagen „es gibt Licht dass sich gerade noch so mit einem Alter von 13 Mrd Lichtjahren wahrnehmen können (dahinter ist der nicht mehr messbare Bereich)“, von Objekten die mittlerweile noch weiter weg sind da sich der Raum zwischen allem ausdehnt, ist NUR UNSERE Wahrnehmung. Ein Beobachter an ganz anderer Stelle würde wahrscheinlich exakt das gleiche wahrnehmen. Und wäre er nur weit genug entfernt von Dir (mehr als 13 Mrd Lichtjahre) so wäre es wohl sogar unmöglich dass ihr jemals voneinander wüsstest oder Euch eine Nachricht schicken oder beeinflussen könntet. Egal was ihr auch tut und egal in welcher fernen Zukunft.
    Daher hat das was wir messen (oder maximal messen können oder was sich überhaupt auf uns auswirken kann aufgrund der physikalischer Grenzen) nichts mit dem zu tun was wirklich ist oder wo wir uns befinden. Es ist lediglich das was wir maximal feststellen können. Frustrierend, oder ggf faszinierend weil man gedanklich einen großen Schritt macht wenn man sich damit arrangiert.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 27.12.21 01:18 durch sushbone.

  7. Re: verständnisfrage

    Autor: shoggothe 27.12.21 - 02:35

    shoggothe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Licht hat 13 Mrd. Jahre bis zu uns gebraucht. Als es ausgesendet wurde
    > waren die Objekte ~40 Mio Lichtjahre von unserer Position entfernt, in alle
    > Himmelsrichtungen. Weil sich der Raum ständig weiter ausdehnt, hat das
    > Licht viel länger zu uns gebraucht. Nicht 40 Mio Jahre, sondern eben 13
    > Mrd. Jahre. Heute sind die Objekte ~40 Mrd. Lichtjahre von uns entfernt und
    > entfernen sich weiter, aktuell mit zirka dreifacher Lichtgeschwindigkeit.
    > Die Geschwindigkeit des Auseinanderdriftens nimmt mit der Entfernung zu,
    > ausgedrückt durch die Hubble-Konstante. Hinzu kommt noch die Beschleunigung
    > dieses Auseinanderdriftens über die Zeit durch die dunkle Energie.

    Man beobachtet Type-1A Super-Novae und andere weit entfernte Ereignissse.

    In der Annahme, dass Isotope überall gleich schnell zerfallen (Halbwertszeit) und dass Type-1A Supernovea immer gleich hell sind, lässt sich die Beschleunigung der Expansion des Universums ableiten. Und zwar über die Halbwertszeit von Elementen.

    Wenn Elemente unterschiedlich schnell zerfallen, abhängig von der Entfernung, ist das ein Faktor für beschleunigte Expansion. Und das misst man bei unterschiedlich weit entfernten 1A-Super-Novae. Abhängig von der Entfernung zerfallen Elemente unterschiedlich schnell.

    Wenn Type 1A Supernovae immer gleich hell sind und alle Isotope überall immer gleich zerfallen, daraus müsste doch etwas ableiten lassen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.12.21 02:52 durch shoggothe.

  8. Re: verständnisfrage

    Autor: JouMxyzptlk 27.12.21 - 03:33

    Bisher gibt es keinen Rand und kein Zentrum den wir finden konnten. Unsere Beobachtungskugel ist eben nur rund 13 Mrd Lichtjahre groß mit uns in der Mitte.
    Egal wo der andere Beobachter sitzt, wenn sich diese Beobachtungskugeln überschneiden sind wir für den anderen Beobachter immer irgendwo näher am Rand.
    https://www.zdf.de/dokumentation/terra-x/ist-das-universum-endlich-102.html
    Das JW Teleskop wird genau das ein bisschen verschieben gerade weil es Infrarot beobachtet, unsere Kugel wird ein bisschen größer.
    Dazu gibt es reichlich weitere Videos im Youtube Kanälen "Terra x Lesch und co", "Urknall, Weltraum und das Leben", in den Mediatheken zu "Frag den Lesch" und "Alpha Centauri" und so weiter. Wenn man in English fit ist noch viel mehr.

    Ultra HD ist LOW RES! 8K bis 16K sind mein Metier.

  9. Re: verständnisfrage

    Autor: EDL 27.12.21 - 08:43

    So oder so - wir sind am Arsch. Die Party im Universum geht woanders ab ... imho.

  10. Re: verständnisfrage

    Autor: cst (Golem.de) 27.12.21 - 08:45

    Dies ist absolut richtig. Ich frage mich nur, ob diese naturgemäß auf menschliche Wahrnehmung und Logik beschränkte Sichtweise jedem Forscher und Physiker so klar ist. Vielen Veröffentlichungen entnehme ich zumindest so eine Art impliziten Allgemeinheitsanspruch, wenn ihr versteht, was ich meine

  11. Re: verständnisfrage

    Autor: EDL 27.12.21 - 09:14

    cst (Golem.de) schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dies ist absolut richtig. Ich frage mich nur, ob diese naturgemäß auf
    > menschliche Wahrnehmung und Logik beschränkte Sichtweise jedem Forscher und
    > Physiker so klar ist. Vielen Veröffentlichungen entnehme ich zumindest so
    > eine Art impliziten Allgemeinheitsanspruch, wenn ihr versteht, was ich
    > meine

    Nun was erwartest Du - dass wir, entgegen den menschlichen Erkenntnissen der Wissenschaft und Forschung, dem Unwahrscheinlichen und Abwegigem nachgehen? Das passiert sicher auch, denn eine Triebfeder der Forschung ist in jedem Fall die Frage nach dem Warum, das Nichtwissen.
    Ausgangspunkt sind aber sicher meist bereits gemachte Erkenntnisse und das vorhandene Wissen. Dies kann (oftmals) auch ein Irrweg sein. Ob und wie weit die Forschung Dinge auch mal neu denkt ... wann dieser Punkt kommt ... das mag von Forscher zu Forscher und Forschung zu Forschung unterschiedlich sein.

    Die Irrwege in der menschlichen Welt des Wissens sind womöglich so unendlich wie das Universum. ;)



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 27.12.21 09:19 durch EDL.

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